Speicherstadt und Brauhausberg

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    • Speicherstadt und Brauhausberg

      Noch ein interessanter Artikel aus der Märkischen. Man sollte lieber die Villen, die dort vorm Brauhausberg standen, wieder aufbauen. Das furchtbare Spassbad von Niemeyer ist auch so ein Grauen (Bilder unter stadtwerke-potsdam.de/presse/niemeyer/index.php). Und man soll sich nichts vormachen: Es wird an exponierter Stelle, quasi ggü. dem Stadtschloss stehen. Zeigt auch, welchen Geistes Kind man hier in Potsdam wirklich ist!

      27.09.2005 / Potsdam
      Verborgenes im Brauhausberg

      Fassadenreste der Garnisonkirche, Pistolen, Gewehre und Gartenstühle - die Erde birgt Erstaunliches

      PEER STRAUBE

      MITTE Wilfried Böhme steigt durch ein finsteres Loch hinab ins 19. Jahrhundert. Nur wenige Meter oberhalb braust der Verkehr den Brauhausberg hinauf. Der Hauptabteilungsleiter Technik der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) steht in einem alten Kellergewölbe zwischen Bauschutt, zwei verrosteten Gartenstühlen und einem zerfressenen Stahltisch. "Die Räume reichen bis mitten unter die Straße", sagt Böhme.

      Die Munitionsbergungsarbeiten am Standort des künftigen Badetempels von Oscar Niemeyer fördern allerhand Vergessenes zutage. Wie eben jene Reste der vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhundert stammenden historischen Bebauung, die englische Bomber im April 1945 in Schutt und Asche legten. "Wir machen dieses Erbe nun wieder sichtbar", sagt EWP-Bauleiter Matthias Beuster. Wenigstens für kurze Zeit. Denn bald verschwinden die alten Kellermauern und Gewölbe wieder unter Tonnen von Sand. Ebenso die verrosteten Relikte - "nichts von historischem Interesse", meint Beuster.

      Anders sieht es dagegen mit dem Bauschutt aus. Darin entdeckte man in den letzten Wochen rund 50 Fragmente, die von der Fassade der Garnisonkirche stammen und zur Aufschüttung des Brauhausbergs beitrugen. Prinzipiell habe man zwar davon gewusst, jedoch nicht damit gerechnet, Sandstein zu finden, sagt Stadtarchäologin Gundula Christl. "Schließlich war das ein rares Baumaterial, das meist wiederverwendet wurde." Umso größer ist nun die Freude, denn die Stücke liefern unschätzbare Vorlagen für die Bildhauer, die die Teile später für den Wiederaufbau der Garnisonkirche nachbilden müssen. Einige Teile hat Christl schon zuordnen können, zum Beispiel das Fragment einer Fahne, die einst das Kirchenschiff zierte.

      Entdeckt einer der vier Bagger, die die Erde am Brauhausberg systematisch durchsieben, etwas vermeintlich Wertvolles, wird es von den Denkmalpflegern inspiziert. Der Rest wandert auf eine Deponie. Bis zu zehn Meter musste man zum Teil in den Boden eindringen - so tief reichte einer der 19 dokumentierten Bombentrichter. "Da warf man damals gerne Waffen und Munition rein", erzählt Beuster: "Die interessanteste Stelle liegt daher immer ganz unten." Drei Karabiner, zwei Pistolen, einige Gewehre, Handgranten und eine Panzergranate habe man bislang aus der Erde geklaubt, zählt Beuster auf. Dabei werden die Arbeiten durch zahlreiche Kabel, alte Heizkörper und Stahlträger erschwert, denn alle Metallgegenstände werden von den Detektoren angezeigt. Alle anderthalb Meter mussten Sondierungsbohrungen durchgeführt werden - 13 000 insgesamt auf einem Areal von 4,2 Hektar. Bis Ende November will man mit der Munitionssuche fertig sein. Sobald die provisorische Erschließungsstraße fertig ist, von der man künftig von der Leipziger Straße zur Schwimmhalle gelangt, soll die Max-Planck-Straße aufgebrochen werden. Auch die Flächen hinter dem "Minsk" und der Schwimmhalle werden noch untersucht. Ob die alten Keller verfüllt werden müssen oder nicht, prüfen derzeit die Statiker. Fest steht aber, dass der zu Beginn der 60er Jahre errichtete Luftschutzbunker, auf dem das "Minsk" gebaut wurde, stehen bleibt. Er gehöre dem Bund, sagt Böhme. Ihn zu erhalten, sei eine der Bauauflagen gewesen.
      maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10566314/60709/
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • Speicherstadt und Brauhausberg

