Molkenmarkt und Klosterviertel

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    • Stefan,
      ich fände es sogar überlegenswert, den Platz vor dem Stadthaus gar nicht zu bebauen und einen großen Platz mit etwas grün und Brunnen anzulegen. Möglich wäre auch, nur die beidne Arme des U zu bauen, nicht die beiden Querriegel.

      Und ja: Das/Die Kloster/Schule (am besten mit Kirche) hätte ich gerne rekonstruiert.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Urbanisierung der Molkenmarkt

      Hallo,

      Bin heute zurück vom erster Berlin Besuch und einer meinen Streifzüge: zum Molkenmarkt. Habe auch heute die 42 Seiten der Bruchure "Molkenmarkt und Klosterviertel"erhalten herausgegeben von der Senatverwaltung (herr W. Schlömer). Er hat bestätigt das die Visualisierung erst nach einige Jahren definitive wird und z.B. Patschke & Partners oder Stuhlemmer bestimmt eingeladen werden um Ihre Entwürfe einzubringen!!!!

      Das Gebiet ist heute eine Insel der Ruhe inmitten grosse Verkehrsbahnen (Grunertstrasse). Viele Löcher warten auf Bebauung. Die Turmspitze der Parochialkirche wird bestimmt einmal kommen aber ist abhängig von Spenden der Mitglieder. Es gibt auch ein rostiges DDR-Bauten das sehr unangenehm da steht und auf Erlössung wartet (= abgerissen zu werden).

      Das wunderbare Gerichtsgebäude wird heute äusserlich saniert. Leider gibt es kein Geld oder Pläne zur wiedererrichtung der wuchtige Nordseite am Grunertstrasse.

      Übrigens sieht man auf Luftbilder aus 1965 noch stehen geblieben Altbauten neben das Bahnhof die dann später abgerissen wurden. Auch ein schönes Eckhaus am Nordseite des Nikolaiviertels.

      Das ganze Gebiet sieht öde aus!!!! Das Nikolaiviertel und Klosterviertel sind Inseln im Meer des grossen "Nichts".

      Rob
    • Grosses Gebäude ist das wuchtige Amtgericht am Littenstrasse

      Das grosses Gebäude ist das wuchtige Amtgericht am Littenstrasse.
      Ich habe hier schon mehrfach angegeben wie wichtig es wäre wann dieses einamliges Gebäude am einen Tag wieder ihren alten Schönheit besitzen würde. Leider komt das nordliche Teil nicht mehr zurück.
    • Stefan,
      ich fände es sogar überlegenswert, den Platz vor dem Stadthaus gar nicht zu bebauen und einen großen Platz mit etwas grün und Brunnen anzulegen. Möglich wäre auch, nur die beidne Arme des U zu bauen, nicht die beiden Querriegel.


      @Antiquitus

      Durchaus, eine große Freifläche fänd ich mit entsprechender Möbelierung
      und Begrünung am sinnvollsten an dieser Stelle. Über die Platzfassung müßte man sich darüberhinaus noch weitere Gedanken machen.
      Steht die im Vordergrund verlaufende Straßenkurve prinzipiell zur Option?


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Der Tagesspiegel meldet:

      Die Mitte wächst – zusammen

      Gertraudenstraße, Mühlendamm und Grunerstraße werden schmaler und machen Platz für ein neues Stadtviertel nach altem Vorbild.
      Das Zentrum um den Alexanderplatz soll attraktiver werden.

      tagesspiegel.de/berlin/Stadtplanung-Mitte;art270,2375796

      Schön ist auch die Gegenüberstellung:



      und

      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • Grundkonzept ist natürlich sehr gut. Bes. dieses Konzept in der PDF mit den vier Höfen gefällt mir. Nur die Gestaltung, wie sie auf diesem Bild im Artikel zu sehen ist, ist mal wieder sehr...spannend :augenrollen:. Und auch wenn man einen anderen Plan umsetzten sollte, die Architektur wird sich wohl kaum groß unterscheiden.

