Würzburg - Marktplatz 13

    • Neumarkter Weise

      Hallo,

      Verzeihung. War etwas kurz. Meinte das eine Rekonstruktion der ehemalige Schönbornerstrasse wahrscheinleich auf diesselbe WEISE verlaufen wird wie das Prozess am neumarkt in Dresden. Es fängt dann an mit einer heiss umkämpfter Reko, die dann halb modern/ halb alt aussehen würde, aber das alte dann auch nicht so wie es am Ende 1944 war.

      Das nächste Haus könnte dann doch rekonstruiert werden und das dritte bekommt dann wieder doch einen "modernen" Fassade. U.s.w.

      Das Endresultat ist dann eine frische bunte Misschung aus alle Zeiten und stilen, Mischstilen. Gewiss aber nicht die Strasse wie es am Ende 1944 aussah.
    • Re: Würzburg - Zerstörung, Wiederaufbau und kleinere Projekte

      Dafür gibt es Bilder des S.Oliver Neubaus am Markt:

      deutsches-architektur-forum.de…wthread.php?t=4996&page=5

      Schlimmer oder besser als der 70er Jahre Vorgängerbau?
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Re: Würzburg - Zerstörung, Wiederaufbau und kleinere Projekte

      @däne

      Auweia!
      Sorry, um die von dir verlangten Abstufungen von Nachkriegsarschitektur vornehmen zu können, fehlt mir einfach ein hinreichend sensibles Organ
      Dieser Würzburger Hang zur Hässlichkeit ist schon wieder phänomenal. Man kann sagen, was man will: diese Stadt bleibt ihrer Linie treu.
      Und diese Feinfühligkeit: genau an der Stelle, wo noch ein Hauch der alten Herrlichkeit aufkam, wo Rokoko auf Hochgotik trifft.
      Kann denn Schwachsinn Sünde sein...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      Natürlich schlechter als der Bau der 70er (dieser abgebildet in architekturforum.net/viewtopic.php?p=53245#p53245">viewtopic.php?p=53245#p53245).

      Zum Neubau: soliver.com/en/media/download/…Store%20W%C3%BCrzburg.pdf - kein Kommentar :augenrollen:

      "uaoj36" schrieb:

      Kann jemand die Bilder der vorkriegs Häuser in der Schönbornstraße zeigen

      Hier haben wir eins, interessanterweise im Zusammenhang mit der Eröffnung des Modehauses: mobil.mainpost.de/lokales/art735,5326373
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      Die Werbefläche im Monitorfenster soll für wechselnde Themen wie Logobanner und Kampagnenbilder genutzt werden. Als ein Zugeständnis an die Stadt, bietet s.Oliver die temporäre Nutzung für Veranstaltungen in Würzburg, wie zum Beispiel das Afrika Festival an.

      Quelle: soliver.com

      Welch' eine Großzügigkeit!
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      I think that the new building is better, but the best was to have
      there something traditional.

      The Marktplatz in Wuerzburg has many positive sides:
      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…%BCrzburg,_Marktplatz.jpg


      If there was a true will for that, it could have been made very attractive by a slight effort. But, instead of that, we got the "Petrini"-Haus.. :boese:

      The most severe problem in this place is the ugly house that part of it is shown in the right here: Panoramio - Photo of Marktplatz Marienkapelle
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      Der seit einiger Zeit fertiggestellte Neubau erhielt den "Antonio-Petrini-Preis 2010":
      schreibmaschine

      :augenrollen:

      Es ändert sich nichts, das Gebäude ist eine deutliche Verschlechterung an dieser prominenten Stelle.

      Nicht genug, dass man den großen Petrini, dem wir Stift Haug zu verdanken haben, fortan mit dem Betonklotz an der Westseite des Marktplatzes assoziieren soll. Sein Name wird nun auch bemüht, um den Betonklotz am anderen Ende des Marktplatzes gutzuheißen.
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      "Zeno" schrieb:

      Es ändert sich nichts, das Gebäude ist eine deutliche Verschlechterung an dieser prominenten Stelle


