Schloss Berlin - Wiederaufbau als Humboldtforum

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    • Treverer schrieb:

      Seinsheim schrieb:

      Ich blicke fast auch nur noch auf die Kuppel, aber auch da scheint man sich allmählich auf den Winterschlaf einzustellen. Im nächsten Frühjahr geht es dann hoffentlich mit dem Verputzen und Anstreichen los.
      Ähm...so ist das aber nicht geplant. Seit Monaten wird gepredigt: Ende 2017 sind alle Außenfassaden fertig, verputzt und getrichen und die Kuppel soll auch bis Ende des Jahres gedeckt sein.Ich hoffe, da hält man sich auch dran. :/
      Ich verstehe sowieso nicht, warum man das Verputzen nun erfolgreich bis zum nahenden Winter hinausgezögert hat. Die Fassaden zwischen den Portalen sind doch schon seit bestimmt einem halben Jahr fertig und man hätte den ganzen Sommer über am Putz arbeiten können.
      Das Argument, dass die Fassaden vor dem Verputzen erst noch trocknen müssten, kann wohl auch nicht stimmen. Bei dem zum Tag der offenen Tür bereits Anfang/Mitte Juni fertiggestellten Abschnitt zwischen den Portalen IV und V war das offensichtlich auch kein Problem. Und: Dieser nicht gerade kleine Abschnitt wurde in Windeseile innerhalb von vielleicht zwei Wochen komplett verputzt und gestrichen. Da hätte man mit dem Rest auch längst fertig sein können. Ich glaube auch, dass das jetzt über den Winter eher schwierig werden wird. Wie gesagt - mir unverständlich - erst recht, wenn es terminlich zum Winter hin tatsächlich so geplant sein sollte.
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Vielleicht wird man Fassadenabschnitte, wo man verputzen möchte einhausen, also das Gerüst mit Planen schließen und Warmluft reinblasen, so daß Temperaturen knapp über 10 Grad möglich sind. Mir wäre das als Handwerker auch eine Zumutung bei naßkalten "KnappüberNullTemperaturen" auf dem zugigen Gerüst zu arbeiten. Das wird doch nix!?
    • SchortschiBähr schrieb:

      Nee, es hat mit der Lieferung der schwarzen Folie nicht geklappt, deshalb hat man schon mal die Seiten vorgezogen. Diese Folie dient dann der Verdunkelung der lichtempfindlichen Exponate und kann von oben unterhalb der Balustrade rolloartig nach unten gezogen werden, bis auf Bodenhöhe und schützt so gleich die Sandsteinfassade vor Erosion. Ist ne Sonderanfertigung aus Russland mit besonderer Empfehlung an die deutschen Brrriderchen, daß sie nun ihren Kreml wiederaufgebaut haben, oder so ähnlich! ablachen:) :gehtsnoch:
      Oh, das it aber interessant, danke für die Antwort :thumbup:
      Nebenbei, es tut sich etwas, gerade ist eine Armee von Vögel zu Besuch vorbei gekommen, vielleicht spenden die etwas. ^^ :biggrin:
    • Nebenbei, beim Verputzen : vielleicht gibt es ein pragmatischen Grund.
      Die Stiftung hatte ja erklärt, dass sich die Spendezuflut deutlich verlangsamt hat. Es könnte sein, dass Sie es absichtlich verzogern, weil Sie Angst um die Spenden haben, denn wenn die Fassaden alle verputzt und angestrichen sind, haben viele Willige Auch den Eindruck, es sei mehr oder weniger fertig, und daher weniger Lust haben, zu spenden.
    • Derlei ist nun schon öfters vermutet worden, aber das glaube ich wirklich nicht.

      Das würde ja bedeutet, dass hier ständig jemand von der Stiftung den Baufirmen sagen müsste, dass sie nun mal langsamer, mal schneller bauen sollten.

      Bestellte Einzelleistungen müssten wieder abbestellt werden, nur damit es langsamer geht oder die Handwerker sollten langsamer arbeiten (am Ende für gleichen Lohn?), nur damit die Leute mehr spenden?

      Das sind doch X komplex verzahnte Gewerke, das gäbe doch ein Riesenchaos, die Gesamtplanung geriete aus den Fugen.

