Einheitsdenkmal in Berlin

    • Der Erfinder will also, dass sein Konstrukt nicht "Wippe" genannt wird.
      "Gewippt? Milla findet das gar nicht lustig, es wird "gewogen" sagt er.

      Nun gut, das ändert zwar nicht an der Hässlichkeit und Würdelosigkeit des Ganzen, aber wenn nun noch ein Messgerät eingebaut wird, welches das Gewicht aller Anwesenden anzeigt, hat "die Waage" bei Klassenfahrten und Betriebsausflügen in die Hauptstadt immerhin einen gewissen Spaßfaktor.
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      Die Berliner Morgenpost hat sich am 24.04.2017 mit der Linken und ihr Verhältnis zum Einheitsdenkmal beschäftigt. Auch kämpft die Linke dafür dass sämtliche Bodenmosaike auf dem Sockel am Schloßplatz erhalten bzw. wieder in den Sockel eingebaut werden. Von dieser Idee bin ich begeistert. Mir wäre es am liebsten der Sockel würde leer bleiben und die Bodenmosaike würden richtig schön zur Geltung kommen.

      morgenpost.de/berlin/article21…ante-Einheitsdenkmal.html

      Auch wenn der Plan "der Linken" durchschaubar ist, finde ich es sehr gut das sich diese Partei für die Bodenmosaike einsetzt.

      morgenpost.de/meinung/article2…Freiheit-und-Einheit.html
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      Ich habe mich vor geraumer Zeit an den Bund der Steuerzahler gewandt, mit dem Hinweis das wegen Kostensteigerung der Wiederaufbau des Denkmal- für Einheit- und Freiheit abgesagt werden sollte. Nicht das ich grundsätzlich gegen ein Denkmal für Einheit- und Freiheit bin aber nicht an diesem Ort.

      Hier die Antwort:

      Sehr geehrter Herr XXXXX,

      haben Sie vielen Dank für Ihre kritische Rückmeldung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal, auf die ich sehr gerne eingehe. Wir haben uns bereits mit diesem Fall auseinandergesetzt, wie Sie unserer Homepage entnehmen können:

      http://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/fall-details/news/eine-posse-um-kein-denkmal/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b5565221d66a0dcfbfbc66e0e706bffa

      Grundsätzlich ist es nicht jedoch nicht unsere Aufgabe, Standortentscheidungen für Denkmäler infrage zu stellen, so lange diese wirtschaftlich sind. Unseren Argumenten im oben verlinkten Fall können Sie entnehmen, dass wir dieses Projekt kritisch sehen. Ein kurzfristig wieder auf die Agenda gehobener Wiederaufbau der kaiserlichen Kolonnaden, widerspricht jedoch zu jetzigen Planungsstand jeder wirtschaftlichen und finanziellen Vertretbarkeit. Wenn man das Einheits- und Freiheitsdenkmal dort nicht möchte, müsste der Platz korrekter Weise leer bleiben.
      Mit besten Grüßen


      XXXXXXXXXXX

      Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

      XXXXXXXXXXX
      Leiter Recherche und Digitalisierung
      Redakteur "Der Steuerzahler"
      Reinhardtstraße 52
      10117 Berlin

      Tel.: 030 - 25 93 96 XX
      Fax: 030 - 25 93 96 XX
      Mail: XXXXXXXXXXXXXXXXX
      Web: www.steuerzahler.de



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      @Meister Lampe
      danke, dass du nichts unversucht lässt.

      Meister Lampe schrieb:

      Grundsätzlich ist es nicht jedoch nicht unsere Aufgabe, Standortentscheidungen für Denkmäler infrage zu stellen, so lange diese wirtschaftlich sind.
      Denkmäler können nie wirtschaftlich sein (es sei denn man erhebt Eintrittsgelder..was z.B. bei einem Einheitsdenkmal absurd wäre).

      Der Steuerzahlerbund ist im Städtebau sicherlich kein natürlicher Verbündeter, denn seine reine Kosteneffizienz führt mit dazu, dass die meisten öffentlichen Neubauten zu diesen seelenlosen, hässlichen Büroklötzen werden. Er wird sich auch immer gegen Projekte wie z.B. den Wiederaufbau der Kolonnaden oder Rekonstruktionen jeglicher Art wenden.
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      Was im Beitrag der Berliner Morgenpost vom 24.04.2017 ein wenig untergegangen ist wir aber schon öfters diskutiert haben und auch für die mögliche Errichtung des Denkmal- für Einheit und Freiheit entscheidend sein kann.

