Anklam

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    • Ich werd verrückt, ein Pommer, hier im Forum :D Dass ich das noch erleben darf. Liest du hier schon länger mit, Lupi? Bist du auch mal im Raum Neubrandenburg zugegen?


      Ich bin Neubrandenburger und fahre über Anklam regelmäßig auf die Insel Usedom.
      Als Tor zur Insel begreift sich die alte Hansestadt ja auch, doch verweilen tun die wenigsten in einem "Tor", man geht eben einfach hindurch. Zum in Teilen unattraktiven Stadtbild kommt leider auch dieser unangenehme Dunst, der vom Zuckerrübenwerk her gelegentlich die ganze Stadt überzieht. Aber so wahrt Anklam sich auch einen gewissen ländlichen Charakter. ;)


      Ich habe eine komplette Fotoserie von den Resten der Anklamer Altstadt. Bei Gelegenheit werde ich mal etwas hochladen.

      Hier eine kleine Vorschau:

      Gotisches Giebelhaus.


      Gotische Marienkirche.


      Gotisches Steintor von Anklam.

      Alle Bilder stammen von mir.
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • @erbsenzähler
      Freut mich auch, dann können wir unsere beiden Landesteile ja in Zukunft würdig vertreten hier im Forum :prosit: .
      Bin schon länger hier unterwegs aber erst seit kurzem angemeldet, als ich auf das Forum zur Nikolaikirche stieß wollte ich auch meinen Beitrag dazu leisten.

      Natürlich bin ich auch öfter in NB, mir liegen eigentlich alle Städte im Nordosten -Friedland, Demmin, Pasewalk, Prenzlau, Neubrandenburg usw.- die bei Kriegsende unnötig zerstört wurden am Herzen. Sie alle wurden beim Wiederaufbau verhunzt (NB vielleicht etwas weniger). Es gibt in unserer Gegend also noch viel zu tun, auch wenn wir kleinere Brötchen backen müssen, glaube ich das wir uns schrittweise wieder einem attraktiveren Stadtbild nähern.

      Anklam hat leider viel von seinem hanseatischen Charme im Krieg verloren, ich werde demnächst Fotos reinstellen damit man sich ein Bild vom Vorkriegszustand machen kann. Mit ihrer Vielzahl an Giebelhäusern und kleinteiliger Bebauung brauchte sie sich wahrlich nicht hinter ihren Hanseschwestern Greifswald und Stralsund verstecken.
      Übrigens ist selbst dieser gewöhnungsbedürftige Geruch von Zuckerrüben jedes Jahr im Herbst für mich ein Stück Heimat.

      In NB stößt mir vor allem die Marktplatzgestaltung sauer auf, als erstes sollte dieses unselige Hochhaus weg und dann wieder das alte Rathaus auf den Markt, in Demmin hats ja auch geklappt. Vorbildlich finde ich die (zumindest äußerliche) Wiederherstellung der Marienkirche, das sollte auch in Anklam bei der Nikolaikirche möglich sein.

      @Däne
      Eine Galerie der Innenstadt ist kein Problem, erbsenzähler hat ja schon einige schöne Bilder reingestellt (weiter so!)

      Als erstes zunächst einmal die Baustraße südlich der Marienkirche, hier befinden sich einige der wenigen erhaltenen Fachwerkhäuser Anklams aus dem 18. Jahrhundert. In der Straße wird gerade viel saniert und Lücken werden mit neuer kleinteiliger Bebauung geschlossen. Hinter der Straße befindet sich ein nennenswertes Stück der alten Stadtmauer, aus dem man aber bisher nichts gemacht hat.

      Hier der Schusterstift, links der Zustand 1990 und rechts ein aktuelles Bild, er war auch zur Wendezeit noch relativ gut erhalten




      Ein weiteres Fachwerkhaus neben dem Schusterstift, ebenfalls vorbildlich restauriert


      Noch ein Fachwerkhaus vor und nach der Restaurierung, es gehört zu den ältesten der Stadt


      Das Gotische Giebelhaus am Pferdemarkt hinter der Marienkirche, links Zustand 1990, rechts aktuell nach der Sanierung. Es ist in den 60ern niedergebrannt wurde aber glücklicherweise wieder aufgebaut. Eine Restauration sollte schon in der DDR erfolgen, was dann aber erst nach der Wende geschah. Es ist das letzte verbliebene von einst vielen in der Stadt.


