Plauen

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    • Vier Millionen Euro für Campus Amtsberg in Plauen bewilligt

      Der Plauener Landtagsabgeordnete Frank Heidan (CDU) teilte mit, dass für den Umbau der ehemaligen JVA Plauen in einen Campus Amtsberg der Berufsakademie Plauen (BA) von der Landesregierung in Dresden vier Millionen Euro bewilligt wurden. Im nächsten Jahr seien dafür im Doppelhaushalt jeweils zwei Millionen Euro eingeplant worden. Heidan: „Dies ist das Ergebnis der Haushaltsverhandlungen der Koalitionspartner CDU und FDP. Insgesamt erhalten die Berufsakademien im Freistaat Sachsen 2011 und 2012 über 41 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Landeshaushalt. Das ist ein Plus von insgesamt 2,5 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Etatentwurf. Die positive wirtschaftliche Entwicklung und damit höhere Steuereinnahmen hätten dies ermöglicht.“

      Plauen Online Magazin
      spitzenstadt.de/plauen/index.php?menuid=18&reporeid=2803

      FP vom 11.11.2010
      Plauen: Grünes Licht aus Dresden für Campus
      freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIOTICKER/7522951.php
    • Gute Nachrichten, trotzdem wird das noch ein langer, steiniger Weg; städtebaulich notwendig ists allemal. Auf dem Amtsberg steht ein Wahrzeichen der Stadt, der Rote Turm, der so gut wie unzugänglich ist, Baureste des alten Schlosses und das prächtige Justizgebäude im Historismus. Eine Öffnung und Erschließung des Areals wäre ein Riesengewinn für die Stadt.
    • Derzeit wird in Plauen die Veränderung der hässlichen Glasfront des Neuen Rathauses (siehe Beitrag 13) diskutiert. Die Fronten haben sich gebildet. Die Einwohnerschaft ist offenbar geteilt. SPD und FDP wollen einen modernen Neubau, die CDU eine historische Fassade, Linke und "Grüne" sind geteilt.

      Rathaus-Bau in Plauen: Jetzt ist der Stadtrat am Zug
      freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAN…am-Zug-artikel7947627.php

      Plauener Rathaus modern - außen historisch
      vogtland-anzeiger.de/Vogtland_…sch---innen-modern3f.html

      Offenbar gibt es eine EU-Förderung bei der Finanzierung
      vogtland-anzeiger.de/Vogtland_…u-mitteln-gefoerdert.html

      Es steht für mich außer Frage, dass nur ein historisch angepasste Lösung das Rathaus wirklich aufwerten würde. Hier sieht man die Alternativen:
      vogtland-anzeiger.de/Vogtland_…s-plauener-rathauses.html
    • Schon Anfang Januar hat die Freie Presse Lesermeinungen dazu veröffentlicht. Umbau, Neubau oder Nachbau? - Freie Presse
      Skandalös, dass ich die jetzt erst finde :P.

      Im Übrigen ist ein Neubau in der Marktstraße beinahe abgeschlossen. (direkt südwestlich an das Rathaus angrenzend). Auch hier berichtet die Freie Presse.

      Mieter reißen sich um neue Wohnungen an der Plauener Marktstraße - Freie Presse

      Eher schlicht, nix aufregendes aber ganz gelungen und nicht störend. Die große Lücke dort zu füllen war auf jeden Fall enorm wichtig.
    • Es ist buchstäblich zum kotzen.

      Plauen: Rathaus - Es läuft auf einen Neubau zu - Freie Presse

      Aber angesichts solcher dummdämlichen Aussagen führender Kommunalpolitiker absolut nicht verwunderlich

