Einheitsdenkmal

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      @Asgardion: Vielen Dank, daß Du das in die Hand genommen hast, ich finde das sehr wichtig, denn wenn man jetzt öffentlich aktiv wird, sehe ich Chancen, tatsächlich was zu bewirken. Es wurden ja einige BT-Abgeordnete ausgewechselt, d.h. es gibt viele, die noch keinen festgefahrenen Standpunkt zum Thema haben, und die muß man erreichen.
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      Wissen.de schrieb:

      Man hat meiner Meinung nach der Ort ja extra ausgesucht, damit man keine inhaltliche Debatte über die Zukunft des Sockels führen muss. Wenn man nun die Wippe woanders baut, dann kommt nämlich zwangsläufig die Frage, was nun mit dem Sockel passieren soll.
      Im Prinzip richtig. Nur dass man den Sockel nicht in erster Linie deshalb ausgesucht hat, um einer Diskussion über seine zukünftigen Verwendung aus dem Wege zu gehen. Nach meiner Auffassung ist die Intention dabei, den Sockel, der ja auch zu einem Denkmal gehört, das an die Reichseinigung erinnert, umzuwidmen. Um eben aus einem ehem. Denkmal für den ersten Kaiser eines vereinten deutschen Kaiserreichs, ein Denkmal für die friedliche Wiedervereinigung beider deutscher Staaten zu machen.
      "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"
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      Gmünder schrieb:


      Nach meiner Auffassung ist die Intention dabei, den Sockel, der ja auch zu einem Denkmal gehört, das an die Reichseinigung erinnert, umzuwidmen. Um eben aus einem ehem. Denkmal für den ersten Kaiser eines vereinten deutschen Kaiserreichs, ein Denkmal für die friedliche Wiedervereinigung beider deutscher Staaten zu machen.
      Und genau das ist das Problem. Unsere Gesellschaft muss scheinbar erst lernen, dass die jüngere Geschichte die ältere Geschichte nicht ersetzt, sondern ergänzt.

      Kein anderer mir bekannter demokratischer Staat (im Kommunismus gilt das natürlich nicht) würde explizit ein Denkmal umwidmen, das der ersten wirklichen Einheit des Staates seit Hunderten von Jahren gedenkt, nur weil es 130 Jahre später erneut einen solchen Anlass gegeben hat.

      Nein, Berlin muss Platz haben für Kaiser Wilhelm I. als prominentestem Vertreter der Einheit von 1871 UND für das Volk als Vertreter der Einheit von 1989.
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      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht