Heidelberg (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

    • Was werden Sie denn rekonstruieren für sag mal 10 Milliarden......

      Johann,

      Wenn Sie 10 Milliarden zu spenden hätte (Frauenkirche rekonstruieren lassen kostette 200 Millionen), in welche Städten und welchen Bauten werden Zie denn rekonstruieren lassen ( nur die Neue Reichskanzlei sei ein verbotenes Objekt, wie wunderschön, reich und impossant sie auch gewesen ist).?????

      Bin sehr interssiert in Ihre Wünsche!!!!
    • Klassiker schrieb:

      Johann,

      Wenn Sie 10 Milliarden zu spenden hätte (Frauenkirche rekonstruieren lassen kostette 200 Millionen), in welche Städten und welchen Bauten werden Zie denn rekonstruieren lassen ( nur die Neue Reichskanzlei sei ein verbotenes Objekt, wie wunderschön, reich und impossant sie auch gewesen ist).?????

      Bin sehr interssiert in Ihre Wünsche!!!!


      Grosse Ideen

      Nurnberg- auf jedenfall eine richtiche Traditionsinsel auf Sebaldter seite hinkriegen. Deutschlands grosste Kriegsverlust.

      Vielleicht ware auch Grundungsviertel in Lubeck und teile von Maximillianstrasse in Augsburg Traumideen.

      Marienplatz in Munchen ware auch ein Wunsch.

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    • Klassiker schrieb:

      Johann,

      Also München, Nürnberg, Augsburg und Lübeck..... Bayern also!!!

      Weil diese Städte schon weitgehend behalten sind und etwas dazu sie wieder vollständig macht???

      Aber was soll in Berlin, Dresden oder Frankfurt denn unbedingt rekonstruiert werden für sag mal 10 Milliarden Euro?

      :schockiert:


      Lubeck ist ja nicht in Bayern aber du hast recht....

      Ich kenne mich nicht mit Berlin aus so ich habe keine Meinung zu Berlin. Zu Dresden ware eine Rekonstruktion von Hauptstrasse mit Neustadterrathaus wichtig - In Dresden ware auch eine Abriss von Kulturpalast auch eine Wohltat.
    • Es ist auch phantastisch, wie sich die Hauptstraße in ihrem Verlauf verändert. Am besten, man geht sie mehrmals in beiden Richtungen ganz durch. Nahe vom Bismarckplatz ist sie die entsprechend großzügige und intensiv bebaute und genutzte Haupteinkaufsstraße einer Großstadt, natürlich voll von Fußgängern (und selbstverständlich Fußgängerzone). In diesem Stil zieht sie sich kilometerlang und endlos erscheinend hin, aber mit immer weniger Geschäftigkeit und Passantendichte und auch geringer werdender baulicher Dichte. Allerdings verläuft diese Änderung nur sehr langsam, zumal bis zum östlichen Ende ja auch eine enorme Länge zu überwinden ist. Am Marktplatz hat man schließlich das Gefühl, jetzt im historischen Herzen der Stadt angekommen zu sein. Nach dem Marktplatz, am Karlsplatz, aber findet ein plötzlicher Wechsel statt. Man ist nicht mehr in der hochfrequentierten Haupteinkaufsstraße, sondern hat den Eindruck, in die Vorstadt zu kommen. Das ist insofern ja auch tatsächlich so, als sich im Bereich des Karlsplatzes die Stadtbefestigung befunden hat und demzufolge hier die Altstadt zu Ende ist. War die Stadtbefestigung auf Höhe der Plankengasse? Von der Bebauung würde das sehr gut passen, und auch die Schrägstellung der Häuser Neckarmünzgasse 2 und 4 spricht dafür. So langsam und allmählich, wie sich bisher die Bebauung geändert hat, so plötzlich verändert sie sich hier. Auch müsste hier irgendwo ihre Eigenschaft als Fußgängerzone enden. Und man kommt sich wie in einer x-beliebigen größeren Innenstadtstraße einer Mittelstadt vor. Ganz am Ende stehen wir dann vor dem Karlstor, dem bemerkenswerten Abschluss der Hauptstraße, den aber wohl nur die wenigsten Besucher der Stadt zu erreichen scheinen. An dieser Stelle, Am Karlstor, wird deutlich, dass hier die Stadt zu Ende ist. Nicht nur die Innenstadt, die ganze im Zusammenhang bebaute Stadt! Wir stehen eingezwängt zwischen dem steilen Berghang und dem Neckar, und die Altstadtrandstraße Am Hackteufel geht hier in die monströse Schlierbacher Landstraße über. Diese Stelle, Am Karlstor, ist romantisch, aber von den Verkehrswegen Bahnstrecke, B 37 und Neckar geprägt. Und es ist so völlig anders als am Bismarckplatz...
    • @Zeno

      Das ist auch eine richtige Beobachung. Die eigentliche Altstadt liegt zwische Karlplatz und Uniplatz. Da ist es eng und urig. Von Uniplatz bis Bismarkplatz ist dann die historische Vorstadt.

      "Stadterweiterung und folgende Entwicklung
      Unter Kurfürst Ruprecht II. erfolgte in Heidelberg im Jahr 1392 eine umfangreiche Stadterweiterung. Die westliche Stadtgrenze wurde bis auf die Höhe des heutigen Bismarckplatzes vorgeschoben, die Fläche Heidelbergs somit verdoppelt. In die neu geschaffene Vorstadt wurden die Einwohner des Dorfes Bergheim zwangsumgesiedelt. Das Stadtgebiet hatte nun eine Ausdehnung erhalten, die der heutigen Altstadt entspricht und bis ins 19. Jahrhundert Bestand haben sollte. Der Bereich der Vorstadt blieb aber lange sehr locker bebaut. Zugleich mit der Stadterweiterung vertrieb man die seit dem 13. Jahrhundert in der Stadt ansässigen Juden aus Heidelberg. Ihre Synagoge wurde in eine Marienkapelle umgewandelt, die zugleich auch als Auditorium der Universität diente."

