Augsburg

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    • Alles klar.

      Würzburg, Heilbronn, Ulm, Augsburg - die könnten sich wohl als "Die staubigen Vier" zusammentun. Ich würde da überall mal mit dem Waschlappen durchgehen. :zwinkern:
      Was ist nur los im südlichen Kernraum?
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Heilbronn


      Nur, daß es in Heilbronn mit 2 großen neuen EKZ in der ehem. "Altstadt" eine mindestens so streitbare Neue Mitte gibt als in Ulm!

      Ebenso staubig im Kernbereich und nicht streitbar sind Stuttgart und Nürnberg, streitbarer schon Darmstadt mit dem Darmstadtium. Letztlich unverständlich sind alle diese Orte für ihre Zufriedenheit mit dem 50er-Look im innersten Stadtkern und der totale Unwille zur Rekonstruktion.
      Höchstens der Wille zur Verschlimmbesserung gibt es dort.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • Re: Augsburg (and other "non-perfect" old cities)

      Thank you all for your interesting reactions!

      "MunichFrank" schrieb:

      Du magst natürlich recht haben, dass manches historische Gebäude für sich genommen gar gewinnt, wenn es heuzutage in einer Umgebung wenig ansprechender modernistischer Klötze steht. Der Großspender des Wiederaufbaus des Potsdamer Schlosses, Herr Plattner, hatte letztens ein ähnliches Argument bezüglich der Situation in Potsdam gebracht. Aber ich würde darauf lieber verzichten, und ein historisches Ensemble klar befürworten, selbst wenn die einzelnen Gebäude darin dann nicht mehr herausragen können.


      But the plan in Potsdam is to rebuilt large parts of the Historische Mitte,
      not only the Schloss!
      Am I wright?!
    • "ursus carpaticus" schrieb:

      Abgesehen davon waren die barocken und renaissancezeitlichen, von hervorragenden Architekten stammenden Augsburger Bürgerbauten wohl bedeutender als die vergleichsweise anonymen mittelalterlichen Häuser Ulms, somit wäre Augsburg weit mehr Betätigungsfeld für Rekonstruktionen, worum es hier in erster Linie geht.


      I certainly agree with that. By looking at the historic photos in this thread
      it becomes clear that in Augsburg some impressive ensembles of Buergerhauser
      were not reconstructed (although I understand that quite many such ensembles still exist in the city). This was a big mistake of the 50s and 60s. A question for Augsburger: are there any plans or suggestions
      to correct some of those mistakes and rebuilt further parts of the Altstadt?
    • "Gil" schrieb:

      A question for Augsburger: are there any plans or suggestions to correct some of those mistakes and rebuilt further parts of the Altstadt?

      Zumindest mir ist dahingehend nichts bekannt.

      "youngwoerth" schrieb:

      Würzburg, Heilbronn, Ulm, Augsburg - die könnten sich wohl als "Die staubigen Vier" zusammentun. Ich würde da überall mal mit dem Waschlappen durchgehen. :zwinkern:
      Was ist nur los im südlichen Kernraum?

      Staubig? Ich kenne in Deutschland ja nun nicht wenige Städte, aber so sauber und gepflegt wie in Augsburg geht's selten zu. Schwaben eben, da ist alles sauber. Wer was Staubiges sucht, wird in Württemberg und Franken nicht lange suchen müssen. Aber nicht bei uns.

      Und wenn "staubig" im übertragenen Sinne gemeint gewesen sein sollte, dann wüsste ich nicht, in welchem. Die besten Neubauten stehen nun mal in Augsburg.
    • "youngwoerth" schrieb:

      Äh, das ist Ulm doch auch? Ulm hat sich mir mit einer billigen Nachkriegsfußgängerzone und auch sonst reichlich vermieftem 60er-Flickwerk präsentiert. Die einzigen Unterschiede, die ich sehe, sind, das Ulm zusätzlich(!) auch noch eine streitbare "Neue Mitte" hat - und dafür weniger zusammenhängende und bedeutende historische Ensembles.


