München (Galerie)

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    • Der Entwurf stammt von Hermann Giesler, nach Troost und Speer der dritte Lieblingsarchitekt von Hitler. Giesler war seit 1938 "Generalbaurat für die Hauptstadt der Bewegung" hatte also in etwa die gleiche Funktion für München wie Speer für Berlin. Giesler hatte die Idee zu dem Bauwerk, aus einem Wettbewerb über die Konstruktion ging die Firma August Klönne hervor. Mit der Plannung des Bahnhofes war fortan P. Bonnatz betreut, bis Kriegsende arbeiteten noch vier Personen an der Plaung dieses Bauwerks.
      Der Bahnhof sollte den alten Münchner Hauptbahnhof ersetzten. Der Bahnhof sollte daher aus der Stadt raus nach Passing verlegt werden. Eine Prunkstrasse, die Ost-West-Achse, sollte vom Stachus zum neune Hauptbahnhof führen und von dort aus weiter zum Autobahnhring.
      Der Bau mag zwar architektonisch interessant sein, aber er ist eine absolute Fehlkonstruktion. Bei einem Durchmesser von 265 (gerade einmal 70m mehr als beim alten Bahnhof) musste eine gewaltige Kuppel von 136m Höhe errichtet werden. Der gesamte Raum der Kuppel blieb dabei ungenutzt - die Gelise befanden sich 7 Meter unter der Erde. Der Kuppelbau war also ein funktionsloses Monument, das mit Münchner Architektur nichts zu tun hat.
      Lustig ist auch die Vorstellung von Giesler gewesen diesen gewaltigen Bau nach seiner VOllendung vor Lufangriffen zu schutzen: 4 Flakturme - jeder 150 m vom Zentrum der Kuppel entfernt - sollten Bomben auf dieses leicht auszumachende Ziel verhindern.
      In meinen Augen sollte dieser Bau vorallem auf Grund des Konkurrenzkampfes zwischen Giesler und Speer errichtet werden:
      Speer baute in Berlin die Nord Süd Achse beginnden im Süden mit
      - einem Bahnhof
      - einem Denkmal (Triumphbogen)
      die ihren ersten Abschluss in der
      - Großen Halle findet
      Giesler baut in München die Ost-West-Achse die im Osten beginnt mit
      - einem Denkmal (Gewaltige Säule mit Reichsadler in den Klauen"
      die ihren ersten Abschluss im
      - Kuppelbau des Bahnhofes finden
      Beide Gebäude haben in etwa die gleichen Ausmasse.
      Hier noch eine Rekonstruktion der Ost-West-Achse:

      Und ein Blick eines Fußgängers in der Ost-West-Achse mit Blick auf den Bahnhof (die Strasse ist 120 m breit, an beiden Seiten befand sich eine Doppelreihe aus Bäumen - das Rendering dieser ~1000 Bäume hat mein Computer nicht mitgemacht, daher fehlen sie)


      @thommystyle:
      auch ich würde am liebsten für den Neubau einen transparenten Glasbau wünschen, damit der warme, ja italienisch wirkende Bau Bürkleins besser zur Wirkung kommt.
      Wenn ich mir die monumentalen Entwürfe für den Neubau des Bahnhofes anschaue, dann glaube ich allerdings, dass die Bahn vielmehr Platz benötigt als es eine Bebauung bis zur Höhe der Basilika ermöglicht (~22 m hoch). Daher würde ich sogar ein Bürohochhaus über dem Starnberger Flügelbahnhof akzeptieren.
      Mein Entwurf mit dem beiden Türmen war der Versuch mit diesen beiden Türmen in den Kutschenhöfen und der Verbindungsbrück ein modernes Stadttor zu erschaffen.
      Bei einem möglichen Tiefbau sehe ich Probleme, da im 1Ug bereits Läden sind, und sich darunter auf mehreren Ebenen noch 2 U-Bahnhstrecken und die S-Bahnstammstrecke befinden - und bal kommt ja vielleicht noch der ebenfalls unterirdische Transrapid.
    • Klasse Visualisierungen, @pb und @thommystyle!
      Ich kenn den HBF recht gut - komme da schließlich zweimal am Tag dran vorbei! Einer Teilreko des Bürklein-Baus würde ich mich auch anschliessen wollen: Lasst doch die Moderne ein wenig "wichtig-tun"... In einigen Jahrzehnten ist das Glas matt, das Metall gerostet, der Bau gähnend ausser Mode: Dann kann man immer noch drangehen und sich um "den REST kümmern"... :zwinkern: Ein gesundes Neues nach München!
    • München - A bisserl vo z' Minga II

