Schloss Berlin - Wiederaufbau als Humboldtforum

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    • Das ist doch nicht mehr feierlich. Es gibt aber auch wirklich immer Leute, die sich über Selbstverständlichkeiten aufregen. Welcher normal denkende Bürger würde auf die Idee kommen, das Kuppelkreuz zu verbieten? Das ist eine Rekonstruktion und wir leben in einem christlich geprägten Land. Wo soll da bitte das Problem sein? Das Humboldt-Forum wird auch mit dem Kreuz ein Haus für alle Kulturen sein.

      Die Kritiker haben anscheinend Langeweile. Auf solch schwachsinnige Gedanken zu kommen. :gehtsnoch: :kopfschuetteln:
    • Neupreussen schrieb:

      Jetzt beginnt die Kritik am geplanten Kuppel-Kreuz
      Typisch Berlin, typisch BRD. It's the End of Times.
      Menschen, die keine Werte und damit halt auch keine Kultur haben, kommen eben auf solche Gedanken.

      Wie hieß noch mal gleich das letzte Buch des deutschen Historikers in St. Gallen, der sich letztes Jahr dann umbrachte?
      "Finis Germania(e)"
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Zum gegenwärtigen Kuppelstreit, der wieder mal ein trauriges Beispiel für die absurde Politische Korrektheit und die grassierende Selbstverleugnung dieses Landes darstellt, meldet sich der BZ-Kolumnist Gunnar Schupelius wieder prägnant und treffend zu Wort (>> Link):

      G. Schupelius schrieb:

      Das Schloss wird innen vollkommen entfremdet. Da soll unter dem Namen Humboldt-Forum ein sehr spezielles Museum eingerichtet werden, das mit der preussischen Geschichte überhaupt nichts zu tun hat. Man baut ein Schloss auf und verleugnet es. Und dann kommt auch noch diese Stiftung daher und bekämpft das Kreuz auf dem Schloss als Ausdruck „christlicher Leitkultur“. Das verstehe ich nicht. Wir sind ein Land mit einer großen christlichen Vergangenheit. Nichts hat unsere Kultur mehr geprägt als das Christentum. Hat jemand was dagegen?
      :applaus: :applaus:
    • Neupreussen schrieb:

      Jetzt beginnt die Kritik am geplanten Kuppel-Kreuz

      m.tagesspiegel.de/berlin/humbo…k/19825090.html?r=7771522
      Aha, ich habe das längst erwartet und mich schon gewundert, dass die Angriffe bislang ausblieben. Sie kommen allerdings, wie zumeist, aus der Ecke der säkularen "Vielfalt"-Anhänger. Ich vermute, dass sich die islamischen Funktionäre da bewusst klug zurückhalten, um keine negativen Stimmen gegen sich aufzubringen. Das Feld wird ja vom deutschen Mainstream schon von alleine bestellt.
    • Wissen schrieb:

      Ich bin ja echt für Pluralität und Respekt vor anderen Religionen. Aber dazu gehört auch Respekt vor der eigenen Religion.
      Dass man sich mittlerweile für das Kreuz rechtfertigen muss ist wirklich eine unglaublich bittere Entwicklung.
      Hm... Ich vermag keinen logischen Zusammenhang zwischen den einzelnen Sätzen zu erkennen. Wahrscheinlich liegt es am höchst privaten Verständnis des Autors von "Respekt" und "Pluralität".

      An und für sich muss man den Kreuzkritikern eine gewisse Logik zuerkennen. Das Kuppelkreuz symbolisierte Gottesgnadentum und Einheit zwischen Kirche und Macht. Dergleichen können unsere heutigen Liberalen halt einfach nicht ausstehen. Nicht nur das, es ist ein Affront gegen ihre Religion, die da lautet, Säkularismus und L.é, E.é, F.é, kurz viel Gervais.
      Wenn sie schon die Reko des Schlosses schlucken mussten, so nehmen sie sich das Recht aus, es als Bau der heutigen, moderen, aufgeklärten, IHREN Ansichten entsprechenden Zeit zu betrachten. Was soll da noch ein Kreuz oben drauf? Nur um das historische Erscheinungsbild wiederzuerlangen? Das wäre ein zu hoher Preis für ein imgrunde bereits verfemt gewordenes Symbol.
      Kurz und gut, auf einem von dieser Republik errichteten Humboldt-Forum hat ein Kreuz nix zu suchen.

      Tut mir leid, ich kann diese Logik nicht gut entkräften. Dass ich ihre Prämissen nicht teile, macht mich ohnedies zum radikalen Außenseiter, Ein Staat, der sich ethnisch, kulturell wie religiös mit dem Staatsvolk identifiziert, ist Schnee von gestern. Alles, was mir angeboten wird, ist mich NICHT mit einem Staat, der diese Identifikation verweigert, zu identifizieren, dh einem solchen Staat die Loyalität zu verweigern. Daher darf ih über diesen Staat, seine Ideologie und deren Ausgeburten schimpfen.
      Für den obigen "echten" Vielfalts- und Pluralitäts-Apologeten hingegen wird die Luft dünn. Er sollte sich mE zuvor über die Implikationen dieser Begriffe informieren.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ursus carpaticus ()

    • Das hatte ich auch schon erwartet. Aber ich denke, dass wir da beruhigt sein können. Maren Otto hat vor zwei Jahren explizit fürs Kreuz gespendet, wie sie generell sehr dem christlichen Erbe verbunden zu sein scheint. Womöglich ist das Kreuz sogar schon im entstehen. Eine Rückzahlung der zweckgebunden Spende wird in der Stiftung Humboldtforum niemand riskieren wollen.
      Dieser Rentnerverein Stiftung Zukunft Berlin sucht nach Aufmerksamkeit und der Tagesspiegel bietet ihnen die Plattform.

      G.S. schrieb:

      Die Stiftung „Zukunft Berlin“ wurde 2007 gegründet. Motto: „Uns geht es um die Zukunft Berlins.“ Im Vorstand sitzen der ehemalige Senator Volker Hassemer (CDU) und der frühere ZDF-Intendant Markus Schächter. Im Beirat findet man den Journalisten Ulrich Deppendorf, den Unternehmer Klaus Groth und den Manager Manfred Gentz.
      Politiker der CDU? M. Schächter, der sich für die katholische (Amts-)kirche engagiert? Armselig. Nur wundern, nicht aufregen.
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Mal von dem bekloppten Dachaufbau abgesehen. Ich beziehe mich auf diese Abbildung:

      burg-hohenzollern.com/tl_files…s_berliner_schloss_01.jpg

      Da sind mir die Flügel rechts und links der großen Kuppel zu nackt.

      Zum Kuppelkreuz:

      Persönlich kann ich auch ohne das leben. Eine einfache Spitze über der Kugel würde genügen. Ich finde es einfach nur lächerlich, daß man sich über so etwas streiten muss/kann. Sollen die doch einen kleinen Bundesadler, als Wetterhahn, da oben installieren.
    • ursus carpaticus schrieb:

      Wissen schrieb:


      Kurz und gut, auf einem von dieser Republik errichteten Humboldt-Forum hat ein Kreuz nix zu suchen.

      Tut mir leid, ich kann diese Logik nicht gut entkräften.
      Diese Logik ist meines Erachtens sehr gut zu entkräften.

      Das Berliner Schloss, als "Hülle" des Humboldtforums, ist nicht "von dieser Republik errichtet". Es ist von dem Geld tausender zumeist privater Spender finanziert.

      Es wäre sicherlich nicht im Sinne dieser Spender, wenn man jetzt versuchen würde, alle Details dieser historischen Hülle auf "Kompatibilität" mit den Idealen des Humboldtforums zu prüfen und ggf. wegzulassen.

      Im Allgemeinen beobachten wir hier selbsternannten Aufklärer, die entweder durch Atheismus oder durch das beliebige Gleichstellen aller möglichen Religionen versuchen, unsere Kultur und unsere Architekturgeschichte in ihrem Sinne zu manipulieren.

      Diese Menschen mögen lauter sein als andere, und sie mögen in der heutigen Medienwelt eine breitere Plattform erhalten. Ich kann aber nicht erkennen, dass diese Menschen die Vollmacht erhalten haben, im Namen unserer Republik oder unserer Zeit zu sprechen.
      _______________________________________
      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
    • Ich finde Gunnar Schupelius hat mit seinem ärgerlichen Kommentar insgesamt Recht, doch so ganz genau hat er nicht recherchiert, wenn er schreibt:

      Schupelius schrieb:

      Das Schloss wird innen vollkommen entfremdet. Da soll unter dem Namen Humboldt-Forum ein sehr spezielles Museum eingerichtet werden, das mit der preussischen Geschichte überhaupt nichts zu tun hat. Man baut ein Schloss auf und verleugnet es.
      Also gänzlich verleugnen tut man es nicht. Die Fassaden zeigen genügend original rekonstrierte königlich-preußische Heraldiken, Embleme, Insignien und Inschriften, die Geschichte ablesbar nachvollziehen lassen.
      Es gibt das "Museum des Ortes" mit eigener Leitung im Humboldtforum, das sich der Geschichte des Ortes und damit dem Schloß und der Aufbereitung der preußischen Geschichte widmet. Dafür wurde vor einiger Zeit im Vorfeld der Konzeptionserarbeitung auch eine Bürgerbefragung durchgeführt, an der ich selbst teilgenommen habe. Zudem werden in den Ausstellungsräumen des Humboldtforums hier und da, es heißt, wenn ich mich rech entsinne, in fast jedem Raum Hinweise auf das, was da früher war gegeben werden, ebenso Objekte präsentiert werden, also auf die Schloßräume bezogen, deren frühere Nutzung und Geschichte aufzeigend, aber ebenso auf den Palast der Republik hinweisend!

      Quellen hier:
      sbs-humboldtforum.de/de-DE/akteure/museum-des-ortes/
      Zur Konzeption Vortrag von der Leiterin:
      lisa.gerda-henkel-stiftung.de/…eum_des_ortes?nav_id=6725
      Zur Präsentation der historischen Kellerfundamente des Schloßes:
      welt.de/sonderthemen/humboldtf…das-Schloss-erzaehlt.html
    • Oktavian schrieb:

      Agon schrieb:

      Eher clickbait.
      ??? Wer oder was ist das?
      Ein Artikel, dessen einzige Funktion ist, Leser zu aktivieren und zu emotionalisieren, aber eigentlich gar keine Information enthält. Eine Klickfalle. Sicherlich ist klar, dass überall im öffentlichen Raum, wo Kreuze errichtet werden, z.B. freie Humanisten sich dagegen aussprechen. Und wenn wir ehrlich sind, dann haben wir auch gedacht, ah, ein Kreuz, nun denn, da wird es bestimmt noch Diskussionen über Halbmonde und Kreuzgegnerschaft geben. Da es ein öffentliches Gebäude ist, sind das auch berechtigte Anliegen in einem säkularen Staat. Ich habe den Eindruck, dass Journalismus im steigenden Maße die Menschen scheinheilig aufwiegelt. Was die Botschaft eines Artikels ist, erfährt man dann im Kommentarbereich, man schafft künstlich irgendwelche Kontroversen. Als wir die Sache mit dem Kreuz erfahren haben, hätten wir als Journalist nur einen Anruf tätigen brauchen, um irgendeine Stimme der Kritik zu bekommen, aber gleichzeitig weiß jeder, dass es Käse ist, und das Kreuz wird natürlich kommen.
    • Um es gleich zu Beginn klarzustellen: Auch ich bin für die Rekonstruktion des Kreuzes auf der Kuppel, wenn auch eher aus kunsthistorischen Gründen: die Engel unter der kleinen Kuppel, die aus den Frieden symbolisierenden Palmzweigen gebildet wird, würden zu einem vergoldeten Bundesadler, Wetterhahn oder meinetwegen auch einem der Europaflagge nachempfundenen Sternenkranz ikonographisch einfach nicht sonderlich gut passen, selbst wenn man es geschickt anstellen würde – ich denke da zum Beispiel an das DDR-Wappen, das in der rekonstruierten Lindenoper recht unauffällig in einem Rokokoumfeld eingefügt war.
      Was nun aber die Betonung des Christentums gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen betrifft, die hier von einigen vorgebracht wird, kann ich einfach nicht zustimmen. Zu behaupten, nichts habe unsere Kultur so sehr geprägt wie das Christentum, ist schlicht falsch: Genauso bedeutend wie die christlich-jüdischen Elemente der europäischen Kultur sind die Wurzeln des griechisch-römischen Altertums. Das Berliner Schloss legt[e] in seiner gesamten Formensprache, seinen Fassaden und vor allem im ikonographischen Programm der Innenräume ein beredtes Zeugnis davon ab. Ich erwähne hier neben dem römischen Triumphbogen des Eosanderportals nur mal die Portraitreliefs der sagenhaften römischen Könige und die Statuen von Antinous, Herakles, Meleager, Hermes und Apoll am großen Treppenhausrisalit im Schlüterhof sowie den blitzeschleudernden Zeus der Gigantentreppe.
      Aber so wie die Rekonstruktion der Schlossfassaden keine monarchistische Restauration eingeleitet hat, ist durch die Anbringung des Kreuzes auch eine Wiederkehr der unheilvollen Allianz von „Thron und Altar“ kaum zu befürchten. Nicht einmal Joachim Gauck hätte ich mir als „Summus episcopus“ der evangelischen Kirche vorstellen können.
      Es ist auch wenig hilfreich, wenn man polemisch-sarkastisch die Anbringung eines Halbmondes vorschlägt, um die politischen Gegner verächtlich zu machen. Man sollte meiner Meinung nach also keinesfalls die religiösen Befindlichkeiten einzelner gegeneinander ausspielen, sondern Toleranz üben und damit im Geiste einer weiteren edlen europäischen Kulturtradition handeln, nämlich der Aufklärung: Kunst- und Kulturobjekte aus aller Welt im Innern des Humboldt-Forums werden präsentiert in einer äußeren Hülle, die als eine der bedeutendsten Ausformungen europäischer Kunst mit all ihren Wurzeln gelten darf.
    • Interessanter Artikel in der Welt über den Streit um das Kreuz auf dem Schloß, welcher eindeutig pro-Kreuz geschrieben ist. Auch die Leserkommentare sind mehrheitlich pro Kreuz.