      Eines der größten Projekte in Potsdam nimmt langsam Fahrt auf - die Sanierung und der Ausbau der Speicherstadt. Die Speicherstadt liegt schräg ggü des Alten Marktes auf der anderen Seite der Havel und besteht heute noch aus einigen historischen Bauwerken. Das Gebiet bis hin zum Brauhausberg war vor dem Krieg dicht bebaut und ist seitdem Grün- und Verkehrsfläche. Bereits saniert wurde der historische Schinkelspeicher im Süden der Speicherstadt. Sollten diese Baumassen kommen, dann könnte es größer werden als die Potsdamer Mitte. Von genauen Architekturplanungen gibt es leider keine Angaben - Chance und Risiko zugleich.

      Maps: bing.com/maps/?v=2&cp=sqybgqj2…ndenburg%2C%20Deutschland

      Persiusspeicher: potsdam-wiki.de/images/Speicherstadt.jpg

      Schinkelspeicher, inzwischen saniert: das-baudenkmal.de/files/estate…ntend/beschreibung_01.jpg

      Pläne von Christoph Kohl, rechts oben im Bild ist der Hauptbahnhof: abload.de/img/untitled-1l55w.jpg

      Blick vom Stadtschloss zur Speicherstadt + Brauhausberg:
      krierkohl.com/projects/images/Potsdam-2.jpg
      krierkohl.com/projects/potsdam_speicherstadt.htm

      Video mit Bildern der Speicherstadt und Interview des Architekten: potsdamtv.de/Stadtleben/Templiner_Vorstadt-10572.html

      Masterplan für Speicherstadt vorgestellt

      Teltower Vorstadt - Auf gute Resonanz ist der Architekt Christoph Kohl am Mittwochabend bei der ersten öffentlichen Präsentation des von ihm erarbeiteten Masterplans für die Speicherstadt und den Brauhausberg gestoßen. Bei seinem Vortrag der Reihe „Potsdamer Mitte im Dialog“ im Alten Rathaus ging Kohl auf Details der künftigen Bebauung des innenstadtnahen Areals westlich des Leipziger Dreiecks ein. So sollen Kohl zufolge zwei turmartige kreisrunde Gebäude eine Art Eingangstor zur Leipziger Straße bilden und bereits vom Bahnhofsausgang aus einladend wirken. Ferner sieht Kohls Masterplan eine weitgehend begrünte Uferkante zur Havel vor. Dabei knüpft Kohl an „historisch belegbare Qualitäten“ an – bereits im 18. Jahrhundert war das Speicherstadt-Ufer begrünt, wie ein Gemälde zeigt.

      ...Vielmehr will Kohl den Brauhausberg mit dreigeschossigen Gebäuden plus Dachgeschoss bebauen, zusammengefasst in mehreren Quartieren. In der Speicherstadt sieht der Planer Viergeschosser plus Dachgeschoss vor. Das Berliner Architektur-Büro von Rob Krier und Christoph Kohl war erst Mitte 2009 von der Stadt Potsdam mit der Erstellung eines gemeinsamen städtebaulichen Masterplans für die Speicherstadt und den Brauhausberg beauftragt worden...
      pnn.de/potsdam/246779



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    • Re: Potsdam - Speicherstadt und Brauhausberg

      Persiusspeicher: matthias.polakowski.net/main.php?g2_itemId=1638
      Schinkelspeicher: matthias.polakowski.net/main.php?g2_itemId=1641

      Das sieht ja schrecklich aus. Da muss man wirklich mal was tun.

      Wenn ich matthias.polakowski.net/main.php?g2_itemId=1638 (angeblich vom 27.01.08) mit potsdam-wiki.de/index.php/Datei:Speicherstadt.jpg (angeblich vom 06.08.06) vergleiche, scheint der südliche Teil nun abgebrochen worden zu sein. Die Aufnahmezeitpunkte der Bilder widersprechen dem aber. Oder täuscht das Wikipedia-Bild?
    • Re: Potsdam - Speicherstadt und Brauhausberg

      "Berolina" schrieb:

      Sollte nicht irgendwo in diesem Bereich das Spaßbad von Oscar Niemeyer entstehen?

      Die Pläne wurden begraben. Das Spaßbad könnte nun weit im Potsdamer Norden im ehemaligen BUGAPark entstehen - oder auch nicht.

