Lüneburg

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    • Hallo liebe Gemeinde,

      ich habe gute Nachrichten.
      Ich war heute in Lüneburg, und verkünde, dass das Kaufhaus am Stint oder besser dessen zerstörter Teil rekonstruiert wird !!!
      Zur Wasserseite sind schon jetzt die kleinen Schaugiebel erkennbar.
    • Re: Lüneburg

      Ach das - dieses Gebäude (nur noch der Giebel ist historisch, alles andere ein Nachkriegsbau) habe ich mal bei einer Stadtführung gesehen. Da war von einem verheerenden Brand die Rede, an Brandstiftung erinnere ich mich nicht. Und die ganze Fassade wird rekonstruiert? Das wäre ja eine Wahnsinns-Nachricht - gibt es dazu irgendwo mehr Informationen?
    • Re: Lüneburg

      Leider etwas zu früh gefreut

      Hotel öffnet im alten Kaufhaus
      Claassen hat Gebäude von der Stadt gekauft - Umbau startet im Herbst
      jj Lüneburg. Der Kaufvertrag ist unterzeichnet, der Bau eines neuen Hotels im alten Kaufhaus im Wasserviertel kann beginnen. Die Stadt Lüneburg hat das Kaufhaus für rund 2,1 Millionen Euro an die Grundstücksgesellschaft des Investors Henning J. Claassen veräußert. Insgesamt rund sieben Millionen Euro will Claassen in das Hotel an der Ilmenau stecken.

      Die neue Herberge wird rund achtzig Zimmer haben, mit drei bis vier Sternen aufwarten und Zimmer unter hundert Euro die Nacht anbieten. Auch Fitness und Sauna werden im Haus an der Ilmenau angeboten. Und das wird außen so umgebaut, dass der alte Speicher-Charakter wieder sichtbar wird.

      Das Besondere an dem Objekt: Lüneburg bekommt zugleich eine neue Adresse für Kunst. Denn im Keller entsteht auf 400 Quadratmetern eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen für Bilder und Skulpturen. "Keine Konkurrenz zu den Plänen der Museumslandschaft für Lüneburg, sondern nur ein sinnvolle Ergänzung", sagt Claassen.

      Zudem entsteht ein Kunstcafé mit einer großzügigen Terrasse an der Ilmenau. Und zur Kaufhausstraße hin plant der Investor eine Ladenzeile. "Die Mieten werden da erschwinglich, denn wir wollen vor allem Publikum anziehen, die Straße beleben."

      Voraussichtlich Anfang 2010, so die Planung, soll das neue Lüneburger Hotel eröffnen. Der Name: "Altes Kaufhaus". Mit dem neuen Hotel ergänzt der Unternehmer seinen Besitz im Wasserviertel neben Crato-Villa, Abtsmühle, Lüner Mühle und Bergström um ein weiteres Kleinod mit großer Geschichte.

      Seit die Feuerwache vom Kaufhaus in den Neubau im Lünepark gezogen ist, steht der Bau mit der historischen Fassade fast verwaist da. Der Kaufpreis allerdings ist längst verplant in der Kalkulation für die neue Feuerwache.

      Der Kaufvertrag, bestätigt Stadtbaurätin Heike Gundermann, sei am 2. Juni unterzeichnet worden, der Besitz gehe zum 15. August auf Claassen über. Zurzeit nutze unter anderem das TV-Team der Lüneburg-Telenovela "Rote Rosen" das Gebäude als Requisitenkammer. Eine positive Bauvoranfrage hat der Investor laut Gundermann bereits in der Tasche. Der Bauantrag werde zurzeit erarbeitet. Als Architekt zeichnet Johann von Mansberg verantwortlich.

      "Die Bauphase startet mit dem Abriss des Schlauchturms im Herbst", erläutert Claassen. Dann werde der Parkplatz hergerichtet. Beim Umbau des Kaufhauses wird die bestehende Substanz genutzt. Wirklich historisch ist davon nur noch die Fassade, der Rest verbrannte beim Großbrand von 1959.