      "Fassade nachbauen ist Größenwahn" - Freie Presse

      der nette Kommentar stammt von mir. Nicht das jemand auf die Idee kommt ein Plauener hätte sich über diesen Schwachsinn aufgeregt....
    • Eine offensiv zeitgenössische- ist eben leider selten eine zeitlose Lösung.
      Mit einer Rekonstruktion, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit teurer als ein Neubau ist, wäre man Bezüglich der Akzeptanz und damit auch der Dauerhaftigkeit des Gebäudes wohl auf der sichereren Seite. Und ob die Unterhaltungskosten wirklich einen Unterschied ausmachen würden, bleibt zusätzlich zu hinterfragen. Hier spielen wohl eher die Raumhöhen und damit die Geschossflächenzahl ein entscheidende Rolle.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Zwar liegt noch kein moderner Entwurf vor, über den man detaillierter urteilen kann, aber es ist auf jeden Fall nur die B-Lösung. Das Rathaus ist der zentrale Bau im Herzen der Stadt, und da Plauen im Vergleich mit anderen sächsischen Städten über etwas weniger historische Bausubstanz im Stadtzentrum verfügt, sollte man mit dem Vorhandenen besonders pfleglich und "konstrastarm" umgehen. Vielleicht ließe sich ja wenigstens ein Kompromiss finden. Zum Beispiel ein stärker verglaster Neubau, der aber die historische Giebelform aufnimmt, also keine 1:1-Rekonstruktion, aber eine frei angelehnte.

      Letzte Woche war ich vor Ort, habe aber darauf verzichtet, die jämmerliche Front aus der DDR-Zeit abzulichten. Hier aber ein selbst geschossenes Bild der oben erwähnten Neubauten an der Marktstraße. Ich finde, dass sie sich hervorragend einpassen:

    • Ich will noch eine Anmerkung zum Rathaus nachschieben. Plauen ist derzeit eine strukturschwache Stadt, die mit Bevölkerungsabnahme und Kaufkraftproblemen zu kämpfen hat. In dieser Situation ist es eine Investition in die eigene Zukunft, möglichst viel an historischer Struktur zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Mit irgendwelchen modernen Glaskuben, die ebenso in Duisburg, Kassel oder Hannover stehen könnten, wird man nicht einen einzigen Touristen oder Besucher anlocken können. Die Stadt wird zwar nie ein Hauptanziehungspunkt für Reisende sein, aber einen kleinen Teil des Kuchens kann man sich schon durch umsichtige Stadtplanung sichern. Das betrifft auch Zuzugswillige, auf die ein Stadtbild schließlich Einfluss hat bei der Entscheidungsfindung, nach Plauen zu ziehen oder an einen anderen Ort. Das Rathaus ist der markanteste Bau in der Innenstadt. Man kann den Bereich aufwerten und attraktiver machen oder in der Belanglosigkeit verharren. Dieser Baustein im größeren Kontext betrifft aber nicht nur eine ästhetische, sondern eine für diese Stadt ökonomisch existentielle Frage.

      Sieht man den historischen Zustand an (vogtland-anzeiger.de/Vogtland_…n/Rathaus%20Plauen/16.jpg), dann böte sich zumindest eine Teilrekonstruktion als gelungenste Lösung an. Man könnte die Obergeschosse und den Giebel (Zumindest den Portikus samt Giebel) rekonstruieren, aber das Erdgeschoss ruhig modern auflockern. Das heißt: Die Rustika-Quaderung aufbrechen zugunsten einer großzügigeren Durchfensterung. Das wäre die beste Lösung für die Stadt.
    • Das Rathaus einer Stadt ist doch deren ganz besonderes, feines und dauerhaftes Aushängeschild. Zu allen Zeiten war dies so.
      Das ist doch auch überaus leicht verständlich, meine ich.
      Solch ein Bauwerk m u s s repräsentativ sein, soll Bestand haben, weit in nachfolgende Generationen hineinwirken, nicht nur für einige Jahrzehnte.

      Es kann doch unmöglich sein, es vielleicht nach wenigen Jahren wieder abreissen zu müssen - das wäre doch tatsächlich "Größenwahn" und eine Verschwendung von Steuermitteln, die doch ein Herr Kett ganz gewiss nicht will.

      Deshalb sollte von Anfang an solide gebaut werden und das bedeutet nichts anderes, als rekonstruktiv zu bauen und den
      Eingangsflügel so zu gestalten, wie ihn vielleicht noch wenige ältere Bürger der Stadt kannten.

      Die Bürgerschaft Plauens soll stolz auf ihr Rathaus sein können, das in übertragenem Sinne Ausdruck dieser Bürgerschaft ist.
      Allerorts steht dies im Focus, ist durchaus üblich, warum nicht auch in Plauen ?

