Schloss Berlin - Wiederaufbau als Humboldtforum

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      Was haltet ihr davon (berliner-schloss.de/start.php?…ea2ff0ef91a59aaeff6eac067)?

      "Vielleicht erwarten Sie zusätzlich ebenso die eine oder andere Hintergrundinformation. Bitte verstehen Sie, dass wir dabei jede Sensationsmache im Interesse des Arbeitsfortschrittes unterlassen. Wir dürfen unser Ziel nicht gefährden- und deswegen auch nicht das Vertrauen, das man in uns und unsere Verschwiegenheit setzt.

      Es ist sowieso besser, wenn unsere viel bedeutenderen Partner aus Politik, Kultur und Gesellschaft ihre Botschaften in Sachen Schloss selbst veröffentlichen. Diese Botschaften haben ein ungleich schwereres Gewicht und werden dann von den Medien auch wirklich ernst genommen!

      Denn es schadet unserer Arbeit, wenn wir unser vertraulich erworbenes Wissen hinausposaunen.

      Dies ist eines der Geheimnisse der Funktion unseres Netzwerks - und letztlich auch des Erfolges bei der Durchsetzung des Wiederaufbau des Berliner Schlosses
      ."


      Ich bin ein wenig unschlüssig über diesen Kommentar, aber so kommt der Verein meiner Meinung nach zu verschlossen vor. Ich bin selber Mitglied, aber ich fühle mich schlecht informiert!
    • hm, bin da gespalten. aber es ist sicherlich ab und zu schlecht für die sache, wenn man dinge publik macht.
      was mich viel mehr ärgert ist dass im moment kein richtiger zug hinter der sache zu sein scheint.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • fast alle hier sind für die historische fassade, das überrascht mich sogar etwas. vermutlich ist dies aber auch die unwahrscheinlichste variante, denn bisher ist kein offizieller dafüt, nicht einmal der schlossverein.
      wichtiger als die ostfassade ist für mich aber die kuppel. die muss einfach kommen.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • der zustand bis zu zerstörung des berliner stadtschloß sollte maßgeblich sein, zumindest im äußeren. demnach pflichte ich der historischen spreefassade bei. alles andere wären konstrukte und lösungen, die man bei neuer traditioneller architektur anwenden soll und darf, die aber bei einer rekonstruktion von dieser bedeutung nicht in betracht gezogen werden sollte.
    • wichtiger als die ostfassade ist für mich aber die kuppel. die muss einfach kommen.


      Antiquitus hat vollkommen recht! Das Schloss ohne Kuppel wäre so unvollständig wie zum Bsp das Schloss Charlottenburg ohne die Kuppel oder das Neue Palais!
      Ich koennte mir das Schloss ohne die Stüler'sche Kuppel gar nicht vorstellen!
    • Die Kuppel muss natürlich wieder her, aber die mache ich mir weniger Sorgen, denn darum kümmert man sich laut Schlosssite-Webmaster auch...Außerdem kann man sie auf all den CAD'S sehen, die Spreefassade hingegen nirgends...Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass man sich bemüht einen Weg zu finden, die auch noch zu ermöglichen...
    • Naja, dass man sich nicht über politische Aussagen äußert, ist schon nachvollziehbar. Sonst gibt's nachher noch eine Verleugnungsklage oder so...
      Aber über Neuigkeiten bei den bereits entstehenden Fassadenelementen würde ich auch gern Mal was neues erfahren (wenn es was neues gibt)...

      P.S. Ich habe heute wieder den Schlossbus gesehen :lachen: !
    • Umfeld des Schlosses

      Die Gesellschaft Berliner Schloss e.V. (berliner-stadtschloss.de/) hat sich mal um ein etwas weniger im Rampenlicht stehendes Thema gekümmert und eine Studie zum Schlossumfeld durchgeführt:

      berliner-stadtschloss.de/studien.html


      Machbarkeitsstudie „Schlossumfeld“


      "Zielsetzung:


      [...] Die Neugestaltung des Schlossplatzes in Berlin ist ein Politikum, mit hohem Symbolwert. Nur wem es gelingt, die Diskussion längerfristig aufrecht zu erhalten, der hat die Chance ein solch großes Projekt der Rekonstruktion des Berliner Schlosses mit seinen barocken Fassaden im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und mittelfristig die Politik zu motivieren, das Projekt zu realisieren.

