Schloss Berlin - Wiederaufbau als Humboldtforum

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    • Die Frage stelle ich mir ebenfalls, dazu wundere ich mich darüber, wofür dieses Holzkonztrukt hinten am Tambour nützt (ich liebe dieses Wort^^).
      Eine gute Nachricht, der mobile Kran ist im Schlüterhof seit Ende letzter Woche wieder im Einsatz, allerdings an der unsichtbaren Seite. Ich stelle Auch erfreut fest, dass die Sand-Puzzle-Steine auf den Boden des Hofes immer weniger werden. :)
    • Palast der Republik im Stadschloss:

      art-in-berlin.de schrieb:

      Erster Kunst-am-Bau Wettbewerb für das Humboldt Forum im Berliner Schloss entschieden


      1. Preis für das Treppenhaus über dem Hofportal 5 an Tim Trantenroth
      1. Preis für das Treppenhaus über dem Hofportal 1 an An Seebach und
      Christiane Stegat für ihre Arbeit GLOBAL BAROCC - CCORAB LABOLG
      2. Preis an Dico Kruijsse und Carolin Lange für die Arbeit LICHTPAUSE
      Sonderpreis an Erik Göngrich für BERLIN 1:1 in DOUALA


      Insgesamt sind es vier Kunst-Wettbewerbe. Im ersten standen die
      Treppenhäuser über den Hofportalen 1 und 5 im Schlüterhof im Zentrum.


      Dazu heißt es in der Pressemitteilung:
      "Dieser Kunst-am-Bau-Wettbewerb wird neben weiteren drei
      Kunst-Wettbewerben für das Humboldt Forum im Berliner Schloss als Teil
      der Baumaßnahme vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut. Es
      handelt sich bei diesem ersten Kunst-Wettbewerb um einen offenen,
      zweiphasigen, anonymen Wettbewerb in deutscher und englischer Sprache.
      Für die Realisierung der preisgekrönten Arbeiten steht je Treppenhaus
      ein Betrag von 150.000 € zur Verfügung. Die Künstlerinnen und Künstler
      waren aufgefordert, sich in ihren Beiträgen mit der Geschichte des
      Ortes, seiner zukünftigen Nutzung als Ausstellungshaus und
      Veranstaltungszentrum, als Ort der Bildung und der Wissenschaften im
      Kontext der Humboldt‘schen Ideen oder mit der äußeren Erscheinung des
      Bauwerks auseinanderzusetzen."


      Im Frühjahr findet dann eine Ausstellung mit den Wettbewerbsergebnissen statt.
      art-in-berlin.de/incbmeld.php?id=4492

      Wenn man schon Geld für "Kunst am Bau" ausgibt (ausgeben muss), dann sollte man es gleich in die Vorbereitung der Rekonstruktion von Räumen stecken. Die waren auch Kunstwerke. ;)
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Die Arbeit für Treppenhaus I finde ich ganz gut, dekorativ in barocker Manier die Ausstellungsobjekte graphisch an die Wände appliziert, den Besuchern einen Vorgeschmack andeutend, was sie erwartet. Könnte was werden, fast wie eine Sgrafitto-Putzarbeit . Es berücksichtigt die Struktur der Architektur. Wirkt nur etwas additiv, die barocke Art der Wandgliederungen durch Stuck nicht ganz verstanden, eher renaissancehaft geworden. Kommt nun auf die Ausführung an, also in welcher Technik!?
      Hm, und für Treppenhaus V? Soll das eine hommage an die Fassade von Erich's Lampenladen werden? Schräg, im wahrsten Sinne über die Innenwände gezogen. Na ja!?
      Letzteres als 2.Preis wäre eine kristallin, wässrige, aquarellige Einfärbung. Der Bezug ist mir da nicht klar. Könnte auf die Neptunsbrunnenseite passen!?
    • Der Schlüterhof ist mal wieder Krähenschlafplatz, diesmal offenbar aller Berliner Krähen!!! :--) :schockiert: :lachen: Wie wird das erst, wenn das Schloß fertig ist und die schwarzen Gesellen immer mal wieder in dieser massenhaften Anzahl einfliegen mit ihren Hinterlassenschaften!?