      Ich wusste ja gar nicht, dass das Projekt Breite Str. jetzt schon in Angriff genommen wird :schockiert:. Wie breit war die Br. Str. denn eigentl. früher? Aber dass die Gertaudenbrücke (und auch der restl. Straßenzug) im Falle eines Umbaus wieder die jetzige Breite bekommen soll...Klar, die hist. Breite entspricht auch nicht mehr den heutigen Anforderungen, aber das kann doch auch nicht der Witz der Sache sein, oder? Wenn nur diese blöde Straßenbahnpläne nicht wären, könnte man viel. auch noch etw. mit der Straßenbreite machen, auch im weiteren verlauf der Straße:?. Ich frage mich eh, wie man die im Bereich der Leipziger Str. zw. Charlottenstr. und Leipziger Pl. unterbringen will :?: Da ist ja jetzt schon kaum Platz für die Autos.
    • Molkenmarkt Plan

      Anmerkungen zu dem Plan:

      - die Dächer könnten meiner Ansicht etwas steiler sein.
      Z.B. einige Mansardedächer dazu;

      - Einige Gauben oder Giebel (wie die DDR-plattenbauten hatten am
      Spreeseite des Nikolaiviertels) wäre bestimmt mehr Abwechslung im
      Dachbereich geben und besser anschliessen an das Nikolai Viertel;

      - Ein oder 2 Reko's im Klosterstrasse wären auch bestimmt mehr an
      die Austrahlung beitragen;

      - Warum nicht gelich endlich eine Spitze (Turmhelm) am Parochialkirche?
      Das ganze Gebiet würde dann gleich sehr aufgewertet.

      - Die Klosterkirche könnte vielleicht auch wieder aufgebaut werden, zum
      Mindestens das Erdgeschoss.

      - Und dann die grosse (aber viel zu teuere) und schönste Chance:
      die wahnsinnige Fassade der Westflügel mit Treppenhaus und 2 Türme
      des Amtsgerichtes Mitte (etwa in der 60-er Jahren von der DDR
      abgerissen zur Günste der Grünertstrasse). Diese Reko ist ein "MUSS"
      für ganz Berlin. Wird aber nicht stattfinden denn die Behörden planen
      noch immer mit "Quasi Moderen Bauten" wie die Bilder am Molkenmarkt
      zeigen. Reko's wie die Kommandantur sind äusserst selten dran.

      Auf Bilder der 60-er Jahren sind noch viel mehr schöne Geschäftshäuser
      nicht weit von dem Bahnhof zu sehen, die den Krieg überlebt hatten.
      Sind auch von der DDR abgebrochen worden. Dumme Schweine!!!
      Diese Bauten kehren bestimmt niemals mehr zurück.

      Das Geheimniss zur eine schöne Wiederaufbau ist eine Misschung von
      Alt und Neu (wie in der Friedrichstrasse). Wenn nun nur moderne
      Fassaden errichtet werden sollen, dann fehlt doch etwas. So soll
      eigentlich alle Wiederaufbau Pläne ausgestattet werden. Die Zeit
      ist offenbar noch immer nicht da.

      Aber bin doch zufrieden mit die Pläne für die Beiseitigung der breite
      Verkehrsschleiffen durch die Mitte. War früher alles dicht bebaute
      Blockrandbebauung.

      :augenrollen:
    • wenn man sich dieses luftbild aus 1965 ansieht, ist es schade dass man doch sovieles, was den kriegt ueberlebt hat, abgerissen hat ( neuer markt rathausstrasse usw) ,und dann die sozialistische Mitte aufgebaut hat. haette man doch die alte struktur damals in den sechsigern wiederaufgebaut....aber vielleicht gibt es jetzt die moeglichkeit die uhr doch im positiven sinne zurueck zu drehen. vielleicht koennte man diese marx engels forum auch verschwinden lassen? :?:
    • Das klingt wirklich recht vielversprechend und verheißungsvoll, insbesondere im Hinblick auf die sonst eher tristen bevorzugten Modernistenneubauten in Berlin, wenn es denn überhaupt mal was zu bauen gibt. Hoffentlich kann sich bei diesem Bau ein Verantwortlicher für wahrhaft schöne Architektur erwärmen und sich durchringen, die eine oder andere Rekonstruktion mit auf den Weg zu geben. Wäre an dieser Stelle wirklich ein unermesslicher Gewinn, für die gesamte Berliner Mitte.

