Wiederaufbau Frankfurter Altstadt (Areal Techn. Rathaus)

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    Die Freischaltung für Auerbachs Keller ist jetzt möglich. Standardmäßig ist der Keller jetzt ausgeblendet.
    • Es gibt neues... wie schon so oft scheint die städtebauliche Rettung Asbest zu sein:

      Wie der Leiter des Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel, berichtet, ist der riesige Gebäudekomplex noch immer mit giftigen Schadstoffen wie Polychlorierten Biphenylen (PCB) und Asbest hoch belastet. Bei einer Untersuchung Mitte der 80er Jahre, so Gangel, seien die Schadstoffe wegen der hohen Kosten nicht entsorgt, sondern lediglich "eingekapselt" worden. Bei einem Umbau müsse diese Verkapselung geöffnet werden, was hohe Sicherungs- und Entsorgungskosten verursache. Von 13 Millionen Euro ist die Rede. Gangel urteilt: "Schon aus Kostengründen ist der Abriss sinnvoll".

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      .... und wenn's weitergeht sind schon die ersten guten Ideen da:
      Wir könnten in dem Neubau an der Braubachstraße eine kulturelle Nutzung, zum Beispiel die Zentrale der Stadtbücherei, unterbringen, einen Anteil Büros und vor allem Wohnen; um Menschen in die Stadt zu holen. Die Traufhöhe der Braubachstraße mit 22 Metern ist einzuhalten. Der Archäologische Garten wird überbaut. Allerdings: Nur zubauen, das ist zu einfach. Phantasie ist gefordert.

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      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Wenn sich das jetzt tatsächlich so entwickelt, ist das eine einmalige Chance für die geschändete Frankfurter Altstadt. Wir sollten mal unsere Kampagnenfähigkeit unter Beweis stellen. Ich denke da an einen A.P.H. -Briefkopf, der mit entsprechendem Text an alle Kommunalpolitiker und Entscheidungsträger gerichtet ist.

      Was haltet Ihr davon? Gibt es unter Euch jemanden, der einen mit traditioneller Architektur gespickten Briefkopf, hier am besten mit einem Bild der Frankfurter Altstadt vor 1944, entwerfen könnte?
    • "der_Sauerländer" schrieb:

      Sehr gute Neuigkeiten! Wenn jetzt neben der historischen Straßenführung noch die eine oder andere Reko kommt...


      Dem schließ ich mich an, nichts wäre jetzt schädlicher als ein weiterer Großbau, auch wenn er die alte Straßenführung beibehält. Hier ist eine Möglichkeit der Stadtreparatur, nun muss man sie nur noch nutzen.

      Anbei sehe ich eine gute Möglichkeit, rekonstruierte Altstadthäuser in viele kleine Wohnungen zu unterteilen und an alleinlebende Menschen zu vermieten. Ich denke da vor allem an alte Menschen, die die zentrale Lage schätzen aber auch junge Leute, die ja eh eher Altbauten bevorzugen. Und wenn die Etagenwohnungen im Westend zu groß sind wäre sowas ja eine gute Alternative. Damit hat man aber sicher mehr Erfolg als einer Betonburg mit Luxuswohnungen...
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, wenn Du meine Fotos in andere Foren stellst - Schloßgespenst.

      Ich glaube, mit dem Abriss des T.R. wird die Gegend in ästhetischer Hinsicht enorm aufgewertet werden. Überhaupt bin ich ziemlich optimistisch, dass in Zukunft zwischen Römer und Dom - ganz in meinem / unserem Sinne - einiges besser werden wird.
    • "Antiquitus" schrieb:

      besteht die möglichkeit, an der straße noch ein paar bäume zu pflanzen?
      und die menge an buntem blech und plastik etwas zu verringern?


      Meinst Du mit dem bunten Blech die Verkehrsschilder oder die Autos?
      Ein paar Schilder müssen eben sein, und die Autos - naja, wenn sich in der Straße Geschäfte halten sollen, müssen wohl auch wenigstens ein paar Parkplätze bereitstehen - obwohl um die Ecke ja auch eine Tiefgarage ist, aber da will nunmal nicht jeder rein.

      Für Bäume dürfte nicht genug Platz sein - aber auf dem Paulsplatz stehen ja jede Menge (da wo bis 1944 ein Häuserblock stand).

      Jedenfalls ist das Blech hier im Moment das kleinste Problem. Es ist eher zuviel Beton, Glas und Stahl da, wie das Bild zeigt....
    • Heute in der FAZ zu lesen:

      20 Architekten sind aus 61 Bewerbern ausgewählt worden, um eine Neubebauung des Grundstücks zu entwerfen. Es sind mal wieder die üblichen Verdächtigen, darunter - wer sonst - Jourdan & Müller (leider - wer braucht die bloß?) und Mäckler. Patzschke natürlich nicht, wie immer...

      Vorgeschrieben ist die Traufhöhe der Umgebung (immerhin), die Überbauung des Archäologischen Gartens (die römischen Ausgrabungen zwischen Schirn und TR) und die Absenkung des Königswegs auf das historische Niveau.
      Nicht die Rede ist offenbar von Fassadenmaterial (also ist womöglich auch Glas und Aluminium erlaubt?), Dachform (garantiert entwerfen die meisten jetzt Staffelgeschosse...) oder Kleinteiligkeit (es wird wahrscheinlich noch so ein langer Riegel wie die Schirn...)

      Die Entscheidung soll Mitte September fallen.

      Ich weiß nicht, ich habe plötzlich so ein Gefühl, daß zwar alles besser wird als bisher, aber nur etwas besser, und daß man den Traum von einer Reko abhaken kann. :?
    • Jetzt wartet's halt mal ab. Die Vorgaben der Stadt sind doch mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung. Noch vor einem halben Jahr habt ihr erwartet, dass das Technische Rathaus stehen bleibt. Allerhöchstens noch durch einen ebenso hohen Klotz ersetzt wird.

      Jetzt steht nicht nur der Abriss fest, auch die Traufhöhe der Umgebung ist zu wahren und das Loch sowie der von der Tiefgarage verursachte Buckel verschwinden. Mindestens!

      Bei der Vielzahl von Wettbewerbsteilnehmern werden voraussichtlich auch Entwürfe kommen, die die Gassenstruktur aufnehmen und Kleinteiligkeit vorsehen. Weiteres könnte durch eine anschließende öffentliche Diskussion die von uns gewünschte Entwicklung nehmen.

      Es sind ja nicht nur so fürchterliche Architekten wie Jourdan dabei, Mäckler ist zum Beispiel auch mit von der Partie. Ich bin übrigens nicht der Auffassung, dass die ganze Republik jetzt mit Patzschke-Gebäuden (der einen guten Entwurf für das Opernplatz-Hotel geliefert hat) überzogen werden muss, es gibt hier auch Architekten, die ihr Handwerk verstehen und überdies die hiesigen Verhältnisse kennen. Es bedarf wohl keiner Diskussion, dass der bekannte Patzschkestil, so gut er sich am Opernplatz machen würde, in der (ehemaligen) Altstadt nichts verloren hat.
    • "Henk Frost" schrieb:

      Es bedarf wohl keiner Diskussion, dass der bekannte Patzschkestil, so gut er sich am Opernplatz machen würde, in der (ehemaligen) Altstadt nichts verloren hat.


      Wenn Du mit Patzschkestil verschnörkelte "Gründerzeit"-Häuser wie in Berlin-Mitte meinst, stimme ich Dir zwar zu, obwohl zumindest in der Braubachstraße auf der TR-Fläche ja auch Häuser dieser Epoche standen und man daher so ähnliche auch wieder dort hinbauen sollte.

      Aber den Patzschkes traue ich eben am ehesten zu, auf ihr Architekten-Ego zu verzichten und etwas zu entwerfen, was sich wenigstens halbwegs an der alten Bebauung orientiert, also Putz, Sprossen, Gauben und nicht dieses krampfhafte Unterbringenwollen von modernen Elementen um jeden Preis.

      Mäckler ist zwar relativ vernünftig, aber offenbar doch auch ein Freund der Staffelgeschosse (wie seine Entwürfe für Opernplatz und Zürich-Areal zeigen) und kein Freund von historisierender Architektur. Rühmliche Ausnahme ist die Stadtbibliothek, aber die ist nicht vergleichbar, weil hier ein Torso (der Portikus) ergänzt wurde und sich dafür eben eine Rest-Reko anbietet. Aber in der Altstadt - naja, wie Du schon sagst, warten wir's ab.

      Ich erinnere mich allerdings noch mit Grausen an den Wettbewerb für ein neues Dachgeschoß für den Rathaus-Nordbau, die Entwürfe hatte ich mir damals in der Paulskirche angeschaut. Drei vernünftige (darunter eine Fast-Rekonstruktion), der Rest mehr oder weniger katastrophal, mit quer auf dem Dach sitzenden Glaskästen - richtig kranke Sachen waren dabei! Und nachlesen konnte man bei jedem Entwurf auch den Kommentar des jeweiligen Architekten zu seinem Werk. Darin hieß es teilweise, die Umgebung sei von Bauten der 50er Jahre geprägt, weshalb eine Rekonstruktion des alten Mansarddaches nicht in Betracht komme. Tolle Logik: Wenn in der Nähe schon Dreck ist, dann muß ich noch mehr Dreck hinbauen, damit's paßt.

      Mein persönlicher Tip ist, daß wir so etwas ähnliches bekommen werden wie die Häuserzeile in der Saalgasse hinter der Schirn (in den 80er Jahren von diversen namhaften Architekturbüros gebaut):


      Quelle: http://www.heitec-aqua.de">www.heitec-aqua.de

      Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gerade schön - sondern schön mittelmäßig. Dem Modernisten ist sowas schon zu historisch und der Traditionalist hat auch keine richtige Freude daran...
    • Mäcklers neue Kunsthalle Portikus auf der Maininsel würde ich schon als historisierend bezeichnen, ob nur im Ansatz oder durchaus weiter gehend ist sicherlich diskutabel. Jedenfalls verkündete er gegenüber der Presse, das Vorhaben markiere das Ende der Moderne und den Aufbruch in eine neue Zeit!

      Den Wettbewerb über ein neues Nordbau-DG habe ich Gott sei Dank gar nicht mitbekommen, wann war der denn?

      Die Saalgasse ist sicher nicht schlecht. Die Bauten stammen eben aus den 80er-Jahren, was man ihnen auch ansieht. Sehr gut leben könnte ich mit ein paar Rekonstruktionen entlang des Markts (=Krönungsweg), gerne auch am Hühnermarkt. Ansonsten Bauten ähnlich denen in der Saalgasse, minus deren "80er-Stil". Weitere Rekonstruktionen würde ich mir dann eher noch an anderer Stelle wünschen. Vielleicht das Roseneck und, noch viel besser, den südlichen Teil des Leinwandhauses (der Nordteil ist bereits rekonstruiert), das Bestätteramt und die Stadtwaage. Also das Ensemble, das bis zur Zerstörung als Städtisches Historisches Museum und Archiv genutzt wurde.

      Die Nutzbarkeit der Gebäude kann man auch nicht völlig außer acht lassen. Zum Teil standen ja wirklich winzigste, windschiefe Butzen in der Altstadt, in denen viele heute wahrscheinlich noch nicht mal aufrecht stehen könnten. Den Sinn, auch so etwas in großer Zahl originalgetreu wieder aufzubauen, würde ich dann doch zart in Zweifel ziehen wollen. Und an den heutigen Brandschutz- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften wird man auch nicht ganz vorbei kommen.

      Deinem Urteil über die Saalgasse will ich gar nicht widersprechen, doch dürften die Häuser auf deinem Bild wohl die missratensten der Gasse sein. Hier noch drei andere Bilder:





    • Der Wettbewerb war vor 2 oder 3 Jahren. Und dann wurde das Ganze auf Eis gelegt wegen fehlender finanzieller Mittel.

      Durch die Aufstockung sollten im Erdgeschoß Flächen frei werden, die dann für Läden genutzt werden sollten. Dazu sollte das Erdgeschoß zu Arkaden umgebaut werden, also von so



      zu so



      Quellen: http://www.ebbelex.de">www.ebbelex.de, http://www.index-architekten.de">www.index-architekten.de


      Ansonsten kann ich das meiste von dem unterschreiben, was Du sagst - aber ich habe momentan keine große Hoffnung, daß auch nur eine einzige der von Dir genannten Rekonstruktionen kommen wird.

      Deine Bilder von der Saalgasse zeigen zwar die etwas kreativeren Häuser in dieser Straße, aber das ist alles noch mit zuviel Glas und Stahl und zu abstrakt. Da finde ich so einen Ansatz wie in Elbing besser:


      Quelle: http://www.neumarkt-dresden.de">www.neumarkt-dresden.de

      Natürlich müßte man sich dabei ausschließlich an Frankfurter Altstadt-Architektur orientieren, und einige der Elbinger Neubauten sind mir auch etwas zu schnörkelig und verknotet geraten, aber das Grundprinzip, die Nähe zur historischen Architektur (ohne daß es eine exakte Reko ist) wäre meiner Meinung nach eine echte Alternative für Frankfurt.

      Aber, wie gesagt, ich bezweifle, daß sich einer der üblichen Verdächtigen unter den aktuellen Wettbewerbsteilnehmern zu so etwas "herablassen" wird.
    • "Henk Frost" schrieb:

      Zum Teil standen ja wirklich winzigste, windschiefe Butzen in der Altstadt, in denen viele heute wahrscheinlich noch nicht mal aufrecht stehen könnten. Den Sinn, auch so etwas in großer Zahl originalgetreu wieder aufzubauen, würde ich dann doch zart in Zweifel ziehen wollen. Und an den heutigen Brandschutz- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften wird man auch nicht ganz vorbei kommen.


      Also als exakte Reko fände ich sowas durchaus legitim. Hier wäre doch mal wirklich jeder Architekt gefordert, solche Behausungen modern zu strukturieren. Und mal ehrlich, solche verwachsenen Fachwerkhütetn fänden sicher eher Mieter als die Gebäude der Saalgasse, die ich alles andere als schön finde. Zwar ist die Idee pfiffig, eine moderne Interpretation der Frankfurter Altstadt zu schaffen aber hier könnte man dann doch besser rekonstruieren, die Römerberg-Ostzeile zeigt doch dass es geht und gern gesehen wird.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • @ Henk Frost

      Hier hätte ich eine Kostprobe von dem Wettbewerb aus dem Jahr 2002 für den Nordbau des Rathauses:

      eckhardt-hahn-architects.de/stadt/rathaus%20ffm.html

      Schau Dir den Entwurf mal ganz genau an - und dann weißt Du vielleicht, woher meine Bauchschmerzen bezüglich des neuen Wettbewerbs fürs Technische Rathaus kommen.

      Und bei diesem Wettbewerb ist ja bekanntlich auch jemand dabei, der so etwas
      kath.de/bistum/limburg/kma/had…ck%20von%20Schirn_200.JPG

      allen Ernstes in der Frankfurter Altstadt für passend hält und für diesen Müll auch noch einen Preis bekommen hat.

      Und weil's so schön war, hier nochmal der brillante Entwurf aus dem Jahr 2004 für einen Umbau des Technischen Rathauses (der sich gottlob erledigt hat!):


      Quelle: http://www.faz.net">www.faz.net

      Das einzige akzeptable daran wäre die Sockelbebauung zur Braubachstraße, ansonsten hätte der Architekt damit alles noch schlimmer gemacht - sozusagen drei riesige Grabsteine für die Frankfurter Altstadt....
    • Danke. Jetzt ist mir klar, dass du dich auf die Planungen im Zusammenhang mit der Schaffung der Kulturmeile Braubachstraße bezogst. Ich kam nicht gleich drauf, weil ich diese einerseits schon länger her wähnte, andererseits gar nicht wusste, dass offiziell ein Wettbewerb ausgerichtet wurde.

      Der vorgeschlagene Dachaufbau für den Nordbau ist allerdings ein Schlag in die Magengrube. Schlimmer als vorher - und das will was heißen! Die Idee, ein weiteres Gebäude, hier wird ein Anbau vorgeschlagen, zwischen Nordbau und Berliner Straße zu errichten, finde ich hingegen recht gut. Eine Verdichtung würde diesem im Moment verloren wirkenden Raum voraussichtlich ganz gut tun.

      Auch könnte der südliche Teil des Kornmarkts gut eine Fassung nach Osten vertragen. Nur sollte es halt keinesfalls so aussehen wie von Eckhardt und Kollegen vorgeschlagen; anscheinend sollte die Fassade zur Berliner Straße hin so aussehen wie der Aufbau auf den Rathaus-Altbau. Also fürchterlich.

      Die Absicht im Nordbau Arkaden zu schaffen, habe ich schon damals mit gemischten Gefühlen gesehen. Einerseits wäre dadurch wahrscheinlich eine höchst willkommene Belebung eingetreten, derzeit sind die staubigen, ewig geschlossenen Rollläden im Erdgeschoss ja ein Grund die Straßenseite zu wechseln. Andererseits wäre eben ein Eingriff in die historische Bausubstanz nötig, wenn auch kein großer. Für den Preis einer originaltreuen Rekonstruktion des Dachs würde ich diesen Eingriff aber hinnehmen.

      Den Umbauentwurf für das Technische Rathaus können wir Gott sei Dank zu den Akten legen. Dorthin, wo schon Jourdans Vorschlag für das "Haus am Dom" liegt.
    • Wieso wurde eigentlich der Rathausumbau doch nicht vorgenommen? Ich persönlich fände diese Arkaden ziemlich blöd weil das irgendwie nicht der Zweck der Rundbögen ist. Wieso kann man hier nicht mal einmal originalgetreu sanieren anstatt alles mit "neuen" Ideen zu verramschen?

      Hoffe aber für Frankfurt das beste, das beste wäre ein Konzept wie am Dresdener Neumarkt.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • "Henk Frost" schrieb:


      Der vorgeschlagene Dachaufbau für den Nordbau ist allerdings ein Schlag in die Magengrube. Schlimmer als vorher - und das will was heißen! Die Idee, ein weiteres Gebäude, hier wird ein Anbau vorgeschlagen, zwischen Nordbau und Berliner Straße zu errichten, finde ich hingegen recht gut. Eine Verdichtung würde diesem im Moment verloren wirkenden Raum voraussichtlich ganz gut tun.


      ...und dabei war dieser Entwurf noch lange nicht der schlimmste. Wie gesagt, bei einem anderen (Bilder hab ich leider keine) lag das Dach (also ein gläserner flacher Kasten) quer auf dem Nordbau, so als wäre es verrutscht oder jemand hätte es mal kurz dort abgelegt.

      Und das Ganze sollte direkt neben diesen wenige Meter entfernten Gebäudeteil


      Quelle: http://www.ac-amiens.fr">www.ac-amiens.fr

      auf der anderen Straßenseite gebaut werden. Man rafft es nicht....

      Im übrigen finde ich auch die Idee eines Anbaus nicht besonders. Denn die schöne Fassade des Nordbaus ist ja so ziemlich der einzige Lichtblick an der Berliner Straße, so daß man sie nicht verdecken sollte.

      Ja, Jourdans Vorschlag ist zwar vom Tisch, aber ich finde es erschreckend, daß so ein Spinner nicht nur den ersten Preis (also einen Haufen Geld) für diesen Klumpen bekommen hat, der aussieht wie im Drogenrausch gezeichnet, sondern daß man ihn, der sich nun wirklich als ungeeignet erwiesen hat, wieder zu dem Wettbewerb für das TR eingeladen hat (obwohl es weiß Gott genug Bewerber gab)!

      Ich hab manchmal den Eindruck, der Typ ist mit allen Verantwortlichen bei der Stadt Ffm verwandt oder verschwägert. Ist doch auch auffällig, daß er bei Wettbewerben der Stadt immer dabei ist, daß sich aber beispielsweise von den Investoren am Opernplatz offenbar niemand für ihn interessiert hat...