Molkenmarkt und Klosterviertel

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    • Moderation (Palantir):
      Zusammengelegte Themenstränge zur Stadterneuerung im Bereich Molkenmarkt (Kreuzungsbereich Grunerstraße mit Stralauer Straße und Spandauer Straße) und dem angrenzenden Klosterviertel (Ruine der Klosterkirche & Gymnasium zum Grauen Kloster).
      Verweis zum letzten Beitrag im alten Forum (Thema: Ruine der Klosterkirche): naanoo.com/freeboard/board/sho…3224&forumid=16288&page=2

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      Ruine ist wieder sicher

      "Die Gerüste sind abgebaut, die Mauersteine neu verfugt und auch die roten Sandsteinplatten auf dem Boden sind neu. Nach knapp zwei Jahren ist die Sanierung der Ruine der Klosterkirche [...] abgeschlossen. Etwa 1,3 Millionen Euro haben die Arbeiten gekostet, finanziert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Lotto-Gesellschaft und der Cornelsen-Stiftung sowie von Bund und Land. Zugänglich wird die Klosterruine aber erst wieder im kommenden Frühjahr sein. Dann will der Förderverein den Innenraum kulturell nutzen. Ausstellungen, Installationen und Lesungen sind geplant."

      Quelle: berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/403804.html


      Ich bin ja immer noch für eine vollständige Reko, man könnte doch zumindest preisgünstig mit einem Notdach, Fensterverglasungen und einer provisorischen Außenmauer beginnen, so viel mehr als die verbauten 1,3 Millionen (!) kann das auch nicht kosten!

      Aber zugengebenermaßen hat zumindest der Anblick auf die Ruine vom Fernsehturm auch ihren Reiz. Aber diesen Mahnmalgedanken bin ich an für sich leid, Berlin ist ein einziges Mahnmal gegen Krieg (und Sozialismus).

      Zum Vergleich:

      früher:






      heute:


      Bildquelle: Franziskaner Klosterkirche


      Übrigens wurde auch nach dem Krieg noch viel an bestehender Bausubstanz vernichtet, wie hier nachzulesen ist:

      Willkommen bei baugeschichte.a.tu-berlin.de
    • ich bin auch für einen wiederaufbau, aber immerhin ist die ruine jetzt erstmal für die nächste zeit gesichert. im zuge der neugestaltung des breiches um das stadthaus gibt es wiederaufbaugedanken seitens der schule graues kloster. wie diese allerdings konkret aussehen und wie realistsich die sind, weiß ich nicht.

      man darf nie vergessen, was für große persönlichkeiten im grauen kloster zur schule gegangen sind (u.a. fürst bismarck).
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • ich hoffe dass wenn man eines tages anfaengt mit dem wieder aufbau des kloster bezw. judenviertels, man sich doch fuer einen wiederaufbau der Klosterkirche entscheidet: es ist ja, nach der Nikolaikirche, die aelteste kirche der innenstadt und : dann kann man auch sofort der Turm der parocialkirche endlich mal wiederaufbauen denn da geschiet seit einigen jahren nichts mehr und eine halber turm ist keinturm:zwinkern:
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      Es gibt ein verein Klosterruine.
      weshalb gibt es kein verein zum Wiederaufbau der Klosterruine?? so etwas gibt es ja auch fuer die elisabethkirche und da hat sich was bewegt!! :zwinkern:
    • Klosterkirche saniert

      Mitte: Landeskonservator Haspel übergibt heute Schlüssel der Ruine an Bürgermeister Zeller


      morgenpost.berlin1.de/content/2005/02/23/bezirke/736828.html


      Auszug:

      "Auch die von Bürgern initiierten Fördervereine Klosterruine und Gymnasium zum Grauen Kloster beteiligten sich an der Finanzierung. "Der Förderverein des Gymnasiums will sogar auf dem Grundstück neben der Ruine eine durch Spenden finanzierte neue Schule bauen", sagt Haspel."
    • Ruine der Klosterkirche wieder zugänglich