      Mal eine nebensächlichere Frage, rein interessehalber: Wie kommt es, dass hier verhältnismäßig doch recht viele Niederländer im deutschsprachigen APH-Forum unterwegs sind? Interesse an deutscher Architektur? Aufbesserung von Sprachkenntnissen? Oder doch eher schnuppern nach frischen Bauaufträgen? :lachen:
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • - die Dächer könnten meiner Ansicht etwas steiler sein.
      Z.B. einige Mansardedächer dazu


      Ja, so sieht das recht angedeutet aus, nur damit "wir" ruhig sind. ;)

      - Einige Gauben oder Giebel


      Ja, Giebel, Gauben und Erker sind heute eher eine Seltenheit.

      - Ein oder 2 Reko's im Klosterstrasse wären auch bestimmt mehr an die Austrahlung beitragen


      Vor allem weist die Klosterstr. zw. Stralauer und Parochailstr. auch noch ein recht einheitliches Bild auf. Wär schön, wenn man das auch sehen könnte, wenn man in die andere Richtung schaut...

      - Warum nicht gelich endlich eine Spitze (Turmhelm) am Parochialkirche? Das ganze Gebiet würde dann gleich sehr aufgewertet.


      Da hast du auf jeden Fall Recht. Aber ich glaube, dass das ein anderes Projekt ist und somit nichts mit dem Molkenmarkt zu tun hat, jedenfalls nicht unmittelbar. Aber es wird dem Vorhaben bestimmt wieder neuen Wind geben. Änlich, wie man plötzlich auch von heute auf morgen den PdR abreißen konnte...

      - Die Klosterkirche könnte vielleicht auch wieder aufgebaut werden, zum Mindestens das Erdgeschoss.


      Und was hat man davon, wenn nur das EG wiederaufbaut?

      - Und dann die grosse (aber viel zu teuere) und schönste Chance:
      die wahnsinnige Fassade der Westflügel mit Treppenhaus und 2 Türme
      des Amtsgerichtes Mitte (etwa in der 60-er Jahren von der DDR
      abgerissen zur Günste der Grünertstrasse). Diese Reko ist ein "MUSS"
      für ganz Berlin. Wird aber nicht stattfinden denn die Behörden planen
      noch immer mit "Quasi Moderen Bauten" wie die Bilder am Molkenmarkt
      zeigen. Reko's wie die Kommandantur sind äusserst selten dran.


      Das Problem ist ja nicht nur der mangelnde Willen, sondern auch der Platz. Wo die Türme einst standen, befindet sich heute die Einfahrt zum Tunnel unter der östl. Kreuzung am Alexanderpl.. Und dieser wurde ja nun leider erst saniert, wenn es auch Diskussionen bez. seines Abrisses gab. Und ich würde sagen, der Nutzen dieser Türme usw. rechtfertigt den Aufwand (finanziell und administrativ) einfach nicht.
    • Niederländer/Niederlande und APH

      @Ebsenzähler

      Also neben Interesse an der dt. Architektur ist mir ein Weiterbilden der Sprachkenntnisse auch sehr willkommen (parallel neben dem Studium) Ich habe in keinerlei Weise etwas mit dem Baugeschäft zu tun, also habe da keine geschäftlichen Interessen.
      Ich war bloss immer nur an historische Architektur interessiert, und weiss um die Situation in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, zB. zu den an erhaltenen historischen Städten überreichen Niederen Landen. Im Vergleich werden die in diesem Forum behandelten Themen einem erst recht bewusst.
      Vielleicht sind so viele Niederländer an historischer Architektur interessiert, weil es hier davon soviel in so grosser Qualität gibt. Amsterdam hat die grösste relativ vollständig und zusammenhängend erhaltene Altstadt Europas. In den Niederlanden kommt Leiden danach an zweiter Stelle, was die Grösse der Altstadt und die erhaltene Bausubstanz betrifft. Gross und wohlerhalten sind auch die Altstädte von Maastricht, 's-Hertogenbosch, Breda, Bergen op Zoom, Middelburg, Nijmegen (mit Abstriche), Utrecht, Dordrecht, Delft, Den Haag, Haarlem, Alkmaar, Hoorn, Deventer, Zutphen, Zwolle, Kampen, und Groningen (mit Abstriche). Dazu kommen noch zahlreiche Kleinstädte. Deshalb gibt es in den Niederlanden auch kaum oder keine Rekonstruktionsbestrebungen: die Masse an erhaltener historischer Bausubstanz ist schier überwältigend und es fordert schon grosse Anstrengungen, ihn zu erhalten.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.