      Die alte Seidenweberei, ein großes Fachwerkhaus vom Anfang des 19. Jahrhunderts in der Demminer Straße, rechts Zustand 1990. Es wurde Ende der 90er mit den angrenzenden Gebäuden abgerissen um einer Bundesstraße Platz zu machen. Was hätte man daraus mit einer aufwendigen Sanierung nicht alles machen können :weinenstroemen:.


      Das Alte Postamt in der Steinstraße aus dem 19. Jahrhundert, es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts um eine Etage aufgestockt. Leider steht es seit Jahren leer, hoffentlich findet sich bald ein Investor der was draus macht.


      Häuserzeile an der Steinstraße, das Gebäude hinten ist eines der schönsten in der Innenstadt.


      Die Garnisonskirche mit ehemaligen Heilig-Geist-Stift (im Hintergrund) in der Burgstraße, im Vordergrund einigermaßen passabler Neuaufbau aus den 50ern.


      Das Anklamer Steintor, das letzte von ehemals 6 Stadttoren. Es wurde bereits in der DDR vorbildlich restauriert und zum Museum umgebaut. Links Anfang der 80er, rechts aktuelle Aufnahme.


      Der Pulverturm, links 1990, rechts aktuelle Aufnahme nach Restaurierung Ende der 90er, einer von zwei verbliebenen Wehrtürmen der Stadtbefestigung...


      ...der andere ist der Hohe Stein, ein vorgelagerter Wartturm am Südrand der Stadt


      Häuser in der Wollweberstraße, früher die Häuser der Habenichtse in den hinteren Gassen, heute ein kleines Schmuckstück in der Anklamer Altstadt. Insgesamt ist das Areal im Westen der Altstadt noch relativ gut erhalten. Wobei erschreckend ist wieviel noch nach dem Krieg und nach der Wende abgerissen wurde (und selbst heute noch wird!!).



      Die Galerie wird fortgesetzt...
      Bildquellen: meine Wenigkeit, Wikipedia (auch zum Teil von mir), Heimatkalender Anklam, Anklam - Innenansichten


      ...jetzt aber zum Schluß noch einmal zurück zur Nikolaikirche, hier eine Fotomontage zum Vergleich, in der noch einmal deutlich wird, wie sehr die Stadtsilhouette von einem richtigen Turmdach profitieren würde. Aus Blickrichtung der Wikingergräber in Menzlin.
    • Wenn man das Bild der Kirche vor dem Krieg kennt, wie sie mit ihrem verdrehten Turmhelm maechtig ueber dem Anklamer Marktplatz thront, dann ist jeder Schritt Richtung Wiederherstellung, und sei er auch noch so klein, zu begruessen.


      So viel ich weiß, war dieser unter den mächtigen grünkupfernen Turmhelme der backsteingotischen Kirchen der einzige, der verdreht war. Schon deshalb sollte er unbedingt originalgetreu rekonstruiert werden!!
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
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      I bambini sanno che solo sbagliando s,impara.
    • Es geht weiter voran mit der Nikolaikirche...

      ...heute am 1. Dezember wurde das Richtfest gefeiert. Man beginnt mit der Biberschwanzeindeckung des Daches. Möglich das der frühe Wintereinbruch die Arbeiten verzögern wird, auch die Kosten haben sich mehr als verdoppelt. Dennoch gewinnt das Bauwerk langsam einen guten Teil seiner einstigen Imposanz zurück und eine 65 Jahre alte Wunde beginnt sich langsam zu schließen.
      Plus Outre
    • Aus der Homepage:

      In Rahmen einer intensiven touristischen Zusammenarbeit mit dem Stettiner Technikmuseum soll als nächster Bauabschnitt der Kirchturm als "Lilienthal-Turm" wiederhergestellt und zum Ausstellungshaus ausgebaut werden.


      Stöhn...
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Dennoch gewinnt das Bauwerk langsam einen guten Teil seiner einstigen Imposanz zurück und eine 65 Jahre alte Wunde beginnt sich langsam zu schließen.




