Stuttgart ist so hässlich *in Trauer*

    • Heimdall schrieb:

      Wie sieht es z.B. auf dem Areal aus, das heute noch von Bahngleisen beherrscht ist, in Zukunft aber - "dank Stuttgart 21" - ein Stadtviertel werden soll. Entsteht dort das schönere, bessere Stuttgart? Oder wird Stuttgart dort hässlicher gemacht? Gibt es hier für unser Anliegen Interventionsmöglichkeiten
      Berechtigte Fragen; mich würde es aber wundern, wenn es dort tatsächlich noch Einflussmöglichkeiten geben würde.
      Im Grunde war die Unterbuddelung der Hauptbahnhofs dort doch von Beginn an mehr ein Projekt für Immobilien-Investoren als für die Bahn selber. Angesichts der ohnehin schon hohen Kosten werden die Investoren sicherlich bei der so beliebten und bewährten Kästchen-Architektur zur Gewinnmaximierung bleiben.

      Und wie die Neubauten in der Umgebung des Hauptbahnhofes heute schon aussehen, lassen sie nichts Gutes für die Umgebung erahnen. Es wird dort ähnlich aussehen wie nördlich des Berliner Hauptbahnhofs.
    • In einer Stadt ohne ein einziges Reko-Projekt wird wohl kaum einfach so plötzlich ein neues historisches Viertel entstehen. Natürlich wird es dort nur Kisten und Kuben geben.

      Habt doch Mitleid, denn die Modernisten brauchen doch auch mal eine Chance. ablachen:)
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Das wird wohl so ähnlich aussehen wie das schon teilweise realisierte "Europaviertel":

      europaviertel-stuttgart.eu/

      Da gibt es dann Büros, Einkaufsmöglichkeiten und Luxuswohnungen, aber auch dieselben Fastfood-Läden und Filialisten, die es schon mindestens 5 Mal oder so an anderer Stelle gibt... wobei sich das ganze extrem schleppend entwickelt und die seit 2003 verfügbaren Flächen immer noch nicht komplett bebaut wurden (siehe auch diesen Artikel).
      „Preste atenção, o mundo é um moinho, vai triturar teus sonhos, tão mesquinho, vai reduzir as ilusões a pó“ (Cartola)
    • Hier noch einige Fotos von einem kleinen Rundgang durch Stuttgart vom letzten Freitag (leider bei nicht mehr so sonnigem Wetter). Wie man unschwer erkennen kann, wird die Bebauung in Hanglage nicht nur deutlich attraktiver als im Zentrum, sondern ist tatsächlich ziemlich geschlossen und sehenswert - so gesehen für diesen Strang unpassend.

      Heusteigviertel und Co. folgen dann, wenn die Lichtverhältnisse wieder optimal sind, am Freitag war es einfach schon zu dunkel. Die genauen Aufnahmeorte sind aus der KMZ-Datei ersichtlich, im wesentlichen folgt die Strecke einem großen Bogen vom Bopser aus nach Westen und dann über Stuttgart-Süd und Marienplatz bis zum Rotebühlplatz und knapp vor den Schloßplatz.

      Fotogalerie

      KMZ-Datei für Google Earth
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    • Neu

      Zum Abschluß noch ein ganz kurzer Abstecher in eines der schönsten Viertel von Stuttgart:

      Lehen in Stuttgart-Süd mit der Markuskirche (grenzt unmittelbar an den Marienplatz an, entsprechend zeigen die Fotos zum Abschluß des kleinen Rundgangs auch den Marienplatz)

      Lehen

      KMZ-Datei für Google Earth

      Ziemlich geschlossene historische Bebauung auf hohem Niveau, gepflegt und mit angenehmem Publikum. Am schönsten finde ich den kleinen Platz, an dem sich Immenhofer und Heusteigstraße treffen (hat der einen Namen?) - dem würde nur ein kleines Cafe/Kiosk anstelle der Blumenarrangements gut tun, und wenn es nur eine provisorische Konstruktion wie am Falbenhennenplatz etwas weiter oben wäre.

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    • Neu

      Ich habe selten so triste Einfassungen für Blumenarrangements gesehen. Es scheint fast, als wollte da jemand "spannende Kontraste" zu diesen anlegen: viele graue, hässliche Steine für relativ wenige Blumen.
      Dabei gibt es so viele Vorbilder für Grünanlagen, die zu einer geschlossenen historischen Bebauung wie dieser passen würden (gleiches gilt natürlich für Mülleimer dieser Art).

      So erscheint natürlich selbst eine provisorische Konstruktion eines Kiosks als verlockende Alternative. Ich kenne allerdings wenige Kiosk-Neubauten, die einen Platz mit historischer Bebauung architektonisch aufwerten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von newly ()

    • Neu

      Diese Baumeinfassungen waren, meiner Erinnerung nach, eine 80er-Jahre-Mode. Möglichenfalls gibt der Untergrund keine ebenerdige Bepflanzung her, weil dort Leitungen verlaufen. Dann hätte man sich vielleicht besser mit Hecken und Beeten behelfen sollen. So oder so würde eine Begrünung des Platzes gut tun.

      Hier sieht man ähnliche Einfassungen bei der Neuen Kräme in Frankfurt:
      q-ec.bstatic.com/images/hotel/max300/190/19092650.jpg
      hotel-neuekraeme.de/neuekraeme/media/aus-folder/kraeme.jpg
    • Neu

      newly schrieb:

      Ich kenne allerdings wenige Kiosk-Neubauten, die einen Platz mit historischer Bebauung architektonisch aufwerten.
      Ich dachte da an die typischen Kioske, wie man sie in Paris findet: Kiosk

      Zwischen den abgebildeten Betonkonstruktionen sind übrigens Sitzmöglichkeiten eingerichtet, bei Nichtbepflanzung sieht das sicherlich noch wesentlich trister aus :)
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