      weiter gehts...

      Die Residenz: (mein absoluter Lieblingsbau):

      Der Königsbau von Leo von Klenze (nach dem Vorbild des Palazzo Pitti) in Florenz:


      zum Vergleich das Original:
      Palazzo Pitti.

      am 14.11. hat wohl irgendetwas besonderes stattgefunden:

      die Aufseher hatten schöne Uniformen an und ließen schon relativ früh keine Besucher mehr in die Residenz



      Die prächtige Durchfahrt zum Königsbauhof:


      im Küchenhof sind seit mittlerweile einigen Jahren Farbproben angebracht:

      bin gespannt wann da endlich mal die Maler anrücken...

      Der Königsbauhof:


      Die Renaissance-Fassade an der Residenzstraße:


      Die Niebelungensäle im Erdgeschoss des Königsbaus:




      Der nicht-öffentliche Aufgang zur Akademie der schönen Künste:




      der Kaiserhof:


      unschönes Dunstabzugsrohr :? :


      der Grottenhof:


      der Brunnen im Brunnenhof:


      Bauschild des bis 2008 restaurierten Cuvillies-Theater:


      Teil der Hofgartenfassade (Festsaalbau) von Leo von Klenze:




      im Foyer der ägyptische Sammlung im Festsaalbau:


      Aufgang Kaisertreppe:




      Raum der ägyptischen Sammlung:




      ich bin gespannt was da reinkommt wenn die ägyptische Sammlung in Ihr neues Quartier zieht; am besten wäre natürlich der Anschluss an das Residenzmuseum und die Einrichtung der Räume nach historischem Vorkriegszustand

      tragisch: die Residenz wurde außen zwar ziemlich komplett rekonstruiert, aber große
      Teile z. B. des Festsaalbaus wurden nicht rekonstruiert, sondern es wurde ein Konzertsaal und verschiedene andere Institutionen wie die bay. Akademie der Wissenschaften dort neu beheimatet nach dem 2.Wk

      früher:
      großer Thronsaal:


      Ballsaal:


      repräsentatives Treppenhaus im Apothekenstock:


      wie man auf diesem Foto erkenne kann, sind nach dem Krieg sogar noch die Gewölbe des Treppenhauses vorhanden gewesen :weinenblau: :


      Nun zur Ostfassade mit der 2003 wieder eröffnetten Allerheiligenhofkirche, die nun als Veranstaltungsraum für Anlässe mit gewissem Niveau, d.h. der ehem. Nutzung als Kirche angemessen genutzt wird:
      links das spanische Kulturinstitut Cervantes, dass in Anlehnung an die Fassade des Apothekenstocks als Neubau gebaut wurde





      innen:



      nebenan der neue Residenzgarten:


      Der Hofgarten:
      die Arkaden

      dieses Tor zum Hofgarten war Klenzes erstes Werk in München


      der Dianatempel


      die Hofgartenstaatskanzlei:
      das Militärmuseum von Ludwig Mellinger:

      Kriegszerstörungen nach dem Krieg hatte man verständlicherweise wenig Lust auf einen Wiederaufbau als Militärmuseum; die Reste der Flügelbauten wurden vor den olympischen Spielen abgerissen; bis schließlich beschlossen wurde die Staatskanzlei vom Prinz-Carl-Palais in den Neubau mit "historischen Kern" zu verlegen; einem zwar modernen, aber trotzdem insgesamt gelungenen Bau (wenn man mal von der Totalreko absieht) erinnert mich einbisschen an eine Orangerie:



      der Kuppelsaal:


      einen Abstecher in die Prinzregentenstraße:

      das Prinz-Carl-Palais von Carl von Fischer:
      von 1924 -1993 mit Unterbrechung Dienstwohnung bzw. später Dienstsitz des bayerischen Ministerpräsidenten:
      übrigens wurde es im Krieg "verschont"; weite Teile der original Inneneinrichtung sind erhalten


      das bayerische Nationalmuseum: an sich war ursprünglich an der Maximilianstraße untergebracht (heute Völkerkundemuseum)
      das Gebäude in der Prinzregentenstraße wurde 1894-1900 von Gabriel von Seidl errichtet


      der Friedensengel wurde 1896-1899 errichtet:


      zurück zum Odeonsplatz:

      die Feldherrenhalle von Friedrich von Gärtner (auch nach florentinischem Vorbild erbaut); links die Residenz:






      das Odeon, dass dem Platz seinen Namen gab:
      -Leo von Klenze
      -07.02.1826 Grundsteinlegung
      -1944 zerstört, nur äußere Reko
      vor dem Weltkrieg ein weltweit bekannter und aufgrund seiner Akustik hoch gerühmter Konzertsaal, warum man so einen erstklassigen Saal nicht wieder aufgebau hat, sondern den Thronsaal und einige andere Räume in der Residenz "geopfert"hat, ist nur schwer nachvollziehbar :?
      interessantes Dokument zum Wiederaufbau

      der einstige Saal ist heute Innenhof:



      früher:

      daneben das Leuchtenberg Palais:
      -Leo von Klenze
      -1943/44 komplett zerstört
      -1961 bis auf Portal abgebrochen
      -1963-66 als Stahlbetonskelettbau mit vorgeblendeter Backsteinfassade
      Bayerisches Finanzministerium
      -(Wirtschaftstrakt nicht wieder aufgebaut)






      gegenüber: 1825-1826 von Leo von Klenze als "Bazargebäude"erbaut:


      Die Ludwigsstraße:





      die Ludwigskirche:
      -zwischen 1829 und 1844 von Friedrich Gärtner
      -bis 1958 wiederhergestellt


      Teil der Uni:
      Friedrich von Gärtner
      1835-1840


      Das Siegestor:
      -Fiedrich von Gärtner
      -"Eingang" von Schwabing her
      -1843-52
      -Aufschrift "Dem Sieg geweiht - Vom Krieg Zerstört - Zum Frieden Mahnend"
      typisch München: nichts gegen Mahnung gegen den Krieg, aber muss die Mahnung immer durch halb wieder aufgebaute Fassaden etc. vermittelt werden? :augenrollen:



      die Akademie der bildenden Künste
      bereits in der Akademiestraße; sehr schöner Bau :D
      -1876-1885 Gottfried von Neureuther
      -zur Zeit saniert (bis 2008)
      -Anbau in den letzten Jahren von Coop Himmelb(l)au

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    • Natürlich!! :lachen: diese Symbiose aus Stahl und ähh... Stahl verbunden mit dem Kunstwerk nebenan genannt "Stonehenge", bietet einen fast schon surrealen Kontrast der Deutschlandweit seinesgleichen sucht; desweiteren findet sich auf dem Dach ein filigranes Kunstwerk aus Metall von einem namhaften Künstler (er wollte - aus gutem Grunde - anonym bleiben) der den Bau ABGRENZEN und somit für den Besucher oder denen die dort Arbeiten auch den tatsächlich vorhandenen Widerspruch moderner mit historischer Architektur deutlich machen soll; außerdem verbindet ein unterirdischer, vollklimatisierter und mit 3 Notausgängen auch hochsicherer Tunnel Alt- und Neubau; insgesamt eines der gelungesten Werke postmoderner Architektur der letzten Jahre in München das den Werkstoff Metall und Stein ganz in den Vordergrund rückt 8)

      im Ernst: ich hab leider kein Bild vom Neubau
    • "Jürgen" schrieb:

      Klasse Visualisierungen, @pb und @thommystyle!
      Ich kenn den HBF recht gut - komme da schließlich zweimal am Tag dran vorbei! Einer Teilreko des Bürklein-Baus würde ich mich auch anschliessen wollen: Lasst doch die Moderne ein wenig "wichtig-tun"... In einigen Jahrzehnten ist das Glas matt, das Metall gerostet, der Bau gähnend ausser Mode: Dann kann man immer noch drangehen und sich um "den REST kümmern"... :zwinkern: Ein gesundes Neues nach München!
      ( http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=18236#p18236">viewtopic.php?p=18236#p18236)

      Vielleicht sollten wir mal einen Brief an die Verantwortlichen (Mehdorn, Bürgermeister...) schreiben (als engagierte Bürger, denen das Stadtbild Münchens sozusagen am Herzen liegt)
      Noch ist nichts gebaut und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt


      Moderationshinweis (Zeno, 13.05.10):
      Ursprünglichen Vorgängerbeitrag als Zitat eingefügt, da dieser infolge Verschiebung jetzt nicht mehr unmittelbar vorher steht
    • München - A bisserl vo z' Minga III

      zum 3. :
      die Theatinerkirche:
      -1663-1675 erbaut von Agostino Barelli Enrico Zucalli als Hofkirche
      -Gruft der Wittelsbacher
      -Aufwendige Sanierung
      -Figur wiederentdeckt
      -Reko der Chorschranke mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

      außen


      innen:
      Blick zum noch eingerüsteten Hochaltar:








      die Reko der Chorschranke:
      links die beiden Originalfiguren rechts noch Modelle
      weiter Infos:
      Theatinerkirche: Evangelisten werden erneuert
      Lukas ist zurück
      stadtbild-deutschland.org/foru…&postID=204020#post204020


      Chorschranke


      vor '45:



      ein Modell in der Kirche:


      die Beschreibung:


      kurios: der kleine Seitenaltar auf der linken Seite ist weiß getüncht rechts hingegen, obwohl selbe Form, teilweise bemalt:




      der große Seitenaltar rechts:


      Rückseite:


      die griechisch-orthodoxe Salvatorkirche innen:
      -erbaut 1494
      -zeitweise evangelisch, seit 1829 griechisch-orthodox
      -mit einer Ikonostase von Leo von Klenze


      schöner Gründerzeitbau in der Kardinal-Faulhaber-Straße:




      das Arco-Palais am Wittelsbacherplatz:


      Ludwig-Ferdinand-Palais:






      in die Briennerstaße:







      das einst prächtige Café Luitpold, dass sich mit den großen Caféhäusern der Welt messen lassen konnte:
      heute:

      eine passable Lösung, man kann froh sein nach dem Motto "immerhin etwas" aber eine zufriedenstellende Lösung währe eine komplette Fassadenreko; eine Basis ist zumindest vorhanden

      und einst:


      innen:





      der Königsplatz:
      Propyläen:


      die Antikensammlung:


      die Glyptothek:




      renovierungsbedürtig:


      Lenbachhaus (heute städtische Galerie):




      Nazibau von Prof Troost:
      ausgerechnet diese Klötze haben den Krieg ziemlich unbeschadet überstanden:




      Der Karolinenplatz:


      die alte Pinakothek:



      Wenn man schon die prächtigen Säle und Loggien im inneren nicht wiederaufgebaut warum dann wenigstens nicht eine äußere Komplett-Reko? :augenrollen: ja, ja Mahnmal usw...