      Nur dürfen wir es scheinbar wieder mal nicht erleben, daß sich die Wunde ganz schließt. Das Unglück heißt hier "Ikareum".
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
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    • ... ein Gedanke, den man metaphorisch über das gesamte heutige Luftfahrtswesen stellen könnte...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ich war im August auf der Weiterreise nach Usedom auch ganz kurz in Anklam, fand die Stadt aber nicht besonders interessant - leider wurde die Innenstadt im Krieg wohl weitestgehend zerstört. Entsprechend habe ich auch nur ganz wenige Fotos:

      http://picasaweb.google.com/architekturphotographie/Anklam\r
      picasaweb.google.com/architektur ... hie/Anklam

      Dem Projekt des Kirchenumbaus stehe ich eher wohlwollend gegenüber, Umnutzungen zu Konzert- oder Veranstaltungskirchen mögen zwar ungewohnt sein, aber für eine "echte" Kirche dürfte wohl schlicht kein Bedarf existieren...
      „Preste atenção, o mundo é um moinho, vai triturar teus sonhos, tão mesquinho, vai reduzir as ilusões a pó“ (Cartola)
    • Dem Projekt des Kirchenumbaus stehe ich eher wohlwollend gegenüber, Umnutzungen zu Konzert- oder Veranstaltungskirchen mögen zwar ungewohnt sein, aber für eine "echte" Kirche dürfte wohl schlicht kein Bedarf existieren...


      Hmm...das stand hier eigentlich nie zur Diskussion, gegen eine Umnutzung zur Veranstaltungkirche spricht ja nichts, aber deswegen sollte man das Gebäude ohne Not nicht derart verschandeln. Im übrigen hat die Stadt 2000 die Nutzungsrechte "nur" für 100 Jahre erworben, sollte also 2100 wieder Bedarf für ein Gotteshaus bestehen wird man die Nikolaikirche wieder weihen.
      Plus Outre
    • Hi,

      als Orts- und Nikolaikirchkundiger, der mehr durch Zufall auf diese Seite und diesen Thread gestoßen ist, muss ich trotz der sehr schönen Bilder und der gut zusammengefassten Wiederaufbaugeschichte der Nikolaikirche einige Anmerkungen machen:

      1. Die Pultdächer, die kleinen Dächer nördlich und südlich am Turm, und das sanierungsbedürftige Dach des Südanbau (Sakristei, Vorhalle und Südkapellen, nach der Zerstörung in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg errichtet) sind nicht Bestandteil der aktuellen Baumaßnahme. Die Pultdächer sind aber Bestandteil eines aktuell laufenden Fördermittelantrags bei der Pomerania (Entscheidung im Februar 2011?), die dem Zweck der Wiederherrichtung des Turmes mit einer Turmspitze und einem Innenausbau ähnlich wie im Anklamer Steintor (Museum im Steintor) dient, während für das Dach des Südanbaus noch eine Lösung gesucht wird.

      2. Das neue Dach beinhaltete in einer frühen Planung direkt nach der Fördermittelzusage des Landes jeweils zwei waagerechte Lichtbänder auf der Nord- und Südseite und eine teilweise verglaste Fläche an des Ostseite (Chor), die für die zukünftige Nutzung mit einer kulturellen oder musealen Zielstellung eine natürliche Lichtquelle geboten hätte, wie man sie auch in anderen Museen, die nach dem 2. Weltkrieg restauriert wurden, findet (z.B. Bodemuseum o.Neues Museum in Berlin). Inspiriert wurden die Glasflächen auch durch das Notdach (1995/96 - 2010), das senkrechte lichtdurchlässige Dachplatten enthielt. Die Ideen für die Lichtbänder wurden dann im Laufe der weiteren Planung aus finanziellen Gründen (!) verworfen, so dass das neue Dach in einer dem Dach von 1945 angelehnten Form ohne Lichtbänder entstehen wird bzw. fast fertig ist.

      3. Wie die Turmspitze und die Pultdächer nun endgültig aussehen werden, ist noch offen. Eine offene Turmspitze ist nichts Neues und findet sich in vielen wiederaufgebauten Kirchen wieder. Die gedrehte Spitze, wie man sie auf dem Bild von Schloßgespenst gut erkennen kann, nachzubauen, ist zum einen schwierig und sicher bei der Errichtung auch nach einigen Theorien nicht absichtlich erfolgt. Frühere Untersuchungen vor der letzten Restaurierungsmaßnahme von 1906-09 mutmaßten, dass die Drehung eher durch witterungsbedingte Verschiebungen im Dachstuhl der Spitze entstanden ist. Das der Teufel für die Drehung zuständig gewesen sein soll, entspricht zwar einer Sage aus Anklam, aber ihn beim Wiederaufbau einzubeziehen, halte ich für übertrieben. :D
      Die offene Gestaltung und die teilweise Nutzung der Turmspitze als Aussichtsplattform, wie man sie in der Gedächtniskirche Rosow und der St. Jakobikirche in Stettin findet, gehört mit zum Gesamtkonzept einer kulturellen und musealen Nutzung der Nikolaikirche unter dem Schlüsselwort 'Ikareum' (IKARus + musEUM). Beispiele für eine komplette Umnutzung der Kirche findet man zum Beispiel in der Neubrandenburger Konzertkirche. Wichtig und somit ein Ziel der gesamten Planung bleibt dabei aber, die Kirche in der äußeren Erscheinung und ihren Abmessungen so gut wie möglich an ihren historischen Ursprung anzunähern.