      Auszug aus dem Artikel bezüglich des Gesprächs mit dem Vorstand Johannes Wien vom Humboldt-Forum:

      "Er sitzt im weißen Kurzarmhemd in seinem Büro im Kronprinzenpalais Unter den Linden, einer Liegenschaft, so schön, dass es das benachbarte Schloss schwer haben wird, dagegen anzuglänzen, und erzählt, dass er von den heftigen Reaktionen überrascht ist. Dass aber weder er noch seine Vorstandskollegen daran denken würden, das Kreuz doch wieder zu streichen, und darin sei man sich einig mit der Gründungsintendanz des Humboldt-Forums, bestehend aus dem britischen Museumsmann Neil MacGregor, dem Kunsthistoriker Horst Bredekamp sowie Hermann Parzinger, dem Chef der Stiftung Preußischer Kulturbesitz."

      welt.de/kultur/kunst-und-archi…uf-Kuppel-verhindern.html
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Schloßgespenst schrieb:

      „Es soll ein Haus für alle werden. Unterm Kreuz? Das klingt nach 19. Jahrhundert und nach christlicher Leitkultur“, erklären Eckhardt Barthel und Herbert Wiesner, Leiter der AG Humboldt-Forum in der Stiftung Zukunft.
      Da sind sie wieder - die Leute, die die Welt nicht braucht.
      Eckhardt Barthel und Herbert Wiesner? Klingt für mich nach 20. Jahrhundert :wink:
    • Paradebeispiel für eine künstlich inszenierte Diskussion. Seit Jahren ist klar, wenn die originale Kuppel kommt, kommt auch die Laterne mit Kreuz. Hat keine Sau gestört. Dann macht irgendein dusseliger Verein eine Pressemitteilung und plötzlich "diskutiert Berlin". Linksgrün springt natürlich sofort an, durch die Verbreitung des Unsinns per Zeitung sehen sich normale Menschen zur Erwiderung genötigt. Manchmal kann man wirklich nur noch ungläubig den Kopf schütteln.
    • Als das Brandenburger Tor nach der Wiedervereinigung renoviert wurde, gab es bei den Linken auch ein Riesengezeter, ob man in den Stab der Nike wieder das Eiserne Kreuz integrieren und die preußische Königskrone aufsetzen dürfe. Kreuz und Krone kamen dann trotzdem.
      Ich denke, der Widerstand einiger Linker speist sich zum einen aus dem Hass gegen die abendländische Kultur, die man auf Willkommenskultur und Multikulti reduzieren will bzw. deren Existenz man generell bestreitet und zum anderen aus dem Bemühen, das bürgerliche Lager permanent anzugreifen und es in die Defensive zu drängen.