      Ein Wiedereinbau der weitgehend erhaltenen und gesicherten Mosaike in den Denkmalsockel "ist vorgesehen". Dazu erklärte eine Sprecherin der Kulturstaatsministerin: "Das Sockelgrundstück ist Eigentum des Landes Berlin, ebenso wie die Mosaike. Damit liegt die Zuständigkeit für den Umgang mit den Mosaiken zunächst beim Eigentümer."
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      Vielleicht bauen die Berliner die Mosaike in einer Nacht und Nebelaktion einfach wieder ein. Dann erklärt man es seitens Berlin zum unabänderlichen Denkmal. Und dann war es das für die Wippe.

      Wobei man in Berlin da aktuell eh sehr auf Krawall aus zu sein scheint. Da Berlin der Sockel gehört kann der Bundestag eigentlich beschließen was er will. Wenn Berlin nicht mit spielen will sehe ich da eh wenig Chancen egal für was. Und mit Geld scheint man die Berliner ja auch nicht ködern zu können.

      Sind wir mal gespannt wie das Drama endet :D
      APH - am Puls der Zeit
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      Siehe da, ich habe tatsächlich Antworten erhalten, zumindest auf die Emails an Frau Hendricks (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/ SPD) und Herrn Kauder (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Bundestag). Nach einer groben Zusammenfassung der Beschlüsse und Vorgänge zum Denkmal folgten folgene Passagen:

      Volker Kauder:

      Marco Wanderwitz, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kultur und Medien, schrieb:

      [...] Im Ergebnis dieser Diskussionen und in Anerkennung des jahrelangen Prozesses haben wir entschieden, an der Umsetzung der Bundestagsbeschlüsse festzuhalten. Wir sind überzeugt, dass mit dem Entwurf „Bürger in Bewegung“ an die Friedliche Revolution von 1989, die glücklichsten Momente unserer Geschichte und die gesamten positiven Freiheits- und Einheitsbewegungen Deutschlands erinnert werden kann und soll.
      [...]

      Barbara Hendricks:

      Alexander Tietze, Referat Kultur-, Sonder- und Bundesbaumaßnahmen des BMUB, schrieb:

      [...] Da sich die Kolonnaden und der Entwurf nicht gleichzeitig auf dem Sockel realisieren lassen, werden sich die zuständigen Gremien des Bundestages nochmals mit dem Thema beschäftigen.
      Für Ihre Anregungen dazu danke ich Ihnen. Diese sind den Abgeordneten bekannt und werden sicherlich in die erneute Diskussion einbezogen.

      Der historische Sockel wird im Übrigen denkmalgerecht saniert und auch die Planung für das Freiheits- und Einheitsdenkmal erfolgte in Abstimmung mit der Denkmalpflege. Der Umgang mit den historischen Mosaiken liegt im Verantwortungsbereich des Landes Berlin, das Eigentümer des Sockels ist. [...]

      In den Zusammenfassungen steht auch "viele öffentliche Diskussionsveranstaltungen" und "immer wieder auch die Gestaltung und der Ort mit der Öffentlichkeit diskutiert". Hab ich da irgendetwas verpasst, oder wie darf man das werten?
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Neu

      Ich habe heute auch die zweite Rückmeldung bekommen. Nach Herrn Kauder war es auch die Hendricks, die in ihrem Namen antworten ließ.
      Da die Textpassagen punktgenau den obigen Zitaten entsprechen, handelt es sich bei den Antworten um billige "Massenware", die wohl tausendfach an fragende Mitbürger gesendet wird.


      Tietze schrieb:


      Sehr geehrter Herr ....,

      vielen Dank für Ihre Email an Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks zum Freiheits- und Einheitsdenkmal. Sie hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

      Der Standort für das Freiheits- und Einheitsdenkmal geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages vom Dezember 2008 zurück. Dieser hatte sich, nach Abwägung historischer und inhaltlicher Aspekte, für den Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals aufder Schlossfreiheit entschieden.
      Der in einem Wettbewerb ausgewählte Entwurf „Bürger in Bewegung“ war von der zuständigen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - unter Beteiligung des Deutschen Bundestages - zur Realisierung vorgesehen.
      Sowohl im Vorfeld - durch den öffentlichen ersten Wettbewerb - als auch danach wurde dabei immer wieder auch die Gestaltung und der Ort mit der Öffentlichkeit diskutiert.

      Im vergangenen Jahr hatte der Haushaltsausschuss die Bundesregierung dann aufgefordert dieses Bauvorhaben nicht weiter zu verfolgen. In den Haushalt für das Jahr 2017 wurden Mittel für die Wiedererrichtung der historischen Kolonnaden auf dem Sockel eingestellt.
      Anfang diesen Jahres haben die beiden Regierungsfraktionen jedoch für die Umsetzung des vorgesehenen Entwurfs auf dem Sockel plädiert.

