Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

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    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      gängigen Argumentationspraxis in Kreisen der CDU und FDP geworden ist. Welch' bornierte Gedankengänge das zähe Festhalten an einer völlig verfehlten Planung produziert!


      Und dahinter steht die große Mehrheit der Dresdner, denn die haben CDU und FDP gewählt. Ebenso stehen sie damit hinter den grandiosen Baubürgermeistern und der Gestaltungskommission - die Dresdner sind für die Misere auf gesamter Linie selbst verantwortlich. Und stolz drauf.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      Um die landschaftliche Situation nochmal zu verdeutlichen, stelle ich mal zwei Bilder im Großformat bereit. (Bitte das kleine Bild anklicken, um zum Vollbild zu gelangen)

      Auf beiden Bildern schaut man aus Richtung Zentrum kommend zum Elbhang mit den Schlößern. Dieser weltweit vielleicht einmalige Übergang zwischen Stadt- und Naturlandschaft wird nicht mehr in dieser Art erlebbar sein :!:
      Ich kann es nur tief bedauern, dass es "uns" Dresdner wichtiger ist, eine Straße zu bauen, die obendrein einen fragwürdigen verkehrstechnischen Nutzen bringt. (z.B. werden die Verkehrsknotenpunkte Carolabrücke und "Blaues Wunder" nur unwesentlich entlastet - wenn man sich die offiziellen Plandaten mal genau anschaut).

      Die Altstadt Dresdens existiert nicht mehr, aber die Kulturlandschaft Dresdens - eben das wundervolle Elbtal mit Wiesen, Wald, den kleinen Seitentälern, den Dorfkernen, Villen und Alleen - ist noch erhalten. Es wäre unsere Aufgabe alles dafür zu tun, dies zu bewahren...

      Dieses Forum heißt Stadtbild Deutschland. Und gerade in Dresden geht ein ganz besonders malerisches Bild verloren...

      Auf dem zweiten Photo habe ich die imaginäre Brücke mit roten Strichen eingezeichnet.



    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      "Christoph" schrieb:

      Ich bin schon wieder dabei, an meinem Dresden zu verzweifeln...


      Das kann ich nachvollziehen. Da hilft nur eins: Mache es wie ich und ziehe weg. Habe übrigens auch in Laubegast gewohnt: Hermannstädter 30 :zwinkern:
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    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      "youngwoerth" schrieb:

      gängigen Argumentationspraxis in Kreisen der CDU und FDP geworden ist. Welch' bornierte Gedankengänge das zähe Festhalten an einer völlig verfehlten Planung produziert!


      Und dahinter steht die große Mehrheit der Dresdner, denn die haben CDU und FDP gewählt. Ebenso stehen sie damit hinter den grandiosen Baubürgermeistern und der Gestaltungskommission - die Dresdner sind für die Misere auf gesamter Linie selbst verantwortlich. Und stolz drauf.


      Du sagst es. Wie unendlich schade, dass eine breite Schicht der Dresdner, dem CDU/FDP-"Bürger"begehren nach sogar die deutliche Mehrheit, eine solche Idylle bereitwillig opfert, um die Elbe überqueren zu können. Wenn auch der Satz "Früher war alles besser" viel kritisiert wird (Stichwort Zahnarzt oder Plumpsklo) der Satz "Früher war alles schöner" trifft wohl unangefochten zu. Die Entwicklung geht hin zur Zerstörung der letzten Oasen der Schönheit. Ich sehe darin ein Krankheitssymptom unserer Zeit.

      Vielen Dank allen fleißigen Fotografen für die schönen Ansichten. Sie werden bald wie das Alte Dresden der Vergangenheit angehören.
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      "Vitruv" schrieb:


      Wenn auch der Satz "Früher war alles besser" viel kritisiert wird (Stichwort Zahnarzt oder Plumpsklo) der Satz "Früher war alles schöner" trifft wohl unangefochten zu. Die Entwicklung geht hin zur Zerstörung der letzten Oasen der Schönheit. Ich sehe darin ein Krankheitssymptom unserer Zeit.

      Früher war die Elbe eine stinkende Kloake. Heute kann man wieder darin baden.

      Dieses Foto zum Beispiel...
      [/quote]
      ...war früher (heißt vor drei, vier Jahren) die Kleingartenanlage "Elbfrieden".
      Liebenswürdig, aber ein bißchen slumig, wie alle ostdeutschen Schrebergartensparten.
      Sie wurde zurückgebaut, weil sie bei der Flut ein Abflußhindernis darstellte.
      Die Obstbäume hat man zweckmäßigerweise als "Streuobstwiese" stehen gelassen.
      ->Schöner als vorher!

      So ist das mit der "sich entwickelnden Kulturlandschaft".