      Das sich da ein Herr KETT zu einem schlüssigen Konsens nicht verstehen will, zeugt nicht nur von dessen Kurzsichtigkeit, sondern von völligem Unverständnis in Sachen Architektur.
      Und d e r ist tatsächlich "Kommunalkpolitiker" in Plauen ? NEIN DOCH !

      Besser gesagt er hat doch offensichtlich überhaupt keinen blassen Schimmer, will aber mitschwafeln und faselt von "Größenwahn".
      Es wäre zu wünschen das die besonnen Kräfte, die eine Reko bevorzugen, obsiegen. Plauen darf man es von Herzen wünschen.
    • Oh das ist hier wohl untergegangen. Der Stadtrat hat sich längst für einen "Neubau" entschieden. Begründet mit dem üblichen dummdoofen Gesäusel. Einige sinngemäße Zitate des Vogtlandanzeigers:

      Linken-Chefin Claudia Hänsel sagte, es müsste ein Kompromiss gefunden werden. "Eingänge zum Kaninchenbau" wie 1922 sollten es nicht mehr werden, so Hänsel.


      Man hört ja regelmäßig Städte mit komplett erhaltenen Rathäusern der Kaiserzeit, bzw. auch frühen Nachkriegszeit, wie im Falle Plauens über diesen unsäglichen Zustand klagen....

      Ein Nachbau passe nicht mehr in die Zeit. "Das Plauener Rathaus ist nicht die Frauenkirche in Dresden", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Maria Kett.


      Messerscharf erkannt. Dann passt der Altbau auch nicht mehr in die Zeit, es schwierig so zu denken das es Sinn macht wenn man solche Sätze hört. Aber was hat denn schon das Rathaus für eine Bedeutung für die Stadt Plauen, zum vernachlässigen nech.

      Plauener Stadtrat entscheidet für Rathaus-Neubau - www.vogtland-anzeiger.de
    • Wenn Plauener Bürger, offensichtlich mehrheitlich, den Nachbau des Rathauseingangsbereichs favorisieren, bleibt unbegreiflich, warum die gewählten "Vertreter" den Volkswillen arrogant negieren.

      Alle Gegen - "argumente" sind mehr als fadenscheinig, hilflos - sogar albern, halten selbst einer nur flüchtigen Prüfung nicht stand.

      Es scheint, dass die Stadtverwaltung Freiraum zur Profilierung von Architekten bereithält, die "das Rad neu erfinden wollen".

      Herauskommen wird dabei eine gruselige, gleichwohl "transparente", wunderhübsche Glaskiste, die mittels Metallgestänge irgendwelche
      "Brüche " andeutet und ( fast ) nix "koscht".

      Es steht fest, dass ein Neubau, von wem auch immer, "einladend offen" konzipiert, n i e m a l s die Qualität des
      zerstörten Vorgängerbaus erreichen kann.
      Man darf sich nun in Plauen auf eine neue "Geisterbahn", selbstverständlich "transparent - bürgernah", vorbereiten. S C H L I M M !

      Die große Chance für die Heilung von Kriegswunden ist damit in Plauen offensichtlich vertan. Gratulation allen d a f ü r Verantwortlichen.

      VERGIB IHNEN OH HERR - DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN . . . !

      Möglich, dass die Plauener ihre, s o l c h e Entscheidungsträger bei der nächsten Wahl "belohnen" werden.
    • Man sollte den Teufel natürlich nicht an die Wand malen bevor man die Entwürfe noch nicht gesehen hat aber die Logik nach der hier vorgegangen wurde stimmt schon bedenklich. Wenn man den Herrn Lux so reden hört kann man als Außenstehender auch glatt zu dem Schluss kommen, es soll hier ein neues Haus errichtet werden. Dabei geht es lediglich darum ein in weiten Teilen noch bestehendes Gebäude sinnvoll zu ergänzen bzw. eine Kriegslücke wiederherzustellen.
    • Die Aufgabe besteht in der inneren und äußeren Neugestaltung des Nord-West-Gebäudeflügels. Es werden auf die Bedürfnisse Plauens ausgerichtete optimale Entwurfsergebnisse gesucht hinsichtlich der Funktionalität, der Wirtschaftlichkeit, der Energieoptimierung und der Nachhaltigkeit. Die (auch teilweise) Verwendung der bestehenden Tragstruktur aus Stahl und die sinnvolle Einbeziehung sonstiger bestehender Bausubstanz oder Strukturen ist wünschenswert und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.
      In Vorbereitung des Wettbewerbs wurde in der Bürgerschaft kontrovers diskutiert, ob die Baumaßnahmen für den Gebäudeflügel einem Entwurf für einen völligen Neubau folgen sollen, ob die Hülle des zerstörten Gebäudeflügels von 1922 originalgetreu nachgebaut werden soll oder ob das vorhandene Gebäude zur Beseitigung baukonstruktiver und funktioneller Mängel umgebaut werden soll. Das Ergebnis der Meinungsbildung führte zu einem eindeutigen Beschluss des Stadtrates.[...]