      Nochmals nein, tut mir leid, das glaube ich nun wirklich nicht!
    • Glaube das auch nicht vielleicht liegt es daran das,die Baustelle zu voll ist und man nur so und soviel Leute im Monat beschäftigen möchte,aus kosten gründen oder noch etwas anderes angebracht werden muss ,wobei mir nix einfallen würde.Es ist auch nicht ungewöhnlich,das erst verputzt wird wenn alles andere fertig ist. Aber zu den Bauarbeitern denen in Berlin zu sagen sie sollen langsamer arbeiten ist eine Schnaps Idee Ber. wir kommen. biggrin:)
    • Vielleicht ist es auch gerade umgekehrt und man versucht die Putzarbeiten in Monaten die sehr feucht und eher kühl sind zu machen, damit das ganze nicht zu schnell trocknet und sich Risse und Trocknungsfugen bilden. Bei sehr langsamer Trocknung kann sich das Material entsprechend anpassen. Auch die Farbe, sofern es sich um Kalkfarben handelt, sollten sogar noch auf feuchten Untergrund aufgetragen werden, am besten bei länger anhaltenden Regenfällen, damit sich diese optimal mit dem Putz verbindet und nicht kurz darauf wieder abblättert.
      Die Idee, mit der Verzögerung von Arbeiten die Spendenfreudigkeit anzukurbeln halte ich auch für gänzlich abwegig. Man denke an all die Ausschreibungen, Verträge, Bauabläufe, Zeitpläne etc, die alle koordiniert werden müssen... Auch die Baufirmen, die momentan sowieso nicht hinterherkommen mit der Arbeit, brauchen verlässliche Ausführungszeiten...
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • Seht ihr den "Kameraden" im Kuppeltambour?
      Er grüßt schon lange herunter und schaut zu, schützt den Bauablauf und beobachtet, ob alles mit rechten Dingen zugeht.
      Bald wird der Kuppelgeist nicht mehr zu sehen sein. Aber da ist er dann immer noch!



      bearbeitetes Foto von Quelle: cam01.berlinerschloss-webcam.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SchortschiBähr ()

    • Bohnenstange schrieb:

      Die Waende sind so dick, der Moertel muss erst austrocknen. Das braucht durch die Staercke der Wand ein Jahr.
      Das hat die Stiftung erklaert.
      Habe mal im Webcam-Archiv gestöbert: Die komplette Südseite (bis auf die Portale) war Ende Juli 2016 bereits bis zum Kranzgesims fertig. D.h. das "Trocknungsjahr" war also Ende Juli 2017 um (die unteren Bereiche hatten ja sogar noch einige Monate länger Zeit). Man hätte also in August und September doch schon verputzen können. Aber es wird sicher Gründe für die Verzögerung geben, die wir nicht kennen. Vielleicht war das Mauerwerk ja auch durch den vielen Regen doch noch zu nass.

      SchortschiBähr schrieb:

      Seht ihr den "Kameraden" im Kuppeltambour?
      Er grüßt schon lange herunter und schaut zu, schützt den Bauablauf und beobachtet, ob alles mit rechten Dingen zugeht.
      Bald wird der Kuppelgeist nicht mehr zu sehen sein. Aber da ist er dann immer noch!
      Ja, der war mir auch schon aufgefallen. War laut Webcam-Archiv auch noch nicht immer da. Merkwürdige Sache. Passt aber zu den sonstigen von uns schon beobachteten "übernatürlichen" Erscheinungen wie die weiße Frau oder den Astronauten... :blink: :biggrin:
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • @ Frank,
      mir scheint, daß es eine Ausbesserungsstelle ist. Dort hat es mit dem Betongießen nicht richtig geklappt und die Stelle wurde nachträglich "verputzt". Die Fehlstelle fiel mir schon auf , bald, nachdem der Tambour entschalt wurde. Das Gesicht aber erst seit einigen Monaten. Ich gaube nicht, daß da nachzeichnend manipuliert /verdeutlicht wurde. Ohne Gerüst geht das ja auch nicht.
      In der Tat eine merkwürdige Manifestation. Wundert mich allerdings gar nicht so sehr. Ich sehe recht schnell Gesichter in der Natur, in Steinen/Felsen/Bäumen/Baumkronen, habe da einen assoziativen Blick, der allein allerdings das Erkennen meiner Meinung nach nicht nur erklären kann.
      Die unsichtbaren Dimensionen können sich auch sichtbar machen, wie wir hier sehen!
    • Neu

      Vulgow schrieb:

      Spreetunnel schrieb:

      Am nordwestlichen Vorsprung:

      Und gestern:



      Oben am Portal IV

      Und weiter unten über dem Eingang

      Hmm täuscht das oder hat man gleich das Auge der Schlaufe des Fredericus-Rex-Monogramms mitvergoldet? Ich kann es nicht genau erkennen, aber auch so wirkt das ganze etwas "teigig" oder klobig. Nun habe ich von nichts so wenig Ahnung wie vom Vergolden, aber der Adler zum Beispiel wirkt deutlich feiner und graziler. Mag vielleicht auch daran liegen, dass der Sandsteingrundlage beim FR-Monogramm etwas...wie soll ich sagen...frühbarock-manieristisch wirkt? (auch wenn das schon im Original schon so gewesen sein mag), die ganze Machart erinnert mich jedenfalls an die Ornamentik manchen frühbarocken oder renaissancenen Hauses, die auch oft eher "gebacken, wie aus der Spritztüte eines Konditormeisters" (also modelliert) denn gehauen wirkt. Insgesamt wirkt es so, als wäre das Monogramm (vielleicht dessen Vorlage?) einige Jahrzehnte älter als der Schlüter-Barock. Oder bin ich da ganz auf nicht nachvollziehbaren Abwegen in meinem Eindruck?
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaoru ()

    • Neu

      Kaoru, kannst schon richtig liegen. Vielleicht mal Seinsheim fragen!

      Habt Ihr bemerkt, auf Vulgows Fotos zu sehen: das Schloß setzt schon Patina an, bevor es überhaupt entrüstet ist. Hier und da Regenschlieren und Grünalgenbesatz (auf dem ersten Bild von Vulgow, oben an des Engels Flügelspitze).
      Wird Zeit, daß das Gerüst wegkommt, damit Luft rankommt und der Sandstein schneller abtrocknen kann, sonst isses Schloß grün statt sandsteinocker-golden zur Einweihung! floet:) :thumbup:

      PS: ich denk mir als bei den Bildern mit den Handwerkern, Bildhauern und Restauratoren: WAS MUSS DAS FÜR EINEN RIESENSPASS MACHEN SOLCHERLEI ERFÜLLENDE ARBEIT TUN ZU DÜRFEN! GEMÜTLICH AUF'M GERÜST SITZEN UND VERGOLDEN, HACH! :koenig: :) :daumenoben:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SchortschiBähr ()

    • Neu

      SchortschiBähr schrieb:

      Seht ihr den "Kameraden" im Kuppeltambour?
      Er grüßt schon lange herunter und schaut zu, schützt den Bauablauf und beobachtet, ob alles mit rechten Dingen zugeht.
      Bald wird der Kuppelgeist nicht mehr zu sehen sein. Aber da ist er dann immer noch!
      Ist ein Verwandter von mir. :koenig:
    • Neu

      Ich denke einigen wird es schon lange aufgefallen sein und gerade diejenigen die sich schon länger mit der Thematik des APH beschäftigen, wird es als normal angesehen (was es ja ist), aber mich fasziniert das seit der Wiederherstellung des Turmes der Parochialkirche: die Patinierung des Kupfers. Am Schloss sieht man das jetzt wieder wunderbar durch die zeitversetzte Ausführung einzelner Abschnitte des Daches.







      Besonders schön daran wird der damit verbundene (reale) Anblick nach der Fertigstellung des Schlosses, insbesondere der Kuppel, welches in den Visualisierungen meist mit schon grüner Eindeckung gezeigt wird. Zur Eröffnung jedoch wird es bei der Kuppel z.B. ein Zusammenspiel von Schwarz und Gold sein. Ich stelle mir das bildlich vor und denke, dass das Schloss entrüstet die (optischen) Erwartungen übertreffen wird.

      Dazu eine Frage: Werden neben der Laterne auch die Rahmungen der Fenster in der Kuppel (nicht die im Oktogon) vergoldet?

      Schloßgespenst schrieb:

      SchortschiBähr schrieb:

      Seht ihr den "Kameraden" im Kuppeltambour?
      Er grüßt schon lange herunter und schaut zu, schützt den Bauablauf und beobachtet, ob alles mit rechten Dingen zugeht.
      Bald wird der Kuppelgeist nicht mehr zu sehen sein. Aber da ist er dann immer noch!
      Ist ein Verwandter von mir. :koenig:

      SchortschiBähr schrieb:

      So, so. Und wie heißt Dein Verwandter? Damit wir ihn mal ansprechen können!
      Den hast du in dem zitierten Post doch schon selber genannt: der Verwandte vom Schlossgespenst ist natürlich der Kuppelgeist... und gehört hoffentlich nicht zur Gattung der Poltergeister... :D
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.