Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat (Galerie)

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    • Re: Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat


      Das wär was für: Wer kennt s? (Magersdorf)

      relativ gut erhaltenes Gehöft: (Porrau heißt dieses Dorf.)

      bisschen zu viel Renovation, trotzdem noch immer ein für das Karpathenvorland sehr stimmiges Motiv:

      So kann s natürlich nicht weitergehen:

      Und hier bilcken wir gen Füllersdorf (ihr wolltet doch die genauen Ortsangaben):

      Jetzt hamr uns verfahren und sind im tiefsten Transilvanien gelandet:



      Überreste eines alten Schlosses

      dh die Außenhaut, vom eigentlichen Schloss ist nichts mehr übrig:

      Das Grün im Vordergrund ist keine Wiese.
      Der Eingang zum 'Schloss':

      Der einzig bewohnte Teil:

      Daneben das Dorf, dessen Name sich wohl von Stinské pratel = schattiger Brunnen ableitet:



      Das wohl älteste Baudenkmal: der Leeberg, eine etwas rendundante Bezeichnung (kelt. Lee= Berg), ein Grabhügel aus der Hallstattzeit, bis heute unerforscht:

      Blick auf den nach diesem Tumulus benannten Ort:

      Der Weinbau ist in einigen Gebieten wie hier in Roseldorf zurückgegangen, zuück blieben die Presshäuser:

      Sterben in Schönheit ist eine Gnade, wohl dem, welchem sie zuteil wird:

      Nicht unserer ganzen Kultur wird dies vergönnt sein.

      Dieses Land war einmal christlich geprägt:

      Im Hintergrund waren die westkarpathischen Bergeshöhen zu sehen.
      Obwohl die Waschbergzone von den meisten Orologen als eigenständig bzw als Übergangsgebiet zwischen Alpen und Karpaten angesehen wird, zählt sie eindeutig zu den Karpathen, was jeder Karpathenkenner nur bestätigen kann - da wie dort, in NÖ, Polen, Ukraine und Rumänien die gleichen Steppen- und Grasberge.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Gewagter Exkurs

      Diese Berge gehören definitiv nicht zu meiner Heimat.
      Oder vielleicht doch - schließlich beherrschen sie deren Ostteil.
      Außerdem gehören sie zum selben Gebirgssystem.

      Die Slowaken zählen die Hainburger (eig. Hundsheimer) Berge zu den Kleinen Karpaten, womit sie zweifellos recht haben, wie jeder, der aus Pressburg nach Hainburg kommt, nur bestätigen kann.
      Andererseits ist da die Donau dazwischen, und diese ist, da Alpen und Karpaten orologisch nicht unterscheidbar sind, die einzig mögliche Trennungslinie.
      Für uns ist s leichter - wir haben nicht die Donau, sondern bloß die March zu überqueren. Und die March wird üblicherweise nicht als Linie zur Abgrenzung der Karpaten verwendet.

      Also sehen wir die von Gott erschaffenen Landschaften in größerem Zusammenhang als die durch von Menschenhand erfolgte geopolitische Zerstückelung.
      Wie am Zentrum von Sološnica ersichtlich: wir befinden uns in einem karpatischen Dorf!

      Auch diese Landschaftsszenerie ist erzkarpatisch - dem Gebirgsrelief fehlen völlig die alpine Unruhe und Zerfurchung (blick vom Vapenná zum Vysoká)

      Vysoká:

      Blick nach Mähren (in Richtung Österreich sieht es genauso aus):

      Die Verwandtschaft mit den Weinviertler Bergen werde ich bei Gelegenheit zeigen (wenn diese natürlich niemals diese Ausprägung erlangen):

      Der karpatische Baum schlechthin ist die Buche, links in besonders uriger, für die Kammlagen typischer Form.


      Das war s für heute. Wir werden natürlich weiterhin in NÖ bleiben, keine Angst. Aber dieser kleine Abstecher kann mE nicht schaden, hilft es doch, das Weinviertel, eine klassische Übergangslandschaft, in größerem und angemessenem Zusammenhang zu sehen.