      So die Vorstadt hat eigentlich nicht so eine dichte Altstadtgefuhl wie die eigentliche Mittelalterliche Stadtkern. Diese Teil von der Hauptstrasse und Plock hat dudurch teilweiss eher die Natur von eine Historische Vorstadt. Am ende die Haupstrasse ist es eher durch Grunderzeit gepragt. Da gibt ja auch alle deutsche Standardketten wie Kaufhof und so weiter. Da bluht ja auch richtig die BRD auf. Die lockere Bebaung meint das die Strassen zwischen Plock und Hauptstrasse auch sehr viel von Grunderzeit und auch einige moderne Hauser auch.

      Ich werde bald auch Bilder von diese Teil von Heidelberg zeigen.
    • Neu

      Gibt es in Deutschland eigentlich noch eine Einkaufsstraße, die wie die Heidelberger Hauptstraße praktisch lückenlos historisch bebaut ist? Ich glaube, das ist ziemlich einmalig. Halle oder Erfurt vielleicht?
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Königsbau ()

    • Neu

      Ich kann den ganzen Hype, der um Heidelberg gemacht wird, nur begrenzt verstehen. Ja, die Stadt ist für eine Kleinstadt echt schön, aber letztlich ist es ein etwas längerer Schlauch, der sich den Fluss lang zieht, mehr nicht. Ich war oft da und auf den esten Blick ist es ganz erbaulich, aber jenseits der "Hauptstraße" geht es dann jeweils ja nur ein paar Meter nach rechts oder links und dann erreicht man den Fluss oder den Berg.

      Ich halte diesen "Heidelbergmythos" eher für eine geschickte PR-Kampagne als für wirklich substanziell. Ja, die Stadt ist im Kern gut erhalten, wie Neußer aber auch schon schrieb, reißt das dann auch sehr zügig böse ab und außerhalb dieser Hauptmeile ist Heidelberg echt scheußlich.

      Ich will die Stadt gar nicht schlecht machen, aber dieses ständige Gerede in den Medien, Heildeberg wäre das achte Weltwunder, diese Ansicht kann ich nicht teilen!
      APH - am Puls der Zeit
    • Neu

      Heidelberg ist in der Tat von erschreckender Hässlichkeit. Wie ich das erste Mal in die Innenstadt gekommen bin, war ich vom Zustand Bergheims entsetzt, zum einen wegen der Schmuddeligkeit, zum anderen wegen der vielen modernistischen Großbauten, insbesondere im Bereich der Kurfürsten-Anlage. Rund um den Hauptbahnhof ist Heidelberg nichts anderes als eine durchschnittliche westdeutsche Großstadt. Zum Abgewöhnen.

      Wenn man dann aber durch die Hauptstraße geht, dann ist man begeistert. Die lange, leicht gekrümmte Hauptstraße ist schon großartig. Man kann gar nicht genug kriegen und will sie immer wieder in ihrer ganzen Länge durchgehen. Mir will keine zweite Hauptstraße einer Großstadt in dieser Länge einfallen, die fast durchgängig Geschäftsgebiet und Fußgängerzone und so attraktiv bebaut ist. In den benachbarten Gassen sieht es aber tatsächlich nicht selten wenig attraktiv aus.

      Wenn man aber das Schloss von nahem sieht, wenn man am Neckar steht, wenn man schließlich auf dem Michelsberg steht, und nicht nur auf die Altstadt, sondern auch auf das Schloss herunterschaut, dann versteht man, dass Heidelberg etwas ganz besonderes ist.

      Und das haben eben viele erfahren. Und diese Faszination verschwindet nicht einfach wieder.

      Heidelberg ist einerseits, westlich des Bismarckplatzes, eine ganz normale westdeutsche Großstadt. An ihrem Rand aber liegen die Altstadt und das Schloss. Und die sind völlig anders als der Rest der Stadt.
    • Neu

      Zeno hat meine volle Zustimmung. Die Heidelberger Innenstadt zwischen Bismarckplatz und Karlstor ist wirklich einzigartig, wobei neben der Hauptstraße auch Universitätsplatz, Kornmarkt und die Gassen zwischen Heiliggeistkirche und Alter Brücke durch betörende Schönheit hervorstechen, ganz zu schweigen vom Schloss und seiner Umgebung.. Immezu klingt einem die Heidelberg-Ode von Hölderlin in den Ohren, und man stimmt heftig Goethes Urteil zu, wonach die Stadt "etwas Ideales" an sich habe. Heutzutage führt uns die Stadt vor Augen, was es bedeutet, sich durch eine total unzerstörte deutsche Großstadt zu bewegen und lässt uns ermessen, was für ungeheure Verluste die deutsche Stadtkultur anderswo erlitten hat.

      Auf einem anderen Blatt steht das Versagen des "modernen" Stadtbaus, der sich vor allem auf dem aufgelassenen Gelände des einstmaligen Hauptbahnhofs austoben konnte. Da entstand die Ausnüchterungszelle für die von zu viel Schönheit Berauschten. Deutsche brauchen das.