      Teil der TU:




      Neureuther-Bau:
      besonders tragisch: auf der Seite der TUM steht, dass die in "[...]noch in größerem Umfang erhaltenen Teile des Neureutherbaus abgerissen und durch den sechsgeschossigen Bibliotheks- und Verwaltungsbau an der Arcisstraße ersetzt." wurden :weinen:
      einige Ansichten hier

      in entgegengesetzter Richtung kommt man dann wieder zum Odeonsplatz/Ludwigstraße und schließlich durch den Hofgarten hindurch zum Marstallplatz:

      der Apothekenstock der Residenz:


      deplatzierter Anbau der Oper:


      und nun zum völlig missglückten Versuch die ehem. Hofreitschule in einen "urbanen" Platz einzubinden:




      die Kritiken waren vernichtend über den Um- und Ausbau des Platzes
      das schlimmste: ein originaler Stall wurde bis auf das Gewölbe abgerissen und in die sog. "Max-Höfe" integriert Pfui! :x "Geschichte in Aspik"

      spätestens in 30 Jahren wird man wieder über ein (neu-) Bebauung diskutieren

      zu guter letzt noch die Maximilianstraße:
      was für ein Prachtboullevard:


      im Sommer natürlich noch schöner:


      gut das man die Fassade in den letzten Jahren rekonstruiert hat, vorher stand dort so ein einstöckiger "Bunker":


      gegenüber:
      ursprünglich sollte die ganze Straße mit Arkaden gebaut werden, aber die überwiegend privaten Investoren blockierten damals:


      Hotel Vier Jahreszeiten:


      Die Regierung von Oberbayern
      in letzter Zeit von außen renoviert:

      rechts sieht man noch das Gerüst

      gegenüber das ehemalige bayerische Nationalmuseum heute Völkerkundemuseum (links im Bild):




      und die Krönung, das Maximilianeum (im Sommer noch mit Gerüst wegen des Plenarsaalumbaus):

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    • Vielen Dank für die Fotos aus München!
      Der Gründerzeitpompbau in der Kardinal Faulhaber Strasse grenzt schon an Wahnsinn. Ich habe Pasanten daran vorbeigehen sehen, die den Kopf schüttelten, weil sie nicht glauben konnten, dass sowas heute noch steht. Schön, dass man an solchen Einzelstücken weiter sehen kann, wie weit die Gründerzeit in Sachen Schmuck ging.
      In München sind - trotz viel Modernem - noch fast alle Prachtbauten der Vorkriegszeit erhalten. Die größten Verluste an Einzelstücken sind wohl wirklich der Bahnhof, die Neue Pinakothek (obwohl ich da den Neubau sehr gelungen finde), und - selten erwähnt - das Verkehrsministerium.
      Letztetes war ein wundervoller Kuppelbau mit ovaler Kuppel, den man bereits bei der Ankunft in M. vom Bahnhof aus sah. Obwohl der Wiederaufbau nicht teurer als der Neubau gekommen wäre, hat man dieses Wahrzeichen leider beseitigt.
      Besonders hoch rechne ich es München an, dass es hier viel gute 50'er Jahre Architektur gibt.
    • Nazibau von Prof Troost:
      ausgerechnet diese Klötze haben den Krieg ziemlich unbeschadet überstanden:


      Wobei ich gestehen muss, dass mich das Innere der Musikhochschule schon sehr beeindruckt hatte!

      Zur Pinatothek: :klaresnein: ich verstehe den Denkmalschutz in Deutschland immer weniger, ich glaube selbst Dehio hätte mit dem Kopf geschüttelt. Immerhin ist es kein Glaseinbau, sodass es ein leichtes sein würde die Fassade zu ergänzen.
    • Zur alten Pinakothek:
      Sie war im Krieg schwer beschädigt worden, man plante ihren ABRISS. Hans Döllgast hat es dann geschafft die Zuständigen davon zu überzeugen, die Pinakothek notdürftig wiederherzustellen. Mit Steinen von der nahen Türkenkaserne stellte er die fehlenden Teile wieder her - und zwar so, dass später der Vorkriegszustand wiederhergestellt wird. Daher sind die gleichen Umrisse (Fenster etc) vorhanden und die Ziegelmauer liegt tiefer im Bauwerk, so dass die alte Fassade davor wiederhergestellt werden kann.
      Man sollte sich also an Kritik an DIESEm Wiederaufbau zurückhalten, schließlich ist es Hans Döllgast zu verdanken, dass dieses Gebäude noch steht.
    • @ baukunst-nbg :keine ahnung:
      @ PB du hast ja recht; man muss um jede (auch noch so schlechte) Reko dankbar sein außen ist so eine gute Basis für den weiterbau geschaffen worden, trotz der Wiedrigkeiten, die kurz nach dem Ende des 2Wk herrschten; andererseits wurde im Inneren ach viel umgebaut, so auch die Treppe auf die andere Seite verlegt, was eine Reko der Malerein, Ornamente usw, schwierig bis unmöglich macht

