Einheitsdenkmal in Berlin

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    • Bundestagspräsident Lammert:
      Deutschland braucht ein Einheitsdenkmal:


      http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/10/03/deutsche-einheit-lammert/rede-schwerin,geo=2603174.html\r
      www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... 03174.html

      Und Lammert fordert: Deutschland braucht ein Einheitsdenkmal. „Ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin wäre ein wichtiger Beitrag, der längst überfällig ist.“

      Lammert: „Spätestens zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer und der Wiedervereinigung könnte und sollte ein solches Denkmal stehen.“
    • Naja, beim zweiten ist man sich ja anscheinend nicht sicher. Aber was man auf dem ersten Bild erkennen kann, scheint dennoch recht anschaulich zu sein. Fragt sich, wie gut es nun wirklich erhalten ist. Aber ich finde, auf dem leeren "Platz der Republik" wär ein Einheitsdenkmal besser aufgehoben.
    • Ein Denkmal für die Deutsche Einheit
      Standort könnte neben dem Stadtschloss sein

      http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/697432.html\r
      www.berlinonline.de/berliner-zei ... 97432.html

      Nach Angaben von Andreas Apelt von der Deutschen Gesellschaft soll im nächsten Jahr ein Wettbewerb zur Gestaltung ausgeschrieben und entschieden werden. Davon hänge ab, wie teuer das Denkmal werde. Apelt hofft, dass der Bund sich an der Finanzierung beteiligt. Es gebe aber auch spendenbereite Bürger. 2009 könnte Baubeginn sein. Es gab bereits einen Studentenwettbewerb, um erste Ideen zu sammeln. Die Ergebnisse werden am 5. November in der Nikolaikirche präsentiert.
    • Dieser Entwurf ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten :!:

      Zarte Pflanze Einheit: Dieser Entwurf für ein Einheitsdenkmal besteht aus zwei mitten auf dem Alexanderplatz gepflanzten Ranken - eine geradezu pittoreske Umsetzung des geflügelten Wortes vom "Zusammenwachsen".


      Ich bin generell gegen Vandalismus und Zerstörung öffentlichen Eigentums, aber in diesem Fall würde ich eigenhändig zum Spaten greifen und diesem Elend ein Ende bereiten
      :schlaechter:
    • Die Entwürfe sind allesamt Quatsch, aber das ist eben auch bezeichnend für den Zeitgeist, der mit positiver nationaler Erinnerung nichts anzufangen weiß.

      Die Pflanzen sind süß, aber natürlich nur Schwachsinn (könnte eine arg verspinnerte Kunstpädagogin sich in einer schwärmerischen Stunde ausgedacht haben). Ähnlich die "zarten Töne", unter denen sich wahrscheinlich nur feminine Esoteriker irgendetwas vorstellen und dabei die Phantasie fliegen lassen können. Die halbrunde Stellwand löst entweder nur Beklemmung aus oder erinnert an irgendeine x-beliebige Ausstellung im öffentlichen Raum (z.B. zum Thema Drogenmißbrauch von Jugendlichen). Die Kuhle vor dem Reichstag ist natürlich in den Farben der Regenbogen-Fahne gehalten. Die sicher recht Wind- und Zerstörungsanfälligen Protestplakate zeigen bezeichnenderweise nur den Slogen "Wir sind das Volk" ("das" noch unterstrichen), nicht aber "Wir sind ein Volk". Soviel Einheitsdenkmal wollte man denn doch nicht zulassen. Der Triumphbogen aus Beton ist so mickrig, daß man in jeder anderen europäischen Hauptstadt von Rang darüber lachen würde.

      Einzig mit den Ringen könnte ich mich im Notfall anfreunden. Die Ringe sind zwar nicht außergewöhnlich spannend. Die Idee ist aber an sich ganz interessant und wenn der Entwurf qualitativ hochwertig ausgeführt würde, soll er mich nicht stören. Es muß ja nicht das einzige Nationaldenkmal in der Hauptstadt bleiben.