      Wenn ich http://matthias.polakowski.net/main.php?g2_itemId=1638\r
      matthias.polakowski.net/main.php?g2_itemId=1638 (angeblich vom 27.01.08) mit http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Da\r
      www.potsdam-wiki.de/index.php/Da ... rstadt.jpg (angeblich vom 06.08.06) vergleiche, scheint der südliche Teil nun abgebrochen worden zu sein. Die Aufnahmezeitpunkte der Bilder widersprechen dem aber. Oder täuscht das Wikipedia-Bild?

      Das Bild täuscht, rechts im Bild verdeckt ein Baum den Südflügel des Bauwerkes. Im Video sieht man gleich am Anfang den ganzen Speicher.


      Dürfen wikipedia Bilder und Pressebilder genutzt werden im Forum?
    • Re: Potsdam - Speicherstadt und Brauhausberg

      Was die Verwendung von Bildern im Forum anbetrifft, geben die Forenregeln Auskunft: http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=36186&f=1#p36186">viewtopic.php?p=36186&f=1#p36186.
      Es mag unbefriedigend sein, dass man externe Bilder zumeist nicht einbinden darf, was das ganze anschaulicher machen würde, aber es ist nunmal so.
    • Re: Potsdam - Speicherstadt und Brauhausberg

      Bin die Tage jetzt schon ein paar mal vorbei gefahren. Der Schinkelspeicher wurde schon saniert und sah in Ordnung aus. Ganz schoen geleckt, aber das ist vielleicht auch noch der Unterschied zu der anderen Bausubstanz. Am Persiusspeicher stehen jetzt Gerueste und es sieht so aus, als wenn dort langsam losgelegt wird.
      Der Boehlckespeicher befindest sich im Endstadium der Sanierung. Wie sich da ein ganzes neues Stadtviertel eingliedern soll, wird spannend. Ich hoffe, es wird nicht so eine billige Investorenarchitektur wie auf dem gegenueberliegenden RAW-Gelaende...
    • Die Diskussion um das Gebiet nimmt zu. Es gibt einen Masterplan der Stadt Potsdam, der eine dichte Bebauung vorzieht mit ca 15 Karrees a la Berlin. Dagegen sprechen sich nun Bürgerinitiativen aus.

      Das Video veranschaulicht es ziemlich gut:
      Potsdam TV

      Hier gibt es ein Bild des Masterplans vom Architekten Christoph Kohl
      Potsdam Speicherstadt

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    • ursus carpaticus schrieb:

      Im schlimmsten Fall kommt ein billiger, abgeschmackter Neuaufbau, wobei zu hoffen ist, dass selbst dafür das Geld fehlen wird.

      (Zitat aus dem Strang "Potsdam und seine historische Mitte")


      Leider ist das noch nicht mal der schlimmste Fall. Im schlimmsten Fall werden alle weiteren alten Gebäude, insbesondere von 1850 bis 1920 abgerissen und an deren Stelle entstehen so geniale Neubauten, wie sie nun auf dem ehemaligen RAW - Gelände zu bewundern sind. Marke: sarnierte Platte. Und das das gerade Reihenweise seit '89 passiert, siehe man an

      • Orenstein & Koppel, späteres Karl-Marx-Werk, großflächig Abgerissen und mit "Gewerbegelände"-Charakter neu bebaut, denkmalgeschütztes Ringgebäude, in dem Dampfloks gebaut wurden, nun vom Abriss bedroht,
      • Stadtbahnhof Potsdam, abgerissen und mit "Haupt"-Gewerbebahnhofs-Riegel zugekleistert,
      • RAW, das letzte und größte zusammenhängende und vollständig erhaltene Eisenbahnbetriebswerk Europas, 175 Jahre Industriegeschichte, abgerissen, selbst der Teilabriss von denkmalgeschützten Gebäuden fand statt, die "Neue Halle" um 1900 nun vom Abriß bedroht; das Ganze neu bebaut a la sarnierte Platte, (Bilder von dem, was da war und nun ist, hier)
      • Persius- und Schlüterspeicher (entkernt) und restliche Speicher abgerissen oder vom Abriss bedroht, Fassadenschwindel allerreinster Güte,
      • alter Straßenbahnhof von Potsdam von 1910 abgerissen und mit rotem 200-Meter-Feuerwehrriegel zugekleistert,
      • Garde-Kaserne und Reithof abgerissen und durch ein "5"Sterne-Hotel ala späte 80er Jahre ersetzt,
      • massenhafte Entkernungen in der Brandenburger Straße: Karstadt-Jugendstil-Kaufhaus, jede Menge barocke Typenhäuser in der Brandenburger Straße (UNESCO-Weltkulturerbegebiet, Flächendenkmalschutz höchsten Ranges), deren Hintergebäude zusammen gefasst wurden, um mehr Verkaufsfläche zu erhalten,
      • in eben dieser 2. Barocken Stadterweiterung wurden die Innenhöfe "entkernt", das heisst: teils komplett zu Staub zermahlen, um danach hier neue Shop-Gebäude zu errichten...
      Ich kann noch mehr aufzählen, was dann noch neu hinzu gekommen ist, als "Ersatzbebauung" um einer "Wiederannäherung" an die historische Mitte zu erreichen. Aber das würde dann eine noch grausigere und ebensolange Liste erzeugen...