      Keine Zustimmung. Meiner Meinung nach, der vorherige Bau an dieser Stelle war sehr stoerend (die dunkle Farbe, das Material). Als ich vor Ort war, war ich positiv ueberrascht vom neuen Gebaude in Bezug mit Form, Farbe und Material. Eigentlich, der Gesamteindruck von der Schoenbornstrasse, von der Juliuspromenade nach Obermarkt, ist sehr gepflegt und attraktiv (z. B., das gelbe Gebaude an der Augustinerkirche). Ich vermisse nicht die vorherige gruenderzeitliche Bebauung an dieser Strasse.
    • Re: Würzburg - Marktplatz 13

      "Kopfruine" schrieb:

      Nichts

      Ich sehe es genau andersrum. Dort nicht nur nichts, sondern sogar das Nichts zu sehen, wie Du schreibst, war stets ein Schlag ins Gesicht. Denn das Vorgängergebäude der VR-Bank gehörte einfach zum Würzburg der Nachkriegszeit. Vielleicht war es auch sein festungsartiges Aussehen ("Brancaismus") mit dem Galeriegeschoß und dem flachgeneigten Walmdach, das dafür verantwortlich war, dass mir das Gebäude zusagte, das wohl zu einer Zeit entstand, in der der Brutalismus Mode war, von dem es sich jedoch wohltuend abhob. Wie gut, dass ich noch Bilder vom Vorgängerbau habe.

      Die Möglichkeit, hier eine Verbesserung herbeizuführen, wurde mal wieder vertan. Oder haben Gründerzeit und Krieg das Wissen weggefegt, wie ein attraktives Altstadtbild aussieht? Aber heutzutage verstehen viele Leute "attraktiv" als aus Beton und Glas bestehend und modern, was das Zeug hält. Sie verabschieden sich solange von dem "alten Mief", bis ihre Stadt wie Pforzheim aussieht.
    • Marktplatz 13

      Lol. Gerade darüber gestolpert.

      rkw-as.de/Main.html#/de/projec…flagshipstore-soliver-151



      In prominenter Innenstadtlage präsentiert sich der Neubau des Flagshipstore S.Oliver respektvoll, modern und selbstbewusst. Harmonisch fügt er sich in das Stadtbild Würzburgs ein. Die Offenheit und Transparenz des Gebäudes erlauben fließende Beziehungen zwischen Innen und Außen.
      Das zu beplanende Grundstück bildete bereits 1910 eine Einheit mit dem unmittelbaren Nachbarn bei gleicher Traufe und symmetrischer Eckbetonung.
      Wichtig ist der Anschluss an das Nachbargebäude, das stadtbekannte Café Michel am Oberen Markt. Analog zur Eckbetonung des Café Michel wird ein vertikales Monitorfenster als Fenster zur Stadt an die markante Ecke des Grundstücks in die Blickachse entlang der Schönbornstraße zum Dom gesetzt. Der Flagshipstore S.Oliver kommuniziert so bereits aus der Ferne mit dem Stadtraum. Die Fassade gibt das funktionale Innenraumkonzept vor. Das Gebäude gliedert sich in 3 oberirdische Handels- und 2 Bürogeschosse. Wie bei den typischen Würzburger Stadthäusern ist die Sockelzone überhöht und transparent geöffnet. Sie präsentiert sich als zweigeschossiges Schaufenster. Die Fassade des 2. und 3. Obergeschosses ist als Lochfassade ausgebildet.


      Wenn es nicht vom Architekten verfasst wäre, hätte ich gesagt, das ist purer Sarkasmus.

      Ich bin im Sommer an diesem Haus vorbeigelaufen. Es wirkt in seiner direkten Umgebung wie ein absoluter Fremdkörper.
    • Da ist es mal wieder, das persönliche Geschmacksempfinden. Ich finde dieses Gebäude durchaus ansprechend, da die Fassade vertikal ausgerichtete Fenster aufweist und der Baukörper sich gut an die Nachbarbebauung anpasst, ihre Gliederung fortführt. Markant ist der Eckturm, den ich in abgerundeter Form und komplett verglast allerdings schöner gefunden hätte. Auch die Farbigkeit hätte ich mir etwas freundlicher gewünscht, statt diesem Mausgrau. Aber es ist gewiss kein Schandfleck sondern ein akzeptabler Neubau, der dazu noch hochwertig wirkt.
      Daß Architekten in ihrer Selbstbeweihräucherung gerne übertreiben wissen wir ja.
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.