      Offensichtlich ist es gemütlich und geschützt im Schlüterhof. Auffällig, daß sie eher selten als regelmäßig zu Gast im Schloß sind!




      Ist etwas bekannt, ob das alte Schloß auch von Krähen heingesucht wurde? Die grauschwarzen sind Nebelkrähen, die anderen einfarbigen wohl eher Saatkrähen. Nebelkrähen kommen eher im östlichen Europa vor. So kenne ich sie von Wien. Hier im Südwesten gibt es die nicht! Offensichtlich vertragen sich beide Arten.


    • Die Nebelkrähe ist m. E. mittlerweile neben Spatz und Taube (und Fuchs :zwinkern: ) DER städtische Kulturfolger in Berlin geworden. Sie kommen immer abends im Winter (v. a. wenn es regnet) in die Stadtmitte, und beileibe nicht nur zum Schloss:





      Das war am Montag abend, mehrere Tausend Tiere, die schlechten Bilder können das gar nicht einfangen, schlimmer als im Hitchcock-Film...Hinsichtlich des Herumkackens auf Fassadenvorsprüngen sind Krähen allerdings bei Weitem nicht so schlimm wie Tauben.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • SchortschiBähr schrieb:

      Welches Holzkonstrukt meinst Du? Die Verbretterung des Gerüstes an den Seiten? Das schützt, genauso wie die Plastikplanen den Arbeitsplatz der Maurer vor dem grausligen Winterwetter Berlins, würde ich sagen!
      Vielleicht ein Frostschutz, damit im Winter weitergebaut werden kann?
      Ach übrigens, SchortschiBähr, ich habe ich die ganze Zeit gerätselt, woher das persönliche Foto ist. Zwiefalten, oder?
    • Nur mal spekulativ: bei Vergoldungsarbeiten z.B. bräuchte man ganz sicher einen geschützten Arbeitsplatz.
      Ich durfte als Kind mal mithelfen bei der Vergoldung einer abmontierten Kugel von einer Kapelle; Goldblättchen anreichen. Ich mußte da oft den Atem anhalten, damit sie nicht wegflogen. Und das waren schon "extrastabile" Goldblättchen für Außenvergoldung, und die Werkstatttür war zu.
      Also, falls die vergolden, können sie die Seitenbretter und Plastikplanen schon gebrauchen.
    • Vulgow schrieb:

      Hinsichtlich des Herumkackens auf Fassadenvorsprüngen sind Krähen allerdings bei Weitem nicht so schlimm wie Tauben.
      - korrekt!

      Anders als Tauben verschmutzen Krähen ihr unmittelbares Umfeld nicht. Wir haben eine Krähenkolonie 400m von unserem Haus entfernt. Unter dem betreffenden Bäumen finden sich praktisch 0 Hinterlassenschaften, obwohl dort Abend für Abend Hunderte der Vögel übernachten.
    • Ich bin zum Teil auf der Zwiefalter Alb, in Tigerfeld, aufgewachsen und habe das mir seit der Kindheit liebe Zwiefalter Münster sofort und mit Freude erkannt, vielen Dank, SchortschiBär! Es gehört zu meinen ersten Begegnungen mit der Baukunst und hat mich sicher mitgeprägt.

      Da Weihnachten auch die Zeit des Erinnerns und Erzählens ist: Hier ist die Geschichte meiner frühen Liebe zum Berliner Stadtschloss.

      Im Herbst des Jahres 1945, ich war vier Jahre alt, erhielten wir in Bietigheim in unserem Haus Einqartierung: Ein Lehrer, der in Berlin ausgebombt worden war, wurde nach Zwischenstationen bei uns durch Zuteilung untergebracht. Obwohl er Lehrer war, hatte er zu meinem Bruder und mir kein gutes Verhältnis. Er hatte eine "Berliner Schnauze", an die man sich zwar auch bei uns Schwaben hätte gewöhnen können - aber er war im Umgang mit uns sehr kalt, schimpfte uns immer, war nie nett, obwohl wir alles Mögliche für ihn erledigen mussten.