      Liest eigentlich jemand Tellkamps "Der Turm"?
      (Deutscher Buchpreis 2008)
      Da wird der Menschenschlag der "Türmer" beschrieben, die geistig im alten Dresden leben und den Löffler wie eine Monstranz vor sich hertragen, unheilbar der "süßen Krankheit Gestern" verfallen.
      Kriegt man richtige Déjà-vu-Erlebnisse beim lesen!
      :zwinkern:
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      "Sich entwickelnde Kulturlandschhaften" ist meiner Meinung nach im Bezug auf das Elbtal und die Brücke ein unpassender begriff, da die Kultur"Landschhaft" dadurch ganz und gar nicht entwickelt wird, sondern einfach nur verschwindet. Ich sehe es auch nicht aus der Perspektive "früher war alles besser". (Denn z.B. war ja ganz früher hier überall nur Urwald und keine Spur von weiten Wiesen und dergleichen...). Hier geht es ja einfach nur um die Fragen "Was für Werte haben wir jetzt?", "Welche Werte können wir opfern um ggf. neue Werte hinzu zu gewinnen?" Und da ist die Brücke einfach ein zu hoher Preis. Und auch wenn es jetzt zu spät ist noch etwas zu ändern, so wird die Brücke vielen Dresdnern doch stets schwer im Magen liegen bleiben...
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      Bis jetzt habe ich nur Bilder der Radeburger-Vorstadt-Seite gezeigt. Die folgenden Bilder zeigen die Situation auf der Johannstädter Seite.

      Wüstenlandschaften inmitten des Landschaftsschutzgebietes:







      Ein Blick nach "drüben":





      Und ein Blick zurück:



      Damit ich euch nicht völlig betrübe, natürlich ist damit nicht alle Schönheit zerstört:

    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      Liebe Leute, lasst doch mal die Kirche im Dorf! Die herrliche Flusslandschaft Dresdens ist doch wegen dieser Brücke noch lange nicht verloren. Das beste Stück kommt doch erst, wenn man die Brücke stadtauswärtsgewand hinter sich gelassen hat. So kann man nur wenige hundert Meter nach der Brücke linker Hand die Elbschlösser, rechter Hand die Villenkolonie von Blasewitz und gerade zu das Blaue Wunder bewundern, welches demnächst auch nachts angestrahlt sein wird. Und da spreche ich noch gar nicht von dem herrlichen Flecken Erde, der einem nach dem Blauen Wunder geboten wird. Wir duften an dieser Stelle schon viel über die dortigen herrlichen Vororte und ihre Anbindung an den Fluß erfahren. Im Übrigen scheinen hier alle zu vergessen, dass die städtische Flusslandschaft auch jenseits des Weltkulturerbegebietes absolut sehenswert und nicht weniger schön ist. Man denke nur an die herrlichen und weniger erschlossenen Elbwiesen bei Altstetzsch und Niedergohlis und die andere Elbseite rund um Altkötzschenbroda. Da gibt es teilweise noch unberührte Flussabschnitte, Rinder, Pferde und Schafe, die auf großzügigen Flächen weiden, die direkt bis an den Fluss reichen. Noch dazu erlebt man die herrlichen alten Dorfkerne, die durch Fachwerkbauten in hohen Maße geprägt sind.
      Fazit: Das der Brückenstandort an sich durch die enorme Talbreite alles andere als optimal ist, ist unumstritten. Nichtsdestotrotz kann die Brücke nur an dem Gesamtkunstwerk "Stadtraum Dresdner Elbtal" kratzen, diesen aber niemals nur ansatzweise zerstören!
      "Wenn es zutreffen sollte, daß ich nicht nur weiß, was schlimm und häßlich, sondern auch, was schön ist, so verdanke ich diese Gabe dem Glück, in Dresden aufgewachsen zu sein."

      Erich Kästner (1899 - 1974)
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      Natürlich kann ein einziges Bauwerk nicht die Einmaligkeit des "Elbparadieses" zum Einsturz bringen - dafür ist der Raum zwischen Pirna und Meissen zu grandios. Es geht aber gerade das Bindeglied verloren, welches für das Erleben des Gesamtraumes besondere Wichtigkeit besitzt. Wenn die Brücke verkehrstechnisch wirklich dringend nötig wäre, würde die Situation auch anders aussehen: dann würde ich die Aussage "sich entwickelnde Kulturlandschaften" auch passend finden. Aber nun haben wir in einem Possenspiel um Macht und Rechthaberei ein Stückchen Tafelsilber unseres Dresner Elbtales hergeschenkt... Diese Wunde wird auch mit der Zeit kaum verheilen (damit meine ich nicht so sehr die städtebauliche Wunde, als eher die im Gemüt vieler Dresdner)
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      In diesem Strang soll nicht die Diskussion, sondern die Bilddokumentation im Vordergrund stehen.


      Puuhh, wo stand in diesem Thread gleich noch mal, dass es in diesem Forum kein Diskussionsverbot gibt? Und gleich im nächsten Satz:

      Die erheblichen Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet zeigen sich schon jetzt in aller Grausamkeit. Bald werden hier zigtausend Autos und LKW die schöne Ruhe stören.


      Und wo stand jetzt bei dieser Aussage die Bilddokumentation im Vordergrund??? Also ist es wie immer: Solange der Vitruv seine Bildchen ins Forum schmeißt, und die Diskussion dazu zu seiner Zufriedenheit verläuft, ist alles in Butter. Alle anderen bekommen einen Maulkorb verpasst. Meinungsvielfalt ist nicht erwünscht!
    • Re: Zerstörung eines Welterbes - eine Bilderserie

      @spacecowboy:
      Damit auch du es verstehst: ich möchte mit den Bildern die Zerstörung des Welterbes dokumentieren. Sehr viele Leser hier interessieren sich dafür und sollten die Bilder zu sehen bekommen. Meine Meinung dazu ist bekannt. Und weil die Diskussion sowieso wieder entgleiten würde und der Strang geschlossen werden würde, stehen eben die Bilder im Vordergrund. Was das mit Maulkorb zu tun hat, erkenne ich nicht.