Memmingen

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    • Lindentorstraße 16 ?

      "Markus" schrieb:


      Noch ein wohl im 2. WK zerstörtes nicht mehr vorhandenes Gerberhaus in der Hinteren Gerbergasse (1944):

      bildindex der Kunst und Architektur

      ( architekturforum.net/viewtopic.php?p=85813#p85813">viewtopic.php?p=85813#p85813)

      Ich habe den Eindruck, dass wir hier in der Lindentorstraße direkt vor dem Siebendächerhaus stehen und die Hintere Gerbergasse vor dem Haus nach rechts einbiegt. Will heißen, das wäre dann der jetzige Standort von Lindentorstraße 16. Das Haus links dahinter müsste dann die Lindenfärbe (Lindentorstraße 20) sein, die bekanntlich ein recht hohes Dach hatte.

      Bild 692
    • Re: Memmingen

      bzgl. Hintere Gerbergasse / heute Lindentorstr. 16:

      definitiv der selbe Blickwinkel, ein sehr interessanter Vergleich einst und heute.
      Das alte Gerberhaus hatte ich auch schon (soweit ich mich erinnere vergeblich) auf dem Stadtmodell gesucht.

      Jetzt ist es mir hier auch klar geworden:

      Hier stehen auch noch zwei einzelne Gebäude auf dem Gerberplatz.

      Auch im Bildindex lässt sich das jetzt nachvollziehen, vorne Mitte der Gerberplatz, vorne rechts das Eck Lindentorstraße,
      nach rechts verläuft die Hintere Gerbergasse:

      größer: bildindex.de/bilder/mi02181a03a.jpg

      Überhaupt bieten die insgesamt 129 (vorwiegend Detail-)Aufnahmen des MM-Stadtmodells von 1822/30 im Bildindex einen sehr interessanten Vergleich zur heutigen Situation.
    • Re: Memmingen

      Ja, das ist ganz eindeutig. Wenn man im Stadtmodell bei Lindentorstraße 16 sucht, erkennt man es sofort. Und ich sehe noch ein Haus, das ich demnächst hier vorstellen werde.

      Schade, dass der Bildindex so unpraktisch zu handhaben ist. Wenn da solche Detailaufnahmen vom Stadtmodell drin sind, sollte er wohl mal mein Interesse finden ...

      So, wie die grüne Fläche auf dem Stadtmodell wegen ihrer Farbe auffällt, tut es diese Fläche heute im Luftbild wieder, jetzt mit dem Parkhaus Steinbogenstraße 9.
    • Bereits abgeschlossene Baumaßnahmen in der Altstadt


      Schwesterstraße 10

      Das Haus wurde saniert: eza! energie- & umweltzentrum allgäu | musterprojekte

      Man sieht es auf diesem Bild rechts (das hellrote rechts in der Mitte):

      Bild 816

      Schwesterstraße

      Man beachte auch die "Gestaltung" der Straßenoberfläche. So ist es in Schwaben normal.


      Tannengasse 3

      Dieses Haus wurde umgebaut und dabei gnadenlos verschandelt. Die Stadt versuchte, die Neugestaltung zu verhindern. Nach dem Umbau gehört es zum Schlimmsten, was in Memmingens Altstadt rumsteht:
      eza! energie- & umweltzentrum allgäu | musterprojekte
      Der Spruch mit der Altstadtfähigkeit wegen der Dunkelheit des Holzes, den auch das Holz des Wehrganges aufweist, ist natürlich an den Haaren herbeigezogen, denn wenn es danach geht, könnte man die Stadt generell so gestalten, wenn es Fachwerkhäuser gibt.

      "Markus" schrieb:


      [...] [...]
      ( architekturforum.net/viewtopic.php?p=87209#p87209">viewtopic.php?p=87209#p87209)

      commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwarzeshaustannengasse.JPG

      Wenn man rechts (westlich) des Hauses hineingeht, erdrückt einen zunächst die rohe Betonfassade des südlichen Gebäudeteils. Dann aber steht am Ende der schmalen Gasse ein kleines Häuschen (Tannengasse 5 a), das in wenn auch etwas ungepflegter Umgebung geradezu idyllisch ist.
    • Re: Memmingen

      Zur Tannengasse 3:
      Fürchterlich. Die Holzfassade sieht aus wie braun übermalter Sichtbeton.
      Fehlender Dachüberstand und die obligatorisch asymmetrischen Fensteranordnungen komplettieren den üblen Eindruck.