      Da sich die Kolonnaden und der Entwurf nicht gleichzeitig auf dem Sockel realisieren lassen, werden sich die zuständigen Gremien des Bundestages nochmals mit dem Thema beschäftigen.
      Für Ihre Anregungen dazu danke ich Ihnen. Diese sind den Abgeordneten bekannt und werden sicherlich in die erneute Diskussion einbezogen.

      Der historische Sockel wird im Übrigen denkmalgerecht saniert und auch die Planung für das Freiheits- und Einheitsdenkmal erfolgte in Abstimmung mit der Denkmalpflege. Der Umgang mit den historischen Mosaiken liegt im Verantwortungsbereich des Landes Berlin,das Eigentümer des Sockels ist.

      Mit freundlichen Grüßen
      Im Auftrag

      Alexander Tietze
    • Neu

      Wenn diese Mitteilung stimmt:

      "Da sich die Kolonnaden und der Entwurf nicht gleichzeitig auf dem Sockel
      realisieren lassen, werden sich die zuständigen Gremien des Bundestages
      nochmals mit dem Thema beschäftigen.

      Für Ihre Anregungen dazu danke ich Ihnen. Diese sind den Abgeordneten
      bekannt und werden sicherlich in die erneute Diskussion einbezogen."



      ... dann haben wir immerhin die Info daß die Abgeordenten nochmals die Sache diskutieren unter Einbezug der alternativen Vorschläge. Danach könnte es sein, daß ein anderer Standort gewählt wird!
      Es wird wichtig sein nochmals und nochmals auf den Standortwechsel des Denkmals hinzuweisen und hinzuarbeiten!




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      Die Berliner Morgenpost vom 24.04.2017 hat sich mit dem geplanten Wiederaufbau des Denkmal für Einheit- und Freiheit in einem Artikel beschäftigt. Aufgrund diese Artikels konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung abgeben.

      Zum Artikel: "Pro­ble­ma­ti­sches
      Fundament" vom 24. April


      Eigentlich unglaublich: Da bekommt Berlin durch den Wiederaufbau des Stadtschlosses als Humboldt Forum ein Jahrhundertgeschenk, eine Chance, seine durch Krieg und Abrisswahn geschundene Stadtmitte ein wenig zu heilen, und was passiert? Die Sichtachse von den Linden auf Schloßplatz und Lustgarten wird mit einer überdimensionalen Stahl-Beton-Wippe verstellt. Gibt es keinen anderen Ort in Berlin? Muss es genau dort sein?
      Ein bisschen mehr Respekt vor Schinkel und dem preußischen Berlin wäre architektonisch angebracht. Was würden wohl die Frankfurter, Kölner, Münchner und Dresdner sagen, wenn man auf Römerberg, Domplatte, Stachus oder vor der Frauenkirche eine Riesenwippe aufstellen würde? Soll doch das Stuttgarter Architekturbüro seinen Entwurf vor dem Schloss im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt errichten.

      Marco Rosenwick, Wilhelmsruh


      Die Linke ist gegen den Entwurf für das Freiheits- und Einheitsdenkmal. Das kann ich durchaus nachvollziehen, stellt es für mich doch lediglich eine Attraktion für Kids mit ihren Skateboards dar. Nun argumentiert die Linke mit dem historischen Mosaik im Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbildes. Und das gehört genau dort hin. Wir können uns unserer Geschichte nicht entziehen. Vor das historische Schloss gehört ebenso das historische Reiterstandbild.

      Werner Melch, Lichterfelde

      Man muss kein Linker sein, um dieses Denkmalsmonstrum – die allerletzte Verschandelung des Schlossvorplatzes – als Einheitsbeleidigung zu betrachten. Es sei denn, man möchte wirklich so bildlich an die Verschaukelei der ostdeutschen Bürger erinnern.

      Herbert Willmann, Spremberg


      Diese nutzlose Diskussion und das Hin und Her zum leider bereits genehmigten und baureifen Einheitsdenkmal sind für Berlin mal wieder typisch. Ich behaupte, dass ein Großteil der Berliner Bürger mit erheblicher Gleichgültigkeit auf den Bau oder Nicht-Bau dieses Denkmals reagiert. Schließlich sind die geplanten 15 Millionen Euro für die Erstellung aber keine Kleinigkeit. Und das Budget wird ja sowieso überzogen. Das Geld könnte in Berlin sinnvoller eingesetzt werden.

      Michael Klages, Spandau

      Schon diese Leserbriefe zeigen, das eigentlich keiner dieses Denkmal haben möchte, wahrscheinlich nur Wolfgang Thierse (SPD), also Herr Thierse öffnen Sie Ihren Vorgarten, entfernen Sie Ihre Beete und es wird Platz gemacht für diese überdimensionale "Waage" (Obstschaale).