      An einem Morgen im Jahre 1950, es war im Herbst, kam ich in unsere Küche, und da saß dieser eiskalte und unfreundliche Mensch und - weinte! Es war für mich als Neunjährigen ohnehin ein befremdliches Erlebnis einen Erwachsenen ohne erkennbaren Anlass weinen zu sehen und gerade ihn und in unserer Küche! Er nahm mich wohl zuerst gar nicht wahr, und sagte laut: "Hergott, Hergott, wie oft ist man da vorbeigegangen!" Ich höre es noch heute. Dann bemerkte er mich und zeigte mir in ganz anderem Ton wie sonst eine Zeitung. Da waren mehrere Bilder eines riesigen grauen Gebäudes. "Das ist das Stadtschloss in Berlin." Er erzählte mir ausführlich, wie er schon als als kleines Kind das Schloss täglich gesehen hatte, wie es verbrannt war, wie er gewusst hatte, dass man es wieder aufbauen würde, und dass es jetzt gesprengt würde. Jetzt, während wir darüber redeten.

      Er hat nie mehr mit mir über das Berliner Schloss geredet, er hat auch nie mehr mit mir mit solcher Wärme geredet. Mich aber hat seit damals das Berliner Schloss nie mehr losgelassen, auch nicht in Tigerfeld bei Zweifalten, wo ich alle meine Ferien auf dem Bauernhof meines Onkels verbrachte, weil es da etwas zu essen gab.

      Das Zwiefalter Münster und das Berliner Stadtschloss haben mein Interesse an Baugeschichte und Baukunst entscheidend geprägt. Dazu die Stadt Nürnberg: Dorthin fuhr ich mit einem Freund auf dem Fahrrad im Jahre 1954, nachdem ich einem Buch meines Vaters Aufnahmen von der Nürnberger Altstadt gesehen hatte. Zwei Tage haben wir gebraucht. Von alledem aber war, als wir dort ankamen auf unseren Rädern, fast nichts mehr da.

      Meine Freude über den Wiederaufbau lässt sich kaum sagen. Ich würde sie gerne auch dem natürlich längst verstorbenen ausgebombten Lehrer aus Berlin gönnen, der in unserer Küche über das Stadtschloss geweint hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bentele ()

    • Apropos Krähen, die scheinen auch nicht sehr lange zu bleiben. Ich habe auf die Webcams geschaut, ca. 2 Stunden nachdem die Bilder gepostet wurden, und die waren schon alle weg. ^^
      Dazu scheinen die Balustraden im toten Winkel fertiggestellt zu sein : der LKW ist weg, und am boden hat sich die Anzahl von Sandstein-Puzzle Teile erheblich und sichtbar reduziert. Seit Anfang der Bauarbeiten habe ich selten den Schlüterhof so "leer" gesehen. cclap:)
      Eine Sache verwundert mich : in der Ecke rechts wurde ein Fenster immer noch nicht mit Steine komplett abgedeckt. Sieht seltsam aus ?(
    • Aus dem großen Fenster der Alten Nationalgalerie gesehen, vorbei an Friedrich Wilhelm IV., blickt man jetzt nur noch auf das "klassische" Berlin:



      Ich habe die Nordseite der Kuppel mit dem Teleobjektiv etwas "herangeholt" - vielleicht kann der eine oder andere Forist ja aus den Bildern Schlüsse ziehen, die mir als absolutem Bau-Laien so nicht möglich sind:



      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt. (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

      Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir
    • Snork, toll, das klassische Berlinvedutenbild. Demnächst, nach Abrüstung, bitte noch einmal und bei Sonnenschein!

      Das mit dem fehlenden Sockelstein bei der Tür auf dem Umgang ist mir auch aufgefallen. Da kommt sicher, wenn der Bodenbelag des Umgangs gelegt wird, ein verstärkter Türgewändesockelstein hin, der als ein Arbeitsabschnitt mit den Sockelsteinen(oder Verputzsockel über vorgemauertem Ziegelsockel) an der ganzen Wand entlang noch vermauert wird, schätze ich mal!

      Und hinter der Plastikplane ist ja nicht mehr geschehen, als vorne an der Westseite, so aus der Zoomansicht zu schließen. Ich dachte, die hätten den Ziegeltambour schon ein Stück hochgemauert!?