Anklam

    Die Freischaltung für Auerbachs Keller ist jetzt möglich. Standardmäßig ist der Keller jetzt ausgeblendet.
    • Der aktuelle Planungsstand für den Turm der Nikolaikirche:

      Blick vom Markt, beachte die geschlossenen Seitendächer des Turmes.


      Der Turm mit der Reminiszenz an die ursprünglich verdrehte Spitze


      Die geschlossenen Turmgiebel, ohne Blenden, wäre durchaus in Ordnung so; die moderne Turmuhr ebenso recht gelungen, sollte aber auf allen vier Seiten angebracht werden


      Der beleuchtete Turm bei Nacht


      Blick vom Peendamm


      Innenansicht der oberen Turmspitze


      Die Planungen sind mittlerweile angenehmer geworden, jedenfalls könnte ich mit dem Gezeigten durchaus gut leben.
      Das ambitionierte Projekt wird aber wohl erst in den frühen Zwanzigern begonnen werden.


      Fotos: selbst fotografiert
      Copyright Visualisierungen: Luxigon
      Plus Outre
    • Neue Planung für das Parkhaus bei der Nikolaikirche:

      Wie hier die alte Bebauung aufgegriffen werden soll erschließt sich mir nicht:

      Quelle:Nordkurier

      Der rostige Stahl-Look soll an den altehrwürdigen Backstein erinnern? Naja...

      Quelle:Nordkurier

      Auch das Grün reißt nix raus...

      Quelle:Nordkurier

      Der erste Entwurf für das Parkhaus, auch nicht viel besser...

      Quelle:Nordkurier


      Quelle:Nordkurier

      Das Parkhaus scheint die große Bausünde bei der Neugestaltung zu werden, ähnlich wie das Einkaufszentrum am Markt und das Sparkassengebäude am Pferdemarkt (bei der Marienkirche), beide aus den 90ern.
      Gerade hier wäre ein weiteres kleinteiliges Altstadtquartier viel besser, da der NO der Altstadt hier bis auf weiteres aus Zeilenbauten bestehen wird.
      Das Parkhaus wäre wenn überhaupt besser am Hafen aufgehoben. Dort zwischen Gewerbe und Hafenbetrieb und mit ebenso kurzen Wegen in die Stadtmitte wäre der Standort vertretbar.
      Plus Outre
    • Ich habe mir mal erlaubt, den geplante und die historische Ansicht nebeneinanderzustellen:


      Foto links: Lupi, Visualisierung Luxigon. Foto rechts: laut Wikipedia gemeinfrei

      Ja, der Entwurf ist deutlich besser als das, was bisher kursierte. Aber ich könnte auch mit diesem auch nicht leben. Schön, dass gemauerte Schildgiebel kommen sollen. Jedoch stehen diese viel zu weit über - sie hätten bündig mit dem Turmschaft liegen müssen. Zudem ist der "Turmhelm" insbesondere durch die weit oben liegende Verdickung viel zu überdimensioniert und erschlägt den historischen Teil der Kirche. Der Aufbau sieht aus wie im falschen Maßstab aufgesetzt. Wenn die Basis des modernen Aufbaus wie gesagt bündig mit dem Turmschaft abschließen würde und das ganze dadurch etwas schmaler und nicht ganz so hoch würde, dann könnte ich damit leben.

      Was ist eigentlich mit den ganzen ehemals geplanten Anbauten rund um die Kirche? Sind die - wie offenbar auch der außen am Turm liegende Fahrstuhlschacht - hoffentlich vom Tisch?

      Zum Parkhaus direkt an der Kirche: Ohne Worte. :kopfwand:
      Man wiederholt hier sämtliche Fehler, die in den 60ern und 70ern in so vielen anderen Städten gemacht wurden. Wer daraus nichts gelernt hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Wirklich sehr schade, dass die Anstrengungen, Anklam wieder ein ansehnliches Stadtbild zu geben, hier wieder komplett zunichte gemacht werden.

      Dass sich der Bau in die historische Bebauung einfügen wird, ist nichts als das übliche dumme Geschwafel der Planer und Architekten, die meinen, die Bevölkerung damit für dumm verkaufen und den Widerstand gegen die Bausünde kleinhalten zu können. Das kennt man ja bereits. Und wenn der Bau sich so gut einpasst wie behauptet wird, warum will man ihn dann mit einer Begrünung kaschieren?

