Kaufbeuren

    • Teil 1 Kaiser-Max-Straße - Am Breiten Bach - Afraberg - Fünfknopfturm

      Kaufbeuren ist mit etwa 42000 Einwohnern nach Augsburg, Kempten und Neu-Ulm die viertgrößte Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. 1286 freie Reichsstadt, 1803 an Bayern, heute kreisfreie Stadt.

      Offizielle Seite der Stadt
      Stadt Kaufbeuren - Aktuelles

      Wikipedia
      Kaufbeuren – Wikipedia


      Nachfolgend einige aktuelle Aufnahmen von Anfang März diesen Jahres.


      Vom Bahnhof kommend erreicht man über Stadtpark und Ganghoferstraße die Altstadt.


      Vor der Altstadt ein ehemaliges Färberhaus, die sogenannte Hasenfärbe oder auch Haus zum scharfen Eck von 1766




      Sedanstraße mit Blick auf die Stadtpfarrkirche St. Martin


      das Rathaus, ein Neubau von 1879/81 anstelle des alten gotischen Vorgängers, östlicher Abschluß der W-O-verlaufenden Kaiser-Max-Straße


      Kaiser-Max-Straße nach O, traufseitige Bürgerhäuser auf der Nordseite


      die Kaiser-Max-Straße nach W vom Rathaus aus, Straßenmarkt der staufischen Stadtgründung, geprägt von ehem. Patrizierhäusern und Brauereigasthöfen


      Portal des Hörmannhauses von 1542


      Kaiser-Max-Straße 4/6, im Kern spätmittelalterliches Patrizierhaus mit spätbarocker Fassade


      viele Häuser im Altstadtbereich im Kern spätmittelalterlich, z.t. mit hohen Dächern, teils mit dem Giebel zur Straße, z.t. traufständig (zumeist zusammengezogene Parzellen), fast durchwegs im Laufe der Jahrhunderte stark überformt und verändert.


      romanisches Skulpturfragment an der Ecke des ehem. Weberhauses (im vorigen Bild links)


      Apotheke (Kaiser-Max-Straße 13) mit neubarocker Fassade


      auf der Südseite des Straßenzuges die ev. Dreifaltigkeitskirche, ursprünglich Wohnhaus, zeitweise Quartier von Kaiser Maximilian I.,
      1604 an die evang. Gemeinde


      evang. Dreifaltigkeitskirche innen, nachfolgend die neubarocke Fassade zum Salzmarkt




      Stadtmodell

      der westliche Teil der Kaiser-Max-Straße:







      Zunftstein von 1685 am völlig veränderten ehem. Kramerzunfthaus


      Gasthaus zum Hirschen, im Hintergrund am Hang ehem. Handwerkerhäuser




      Ludwigstr. 7


      im einstigen Handwerkerviertel Am Breiten Bach, rückwärtig am Hang Gärten


      ehem. Irseer Klosterhaus


      spätmittelalterliche Wohnhäuser mit weit vorkragenden Obergeschossen (Am Breiten Bach 1 und 3)


      Wohnhaus des Bildhauers Jörg Lederer


      Blick vom Afraberg auf die Stadt, vorne Handwerkerviertel, auch einige ehem. Weberhäuser mit hohen Weberkellern, rechts St. Martin




      die erhöht gelegene und weithin sichtbare Stadtmauer im W mit dem Fünfknopfturm (15. Jh.), links das ehem. Schützenhaus mit Maßwerkfries


      Fünfknopfturm, Wahrzeichen der Stadt, nach N erhaltener Stadtmauerrest mit Wehrgang


      Vom Weg entlang der Stadtmauer hat man einen guten Überblick über die Altstadt Kaufbeurens, vorne das Franziskanerinnenkloster, in Richtung St. Martin der unregelmäßige, vorstaufische Siedlungskern




      vorne Häuser am Obstmarkt, im Hintergrund der Sywollenturm beim ehem. Heiliggeistspital


      nördliche Altstadt mit Giebelhäusern, Gerber- und Sywollenturm


      Fünfknopfturm und Stadtmauer von außen...

      ...und nachts:






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    • Re: Kaufbeuren

      Sieht im allgemeinen sehr gut aus, aber einige Häuser, wie die in der Kaiser-Max-Straße, scheinen eher Wiederaufbauten zu sein. Wurde Kaufbeuren nicht im Krieg bombardiert?
      Das Dach des Rathauses ist für einen Gründerzeitbau auch zu schlicht, so scheint mir.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
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      I bambini sanno che solo sbagliando s,impara.
    • Re: Kaufbeuren

      Na klar sind einige Häuser der Kaiser-Max-Straße Nachkriegsbauten. Die Schmiedgasse besteht aus noch deutlich mehr Nachkriegsbauten. Kriegszerstörungen gab es, nach allem, was ich weiß, in Kaufbeuren aber nicht.

      Das Rathaus ist ein Werk des Historismus. Es wurde von Georg Hauberrisser erbaut, dem auch München sein (Neues) Rathaus verdankt. Der Erweiterungsbau des Rathauses ist weniger sehenswert: ein Glaskasten.

      Bin schon auf die Auswahl der nächsten Bilder gespannt!
    • Re: Kaufbeuren

      Alles in allem ein immer noch ansprechender Gesamteindruck. Die sicherlich unnötigen Nachkriegsabrisse sind jedoch sehr ärgerlich. Wie so oft sind die Erdgeschosszonen ein auffälliger Problembereich. Ferner fehlen teilweise Sprossenfenster. Viele der angepassten, aber lieblos wirkenden Neubauten wären durch einige grundlegende Fassadengliederungselemente leicht aufzuwerten - aber das dürfte bis auf weiteres Wunschdenken bleiben...
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Re: Kaufbeuren

      Teil 2

      Stadtrundgang auf der offiziellen Stadtseite:
      Stadt Kaufbeuren - Virtueller Rundgang

      Die größte Sehenswürdigkeit Kaufbeurens ist die oberhalb der Altstadt liegende Blasiuskirche, ein besonders gut erhaltener spätgotischer Kirchenbau:


      von O gesehen mit dem Blasiusturm der Stadtbefestigung, der Turm ist mit der Kirche verbunden

      Die auf der Stadtmauer aufsitzende Kirche von W:



      eine alte Tür


      Mesnerhaus und Kirche sind von der Stadt aus erreichbar über die Treppen am Blasiusberg, dort stehen auch noch alte, von außen unscheinbare Weberhäuser (mit hohen Kellergeschossen)


      die spätgotische Ausstattung ungewöhnlich gut erhalten, im Chor steht ein prächtiger Flügelaltar, 1518 von Jörg Lederer


      über dem spätgotischen Gestühl auf der West- und Nordseite befinden sich Reihen von um 1490 entstandenen Tafelbildern, die Szenen aus dem Leben der heiligen Blasius, Ulrich, Erasmus und Antonius dem Eremiten erzählen












      Der Schnitzaltar mit den Heiligen Ulrich, Blasius und Erasmus im Mittelschrein













      Überrest des Kempter Tores (Zollhäuschen)


      der Gerberturm und ein erhaltener Stadtmauerabschnitt im N der Altstadt


      Stadtpfarrkirche und Stadtmauerturm von N


      im nordöstlichen Teil der Altstadt auffallend viele Neubauten, durchwegs aber relativ gut in die Altstadt passend


      Rückseiten von Gebäuden an der Ledergasse


      kunsthaus kaufbeuren beim Heiliggeistspital im NO, ein 1996 erbautes Ausstellungsgebäude, das eigentlich recht annehmbar aussieht


      in das Haus des Handwerks, errichtet 1984, wurde eine spätgotische zweischiffige Halle (Rest der Spitalkirche) übernommen


      von der verkehrsreichen Kreuzung im NO („Stachus“) Blick auf den Turm von St. Martin, das 1984 erbaute Haus des Handwerks (mit dem Pultdach auch ein vergleichsweise ansprechender Neubau), dahinter die Glasspitze des kunsthauses, das 1825 errichtete Spitalgebäude anstelle des im frühen 19. Jh. abgebrochenen Heiliggeistspitals sowie der Sywollenturm


      von der Kreuzung aus stadtauswärts blickend, rechts das Gasthaus zum Stachus, ein weiteres ehem. Färberhaus aus der 2. H. des 18. Jh.
      vor den Toren der Stadt




      Blick zurück auf die über der Stadt thronenden aber trotzdem von unten nur schwer zu fotografierenden Blasiuskirche


      außerhalb der Altstadt jenseits der Wertach die Dominikuskirche (war zu)


      Blick zurück auf St. Martin und Fünfknopfturm


      weiteres ehem. Färberhaus (Forettle 9), zum Wohnhaus umgebaut


      das ehem. Gefängnis von 1840


      daneben ein weiteres zum Gasthaus umgebautes Färberhaus


      zurück in der Altstadt am Rosental ein in ein Wohnhaus umgebauter ehem Getreidespeicher gegenüber dem zum Stadttheater umgebauten alten Salzstadel


      wieder mal Blick auf St. Martin, von der Pfarrgasse aus, hier geht es nächstes Mal weiter...