      Alle Entwürfe (mit der kleinen obigen Einschränkung) sind unglaublich piefig und kleingeistig. Sie könnten eventuell noch in den Kunstpark einer Kleinstadt passen, deren Bürgermeister sie krampfhaft ein bischen aufwerten will, um etwas "Hauch der weiten Welt" nach Schlüchtern, Rathenow, Bad Dürkheim oder sonstwohin zu tragen. Für eine Hauptstadt ist das aber gar nichts.
    • Ja, diese Entwürfe kann man allesamt nicht wirklich ernst nehmen. Die hätten auch im Kunstunterricht in der Schule entstehen können. Das Teil vor dem Reichstag sieht aus, wie son Spielstein von Trivial Pursuit. Finde die Ringe auch rel. passabel, wobei es sowas bestimmt auch schon haufenweise gibt. Und es erinnert mich etw. an diese Skulptur aufm Tauentzien. Mit dem Triumphnbogen für sich gesehen könnte ich mich viell. auch noch etw. anfreunden, aber sowas auf den Mittelstreifen von UdL stellen...Geht's noch!?
      Aber wieso hat denn nun keiner eins für den Schlossplatz entworfen?
    • Ich weiß gar nicht, warum hier alle so scharf auf ein Denkmal auf der Schlossfreiheit sind. Egal wie man die jetzt schon gezeigten Entwürfe bewertet, so habe ich doch ernste Zweifel, dass hier etwas herauskommt, das zum Schloss passt. Richtige Denkmäler kann doch heute eh keiner mehr entwerfen und selbst wenn, würden diese niemals gewinnen.
      Herauskommen wird wieder so ein pseudointellektueller Schrott, für den es eine Anleitung braucht, um ihn zu verstehen. Viele Leute würden an solchen Ringen einfach vorbeigehen, einfach weil sie damit gar nichts anfangen können. Für die wäre es nicht mehr als ein weiteres abstraktes Gebilde in der Hauptstadt, von denen es in ganz Deutschland schon viele gibt.
    • "Wissen.de" schrieb:

      Ich weiß gar nicht, warum hier alle so scharf auf ein Denkmal auf der Schlossfreiheit sind. Egal wie man die jetzt schon gezeigten Entwürfe bewertet, so habe ich doch ernste Zweifel, dass hier etwas herauskommt, das zum Schloss passt. Richtige Denkmäler kann doch heute eh keiner mehr entwerfen und selbst wenn, würden diese niemals gewinnen.
      Herauskommen wird wieder so ein pseudointellektueller Schrott, für den es eine Anleitung braucht, um ihn zu verstehen. Viele Leute würden an solchen Ringen einfach vorbeigehen, einfach weil sie damit gar nichts anfangen können. Für die wäre es nicht mehr als ein weiteres abstraktes Gebilde in der Hauptstadt, von denen es in ganz Deutschland schon viele gibt.


      Genauso schaut's aus. Die gezeigten Entwürfe können ja wohl nur Satire sein, oder? Diese Ringe sind in 3DSMAX mit einem Mausklick erstellt, mit zwei weiteren mit Photoshop in ein Bild montiert - was für Leute sitzen denn da bitte in der Jury?
    • "PB" schrieb:

      Zwei Bilder der Mosaiken von Bildindex.de


      Vielen von euch sind die nachfolgenden Bilder vielleicht schon bekannt.
      Ich hingegen habe mich in der Vergangenheit nur sehr oberflächlich mit der HP der "Gesellschaft Berliner Schloss e.V." beschäftigt und deshalb sind mir diese grandiosen Ansichten des Nationaldenkmals vollkommen entgangen.

      Besonders die Detailansichten des wahrscheinlich noch erhaltenen Mosaiks sind beeindruckend:

      http://www.berliner-stadtschloss.de/Denkmaeler/05_Nationaldenkmal_KV.pdf\r
      www.berliner-stadtschloss.de/Den ... mal_KV.pdf

      http://www.berliner-stadtschloss.de/index1.htm\r
      www.berliner-stadtschloss.de/index1.htm
    • @ Heimdall

      Nein, mit der Regenbogenfahne hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, aber kennst du noch die Sendung "Glücksrad"? Fehlt nur noch, dass hinten am Reichstag noch eine Tafel steht, auf der ein Begriff aus der Rubrik "Zeitgeist" gesucht wird. Dann darf jeder mal an dem farbigen Teil drehen und einen Buchstaben nennen, der hinten aufleuchtet und von Maren Giltzer umgedreht wird bis am Ende "Einheitsdenkmal" rauskommt!

      Der Gewinner kauft dann die komplette grüne Palette "und für den Onkel Hans noch die Kaffeemaschine!"

      :gg:
      Die Frankfurter Altstadt im Internet: Virtuelle Altstadt
    • Ungeteiltes Erinnern
      Berlin soll ein Einheitsdenkmal für die friedliche Revolution von 1989 erhalten. Der Standort in Mitte steht noch nicht fest – wir haben mögliche Orte besucht.

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/Einheitsdenkmal;art270,2408507\r
      www.tagesspiegel.de/berlin/Einhe ... 70,2408507

      Reinhard, dein Vorschlag gefällt mir am besten:

      Direkt gegenüber dem sowjetischen Ehrenmal wäre nicht nur viel Platz. Mit dem Denkmal für die friedliche Revolution und die errungene deutsche Einheit wäre dem matialischen Sowjetdenkmal mit seinen Kanonen und Panzern ein angemessenes Gegenstück möglich. Versteckt darin wäre auch eine Reminiszenz an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953, wo ebensolche Panzer wie die auf der anderen Straßenseite den Volkswillen nieder walzten.

      "Wir sind das Volk!" "Wir haben es geschafft - trotz alledem!" paßt gut an einen Platz, der nach dem Willen der Sieger ein für allemal das Ende der (abgeräumten) preußischen Siegesallee sein sollte.