      Mit einem Sommerfest ist die restaurierte Ruine der Klosterkirche gestern wiedereröffnet worden. Künftig sind in dem ehemaligen Gotteshaus des Franziskanerklosters Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und Open-air-Veranstaltungen geplant. Helfer, Spender, Architekten, Bauleute, Nachbarn und Restauratoren feiern noch an heutigen Sonntag von 14 Uhr an die Wiedereröffnung. Der frühgotische Ziegelbau war bislang durch Zäune abgesichert, weil die Gefahr bestand, daß Steine herunterfallen und Besucher verletzen könnten. 1945 durch Bomben zerstört, blieb von der Kirche nur die Umfassungsmauer stehen. Seit 1951 wurde die Ruine mit den erhaltengebliebenen gotischen Spitzbogenfenstern denkmalpflegerisch konserviert. Lockeres Mauerwerk wurde in den vergangenen Monaten befestigt und das Bauwerk statisch gesichert sowie ein Fußboden verlegt. [...]


      Quelle: morgenpost.berlin1.de/content/2005/06/12/bezirke/759508.html
    • Molkenmarkt und Klosterviertel

      Hab jetzt keinen passenderes Thread für das Thema gefunden (gabs hier nicht mal einen Molkenmarkt-Thread oder war das im alten Forum?)....

      Es gibt auf der stadtentwicklung.berlin-site neue ausarbeitungen, zeichnungen und pläne zum bebauungskonzept für den molkenmarkt! sehr interessant. Find das Konzept egtl recht gut, auch wenn mir die breite Grunerstraße nich gefällt. Hoffe finden sich rasch investoren für, und die auch ansprechend bauen. Auf den visualisierungen gefallen mir einige häuser schon recht gut, aber die haben ja nichts zu bedeuten...

      Molkenmarkt/Klosterviertel / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin
    • Molkenmarkt und Klosterviertel

      Sollen nur die alten Flucht- und Baulinien wieder aufgenommen werden oder tatsächlich auch die alten Fassaden wiedererstehen? Weiß jemand von den Berlinern etwas über die Hintergründe?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Mehr Information auf stadtentwicklung.berlin.de/pla…ebau-projekte/molkenmarkt

      Rekos sind, außer ein Arkadengang vor der Ruine der Klosterkirche, nicht geplant.
      Es geht vielmehr um eine reurbanisierung des Gebietes und wiederherstellung der Strassenfluchten.Angesehen man kleinteilig und traditionell bauen will ist es (auch ohne Rekos)sehr positiv zu beurteilen.Vor allem wenn man die jetzige Strassenwüste vor Augen hat.
    • hier sieht man schon sehr gut wie das ganze später aussehen könnte. Jetzt noch ein paar hübsche Fassaden und das Projekt ist perfekt. Zumindest die Kleinteiligkeit ist ja schon mal gegeben.


      Quelle:
      stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/molkenmarkt/download/publikation_molkenmarkt.pdf
      Am Ufer der Sonne wo die wesen vom sehen träumen ist in Echtzeit überall Nacht
    • Sieht alles interessant aus aber: weshalb wird die Klosterkirche nicht neu augebaut und z.B fuer Kulturelle zwecke benuzt zu werden????????????????? :?:das Gleiche glit fuer den Tum der Parochialkirche:schon teilweise wiederderaufgebaut aber nocht nicht ""ganz"" wiederaufgebaut(der Tum fehlt)
      koennte man auch nicht einige Gebaeude in traditioneller architektur aufbauen ( Patsche/Stuhlhemmer)??????????oder sogar nachbauen??
    • ich finde diesen eingezwängte platz vor dem "alten stadthaus"
      ziemlich problematisch. angesichts der kleingliedrigen
      struktur der altstadt, passte das "alte stadthaus" schon
      damals nicht mehr in diese. vielleicht ist dieser situation
      doch großzügiger zu gestalten. vom ansatz gut gefiel mir die
      idee im ersten konzept, dass gezielt einzelne rekonstruk-
      tionen vorsah. nur eine kleingliedrige struktur in der un-
      mengen an belanglosen modernistischen fassaden à la
      töpfergasse/dresden entstehen oder ein konglomerat
      an solitären (beides ist zu befürchten) wäre ein zeichen
      des hilflosen umgangs mit und der gleichgültigkeit gegen-
      über berlins historischem kern.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Auch wenn nichts rekonstruiert wird: Diese Lösung hat das Potential einen lebendigen Stadtraum mit "modernen" Häusern (durch die Kleingliedrigkeit und die Blockrandbebauung sind sie ja eigentlich unmodern) zu erzeugen.