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    • Re: Kaufbeuren

      "Brandmauer" schrieb:

      Sieht im allgemeinen sehr gut aus, aber einige Häuser, wie die in der Kaiser-Max-Straße, scheinen eher Wiederaufbauten zu sein. Wurde Kaufbeuren nicht im Krieg bombardiert?
      Das Dach des Rathauses ist für einen Gründerzeitbau auch zu schlicht, so scheint mir.


      Wüsste auch nicht, dass es Kriegsschäden gab, im Buch "Bayr. Baudenkmäler im 2. Weltkrieg" wird Kaufbeuren nicht erwähnt.

      Bzgl. Rathaus: gut erkannt! Das Dachgeschoß des Rathauses wurde 1960 bei einer Brandstiftung beschädigt (siehe kaufbeuren.de/desktopdefault.aspx/tabid-13/72_read-42) und danach vereinfacht ohne die Dachaufbauten wiederhergestellt.

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    • Re: Kaufbeuren

      "Georg Friedrich" schrieb:

      Alles in allem ein immer noch ansprechender Gesamteindruck. Die sicherlich unnötigen Nachkriegsabrisse sind jedoch sehr ärgerlich. Wie so oft sind die Erdgeschosszonen ein auffälliger Problembereich. Ferner fehlen teilweise Sprossenfenster. Viele der angepassten, aber lieblos wirkenden Neubauten wären durch einige grundlegende Fassadengliederungselemente leicht aufzuwerten - aber das dürfte bis auf weiteres Wunschdenken bleiben...


      in drei Zeilen auf den Punkt gebracht. Auch im Inneren scheint sehr viel modernisiert worden zu sein, sicherlich auch da mancherorts mehr als notwendig.
      Im Vergleich dazu sind im nahen Memmingen zumindest noch einige zwei- oder dreischiffige Hallen in Bürgerhäusern erhalten, auch in Kempten gibt es innen noch einiges aus älterer Zeit.
      Insgesamt gibt es in Kaufbeuren aber derzeit auffallend wenig heruntergekommene, verfallende bzw. unbewohnte Bausubstanz im Altstadtbereich (davon gibt es in Memmingen, dessen Altstadtbereich allerdings auch um einiges größer ist, deutlich mehr), wohl auch gerade weil recht viel abgerissen und - zumeist aber wenigstens annehmbar - neu gebaut wurde.
    • Re: Kaufbeuren

      Hier noch die hinter dem Rathaus im Rosental liegenden Anbauten, die zu den wenigen ganz offensichtlich und unverkennbar aus den 60er/70er Jahren stammenden Neuschöpfungen im Altstadtbereich zählen, die Fassadenrücksprünge der Bürgerhäuser zum Marktplatz hin aufgreifend:






      ähnliche Fassadenrücksprünge gibt es mancherorts in Memmingen

    • Re: Kaufbeuren

      Himmel, aus 7000km Entfernung betrachtet, sieht KF gar nicht mal so schlecht aus! :D

      Wie bereits angemerkt, wurde meine Heimatstadt im Krieg nicht bombardiert (wenn man von einem Bauernhof am Hasenkeller im Osten der Stadt absieht). Zwar wurden auch in Kaufbeuren Fassadenbereinigung und "Modernisierung" einiger Häuser in der Kaiser-Max-Straße vorgenommen, aber im Großen und Ganzen hat die Stadt ihr altes Gesicht gut bewahrt. Einige Häuser, u.a. das Rathaus und das städtische Badehaus am Hafenmarkt sind nach Bränden vereinfacht wieder hergestellt worden. Der Fußgängerzone hilft, daß Ende der 70er der Durchgangsverkehr (B 16) aus der eigentlichen Innenstadt verbannt wurde.