      As I already wrote, I find the buildings from the 50s and 60s in Ulm not so depressing. The simple gabled houses in the Muensterplatz create a nice ensemble with the Muenster. I think they replace some historicist
      19th century gabled houses, maybe not a big loss (If the pre-war houses were original gothic or rennaisance, then I was in favour of a reconstruction!).

      There is also a nice raw of modern gabled houses with different colours
      (from the end of the Hirschstrasse to the direction of the Rathaus, I think) which I find quite respectable.

      Even the Fussgangerzone (the Hirschstrasse) in Ulm is not so bad. Of course, the houses are simple, modest and unpretentious. But exactly these properties are not so bad for a newly-built street in an old city like Ulm.
      After all, the "main show" should be left for the historical substance!


      Gil
    • "Zeno" schrieb:

      aber so sauber und gepflegt wie in Augsburg geht's selten zu.

      Ich kenne Augsburg nicht wirklich, war nur ein mal vor vielen Jahren auf der Maximilianstraße. Mein Urteil geht also auf das bisher hier gezeigte zurück. Und da gab es einmal diese völlig verkommene Ansicht im Bilderrätsel, wo ich zuerst an den Ostblock gedacht habe, und jetzt auch hier so einige vermoderte Putzfassaden, die mich an Ulm erinnerten. Auf Google Earth habe ich mich dann ein wenig in den Stadtvierteln umgeschaut und das sah tlw. auch nixx gutt aus. Aber Du kennst Augsburg besser, daher will ich Dir mal glauben. Freut mich, wenn es bei den "Staubigen Drei" bliebe. :zwinkern: Ich verbinde Schwaben wohl genau mit dem Gegenteil wie Du, weil ich nur die württemberger Seite kenne.




      @Gil:

      Bahnofstraße in Ulm

      Quelle: Panoramio - Photo of Bahnhofstr.





      Quelle: Panoramio - Photo of Bahnhofstr.4





      Quelle: Panoramio - Photo of Bahnhofsplatz/Einstein Monument




      Im weiteren Verlauf (Hirschstraße) wird es dann aber besser.
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    • Meine ehrliche Meinung von Augsburg ist eher positiv. Es gibt sehr viele schöne Bereiche i Augnsburg. Ich kenne Städten die mehr moderne Häuser ohne ein Zweite Weltkrieg haben.
      Ich fand zum beispiel die Lechviertel mit Elias Holl Platz sehr schön. Es ist nicht so schön wie Regensburg oder Erfurt, aber ich wurde es trotzdem wegen seine schöne Vierteln, Strassen und Plätze als eine Reiseziel einschätzen.

      static.panoramio.com/photos/original/1296401.jpg
      daz-augsburg.de/wp-content/upl…009/02/p2186816pan-20.jpg

      Ich hatte keine Eindruck dass Augsburg dreckig wäre. Ich habe vielleicht etwas verpasst.
    • Wir könnten alle froh sein, wenn in Nürnberg oder Würzburg auch nur annähernd so viel erhalten wäre wie in Augsburg. Augsburg mit diesen beiden Städten auf eine Stufe zu stellen, halte ich eigentlich für völlig indiskutabel. Selbst der Bayerisch-Schwaben-Band aus der immer kritischen Dehio-Reihe schreibt: "Die schmerzlichsten Verluste und Veränderungen erlitt Augsburg durch die Kriegszerstörungen 1944 und die Modernisierungsmaßnahmen der Folgezeit. Dennoch blieben nicht nur der Umriß des Altstadtkörpers, sondern auch seine Struktur und sein Erscheinungsbild zu großen Teilen gewahrt."