      Geht die bisherige Diskussion grundsätzlich nur vom Wiederaufbau des Berliner Schlosses aus, so hat der neue Ansatz zum Ziel durch die weitgehend originalgetreue Wiederherstellung des gesamten Schlossumfeldes, die Wiederherstellung des Schlosses an sich zu gewährleisten.

      [...]

      Mit der Machbarkeitsstudie: Schlossumfeld soll erreicht werden, dass noch vorhandene Denkmäler oder nicht mehr vorhandene Denkmäler in Form von Repliken an ihren ursprünglichen Ort auf dem Schlossareal zurückkehren.

      Gleichfalls besteht mit dieser Machbarkeitsstudie erstmals die Möglichkeit Sponsoren einen konkreten Kostenrahmen zu benennen, mit dem sie ihren individuellen Beitrag zur Wiederherstellung des Schlossareals leisten können."

      Denkmäler im Sinne der Machbarkeitsstudie:

      - Neptun- bzw. Schlossbrunnen
      - die Rossbändiger
      - das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten von Andreas Schlüter
      - das Nationaldenkmal
      - die Terrassen mit Balustraden einschl. Figurenschmuck (Richtung Lustgarten)
      - die Adlersäule
      - die Wettersäule
      - die Reitergruppe des Heiligen Georg
      (berliner-stadtschloss.de/18%20…erarbeitet%2010.4.04).doc)


      Die Gesamtkosten für die Rekos, Auf-/Umstellung, Straßenumlegungen etc. betragen etwa 29 Mio. €!
      berliner-stadtschloss.de/17%20…zung%20vom%202.6.2004.doc

      Das ist zwar nicht gerade wenig, aber ich halte diese Wiederherstellung des Schlossumfeldes für sehr sinnvoll; man sollte jedenfalls nicht nach der Reko des Schlosses aufhören, sich um diesen Kern Berlins zu kümmern! Die Idee, Sponsoren für einzelne Denkmäler zu gewinnen, halte ich sogar für sehr realistisch.
    • ja das Umfeld halte ich auch für relativ wichtig!

      Was ich allerdings auch nicht schlecht finden würde, wäre wenn man anstatt REpliken aufzustellen einfach neue Denkmäler zuerrichten! Also anstelle des Kurfürsten und Neptunbrunnen!
      Es stehen doch noch so viele Figuren und Denkmäler von der Siegesalle rum, die koennte man doch wunderbar benutzen!
    • Ja, das ganze (oder zuminsest das meiste davon) sollte man unbedingt wieder an seinen alten Platz stellen bzw. sich um Sponsoren kümmern, die die Replikationen finanzieren...

      Die Einzelteil der Siegesallee kann man woanders aufstellen, wo bisher vielleicht nichts stand, aber ruhig etwas hinkönnte...Außderdem haben die nichts mit dem Schloss zu tun...
    • "Jörn" schrieb:

      Was ich allerdings auch nicht schlecht finden würde, wäre wenn man anstatt REpliken aufzustellen einfach neue Denkmäler zuerrichten! Also anstelle des Kurfürsten und Neptunbrunnen!
      Es stehen doch noch so viele Figuren und Denkmäler von der Siegesalle rum, die koennte man doch wunderbar benutzen!

      Die Studie sieht für erhalten gebliebenes, wie Neptunbrunnen, Gr. Kurfürst etc. die Rückführung vor ( siehe Kostenplan ).
      Einfach Denkmäler der Siegesallee aus der Aservatenkammer zu holen und ums Schloß herum aufzustellen, finde ich nicht so berauschend, da diesen der Bezug zum Schloßumfeld fehlt und ein Konglomerat an Unzusammenhängendem entstehen würde, wie es im Nikolaiviertel mit eigentlich allem dort stehenden geschehen ist.

      Am realistischsten finde ich bei dem von der Studie aufgelisteten eigentlich noch...die Adlersäule ( allerdings erstmal ohne Adler ).