      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat

      Der Leeberg lädt ja zu Raubgrabungen geradezu ein. Eine wissenschaftliche Grabung wäre sicher lohnenswert. Mit extrem viel Glück könnte kurze Zeit später "der Keltenfürst vom Leeberg" - gewiss, "Fürst von Großmugl" klänge lustiger - genauso ein Begriff sein wie der "vom Glauberg" oder "von Hochdorf".
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Re: Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat

      Hm... da war doch noch was...

      "Heimdall" schrieb:

      Scheee. Dank schön.

      Im Sommer weile ich in Siebenbürgen. Da wird mir vergleichbares begegnen.


      He, Heimdall, wo bleibt dein umfangreicher Reise- und Bildbericht???
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    • Re: Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat

      Also Jungens, ich hatte nie etwas versprochen. Aber, da Ihr mich nun schon so bittet und drängt, habe ich in meinem Archiv ein wenig gekramt und extra Bilder eingestellt. Die sind allerdings nur ein paar Schnappschüsse, waren eigentlich nie zur Veröffentlichung geplant. Dennoch hoffe ich, Euch ein wenig Freude damit zu machen. Mehr habe ich indes nicht an verwendbarem Material:
      :pfeil:
      architekturforum.net/viewtopic…136e6fb86c2978f7b#p118019
    • Re: Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat

      "Wikos" schrieb:

      Tatsächlich, Du hattest nichts versprochen.


      Nix da, dieser Satz ist rechtlich unhaltbar. Siehe meine Ausführungen in der Hermannstadtgalerie.
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    • "In Ehrensburg, der Residentz des Fürsten von Sinzendorff stiegen wir ab u. besahen das seltsame Schloß, das uralt, mit vielen Höfen, unordentlich durcheinander gebaut, u. zum Theil Ruine, großmächtig an dem Waldgebirge liegt. Die verschiedenen, wie mit einem mit sich selber uneinigem Geschmak unternommenen, das Alte nur verderbenden, verworrenen Bauereyen des Fürsten" Joseph v. Eichendorff













      .

























      Dieser, diese, dieses:



      Oh weiter, stiller Friede, lang vor dem Abendrot, wir sind nicht wandermüde, noch warten muss der Tod. (u.c. 2011, frei nach JvE):

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    • Um die wohl stärkste literarische Assoziation zu vermitteln, hätte ich Bilder aus dem darunter darbenden Dorf, welches tatsächlich Dörfles genannt, einstellen müssen. An sich ist das ein häufiges, typisch österreichisches Phänomen, ein böhmisches wohl auch, aber dort ist die feudale Struktur nicht mehr (dh noch nicht, wie man eigentlich sagen muss) so am Leben. Wir im deutschsprachigen Raum haben halt alle Revolutionen, alle Gelegenheiten, uns dieser das reine Parasitentum fördernden Verhältnisse zu entledigen,verschlafen. Das hat immerhin jenes gewisse Flair am Leben erhalten. Einmal wanderte ich unter der Burg Clam umher, nahe der Clamschlucht. Und dortselbst, am Rande des gleichnamigen Dorfes, traf ich doch tatsächlich - einen richtigen landvermessenden Landvermesser. In strengem Tone fragte ich ihn, ob denn das Schloss hoffentlich von seinen Aktivitäten wisse, was er bejahte. Lachend bejahte, muss man ergänzen, denn er verstand ganz offensichtlich die Anspielung. Die Landvermesser werden sich ja ihres literarischen Denkmals bewusst sein.
      Naja, der Umstand, dass für solche Scherze noch ein Nährboden besteht, ist ein entschieden zu hoher Preis für die katastrophalen Verteilungsverhältnisse von Grund und Boden.
      Der angenehm-leicht morbide Charakter der Schlösser ist letztendlich auf reine Geldgier der Besitzer zurückzuführen, die ihr seit dem ausgehenden 17 Jh zusammengeraubtes Geld lieber in der Schweiz oder sonstwo bunkern und die Belange des Denkmalschutzes auf die Allgemeinheit abwälzen - und dabei natürlich ein Betretungsverbot für die Anwesen durchsetzen können.
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    • Dürfte aber genitivisch sein (als Diminuitiv wäre die Form -les bei uns sehr unüblich). Aber ein PN erscheint wohl gleich abwegig.
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    • Unterwegs in Niederösterreich


      P4090079 von ursuscarpathicus auf Flickr

      Die zumeist Burgen- oder Ruinengekrönten Kalkklippen im nordöstlichen NÖ sorgen immer wieder für überraschende An- und Ausblicke.