      So ein Parkhaus gehört außerhalb der Altstadt gebaut oder unter die Erde oder zumindest in einen Blockinnenhof. :lehrer:
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Ernst Deecke, Lübische Geschichten und Sagen, 1852)
    • Hallo Frank,

      deinen Worten kann ich nur beipflichten. Für mich wirkt der Turmhelm wie ein Propellerflügel, vielleicht soll er auch so wirken. Warum rekonstruiert man den Kirchturm nicht so, wie er war? Besser kann man es doch garnicht machen. Und das Parkhaus, das diese Bilder zeigen, das ist absolut entsetzlich und abscheulich, dies sagt einem schon der klare Menschenverstand, ganz egal welche verlogenen Lobeshymen die Herren Architekten darauf singen. Du hast zu 100 % recht, in allem, was du schreibst, auch darin, dass ein Parkhaus außerhalb der Altstadt gebaut gehört, oder unter die Erde oder zumindest in einen Blockinnenhof.
    • Zunächst einmal ein großes Dankeschön an Lupi, dass du uns über die Entwicklungen der Stadtplanung auf dem Laufenden hältst.

      Der Kritik von Frank ist fast nichts hinzuzufügen, besser hätte man das nicht sagen können.

      frank1204 schrieb:

      So ein Parkhaus gehört außerhalb der Altstadt gebaut oder unter die Erde oder zumindest in einen Blockinnenhof.
      Genauso ist es. Leider bietet sich außerhalb der Anklamer Altstadt keine Möglichkeit, ein Parkhaus zu bauen, weil die Bebauung hier sehr dicht ist und derart große Flächen in der Nähe der Altstadt nicht zur Verfügung stehen.

      Meiner Meinung nach sollte man unter diesem Quartier ein unterirdisches Parkhaus bauen, um das Quartier dann mit einer kleinteiligen Bebauung aufzuwerten. Das könnte jedoch die Kosten erheblich steigern, weshalb man sich bislang wohl gar nicht erst Gedanken um so eine Lösung gemacht hat, obwohl sie jede Menge Baufläche verschonen würde.

      Sollte das Parkhaus kommen, würde hier eine Menge Potenzial verschenkt werden. Von der geschaffenen Bausünde ganz zu schweigen...
    • frank1204 schrieb:

      Schön, dass gemauerte Schildgiebel kommen sollen. Jedoch stehen diese viel zu weit über - sie hätten bündig mit dem Turmschaft liegen müssen. Zudem ist der "Turmhelm" insbesondere durch die weit oben liegende Verdickung viel zu überdimensioniert und erschlägt den historischen Teil der Kirche. Der Aufbau sieht aus wie im falschen Maßstab aufgesetzt. Wenn die Basis des modernen Aufbaus wie gesagt bündig mit dem Turmschaft abschließen würde und das ganze dadurch etwas schmaler und nicht ganz so hoch würde, dann könnte ich damit leben.

      Villa1895 schrieb:

      Warum rekonstruiert man den Kirchturm nicht so, wie er war? Besser kann man es doch garnicht machen.

      Jein...einen Kirchturm wie er war gibt es einige, ein neuer könnte ein Wahrzeichen für die Stadt werden und dank der Aussichtsplattform wohl auch eine kleine Touristenattraktion.

      Ein moderner, überarbeiteter Entwurf (also natürlich unter den o.g. Veränderungen wie frank1204 sie beschrieben hat) könnte durchaus seine Reize haben, vor allem mit der Beleuchtung nachts.
    • Die neueste Pressemitteilung zum Thema Anklamer Marktplatz

      Minister Pegel bei Spatenstich im Anklamer Marktquartier Ost

      Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Montag (09.10.2017) in Anklam gemeinsam mit dem Bürgermeister Michael Galander am ersten Spatenstich zur Bebauung der Steinstraße 19 durch die Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH Anklam teilnehmen.

      Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadtkern“ in Anklam stellen die Entwicklung und der Umbau des Marktquartiers einen Förderschwerpunkt in der Gesamtmaßnahme „Altstadtkern“ dar.
      Mit der nun bevorstehenden Eckbebauung Steinstraße/Brüderstraße (Steinstraße 19) im Marktquartier - Markt Ost wird ein weiterer Baulückenschluss im Marktquartier Ost erfolgen. Das Neubauvorhaben ist Bestandteil der Initiative „Neues Wohnen in der Innenstadt“ der Stadt Anklam.

      Die Baumaßnahme wird mit rund 233.000 Euro Städtebaufördermitteln bezuschusst.