      Im Prinzip werden durch das Konzept lediglich jahrhundertealte Städtebautraditionen wiederbelebt. Nach der Zerstörung von Städten durch Bränder oder Kriege (etwa 30jähriger Krieg) wurde neue Häuser gebaut, meistens allerdings gemäß der alten Parzellierung. Auch viele süddeutsche Städte wurden so nach dem 2.WK wiederaufgebaut (Augsburg, Nürnberg, Würzburg) und konnten so einiges an Charme bewahren.

      Tolles Projekt. Ich freue mich darauf den Molkenmarkt in 10-20 Jahren zu besuchen!
    • Es ist zum Haare raufen! Da verzichtet man einmal auf den morgendlichen Blick ins Forum. Wenn ich mir überlege, welchen faden Lehrbuchmüll ich mir stattdessen zeitgleich angesehen habe...

      Bei der Stadtentwicklungsseite handelt es sich übrigens um betagte Informationen, daher bin ich verlockt, den Vortrag als gutes Zeichen zu werten. Die unten auf dem Flugblatt des Vortrags abgebildeten Grundrisse stellen von links nach rechts den Vorkriegs-, den Istzustand und offenbar die Planung gemäß des Jordischen Konzepts dar. Auf der von snitch hochgeladenen Visualisierung ist dies der Häuserblock, der an der linken Seitenkante des Stadthauses anschließt ( für die Nichtberliner: Haus mit Turm ).Wie man sieht, so bleibt das strassenflucht einnehmende Gebäude mit der Lochfassade in beiden Konzepten unverändert erhalten. Auf der linken Seite des Blocks verläuft die Grunerstrasse, derzeit noch Magistrale, aber als Kernpunkt der Stadtentwicklungsplanung zur erheblichen Verengung vorgesehen, jedoch nicht auf Vorkriegsniveau, was daher bestenfalls auf Kleinteiligkeit hoffen läßt.
      Anders verhält es sich mit dem Rest: Jordi übernimmt die Vorkriegsparzellierung, was im Widerspruch zu den Unterlagen des Planwerks Innenstadt steht. Zudem stellt die Photographie auf dem Flugblatt den Großen Jüdenhof dar, der sich links unten im Block befindet und quasi Rekonstruktions-'Hotspot' ist und auf den Grundrissen 1:1 übernommen ist.
      Hoffen wir das beste. Es sei jedoch nicht zu vergessen, daß es sich lediglich um ein Konzept handeln wird, hinter dem u.U. nur eine Einzelperson steht.
      Der im Flugblatt aufgeführte Vortragsort ist übrigens im überwiegend erhalten gebliebene Erweiterungsgebäude ( EB ) zu Hitzigs Universitätsgebäude. Verknüpfung zu einem Nachkriegsbild. Die Architekturfakultät liegt eigentlich in diesem Gebäude ( alternatices Bild ), was vielleicht meine Euphorie erklärt.

      EDIT: habe gerade zufällig festgestellt. daß Marc Jordi auch schon am Wokshop zum Molkenmarkt/Klosterviertel im Apr 2004 teilgenommen hat, wie hierzu ersehen ist ( erster Beitrag links oben ). Es ist wenig zu erkennen, jedoch hat dieser Entwurf offenbar die höchste Verdichtung insbesondere was die Grunestraße/Molkenmarkt angeht, damals aber noch mit einem aufgebrochenen Jüdenhof.

      EDIT: Es wird noch besser: Marc Jordi ist Vorstandsmitglied der INTBAU-Deutschland ( International Network for Traditional Building, Architecture and Urbanism ).