      Und dann gibt es so schöne Veranstaltungen wie vor 2 Wochen: "Wert der DDR-Architektur in Postam" in der dann der Persilschein für die Schwimmhalle am Brauhausberg und das "Minsk"-Terrassenrestaurant ausgestellt wird. Und vorgestern in der Runde "Mitte im Monolog" der wirklich diesmal ein Dialog war, durfte der Architekt die Stadtplanung für die Dichtbebauung den neuen Brauhausberg-Riegel diesen nicht nur verteidigen, sondern auch noch in höchsten Maße als gelungen und einfügend hinstellen. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Abriss des Schlachthofes von 1899 leider unumgänglich war, da die Gebäude leider marode und nicht zu retten waren. Natürlich auch nicht der Wasserturm und die Reste des Ringlokschuppens der Berlin-Potsdamer Eisenbahngesellschaft von 1850... Der Wasserturm war übrigends noch in seiner eigenen Stadtplanung als zu erhaltendes Gebäude eingezeichnet. Was "alles total verfallen..."
      Ich habe von den maroden Gebäuden übrigends im März 2010 noch Fotos gemacht. Die Innenansichten der maroden Gebäude sprechen nach meiner Ansicht eine andere Sprache: verkommen, randaliert, ausgeschlachtet, stehen gelassen, aber nicht morsch, verfallen, instabil, marode... Die Bilder zeigen nicht mehr existente Gebäude.

      Rechte alle bei mir.





















































      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

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    • Groth reißt am 16. August die letzten Speicher ab!

      Hallo zusammen,

      schlechte Nachrichten aus Potsdam zu verbreiten, ist so einfach. Drei der vier noch vorhandenen Mühlenspeicher sollen abgerissen werden. Dazu schreibt die PNN in der Überschrift garnichts, nur im Text wird das beiläuftig erwähnt: Zitat "Es gibt derer vier, von denen nach Angaben der Architekten nur einer wirklich saniert werden kann. Von den restlichen wird einer komplett abgerissen und durch einen zum Wasser hin ausgerichteten Neubau ersetzt, die zwei anderen werden aus statischen Gründen mehr oder weniger abgetragen und neu aufgemauert."

      Deutlicher wird die Märkische Volksstimme pardon Allgemeine, das andere linke Blatt, das langsam mittiger ist, als die PNN. Sie schreibt wenigstens in der Überschrift: "BAUEN: Zwei Speicher vor dem Abriss"

      Um mal zu beleuchten, wie marode und baufällig und statisch instabil die benannten Bauten sind, hier ein paar aktuelle Bilder (Bildrechte bei mir):















      Nach meiner Ansicht sieht man bereits auf den Fotos, das die Gebäude im Inneren sauberer, aufgeräumter, stabiler aussehen, das die sieh umgebene äußere Umgebung. Somit wird hier also vom Unrat, Müll- und Erdhaufen auf die Stabilität des Gebäudes geschlossen?



      Das war die Potsdamer Mühle. Hier fuhren die W50 drunter und wurden mit Mehl beladen.























      Wenn dieses Gebäude Fenster hätte, könnte des doch auch in der Hambuger Speicherstadt stehen und sich nahtlos einfügen. Und war die nicht etwa unter Denkmalschutz? Die steht sogar zur Debatte unter Weltkulturerbe gestellt zu werden. Und ein vergleichbares Gebäude wird in Potsdam sang- und klanglos niedergelegt. Und die PNN berichtet darüber in einem Zweizeiler.

      Daneben habe ich bereits hier einige Bilder vom angrenzenden Schlachthof veröffentlicht. Von diesem ist mittlerweile nichts ausser märkischer Sand übrig.

      Dies ist also die Potsdamer Definition von "marode", "statisch instabil" und "abrißreif". Ich habe in diesen Gebäuden keinerlei brüchige statische Strukturen erkennen können. Erstaunlicher Weise soll ausgerechnet das Gebäude, dessen Dachstuhl vor ca. 7 Jahren brannte (nach bereits 13 Jahren Leerstand), stehen bleiben können, während die Anderen abgerissen werden müssen.
      Nur mal so hypotetisch: kann es sein, dass bei den Anderen die statischen Strukturen im Inneren (sprich die Betonpfeiler und Decken) strukturell so stabil sind, dass man die nicht entkernen kann, ohne das gesamte Gebäude abzureißen? Oder das hier mal wieder die potsdamer Salamitaktik in der Entfernung der historischen Gebäude angewendet wird: die Wahrheit um Abrisse wird Scheibchenweise veröffentlicht?

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Luftpost schrieb:

      Dies ist als die Potsdamer Definition von "marode", "statisch instabil" und "Abrißreif"

      Das ist nicht die Potsdamer Definition, sondern die allgemeine Definition. In deutschen Städten werden noch ganz andere Dinge abgerissen. Zudem sollte man darüber nachdenken, inwiefern sich solche Bauten einigermaßen wirtschaftlich umrüsten lassen - und ob man dafür Investoren finden würde. Welche konkreten Alternativen hätte die Stadt? Kommt man dann auf sinnige Ideen, lassen sich die die z.Bsp, dem Stadtplanungsamt mitteilen.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Hallo zusammen,

      um mal wieder diesen Negativ-Thread zur Potsdamer Bausituation zu beleben, das passiert gerade in Potsdam in den Resten der Speicherstadt:

      Heute Morgen war das Gebäude nur im obersten Stockwerk leicht angeknabbert, in der Mittagspause entstanden diese Handy-Fotos (entschuldigt die Qualität) und am Abend war es bereits halb weg.

      Fehlend ist bereits der Speicher, welcher direkt am Wasser stand und deren Dachstuhl vor ca. 10 Jahren auf einmal in Flammen stand. Übrigends stehen alle diese Gebäude unter "Denkmalschutz".
      Ach ja, der oberste Denkmalschützer Potsdams hat heute seinen Rücktritt erklärt und geht zurück nach Dresden. Nur gute Nachrichten aus Potsdam...

      Dies wird wohl das letzte, originale Überbleibsel des gemeinsamen Areals der Speicherstadt, des Schlachthofs und der Berlin-Potsdamer-Eisenbahngesellschaft werden.

      Ob es noch lange bleiben wird?

      Das Wetter zeigt passendes Gesicht zur Potsdamer Bausituation.

      Grüße aus dem (bald un-) historischen Potsdam
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Eigentlich ist der ganze Aufwand auch nicht mehr nötig. Aus dem ehemals interessanten, historischen Industriegebiet ist somit eine riesige Brache geworden. Und das am Brauhausberg historisch korrekt gebaut wird, wird selbst von den potsdamer Größen der historischen Bebauung (Mitteschön) nicht gefordert. Dabei stand hier bis 1910 noch eines der Potsdamer Stadttore, das Schinkelsche Teltower Tor in Form von zwei griechischen Tempeln rechts und links der Langen Brücke.

      Der Fall Speicherstadt / Schlachthof und Brauhausberg ist somit abgeschlossen und erfolgreich in eine große Brache verwandelt.

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • die letzten Nachrichten zur Speicherstadt in der Märkischen Volksstimme, pardon Allgemeinen. "BAUEN: Schornstein und Speicher fallen Das Prestige-Quartier an der Havel verliert immer mehr historische Substanz"

      Maroder Baugrund. Soso. Wir reden hier von dem mittlerweile ehemaligen Gebäude, welches im Erdgeschoss gelb gekachelt war. Mit diesen Rundbogentüren. Innenansichten aus dem Gebäude sind hier ebenfalls von mir veröffentlicht.

      Abschließend: Zitat Märkische Volksstimme, pardon Allgemeine vom Architekten Christian Wendland "Wieder einmal fehlt der Potsdamer Immobilienbranche die Fantasie. Es gibt nur Kahlschlag und maximale Verwertung."

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • "In der zweiten Januar-Woche 2012 ist Baubeginn in der mittleren Speicherstadt... 80-Millionen-Euro-Vorhaben... Die Berliner Groth-Gruppe will in der mittleren Speicherstadt insgesamt 23 000 Quadratmeter Wohnfläche auf einem Areal von 11 350 Quadratmetern errichten. ..Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Speicherstadt ist die öffentliche Begehbarkeit des künftigen Persius-Platzes für jeden Bürger der Stadt. Dies zu sichern sagte Klipp zu. Unter dem Platz entsteht eine Tiefgarage mit 143 Stellplätzen.“.
      Mittlere Speicherstadt: Im Januar ist Baustart - Neueste Nachrichten aus Potsdam

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