      Abb. 1: Gedächtniskirche Rosow, 27.06.2010

      4. Die Nikolaikirche wurde am 02. Oktober 2004 im Rahmen eines Stadtfestes für 99 Jahre + 50 Jahre Option in die Verantwortung der Hansestadt Anklam übergeben. Der Grund dafür: Die kleine evangelische Kirchengemeinde ist mit der älteren Marienkirche und der in 1950-er Jahren erbauten Kreuzkirche mehr als ausgelastet und war sicher auch froh, die zweite große Stadtkirche zum zweiten Mal in ihrer über 700-jährigen Geschichte in die Hände der Stadt zu übergeben.

      5. 2004, 2009 und 2010 sind zehn neue Fenster eingebaut und eingeweiht worden:
      - 2004, das Nikolausfenster nach Vorbild des 1909 gefertigten und 1943 beim ersten Bombenangriff auf Anklam zerstörten Bleiglasfensters mit gleichem Motiv und Namen - eingebaut in der Nikolauskapelle (östliche der beiden Südkapellen)
      - 2009, ein Gedenkfenster zur Erinnerung und zur Mahnung an die Zerstörung der Stadt und der Nikolaikirche im 2. Weltkrieg und an die vielen Opfer - eingebaut in der westlichen der beiden Südkapellen
      - 2009 u. 2010 acht farblose Fenster, davon drei Fenster (Südseite) mit Fensterscheiben mit sandgestrahlten Schriftzügen einer Spendenaktion des Förderkreises Nikolaikirche Anklam e.V.


      Abb. 2: Nikolausfenster (*2004, Fertigung durch Glasgestaltung Altlandsberg)


      Abb. 3: Gedenkfenster (*2009, Fertigung durch Glasgestaltung Altlandsberg)

      6. Ein Großteil der verbliebenen Fresken, vor allem in den Jochbögen, wurden mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, teilweise mit Netzen und teilweise durch Restaurationsarbeiten vor der weiteren Zerstörung gerettet. Parallel zur gerade zu Ende gehenden Dachbaumaßnahme wurden 2010 nochmals Bestandsaufnahmen der Fresken vorgenommen und sollten somit eine gute Grundlage für weitere Sicherungsmaßnahmen bilden.


      Abb. 4: Nikolaikirche vom 24.01.2011


      Abb. 5: Nikolaikirche vom 24.01.2011

      Inzwischen waren die Nord- und die Südseite des Daches fast vollständig gedeckt und die Verschalung des Chores fast abgeschlossen.

      MfG LaSt

      Quellen:
      Abbildungen 1 - 3: Förderkreis Nikolaikirche Anklam e.V.
      Abbildungen 4 u. 5: eigene Fotos

      Änderungen wg. später gefundener Schreibfehler notwendig... Man sollte solche Schreibarbeiten halt nicht am frühen Abend machen
    • Hi LaSt,
      vielen Dank für die Infos, anhand der detaillierten Angaben vermute ich daß Du ein Mitglied (Vorsitzender?) des Förderkreises bist.
      Das Dach des Kirchenschiffes, welches nun bald fertiggestellt wird, kann als absolut gelungen gelten, und das gerade wegen der traditionellen Konzeption.
      Bleibt also nur noch das Sorgenkind neue Turmspitze. Das Beispiel der Kirche in Rosow mit ihrem transparenten Turmhelm ist wohl gleich das beste Argument gegen so eine Konstruktion bei der Nikolaikirche. Einer Stadt wie Anklam würde ein solch ruinös wirkender Stahlturm, gerade im Anbetracht der Kriegszerstörungen, nicht gut zu Gesicht stehen. Hier hat eine kleine Stadt die Chance etwas einmalig Großartiges zu schaffen. Diese Chance sollte man auch nutzen. Eine verdrehte Turmspitze muß nicht unbedingt rekonstruiert werden, in diesem Punkt bin ich einverstanden.