      Der große Problembereich der Stadt ist die nördliche Maximilianstraße, der Rathausplatz, die Magistrale Grottenau-Ludwigstraße-Karlstraße-Leonhardsberg-Pilgerhausstraße-Jakoberstraße und ganz besonders der Bereich zwischen Ludwigstraße-Karlstraße-Leonhardsberg im Süden und dem Dom im Norden. Selbst in diesem Areal befinden sich jedoch noch zahlreiche Bauten, die den Krieg überlebt haben und nunmehr zwischen hässlicher Wirtschaftswunderzeitarchitektur ein trauriges Dasein fristen müssen. Alles in allem wäre angesichts des Gesamtzustands der Altstadt dennoch sicherlich eher ein Vergleich mit Halle angebracht als einer mit Nürnberg oder gar Würzburg.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • @youngwoerth: Ulm plant im Bereich des Bahnhofs/Bahnhofstrasse vieles:
      ulm.de/city_bahnhof_ulm.52718.3076,.htm
      wirtschaftlich wird das wohl was bringen, aber architektonisch? Aber schlimmer als jetzt geht es doch schon nicht mehr.
      Das kubische Denkmal auf Youngwoerths drittes Bild gibt die Stelle des Geburtshauses des Physikers Albert Einstein (1879-1955) an, das dort bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg stand.

      @Georg Friedrich u.a.: natürlich steht Augsburg heute besser da als Nürnberg oder Würzburg, auch besser als München finde ich. Vor allem die Rekonstruktion des "Goldenen Saals" im Rathaus hat mich bei einem Besuch sehr beeindruckt.
      Ich bezweifle übrigens, ob Nürnberg besser dasteht als Würzburg, wie hier im Forum eigentlich immer gesagt wird. In Würzburg gibt es über die gesamte Altstadt verstreut rekonstruierte Barockhäuser, aber kaum mehr Ensembles von Althäusern wie es sie stellenweise noch in Nürnberg gibt. Ensembles gibt es in Würzburg am Ehesten noch in einigen größeren Durchgangsstraßen wie Neubaustraße oder Karmelitenstraße.
      Aber auch am Oberen und Unteren Markt gibt es in Würzburg einige große Althäuser, wo der Nürnberger Hauptmarkt davon z. B. völlig frei ist.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • @ Youngwoerth

      "Staubig"? Für einen Deutschen vielleicht. Aber für uns Ausländer sind Städte wie Augsburg, Ulm oder Würzburg alles andere als staubig. Im gegenteil, manchmal würde ein Bisschen Staub (Patina) gut tun :)

      Aber zurück zu Augsburg und der belanglosen Jakoberstrasse:



      Es ist natürlich eine Geschmackssache, aber für mich ist das schon eine ziemlich imposante Strasse. Ich finde, dass die Nachkriegsbauten sich hier ausserordentlich gut einfügen.

      In Kopenhagen hat es ja mehrere Wiederaufbauphasen gegeben. Jedes Mal ist die Stadt etwas weniger mittelalterlich geworden und präsentiert sich als eher "kühle" klassizistische Stadt. Hunderte von Renaissance und Fachwerkbauten sind 1728, 1795 und 1807 verschwunden.

      Die Entwicklung war grob gesagt so:

      Vor 1728:



      Nach 1728:



      Nach 1795 (Rotes Haus links) und 1807 (Bildmitte):



      Also eine Entwicklung, die nicht unbedingt vorteilhaft war. Aber trotzdem fügen sich diese Stilarten ziemlich harmonisch zusammen. Und genau das sehe ich beim betrachen der Jakoberstrasse. Die einzelnen Nachkriegsbauten sind - wie in Kopenhagen - weniger interessant als die Vorgängerbauten. Aber solange sie nicht stören, sollten man sie stehen lassen. Echte Bausünden sind vor allem die 70er Jahre Bauten.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Ja, das haben wir doch jetzt geklärt. :zwinkern: Zeno hatte mal im Bilderrätsel eine Ansicht eingestellt, die mich ob ihrer Verkommenheit wirklich schockiert hat. Aber augenscheinlich läßt sich die dortige Situation nicht auf die Gesamtstadt projezieren. Ich habe ja gesagt, daß ich denen, die die Stadt besser kennen, natürlich Glauben schenke und meine Aussage somit zurückgenommen. Würzburg und Ulm allerdings sind sowas von verstaubt, daß dänische Städte wie Tönder im Vergleich dazu die Rolle der polierten Luxusyacht einnehmen. Noch ein kleiner Hinweis: Bei meinen Urteilen sollte man beachten, daß ich immer versuche, die Gesamtstadt zu betrachten - nicht nur den mehr oder weniger vorhandenen Altstadtkern.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    • @däne, gil versus youngwoerth
      "Staubig"? Für einen Deutschen vielleicht. Aber für uns Ausländer sind Städte wie Augsburg, Ulm oder Würzburg alles andere als staubig. Im gegenteil, manchmal würde ein Bisschen Staub (Patina) gut tun


      Ich kann dir nur zustimmen
      .