      [list]Der Drachentöter findet in der derzeitigen Planung für das Humboldt-Forum keinen Platz mehr, da der Eosanderhof darin zu sehr beschniten wird.[/list]
      [list]Gr. Kurfürst: sehr unwahrscheinlich, da Charlottenburg sich beschweren wird und die lange Brücke dann wieder mit Mittelpfeiler ausgeführt werden müßte, was dem Schiffsverkehr nicht passen wird.[/list]
      [list]Neptunbrunnen: keine Chance, da die Insassen des roten Rathauses dann auf einen vollkommen leeren Platz starren müßten.[/list]
      [list]Schloßgartenbrunnen: Nur möglich, wenn der mittelalterliche Teil des Schlosses nicht modern ausgeführt wird.[/list]
      [list]Nationaldenkmal: keine Chance, da zu stark mit Wilhelm II. verbunden und vor allem von ihm in dieser Form erzwungen[/list]
      [list]Wettersäule: gut möglich, wenn ähnliches, werbefinanziertes Projekt Unter den Linden erfolg haben wird. Gut daran ist auch, daß die Säule eine meßbare Funktion hat und keinen ideologischen Hintergrund[/list]
      [list]Die Oranjer: na ja...denke eher, daß nur die Terrasse 'hingebaut wird.[/list]
    • Wieso die Adlersäule ohne Adler?

      Um die Kurfürsten-Misere habe ich mir schon mehrfach Gedanken gemacht:

      - Man könnte doch - wenn CHarlottenbrug ihn auf keinen Fall rausrücken will - den Georg auf die Brücke stellen...Der Eosanderhof ist ja schließlich zugebaut und mit den Pfeilern wird sich schon eine Alternative finden. Irgendwann muss mit der Brück ja Mal was passieren...

      -Oder Charlottenburg gibt den Kurfürsten zurück und erhält dafür einen rekonstruierten F.-W. III.. Der hat ja auch seinen angestammten Platz im Lustgarten verloren und würde ganz gut nach Charlottenburg passen. Schließlich hat er dort gewohnt und liegt dort im Mausoleum begraben...

      Wenn die im Rathaus keinen leeren Platz haben wollen, dann sollen sie nach Investoren o.ä. suchen, um dieser Betonsavanne wieder wieder Leben einzuhauchen!

      Scheiß auf Wilhelm II....! Das Denkmal ist ja schließlich nicht FÜR, sondern lediglich VON ihm...

      Zu den Urania-Säulen bzw. einer Reko derer, gab es vor einer Weile eine Artikel...Hier gibt's aber Info und Bilder...wettersaeulen-in-europa.de/direct.htm?/news07.htm

      Vielleicht kann man die Oranjer ja bei ihren niederl. Nachkommen erschnorren... :lachen:
    • Also ich finde, man sollte versuchen, so viel wie möglich zu rekonstruieren - auch das alte Nationaldenkmal. Meines Wissens gibt es nichts, was dagegen spricht... außerdem ist Kaiser Wilhelm der Große ja verantwortlich für das jetzige Deutschland... wer weiß, wie das ganze sonst aussehen würde?
    • "Ben" schrieb:

      Wieso die Adlersäule ohne Adler?

      Skulpturaler Schmuck dieser Art steht immer eher unter Ideologieverdacht als die restliche Ornamentik der Säule und hat daher derzeit einen Akzeptanznachteil.
      Die Studie selbst zitiert Dr. Volker Kästner mit folgendem:
      [...] wählte der selbsternannte preußische König Friedrich I. den Adler des deutschen Ritterordens zum Symbol seiner Monarchie und in Frankreich erkor ein Jahrhundert später Napoleon I. nach römischem Vorbild den Adler zum Zeichen seines Kaisertums.

      Der vergoldete Adler besitzt zudem noch zuviel Pathos, als daß er von heute auf morgen angenommen werden würde. Man denke dabei an die Schlagzeilen: Berlin streicht den Bildungshaushalt zusammen und baut sich gleichzeitig goldene Adler in den Vorgarten.
      Ich halte ein ergänzendes Vorgehen, nach Vorbild der schlichten Innenräume des kommenden Humboldt-Forums, eher für realisierbar.
      Die Adlersäule ohne Adler scheint mir allerdings ein exzellenter Übergang von der Rückführung der Denkmäler, zur Teilrekonstruktion zu sein, da nur (monolithische )Säule und Basis wiederhergestellt werden müssen.
      Das könnte eher den Weg ebnen für skulpturlose Kolonnaden des Nationaldenkmals, deren Fundament sogar noch steht.