      Der neue Gebäudeflügel soll sich ästhetisch zwischen die vorhandenen historischen Gebäudeflügel einfügen und gleichzeitig eigene Kraft besitzen. In ihr sollen sich Selbstbewusstsein, Zukunftsgewandtheit und Verantwortung ausdrücken. Die Architektur soll angemessen gestalterischformuliert sein. Die Wahl der gestalterischen Mittel soll ein in sich stimmiges Werk und ein harmonisches Ensemble mit dem Bestand ergeben in Form, Proportion, Rhythmus und Material. Das Ziel ist eine ästhetisch anspruchsvolle, einfache, funktionale, nachhaltige und dauerhafte Architektur. [...]

      So lauteten ausgewählte Passagen des Ausschreibungsunterlagen für einen nichtoffenen Wettbewerb, welchen der Rat nächste Woche beschließen wird;die ersten Teilnehmer sowie Preisrichter stehen natürlich auch schon fest. Der "eindeutige" Beschluss des Rats zum Neubau entspricht offenkundig der gleichzeitigen Ablehnung einer Bürgerbefragung - dafür soll der Neubau dann aber transparent und maximal lichtdurchlässig sein. :wie:
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Saxonia schrieb:

      Man sollte den Teufel natürlich nicht an die Wand malen bevor man die Entwürfe noch nicht gesehen hat... (...)
      Das ist sicher richtig. Doch die Erfahrung mit etlichen Architekturwettbewerben der letzten Zeit lässt nichts Gutes erahnen. Ein Minimum wäre ein wohlproportionierter Anbau aus traditionellen Materialien. Eben passend zum bestehenden Bauwerk. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit kommt es ganz anders. Meine Erwartungen sind da elektronenmikroskopisch klein.
    • Der kürzlich durchgeführte Wettbewerb zur Neugestaltung der DDR-Fassade am Plauener Rathaus fand keinen Sieger, alle Teilnehmer wurden gebeten ihre Entwürfe zu überarbeiten. Am ehesten sagt mir der Entwurf von atelier st zu, die Jury sagt dazu:



      „Ein eigenständiger Baukörper fügt sich souverän zwischen die beiden historischen Seitenflügel ein. Die unerwartete Giebelständigkeit überrascht zunächst, überzeugt aber im nächsten Moment sowohl im Modell wie auch in der perspektivischen Darstellung. Noch verständlicher wird diese bewusst gewählte Form in Kontext mit der historischen Giebelfassade im Südflügel.
      Der Neubau schiebt sich entsprechend des historischen Bestandes so in den öffentlichen Raum, dass der Besucher selbstverständlich vom Straßenraum über Treppen und Arkaden in das Foyer geführt werden. Trotz der historischen Bezüge wirkt die Fassade durch ihren minimalistischen Detaillierungsgrad modern.“

      baunetz.de/meldungen/Meldungen…3.html?source=google-news
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Irgendwie ist das schon lächerlich, 3x den 2. Preis zu vergeben.
      Von den drei abgebildeten, ist der von bhss der übliche Schrott. Kein Stück besser als das Aquarium. Mir persönlich gefällt der von RKW recht gut. Das Dach ist ordentlich und das Fassadenmateriel scheint angepasst. Auf dem kleinen Bild und von der ungünstigen Perspektive kann man nur leider nicht sehr viel erkennen.