      Restaurationen oder einfach nur auch Neuanstriche haben geholfen, einige etwas heruntergekommene Bereiche wieder strahlen zu lassen. Leider hat das der unteren Ludwigsstraße kaum geholfen, das Ding ist so öd' und leer wie eh und je. :augenrollen: Auch ist auf Grund nicht ganz optimaler Verkehrsverbindung (vgl. Memmingen und/oder Kempten) und einiger unsäglich kurzsichtiger Entscheidungen im Stadtrat Kaufbeuren immer ein bißchen Schlußlicht im Allgäu geblieben. Kaufhof, Mediamarkt u. ä. sucht man hier vergebens (was nicht unbedingt was schlechtes sein muß).

      Etwas Berühmtheit hat KF mit seiner Ortsheiligen, der Heiligen Kreszentia, erlangt. Komisch, da lebt man fast 25 Jahre hier und hat sich das Kloster noch nie selbst angeschaut...oder man war noch nie im Fünfknopfturm. St. Blasius ist eine wunderbare kleine Kirche mit einer Super-Akustik für Kleinkonzerte.

      Und wer noch geschichtlich interessiert ist: Adolf-Architektur kann im Fliegerhorst (Technische Schule der Luftwaffe 1) bewundert werden, und Neu-Gablonz im Nordosten der Stadt ist eine der größten Vertriebenen-Siedlungen (aus dem nordböhmischen Gablonz) in ganz Deutschland.

      Mehr zu Kaufbeuren - nicht Kaufbeuern, auch wenn man's so ausspricht -, wenn mir was einfällt. :)

      Vielen Dank für die schönen Bilder, Markus!

      Christian
    • Re: Kaufbeuren

      Ganz großartig! Du hast Dir viel Mühe gegeben, die optimalen Blickbeziehungen wiederzugeben und kennst Dich mit den lokalen Verhältnissen offenbar gut aus!

      Den "Stachus" kenne ich allerdings als "Spittelmüllerkreuzung" nach der Spitalmühle. Aber "Stachus" passt ja viel besser!


      Eines aber an den ansonsten wunderschönen Bildern lässt bei mir ein großes Fragezeichen zurück:

      "Markus" schrieb:



      Überrest des Kempter Tores (Zollhäuschen)

      Dieser Anblick aber ist sehr, sehr ungewohnt. Ich darf hierzu erklären, dass mir dieser Platz außerordentlich vertraut ist. Nördlich des Zollhäuschens (im Bild also dahinter) habe ich es nicht so hell und übersichtlich in Erinnerung. Da kenne ich vielmehr die Sing- und Musikschule Josef-Landes-Straße 44, das große Walmdachgebäude, das in dieser Darstellung
      http://www.geodaten.bayern.de/BayernViewer/index.cgi?rw=4396770&hw=5305840&layer=DOP&step=0.25\r
      www.geodaten.bayern.de/BayernVie ... &step=0.25
      in der Bildmitte erscheint. Ist das nicht mehr vorhanden?

      Sowas finde ich persönlich schlimmer, als wenn ein Gründerzeitviertel in Hannover plattgemacht wird. Das ist einfach subjektiv, und mir ist Kaufbeuren unendlich viel näher als Osnabrück, Braunschweig und Cottbus.
    • Re: Kaufbeuren

      Yo, die Sing- und Musikschule wurde im Frühling 2008 abgerissen. Hab' vergessen, was da jetzt hinkommen soll. :augenrollen:

      EDIT: Verkehrsverein Kaufbeuren | Servus Martinsheim: Abschiedsparty für Kaufbeurens langjähriges Multifunktionsgebäude | Pressemitteilung | Pressemeldung Genau das, was Kaufbeuren braucht: ein modernes Bekleidungshaus. Ich halt's im Hirn nicht aus...das war immer schon die Kaufbeurer Lösung, wenn man nicht wußte, was man neu machen sollte. Noch 'n Modeladen. *diverse deftige bayrische Kraftausdrücke folgen*

      Und unter "Stachus" versteht der Kaufbeurer die Kneipe, und nicht unbedingt die große Spittelmühlkreuzung. ;)

      CK
    • Re: Kaufbeuren

      Und während ich meinen Beitrag schrieb, kamen gleich wieder zwei neue - ein passendes Zeichen, denn die Lieblingsstadt des Kaisers Maximilian hat's einfach in sich.