      Die Rekonstruktion des Fortunaportales hat es vorgmacht, dessen relative Schlichtheit -ohne die Skulpturen- im Moment, glaube ich, besser ankommt und nicht mit einem Anschein von übermäßiger Geldverschwendung einhergeht.

      Ich hoffe für das Beste
    • "Booni" schrieb:

      Also ich finde, man sollte versuchen, so viel wie möglich zu rekonstruieren - auch das alte Nationaldenkmal. Meines Wissens gibt es nichts, was dagegen spricht... außerdem ist Kaiser Wilhelm der Große ja verantwortlich für das jetzige Deutschland... wer weiß, wie das ganze sonst aussehen würde?


      Darüber ließe sich viel spekulieren. Außer Frage steht aber, daß das sich Wilhelm I. das heutige D. sicher anders vorgestellt hat.
      Genauso außer Frage steht, daß die BRD Wilhelm I. in absehbarer Zeit keinesfalls neue Denkmäler errichten wird, wo schon ein Einheitsdenkmal zur Wiedervereinigung im Moment utopisch erscheint.
      Ein von Quadrigen flankierter, dünner Kaiser Wilhelm, an dessen Sockel Löwen über Kriegswerkzeug thronen, steht völlig...völlig außer Frage!
      Und das umso mehr, als daß das Humboldt-Forum bei Erfolg des Konzepts die neue kulturelle Mitte darstellen wird und im ständigen Fokus der Aufmerksamkeit sein wird und die BRD sich nicht über die Jahrhunderte der Monarchie, sondern eher über die Distanz zu dieser definiert.
    • Es ging doch aber darum, das ganze Drumherum durch Mäzene zu finanzieren...Was brauch sich Berlin also Gedanken machen, was in seinem Vorgaten steht, während es den Etat zusammenkratzen muss...

      Und zum Ideologischen: Mensch, im Bundestag und an jedem Ministerium hängt doch auch ein Adler! Und das Schloss wird auch mit Adlern übersäht sein. Der Adler ist nun Mal mit dem Löwen DAS Wappentier schlechthin. Muss man da immer irgendwelche negativen Absichten hineininterpretieren und solche Sachen nicht einfach Mal objektiv betrachten, einfach als Dekoration?! Selbes gilt für Willi I..

      Das Fortunaportal wurde doch auch gesponsort, und nicht vom Land finanziert...
    • Gute Neuigkeiten (jedenfalls für das Schloss und die Museumsinsel):

      Ganz Dahlem wird geschlossen

      "[...] Gleichzeitig bekräftigten Lehmann und Schuster den Wunsch der SPK, die außereuropäischen Sammlungen am Schlossplatz im wieder aufgebauten Stadtschloss auszustellen." [...] Auch die Gemäldegalerie am Kulturforum soll nach den Plänen der Stiftung verschwinden. Die Alten Meister, erst Mitte der 1990er-Jahre dorthin gezogen, müssten komplett auf die Museumsinsel umziehen, sagte Peter Klaus Schuster [...]." (taz)

      Der ganze Artikel hier.
    • Von der Mitgliederversammlung des Fördervereins gibt es im Forum folgende Infos vom Webmaster :

      "Es wurde ein neuer Vorstand gewählt, 1. Vorsitzender ist nun Prof. Dr. Richard Schröder, Humboldt-Universität, Berlin, 1. stv. Vorsitzende Ingrid Rexrodt, Berlin. Schatzmeister: Dr. Gernot v. Grawert-May, Berlin, Schriftführer: Klaus Hermann, 2.stv. Vorsitzender. Hubertus v. Dallwitz, Berlin, Vorstandsmitglied: Prof.Dr. Peter Georg Ahrens, Berlin.
      In der ca. 2-stündigen Sitzung wurde über den Stand Schlosswiederaufbau, Genehmigung Info-Box und Rekonstruktion der einzelnen Fassadenteil berichtet, ebenso über Finanzlage und Spendeneingänge. Mehr demnächst auch hier im Internet unter "Verein", wir werden das Protokoll der Sitzung dort einstellen
      ."


      Bin mal auf genauere Infos gespannt, das Protokoll zur letzten Mitgliederversammlung vom 23.02.04 gibt es übrigens hier:

      berliner-schloss.info/start.php?navID=80