      Der Erfolg wird harte Arbeit, da macht sich Investor Claassen keine Illusionen. "Wir haben in Lüneburg in der Saison eine gute Bettenauslastung, aber im Winter sieht es schlecht aus. Ich rechne mit drei Jahren, bis wir mit dem Hotel schwarze Zahlen schreiben." Und auch dafür müsse noch ordentlich die Werbetrommel gerührt werden, damit möglichst viele Gäste "in die schönste Ecke unserer Stadt kommen". Einer freut sich heute schon mächtig, Lüneburgs Marketing-Chef Jürgen Wolf: "Lüneburg braucht dringend weitere Hotelkapazitäten."

      zitiert aus Lüneburger Landeszeitung
    • Re: Lüneburg

      Danke fuer den Zeitungstext, Herzog. :) Wann bitte erschien der Artikel?

      Tja, ganz so rosig wie wir uns das vorstellten wird dieses Projekt wohl leider nicht, es sei denn der Besitzer macht Druck. Kann uns vielleicht jemand sagen, wie dessen andere Liegenschaften dort in der Gegend aussehen?

      Der Architekt v. Mansberg is ein alumnus von gmp, eine Tatsache, die in mir keine grosse Hoffnung aufkeimen laesst. Das feine Hamburger Institut bei dem er lehrt, Academy of Architectural Culture, laesst auch nicht gerade auf eine Reko schliessen. :(
    • Re: Lüneburg

      Er erschien am 12.02.2009. Auf der Seite alteskaufhaus.de kann man eine Visualisierung des Projektes sehen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und im Vergleich zu dem Zustand davor sicherlich ein Fortschritt aber leider keine Rekonstruktion, was bei einem Gebäude wie dem alten Kaufhaus angezeigt gewesen wäre.
    • Schöner Artikel über und für einen tatkräftigen und verdienten Kerl.

      Ein Leben für alte Häuser
      Er kämpfte er für den Denkmalschutz, noch bevor es ihn in Deutschland überhaupt gab.

      Lüneburg. Es muss schon ein etwas befremdliches Bild gewesen sein: Da saß ein Mann, vielleicht sogar mit freiem Oberkörper, aber bestimmt mit einer Fellmütze auf dem Kopf, im Sommer 1972 auf dem Dachfirst eines angeblich abbruchreifen Hauses an der Unteren Ohlinger Straße und begann Stück für Stück den alten Giebel zu restaurieren.

      Es war das Haus Nummer acht und nur eines von vielen Gebäuden in der Lüneburger Altstadt, die, weil sie im Senkungsgebiet der Stadt lagen, abgerissen werden sollten. Curt Pomp konnte das erfolgreich verhindern - mit Überzeugungskraft, Sturheit und Geschick.

      Mehr als 60 Häuser in der Altstadt und weitere 70 in der Innenstadt hat Pomp bis heute vor dem Abriss bewahrt. In Lüneburg kämpfte er für den Denkmalschutz, noch bevor er überhaupt in Deutschland eingeführt wurde. Er hat den "Arbeitskreis Lüneburger Altstadt" (ALA) zur Rettung der alten Häuser ins Leben gerufen und gründete das "Atelier für Restaurierung und Bauplanung" (ARB), das sich auf die jahrhundertealten Bauten spezialisierte. "Lüneburg wäre heute schrecklich farblos ohne seine Altstadthäuser", sagt der heute 76-Jährige. [...]

      Volltext: Hamburger Abendblatt


      Und noch einmal die ausgezeichnete Seite des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt, welche hier einfach nicht fehlen darf:
      alaev-lueneburg.de
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Lüneburg Audimax Universität

      Die Universität Lüneburg bekommt ein zackenartigen Audimax von Libeskind.

      Der Architekt hält gelegentlich Vorlesungen im niedersächsischen Städtchen - und er hat das neue futuristische Hauptgebäude entworfen, das die Uni jetzt in Eigenregie errichten will. Für 57,7 Millionen Euro soll bis Ostern 2014 eine silbern gezackte Fassade Richtung Himmel wachsen, 38 Meter hoch, mit Platz für 1200 Menschen.


      Die Finanzierung des Modernistenbaus ist aber noch nicht gesichert und von Pannen geprägt. Die Haubenlerche pfeift dazwischen. Im September berichtete der NDR von Korruptionsvorwürfen. Nun hat sich sogar die EU eingeschaltet.

      Der Heidzacken regt bereits die Diskussion vor Ort über die moderne Architektur an, weil er so gar nicht in die Region passt.

      Für Fans von Libeskind auch gleich seine "Leuphania Lecture 2009", ein kurzes Grußwort mit dem, was man in der Heide wohl für Künstlergerede ansieht. Herrmann Löns, die Heide zackt!