      "eza-allgaeu.de" schrieb:

      Desweiteren erhielt das Haus mehrere Auszeichnungen bei renommierten Architekturwettbewerben.
      Das ist meist ein sicheres Indiz, dass das Werk hässlich ist, ohne es anschauen zu müssen. :augenrollen:
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Re: Memmingen

      Zum Glück war/ist Tannengasse 3 laut Link ein "Massivbau Baujahr 1900", also zumindest nicht allzu wertvoll... Die Sanierung von Schwesterstraße 10 scheint dagegen weitgehend geglückt, wenn auch rückwärtig wohl etwas zu stark modernisiert wurde.

      "Zeno" schrieb:

      Man beachte auch die "Gestaltung" der Straßenoberfläche. So ist es in Schwaben normal.

      Wirtschaftlich schwächere Gegenden in Deutschland haben nicht selten eine weitaus attraktivere Straßengestaltung. Aus dem Stand und ohne nähere Kenntnis unterstelle den Stadtoberen einfach mal eine politische Schwerpunktsetzung, die nahezu ausschließlich auf die wirtschaftliche Entwicklung außerhalb der Altstadt ausgerichtet ist, neben der alles andere zurückstehen muss. Für ästhetische Fragen bleibt in diesem ökonomisierten Denken kein Raum...
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Re: Memmingen

      Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich von mir aus auf die Idee käme, die Oberflächengestaltung der Schwesterstraße sei suboptimal und könnte verändert werden. Die Furcht vor der Veränderung, die dem Konservativen innewohnt, mag hinzukommen, aber primär muss ich die Frage stellen: Wie anders sollte sie denn aussehen? Ich habe mal mitgekriegt, dass bei einer Straße, die zur Fußgängerzone umfunktioniert wurde, erklärt wurde, sie würde demnächst auch straßenoberflächentechnisch zur Fußgängerzone umgebaut. Das habe ich nicht kapiert. Eine Zeitlang später präsentierte sich die Straße dann ohne Rabatten und ohne (den vorher bereits geringen) Niveauunterschied von früherer Fahrbahn und Fußweg. Also auf die Idee wäre ich nicht gekommen ... In meiner Vorstellung ist die Straße dort übrigens immer noch wie früher, denn das war mein erster Eindruck. Der Umbau ist ja erst 30 Jahre her :augenrollen:.

      Geradezu absurd scheint es mir, die Schwesterstraße, die ja nun eine nachrangige Straße im Memminger Altstadtgefüge ist, umgestalten zu wollen. Klar, bin ja schließlich ein Kind dieses Landes, in dem Memmingen liegt, in dem Donauwörth liegt, dessen zentrale Reichsstraße natürlich keine Fußgängerzone ist, und in dem auch Lauingen (Donau) liegt, durch dessen enge Mitte bis vor wenigen Jahren die Kolonnen von Lkws donnerten, die auf der B 16 unterwegs waren. Da findet man die Schwesterstraße doch wunderbar verkehrsarm.

      Hier im Forum habe ich auch für so etwas einen schärferen Blick bekommen - vor diesem Hintergrund wird meine Bemerkung einige Beiträge vorher verständlich.

      Habe ich Euch mit meinen etwas überzeichneten Worten schockiert? :lachen:
    • Ulmer Straße 12, 12 b

      "Riegel" schrieb:

      "Markus" schrieb:


      ältere Bausubstanz neben Neubauten in der Ulmervorstadt

      Was ist das für ein Gebäude links vorne? Ist es vielleicht auf einem anderen, hier bereits gezeigten Bild zu sehen? Mit seinem Krüppelwalmdach und dem durchlaufenden Fenstersims in der Giebelwand scheint es ein sehr altes und interessantes Haus zu sein!

      ( architekturforum.net/viewtopic.php?p=92011#p92011">viewtopic.php?p=92011#p92011)


      Bild 1003


      Bild 1004


      Der Listentext in der Denkmalliste lautet:
      Traufseithaus mit Halbwalmdach, die Straßenfront erneuert, sonst zu wesentlichen Teilen im Kern noch spätmittelalterlich, 14./15.Jh. (dendrochronologische Datierung 1371).
      (BayernViewer-denkmal?)

      Das Haus war um 1986 noch nicht in der Denkmalliste enthalten, sondern gelangte erst später auf diese. Man erkennt dies auch daran, dass das Benehmen mit der Gemeinde noch nicht hergestellt wurde, was in der Online-Denkmalkarte seit einigen Tagen nun auch an der blauen Umrahmung der Flächen der Baudenkmale zu erkennen ist.

      Dieses Haus ist äußerlich relativ unscheinbar. Daher war es trotz seines hohen Alters weder Markus noch mir vertraut. Und ich frage, ob die äußerliche Unscheinbarkeit mit dafür ursächlich ist, dass sein Denkmalwert erst spät erkannt wurde. Wer nicht den südlichen Giebel entdeckt, bemerkt nicht so ohne weiteres das Alter des Hauses, gibt es doch in Memmingens Altstadt glücklicherweise immer noch eine Vielzahl von einfacheren Gebäuden dieses Stils.

      Diesen Umstand, dass schützenswerte Gebäude, noch dazu dieses Alters, erst spät Eingang in die Denkmalliste gefunden haben, habe ich insbesondere hinsichtlich Memminger Gebäude mehrfach beobachtet. Darüberhinaus gibt es in Memmingen eine größere Zahl weiterer erhaltenswerter Gebäude, die m. M. n. unbedingt geschützt gehören. Lindentorstraße 10 gehört als das uns bekannteste Beispiel dazu.

      Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Erhaltung der Denkmale weniger durch deren Eintragung in die Denkmalliste gewährleistet ist (Lindentorstraße 3, Abbruch trotz Denkmalschutzes). Viel mehr bewirkt das Bewusstsein der Bevölkerung für den Wert ihres Stadtbildes. Zumindest für Memmingen glaube ich das sagen zu können, denn hier meine ich schon die Heimatverbundenheit und den Wunsch der Denkmalerhaltung zu beobachten, der auch in den anderen schwäbischen Städten zu erkennen ist.


      Die in der Denkmalliste eingetragenen Gebäude in der Altstadt, bei denen das Benehmen mit der Gemeinde gegenwärtig noch nicht hergestellt wurde:

      Herrenstraße 12 (im Kern spätmittelalterlich)
      Kalchstraße 47 (18. Jh.)
      Kuttelgasse 34 (im Kern wohl 17. Jh.)
      Pfaffengasse 10 (im Kern Ständerbau, um 1420)
      Ulmer Straße 12, 12 b

      allesamt 1986 noch nicht eingetragen
    • Re: Memmingen

      Elsbethenareal

      Jetzt gibt es Bilder - am 10.10.10 soll es ja eröffnet werden:

      all-in.de/nachrichten/allgaeu/…-die-Stadt;art2758,820016
      Memmingen (1/2) | Allgäu Bilder und Fotos
      Memmingen (2/2) | Allgäu Bilder und Fotos

      So ein Schrott! :schreckgrau: :wuetenspringen: (erwartungsgemäß)

      Da ist ja das westlich (links) anschließende Haus vom Drogeriemarkt Müller ( architekturforum.net/viewtopic.php?p=85198#p85198">viewtopic.php?p=85198#p85198, "auch noch 2007, der Müller-Bau gehört auch noch weg") Gold dagegen.
    • Re: Memmingen

      Irgendwie ist das echt krank. Die Schwaben glauben offensichtlich, ein schönes Stadtbild bestünde von allein, ohne dass man sich irgendwie für den Erhalt einsetzen müsse. Es ist mE auch ein wenig der Fluch des Denkens in Gestaltungssatzungen oder ähnlichem: es genügt, in groben historischen Umrissen zu bauen, das ganze bunt anzufärbeln und fertig ist das Altstadtensemble.
      Mich haben diese vielen 'angepassten', in Wahrheit jedoch geschmacklosen Neubauten auf den Bildern bayerischer und schwäbischer Städte (natürlich auch in natura: va Landshut) immer gestört und mich von einem Besuch so im Ganzen schöner Städte wie zB Landsberg letztendlich abgehalten.
      Dass es in Schwaben bis heute, in unmittelbarer Nähe eines Wahrzeichens, so weiter geht, ist erschreckend (als ob die abstoßenden 3 Häuser auf Bild 2028 rechts, bzw die offensichtliche Verunstaltung von Nr 1 nicht genügten) und bestätigt meine Vorbehalte gegenüber dieser Gegend sehr drastisch.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Kalchstraße, Steg

      Wie an anderer Stelle, im Galeriestrang Memmingens ( architekturforum.net/viewtopic.php?p=93430#p93430">viewtopic.php?p=93430#p93430), bereits erwähnt, gibt es Pläne, die Brachfläche von Kalchstraße 31 und 33 mit der Erweiterung des Hotels auf der anderen Straßenseite zu bebauen; der Bauherr meint allerdings, einen Verbindungssteg über die Straße zu benötigen.

      Das hat Diskussionen hervorgerufen, gehört die Kalchstraße doch ob ihrer weitgehend ungestörten Fassaden aus diversen Jahrhunderten zu den Vorzeigestraßen Memmingens. Sie ist auch ein Teil der Salzstraße von Reichenhall an den Bodensee, der nicht nur Memmingen, sondern auch München seine Existenz zu verdanken hat.

      Das Hotel auf der Südseite:

      "Markus ( [url=http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=101544#p101544 schrieb:

      http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=101544#p101544[/url]">viewtopic.php?p=101544#p101544)"]
      Kalchstraße Ecke Salzstraße das „Weiße Roß“ (über kreuzgratgewölbtem Keller des 13./14 Jh.)


      Die unbebaute Fläche auf der Nordseite:

      Bild 737


      Bild 738


      Nachdem von verschiedenen Seiten eine Ablehnung des Stegs vorliegt und insbesondere das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) den Steg grundsätzlich ablehnt, sah die Stadt kaum die Möglichkeit, bei der Interessensabwägung zu dem Ergebnis zu kommen, den Steg zu akzeptieren. Dem Bauwilligen wurden die eingegangenen Bedenken genannt; er kann nun mit dem BLfD erörtern, unter welchen Umständen die grundsätzliche Ablehnung fallengelassen werden könne.

      Hier kann man der Stadt für ihre konsequente Haltung nur gratulieren! Sie hat erkannt, welch schwerwiegenden Schaden der Steg am Straßenbild der Kalchstraße anrichten würde. Insbesondere hat die Stadt hier nicht kurzsichtigen Überlegungen wie Wirtschaftsförderung zulasten des Stadtbildes nachgegeben.

      Die Stellungnahme des Historischen Vereines: Historischer Verein Memmingen: Stellungnahmen zu Einzelprojekten

      all-in.de/nachrichten/allgaeu/…1-alt-steg;art2758,708954
      junger-block.de/presse/VolkesMeinungMMZeitung.pdf
      Memmingen | griassdi.de - Da bin ich daheim.
      hitradio.rt1 sdschwaben
    • Re: Memmingen

      Richtig! Dieser "Luftsteg" sollte so bald wie moeglich aus den Gemuetern verschwinden und unter keinen Umstaenden gebaut werden. So etwas waere nur eine Einladung, vis a vis dem altehrwuerdigen Hotel einen modernen Zweitbau zu errichten wo mir Anlehnung an das Alte doch wesentlich wuenschenswerter erscheint. Die Verbindung zwischen den beiden Teilen des Hotels kann durchaus auch ebenerdig geschehen, und je nach den Wetterverhaeltnissen koennen fuer die Gaeste Regenschirme, warme Umhaenge mit Kapuzen sowie gegen Regen und Kaelte schuetzendes Schuhwerk zum Ueberziehen bereitgehalten werden. Es waere allemmal billiger, diese Anschaffungen zu machen als den ueberirdischen Gaestetunnel zu bezahlen, und Memmingens Stadtbild waere vor diesem so unpassenden wie ueberfluessigen Uebergriff gerettet.
    • Elsbethenareal

      Ein neues Bild:

      Memmingen (1/5) | Allgäu Bilder und Fotos

      Noch ganz ungewohnt der Blick in die Lindentorstraße. Der ockerfarbene Bau links - das neue Elsbethenzentrum - schaut ja (in bezug auf den Bildausschnitt!) recht verträglich aus, da war ja schlimmstes zu befürchten. Es erinnert hier an Kirchenbauten der 60er-Jahre. Weiter hinten, in einem bläulichen Grau mit hohen Satteldächern, der Neubau von Lindentorstraße 1.

      Die Ansicht vom Schrannenplatz:
      Stadt Memmingen: Architektur und Stadtplanung (Hochbau) - das passt überhaupt nicht in Memmingens Altstadt :augenrollen:

      Die Geschichte des Areals - mit historischen Abbildungen (!):
      memmingen.de/index.php?eID=tx_…26b9b85f8381c0322dd7d050c
    • Re: Memmingen

      Memmingens Neue Mitte / Schrannenplatz - Elsbethenareal wird feierlich eingeweiht. Der OB ist stolz auf das "Jahrhundertwerk".

      Die bisher unansehnliche Südstadt aufwerten, aber den Stil im Wesentlichen belassen. Die neuen Bauten sollen sich in die alte, gewachsene Umgebung der Altstadt einfügen.

      ganzer Artikel: all-in.de/bilder_videos/videoline/allgaeu/art7213,872881

      Memmingens neue Mitte - ANTENNE BAYERN

      Stadt Memmingen: Großer Meilenstein wurde gesetzt - Memmingens neue kulturelle Mitte ist fertig

      Für mich höchst unansehnliche Schrott-Architektur im Stil der überwunden geglaubten späten 60er/frühen 70er a la Ulm Neue Mitte, München Jakobsplatz, Würzburg Petrinihaus usw. Jedenfalls komplett altstadtuntauglich.
    • Nach der Eröffnung der Neuen Schranne und der umgebenden Bauten nun Bilder, die bereits wieder überholt sind, da die Bauarbeiten ja nun abgeschlossen sind. Ich muss sagen, die Neubauten der Neuen Schranne und des Theaters sind unvorstellbar schlecht geworden. Zwar spürt man ein gewisses Maß an altstadtgemäßer Gestaltung, aber nur hinsichtlich des Umstandes, dass die Südseite zur Lindentorstraße nicht ganz aus Glas ist, sonders vergleichsweise geschlossen, und dass man sich bemüht hat, mit ein paar Giebeln nach oben abzuschließen. Ansonsten altstadtuntauglich bis dort hinaus. Das Schlimmste ist die die Giebelständigkeit der Altstadthäuser nachäffende, schreckliche Fassade der Tiefgarageneinfahrt neben dem Gasthaus zum Münchner Kindl.

      Bild 2053


      Bild 2054


      Bild 2055


      Bild 2056


      Bild 2057


      Bild 2058


      :kopfwand: :boese:

      Dieses billige Aluding ist das schlimmste, was ich seit Jahren irgendwo in einer Altstadt gesehen habe. Da bemüht man sich beim (nicht zur Neuen Schranne gehörenden) Nachbarhaus noch um altstadtverträgliche Formen und gewisse memmingerische Qualitäten, aber die (zur Neuen Schranne) gehörende Tiefgarageneinfahrt präsentiert sich dermaßen abstoßend, dass es einem vergeht. Direkt gegenüber steht das bis dato leerstehende Lindentorstraße 10. Wollen wir hoffen, dass der Eigentümer dieses Hauses nicht dank seiner nun modernistisch mitgeprägten Umgebung auf dumme Gedanken kommt und glaubt, hier nun "was Modernes" hinstellen zu müssen. Das wäre ein Alptraum! Die Einfahrt einer öffentlichen Tiefgarage mit 127 Einstellplätzen ist hier auch unglücklich positioniert und macht die Lindentorstraße zur Einflugschneise in die Altstadt. Und das alles in unmittelbarer Nachbarschaft zum Siebendächerhaus und dem Gerberplatz, der nicht zuletzt wegen des aktuellen Neubaus seiner Nordseite an Gemütlichkeit verlieren wird.


      Bild 2059


      Das Areal von der Schwesterstraße aus gesehen: Die Erweiterung des Landestheaters Schwaben zeigt sich hier als billigste Betonkiste.

      Bild 2060


      Von der Erweiterung des an der Kramerstraße gelegenen Geschäftshauses Kraus in Richtung Elsbethenareal habe ich bisher nicht extra berichtet; hier sieht man das Ergebnis.

      Bild 2061


      Einziger Lichtblick ist die Renovierung des Gebäudes mit dem Rest des Kreuzganges. Hier der Blick von Süden.

      Bild 2062


      Der Neubau des Theaters dagegen einfach nur ein großer Glas-und-Beton-Monolith.