      Wenn man den Turm künftig auch als Aussichtsplattform nutzen will, könnte man das viel ästhetischer und konservativer hinbekommen, vielleicht in Form von kleinen Bullaugen wie bei der Petrikirche in Hamburg:

      Die Fensteröffnungen können natürlich auch größer sein, oder in Form von Glasbändern wie bei der Jacobikirche in Stettin realisiert werden.
      (Quelle: Wikipedia Commons, gemeinfrei)

      Hier auch mal eine Fotomontage die eine ordentlich wiederhergestellte Nikolaikirche zeigt, sie würde den (dato) mißglückten Marktplatz enorm aufwerten:

      (eigene Montage)

      Hinzufügen möchte ich auch noch die neue Tür des Westportals, zwar längst nicht so prachtvoll wie die alte, dennoch gefällt sie mir trotz ihrer Schlichtheit außerordentlich gut:

      (eigenes Foto)
      Plus Outre
    • Naja, man darf ruhig zugeben, dass man bei ersten Ideen für die Neugestaltung z. B. bei der Turmspitze sehr kreativ ist, auch um Interesse am Wiederentstehen ebendieser zu erwecken und gleichzeitig eine ergebnisoffene Diskussion anzuschieben. Im Endeffekt entscheiden die Architekten und Ingenieure, was umsetzbar ist.

      Die Spitze wird sicher geschlossener als auf den ersten Entwürfen der Turmspitze als Aussichtsplattform werden und rein persönlich könnte ich mit einer Lösung ähnlich wie in Stettin leben, wenn die offenen Gestaltung nicht umsetzbar ist.

      Die Lösung einer komplett offenen Spitze wie in Rosow - der Besuch der Gedächtniskirche und der Ausblick von der Kirchturmspitze ist einfach beeindruckend - ist in Anklam schon aufgrund des höheren Turmes der Nikolaikirche schwer umsetzbar. Ein Mittelweg aus Rossin und Stettin ist aufgrund des daraus entstehenden Alleinstellungsmerkmals und wegen des spannenden Anblicks während der Errichtung per Kran oder Hubschrauber, was Anklam noch ein wenig einzigartiger machen würde.

      Aber ob und wie die Spitze entstehen wird, hängt auch vom positven Votum der Pomerania ab. Also, schön Daumendrücken!

      PS @ Lupi82: Ich verbringe seit mehreren Jahren sehr viel Zeit in verantwortungsvoller Position in der Nikolaikirche und fühle mich dem Förderkreis mehr als nur verbunden. Aber die Funktion als Vorsitzender ist mir zu stressig, da bin ich zu bescheiden... *gg*
    • Im April 2011 ist das Dach der Anklamer Nikolaikirche fertig geworden:


      Abbildung 1: Nikolaikirche Anklam mit neuem Dach (Südostansicht)

      Abbildungen des Dachstuhls:


      Abbildung 2: Dachstuhl aus ungefähr 16m Höhe


      Abbildung 3: Dachstuhl vom Boden aus (Blick zum Chor/nach Osten)


      Abbildung 4: Dachstuhl vom Boden aus (Blick zum Turm/nach Westen)

      Quellen: Förderkreis Nikolaikirche Anklam e.V. (Webseite)
    • In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Danke für die tolle Nachricht!

      Vier Plattenbauten am Markt und der angrenzenden Steinstraße mit insgesamt 136 Wohnungen sollen von 2013 an Schritt für Schritt abgerissen und durch kleinteilige Häuser ersetzt werden, die an die frühere historische Bebauung erinnern. „Eine Stadt muss von außen nach innen schrumpfen - nicht umgekehrt“.

      Das sieht der Zeitzer OB bekanntlich etwas anders. Es steht und fällt alles mit den Verantwortlichen - wenige Einzelpersonen haben das Schicksal unserer Stadtbilder in der Hand.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Heute war auch ein Artikel über Anklam im Bremer Weserkurier. Ich musste ersteinmal schauen, wo die Stadt überhaupt liegt. Vom Satelliten aus sieht die Stadt furchtbar aus und erinnert an das hier diskutierte Zerbst. Immerhin ist es spannend zu sehen, was passiert und was herauskommt, wenn kleinteilige Häuser gebaut werden, die an die historische Bebauung erinnern sollen. In Halberstadt ist so etwas gründlich daneben gegangen (allerdings war hier auch nicht geplant, das sich die neuen Häuser äußerlich an die historische Bebauung anlehnen).