      Ja und nein. Erhaltene Städte sind zumeist bestens renoviert, mitunter ein wenig zuviel des Guten in ausländischen Augen - die selbstverständliche Anmut der Patina von zB Graz oder Salzburg, vom Mittelmeerraum ganz zu schweigen, ist in dt.Städten nicht oft anzutreffen.
      Aber wiederaufgebauten Städten wie Braunschweig, Würzburg, Hannover uva haftet in der Tat oft etwas Schäbiges,
      Abgewohntes an. Auch dass Augsburg so empfunden wurde, habe ich schon gehört. Auch auf den Bildern hier fehlt der Stadt jeder Glanz, gerade in erhaltenen Teilen.

      Dass an den Wirtschaftwunder'bauten' der Zahn der Zeit immer offensichtlicher nagt, sollte uns jedoch fröhlich stimmen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ich war erst ein einziges Mal in Augsburg und das auch nur deshalb, weil die Stadt am Weg lag und ich eigentlich viel Positives darüber hörte und blieb ich stehen. Wahrscheinlich habe ich mir zu viel erwartet, aber auf mich machte die Stadt keinen besonders erhaltenen und erwürdigen Eindruck. Abgesehen von dem einen oder anderen erhaltenen Haus. Die Fußgängerzone mit dem großen Platz sagte mir auch nicht zu und so fuhr ich bald wieder weiter.

      Komischerweise sieht die selbe Stadt auf den Fotos hier viel besser aus, als ich sie in Erinnerung hatte. War ich wirklich in Augsburg mmmh...?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Genau das ist das Dilemma, daß in Deutschland so oft die "wichtigen" Bereiche keinen repräsentativen Eindruck der Stadt hinterlassen. Oft gehören dank der "geschickten" Bombardierung gerade die gängigen Touristenrouten und logischen Raumabfolgen (Ankunft am Bahnhof, Marsch ins Geschäftszentrum und wieder zurück) zu den traurigsten Bereichen. Und so nervt es mich auch in Augsburg, daß der zerstörte Bereich zum Hauptaufenthaltsort mit Fußgängerzone entwickelt wurde - und die erhaltenen Teile Wohngebiet mit Durchfahrtsstraße sind.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    • "ursus carpaticus" schrieb:

      Schäbiges

      Ganz genau - und das ist ein deutlicher Unterschied zu Patina. Würzburg empfinde ich über weite Strecken als schäbig, während mir vernachlässigte Bereiche in Ostdeutschland oft geradezu sympathisch sind. Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist Tuttlingen: Da empfehle ich jedem mal eine Durchfahrt, um zu verstehen, was ich mit "verstaubt" meine.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    • Bereits abgeschlossene Baumaßnahme in der Altstadt

      Unter dem Bogen 1

      Das am Rathausplatz stehende Haus wurde offensichtlich 1995/96 gründlich umgebaut und das Rückgebäude dabei neu errichtet - ich meine mich an die Baustelle zu erinnern.

      1994 stand noch im Denkmalbuch:
      dahinter anschließend ein fünfgeschossiger, flach abschließender Bau mit seitlichem Aufzugsgiebel
      (Hagen, Bernt von / Wegener-Hüssen, Angelika: Stadt Augsburg (Reihe Denkmäler in Bayern, Bd. 83; Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland), Karl-M.-Lipp-Verlag München 1994, Seite 458)

      Heute steht in der Online-Denkmalkarte:
      Dreigeschossiger Giebelbau mit Flacherker, im Kern um 1560 (Dendro), im Innern 1995-96 stark erneuert.
      (geodaten.bayern.de/tomcat/viewerServlets/extCallDenkmal?)

      Bild 903


      Bild 904


      Das dreiachsige Rückgebäude von Unter dem Bogen 2 finde ich grandios. Es müsste ein Neubau des 4. Viertels d. 20. Jh. sein.