      Städtebauliche Gesamtmaßnahme „Altstadtkern“:
      Die Hansestadt Anklam ist mit dem Sanierungsgebiet „Altstadtkern“ als städtebauliche Gesamtmaßnahme in die Städtebauförderung aufgenommen. Im Förderzeitraum 1991 bis 2017 wurden für die Gesamtmaßnahme rund 33,7 Mio. Euro Finanzhilfen aus der Städtebauförderung bereitgestellt, davon ca. 1,3 Mio. Euro im Rahmen des Städtebauförderprogrammes 2017.

      Darüber hinaus wurden aus dem Stadtumbauprogramm Ost, Programmteil Rückbau rd. 1,1 Mio. Euro Finanzhilfen (Bund und Land jeweils 50 Prozent) für den Abbruch von mehr als 300 dauerhaft leer stehenden, nicht mehr benötigten Wohnungen bereitgestellt.

      regierung-mv.de/Aktuell/?id=132080
    • Neu

      Die direkt über diesem Beitrag gezeigten Gebäude könnten bis auf das Eckhaus auch in Lübeck am Wettbewerb Fischstraße teilnehmen. Irgendwie austauschbar. Dagegen wirkt die Visualisierung ein weiteres Bild darüber wie eine Weiterentwicklung der DDR-Architektur, was an und für sich gar nicht schlecht ist. Die Fensteraufteilung dürfte den Anklamern daher sehr vertraut vorkommen, ebenso wie die Dachgestaltung, die sehr an die Materialität von DDR-Einfamilienhäusern erinnert. Ich bin gespannt, wie es letztlich in natura aussehen wird.

      Was den Kirchturm anbelangt, würde ich Anklam raten, nicht Geld in riskante Turm-Architektur zu stecken, sondern grundsolide zu bauen. Heißt, macht es doch so wie bei St. Petri in Rostock. Diese edle Kirche war und ist immer noch stark geschunden, bekam gleich nach der Wende einen neuen sehr großen Turm mit Fahrstuhl! und wirkt absolut gelungen. Die Gefahr, dass Orkane in Deutschland zum Alltag gehören werden, ist sehr realistisch und alles, was nicht wirklich solide gebaut werden kann, würde früher oder später zu Mehrkosten führen.
    • Neu

      Wenn ich das richtig sehe, dann weicht die dreidimensionale Visualisierung von der zweidimensionalen in Bezug auf die Fassadengestaltung ab. Man vergleiche mal die verwendeten Materialien miteinander. Wenn "Steinstraße 19" so kommt, wie auf dem ersten Bild in Beitrag 252, dann wäre das eine Verschlechterung im Vergleich zum vorherigen Stand der Dinge.

      Goldstein schrieb:

      Die direkt über diesem Beitrag gezeigten Gebäude könnten bis auf das Eckhaus auch in Lübeck am Wettbewerb Fischstraße teilnehmen.
      Genau das stört mich auch an den Projekten für die kommende Bebauung der Steinstraße. Die Gebäude von "Steinstraße 20" und "Steinstraße 19" weisen einen viel zu beliebigen Charakter auf. "Markt 1" dagegen hat aber gezeigt, wie man es besser machen kann. Schade, dass das Ingenieurbüro Kühn nicht auch die Parzellen an der Steinstraße planen durfte.

      Goldstein schrieb:

      Was den Kirchturm anbelangt, würde ich Anklam raten, nicht Geld in riskante Turm-Architektur zu stecken, sondern grundsolide zu bauen. Heißt, macht es doch so wie bei St. Petri in Rostock.
      Eine Rekonstruktion des Turmhelms mit der Einbeziehung eines Fahrstuhls wäre auch meiner Meinung nach ganz klar die beste Option, das kann ich so nur befürworten. Leider wollen die Verantwortlichen aber mehr und aus der Kirche einen Vergnügungspark à la Ikareum machen. Oder aber, wenn die Millionen doch nicht zusammenkommen, die das Ikareum bräuchte, dann soll es wohl irgendwas Krasses und Abgefahrenes sein, um die Touristen von der B109 in die Stadt und in die Kirche zu locken. Ein rekonstruierter Turmhelm würde das meiner Meinung nach aber auch schaffen, weil er aufgrund seiner Höhe und dem flachen Umland sehr weit hin sichtbar ist.

      Neben der Petrikirche in Rostock würde ich hier auch die Jacobikirche in Stettin als Vorbild nennen, wo vor ein paar Jahren ebenfalls der wuchtige Turmhelm wiederaufgebaut wurde. Man hat beim Wiederaufbau einen Fahrstuhl berücksichtigt und unauffällige Fenster in den Turmhelm eingearbeitet, die sein historisches Erscheinungsbild nicht besonders verfälschen.