      P4090081 von ursuscarpathicus auf Flickr

      Assoziationen zu entfernteren Landstrichen werden geweckt...


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      Wer denkt hier nicht an eine gewisse Ruine in sehr östlichen Gefilden:


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      ... in den tiefsten Karpathen eben.


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      Der Landstrich ist recht giebelfreudig...


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      was an Böhmen/Mähren erinnert.


      OLYMPUS DIGITAL CAMERA von ursuscarpathicus auf Flickr

      Nun ja, was Wunder...


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      Wobei Mähren in dieser Region wiederum an andere Landstriche denken lässt-


      etwa an Austria pannonica:


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      P4090055 von ursuscarpathicus auf Flickr



      oder an Westslowakische Berge:


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      Das "klassische" Südmähren ist flacher als das angrenzende NÖ. Die einzige Ausnahme dieser Regel bilden die Pollauer Berge. Weithin in NÖ sichtbar, dürfen sie hier zumindest erwähnt werden.


      P4090051 von ursuscarpathicus auf Flickr
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    • Klar doch.

      de.wikipedia.org/w/index.php?t…etimestamp=20080323232024

      Was diese hier gezeigte Stadt betrifft:


      P4090080 von ursuscarpathicus auf Flickr

      fällt niemanden was ein? Ich hätt s ja gern als Kellerrätsel eingestellt, aber das ist derzeit belegt.
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    • Das Bild zum heutigen Karfreitag:


      P4220059 von ursuskarpaticus auf Flickr

      Viel war schon die Rede von der kleinsten Stadt Österreichs (wenngleich nicht in diesem Strang).
      Hier Bilder aus der zweitkleinsten:


      P4220062 von ursuskarpaticus auf Flickr

      (Pfarrkirche)

      Auch hier gibt es mehr einzelne (bedeutsame) Baudenkmäler als städtische Strukturen:


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      Das war immerhin der Hauptplatz.

      Mit dem bedeutsamen Schloss werden wir uns in Kürze weiterbeschäftigen.


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    • Der Burgplatz, alle Nebengebäude, heute wirtschaftlich genützt, haben einen alten Kern. Links hinten der sog Hussitenturm (Bergfrit der Alten Burg):


      P4220065_ShiftN von ursuskarpaticus auf Flickr

      Eingang zum Neuen Schloss:


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      Das Prunkstück: die Schlosskapelle.

      P4220068 von ursuskarpaticus auf Flickr


      Im Zusammenhang.


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      Interieur:


      P4220070 von ursuskarpaticus auf Flickr


      P4220071 von ursuskarpaticus auf Flickr

      Der Burghof bildet neben dem Burgplatz das zweite stimmige Ensemble:


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      Pfarrhof (leider mit Klotzfenster links):


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      Gasse mit Kirchturm:


      P4220061 von alexanderfranzlechner auf Flickr

      Zugang zum Schlossareal mit mittelalterlicher Bausubstanz, Mitte gotischer "Stadte" (früher protest. Betshaus):


      P4220075 von alexanderfranzlechner auf Flickr




      Und weil das ganze ne Stadt is, gips auch n Stadttor:


      P4220074 von ursuskarpaticus auf Flickr

      In der Umgebung befindet sich der "schiefe Turm des Weinviertels". Hier ist nichts Besonderes zu sehen. Bemerkenswert ist eher der Baustil, dh der Umstand, dass man hier nah 1700 noch in der Renaissance baute:


      P4220076 von ursuskarpaticus auf Flickr

      Hier ein dörfliches Rathaus:


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      auf dem Anger:


      P4220078 von ursuskarpaticus auf Flickr

      Dieses Dorf hat eine hübsche Pfarrkirche:


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      P4220081 von alexanderfranzlechner auf Flickr
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)

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