      Rathauserweiterung am Rosental: Du hast ja nun nicht die Glaskastenfront von Am Graben abgelichtet, obwohl selbst die was reizvolles hat, wenn man es nicht anders kennt. Am Rosental sah der Rathausanbau ursprünglich anders aus, mehr so 60er-Jahre-mäßig. Irgendwann, des könnt so Ende der 90er gwesen sein, hat ma's dann a bissle anpasst, damit's it gar so greißlich ausschaugt. Ich schaue immer weg, es war nie eine Augenweide, früher nicht und jetzt auch nicht.

      Natürlich ist Kaufbeurens Altstadt an manchen Stellen schon etwas öde. Aber schau Dir mal Lauingen (Donau) an, da ist Kaufbeuren Gold dagegen. Da gab's auch ein Kaufhaus Paul (das gleiche wie in Kaufbeuren in der Schmiedgasse), aber das Haus steht leer und scheint sich auf diese Weise dem Gesamtzustand der Lauinger Altstadt anzupassen.

      Wie man in die TSLw 1, die Technische Schule der Luftwaffe 1 (Gewerbestraße 46), als Nicht(mehr)Bundeswehrangehöriger reinkommt, ist mir allerdings schleierhaft.

      Und dass man es "Kaufbeuern" ausspricht, halte ich für ein Gerücht (aber ich weiß natürlich ganz genau, dass es einige tun). Ich spreche sogar "Benediktbeuern" als "Benediktbeuren" aus.
    • Re: Kaufbeuren

      "CK" schrieb:

      Yo, die Sing- und Musikschule wurde im Frühling 2008 abgerissen.
      [...] ein [...] Bekleidungshaus

      Frühling 2008? Und das habe ich noch nicht mitgekriegt? Ich glaube aber fast, dass es mir irgendwie im Hinterkopf war, dass da irgendwas "ist".

      Bin ja gespannt, wie man versucht, das Modehaus über die Josef-Landes-Straße mit der Altstadt und über An der Schnelle mit dem Plärrer zu verbinden. Hoffentlich garnicht, denn man muss nicht immer alles ändern!


      "CK" schrieb:

      Und unter "Stachus" versteht der Kaufbeurer die Kneipe, und nicht unbedingt die große Spittelmühlkreuzung. ;)

      Dann bin ich ja beruhigt!
    • Re: Kaufbeuren

      @ Zeno, Christian
      ihr beide kennt euch dort natürlich viel besser aus, habe mir Kaufbeuren dieses Jahr eigentlich zum 1x etwas gründlicher angeschaut und fotografiert.
      Bezüglich Stachus glaube ich mich aber schon zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu haben, das die Kreuzung zumindest früher so genannt wurde.
    • Re: Kaufbeuren

      Auf der Aufnahme im Bildindex ist das Rathaus vor dem Brand 1960 rechts zu erkennen:


      bildindex der Kunst und Architektur größer: bildindex.de/bilder/mi06108e01a.jpg

      zum Vergleich heute:


      auch das 2te Haus von links sieht etwas weniger prächtig aus.


      Kaiser-Max-Str. / W-Teil 1941:


      bildindex der Kunst und Architektur größer: bildindex.de/bilder/mi06108d13a.jpg

      Zum Vergleich heute:

    • Teil 3 Hafenmarkt – Sankt Martin – Neue Gasse – Obstmarkt - Salzmarkt


      Hafenmarkt Ecke Ledergasse


      Münzhalde


      Blick vom Hafenmarkt auf die Stadtpfarrkirche St. Martin




      Inneres der Stadtpfarrkirche, eine gotische, dreischiffige Basilika aus der 1. H. des 15. Jh., ähnlich St. Martin und Frauenkirche in Memmingen oder
      St. Mang in Kempten.


      die Altäre neugotisch, im unteren das Vesperbild und weitere Teile spätgotisch




      nochmals Nordseite von St. Martin, noch wie in gotischer Zeit auf dem rundherum von Bebauung abgeschlossenen Kirchenplatz, im Bild davor der Münzturm, Torbau der Friedhofsbefestigung

      in der anderen Richtung folgt die Neue Gasse, auch hier die Wohnbebauung mit Fassadenrücksprüngen:





      Wohnhäuser an der Neuen Gasse, das untere mit auffallend steilem, hohen Dach, hinterhalb der Gerberturm




      Giebelhäuser in der Schmiedgasse, Fußgängerzone und Einkaufsstraße


      durch die Schmiedgasse gelangt man auf den reizvollen Obstmarkt, hier die Ostseite


      die Westseite des Obstmarktes (derzeit Baustelle) wird beherrscht vom Franziskanerinnenkloster, darüber der Fünfknopfturm


      der spätgotische Konventbau des Klosters


      im Kloster die Crescentia-Gedenkstätte in Erinnerung an die 2001 heilig gesprochene Crescentia Höß, die bekannteste Kaufbeurerin,
      siehe auch unter Maria Crescentia Höss – Wikipedia oder
      Stadlers Heiligen-Lexikon: Maria Kreszentia (Anna) Höß - Ökumenisches Heiligenlexikon

      das jüngst renovierte ehem. Wohnhaus der Heiligen gegenüber in der Straße Am Breiten Bach:


      etwas weiter nördlich Bebauung unterhalb des Hanges, hier an der Abzweigung Blasiusberg


      Marienfigur am Wohnhaus des Malers Joseph Anton Walch


      Durchblick zum Fünfknopfturm


      Kaisergäßchen


      Am Salzmarkt (Fußgängerzone) zwischen Obstmarkt und Kaiser-Max-Straße

      Abschließend noch ein paar Nachtaufnahmen:

      Rathaus


      Dreifaltigkeitskirche


      Sankt Martin


      ehem. Wohnhaus der Crescentia Höß


      Blasiuskirche


      Wehrgang bei St. Blasius


      und ein letzter nächtlicher Blick auf Blasiuskirche und Turm.
    • Re: Kaufbeuren

      Vielen Dank Markus für die Bilder. Ich war vor ein paar Jahren zum ersten und bisher einzigen Mal in Kaufbeuren gewesen und fand ich Stadt ganz ok, aber architektonische Hightlights hatten mir irgendwie gefehlt. Besonders vom Rathaus war ich damals sehr enttäuscht, weil ich vorher gelesen hatte, dass es von Hauberisser stammt und es vor Ort kaum glauben konnte, weil das Rathaus doch zu spartanisch für ein Werk von Hauberisser erschien. Jetzt weiß ich woran es liegt. Da wäre doch glatt mal eine Reko angesagt und die Fassade des Spargebäudes gleich mit rekonstruiert :) Warum gibt es eigentlich die ursprüngliche Fassade des Sparhauses nicht mehr?

      Davon abgesehen muss ich sagen, dass mir Kaufbeuren nach deinen Bildern deutlich besser gefällt als damals vor Ort. Müßte ich doch glatt noch mal hin...
    • Re: Kaufbeuren

      "MunichFrank" schrieb:

      [...] Ich war vor ein paar Jahren zum ersten und bisher einzigen Mal in Kaufbeuren. [...] Davon abgesehen muss ich sagen, dass mir Kaufbeuren nach deinen Bildern deutlich besser gefällt als damals vor Ort. Müßte ich doch glatt noch mal hin...

      Geht mir genauso, auf Bildern sieht's immer besser aus, das ist nichts kaufbeurotypes. Ich bin erstaunt, wie treffsicher Du, Markus, die wahrhaft typischen und sehenswerten Ecken abgelichtet hast.


      "MunichFrank" schrieb:

      [...] aber architektonische Hightlights hatten mir irgendwie gefehlt. [...]

      Seit gestern habe ich mir das Erscheinungsbild Kaufbeurens durchdacht und das nicht das erste Mal. Und ich komme immer wieder an denselben Punkt: Irgendetwas ist an Kaufbeuren etwas komisch. Es ist das Fehlen von etwas Herausragendem, sozusagen von einem Alleinstellungsmerkmal. Aber fehlt es wirklich? Selbstbewusst trohnt das Wahrzeichen über der Stadt, dem Alltagsniveau von Hafenmarkt, Salzmarkt und Ringweg entrückt: Der Fünfknopfturm und die anschließende Stadtmauer. Weil sie auf der Buchleuthe thronen, haben sie etwas sonntagsmäßiges, das sich dem Alltag entzieht, als wollten sie sich nicht mit der Ebene des Alltäglichen einlassen.