      Mit Steinen von der nahen Türkenkaserne stellte er die fehlenden Teile wieder her - und zwar so, dass später der Vorkriegszustand wiederhergestellt wird


      wusste ich noch gar nicht... ich fürchte aber, dass bereits Überlegungen für eine komplett-Reko der Fassade an Bedenken von Ideologen scheitern könnten. :augenrollen:
    • München - Impressionen

      Ein wenig München - weiß blauer Himmel, wie es sich gehört:


      München, Siegestor - Quadriga


      Müchen, Siegestor


      München, König-Ludwig I.-Denkmal


      München, Odeonsplatz (v.l.n.r.) Feldherrenhalle, Türme der Frauenkirche, Kath. Theatinerkirche St. Cajetan


      München, Katholische Theatinerkirche St. Cajetan, Außen


      München, Katholische Theatinerkirche St. Cajetan, Wappen im Giebel


      München, Katholische Theatinerkirche St. Cajetan, Innen


      München, Feldherrnhalle, total


      München, Feldherrnhalle, Bayerisches Armee-Denkmal


      München, Feldherrnhalle, Denkmal für Generalfeldmarschall Carl Philipp von Wrede


      Münchner Residenz (Hauptsitz der Wittelsbacher), Hofgartenbau


      Münchner Residenz (Hauptsitz der Wittelsbacher), Brunnenhof


      Münchner Residenz (Hauptsitz der Wittelsbacher), Patrona Bavariae


      München, Residenz- und Nationaltheater


      München, Blick durch die Maximilianstraße auf das Maximilianeum


      München, Bavaria mit Ruhmeshalle


      München, Denkmal für Kaiser Ludwig IV.


      München, Rathaus


      München, Rathaus - Turm


      München, Mariensäule


      München, Mariensäule, Detail


      München, Kath. Frauenkirche (Dom), Westwerk


      München, Kath. Frauenkirche (Dom), Innen


      München, Kath. Frauenkirche (Dom), Innen - Grabmal für Kaiser Ludwig IV.


      München, Hofbräuhaus am Platzl


      München, Kath. Dreifaltigkeitskirche, Außen


      München, Kath. Dreifaltigkeitskirche, Innen


      München, Kath. St. Michaelskirche, Innen - Blick zum Altar


      München, Kath. St. Michaelskirche, Innen - Gruft, Grabmal König Ludwig II.


      München, Kath. St. Michaelskirche, Innen - Blick zur Orgelempore


      München, Kath. Damenstiftskirche St. Anna


      München, Kath. St. Johann Nepomuk-Kirche, Außen


      München, Kath. St. Johann Nepomuk-Kirche, Innen - Blick zum Altar


      München, Kath. St. Johann Nepomuk-Kirche, Innen - Deckengemälde


      München, Alte Sendlinger Kirche St. Margaret (kath.), Innen


      München, Neue Sendlinger Kirche St. Margaret (kath.), Außen


      München, Neue Sendlinger Kirche St. Margaret (kath.), Seitenaltar - St. Georg
    • Wahnsinn wieviele schöne Kirchen es in München gibt. Eine enorme Wiederaufbauleistung, wenn man bedenkt, dass fast alle Kirchen im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Bei einigen dieser Kirchen ist die Rekonstruktion des Inneren immer noch nicht abgeschlossen. Dazu findet man sehr informative Artikel bei Wikipedia.

      St. Peter, Heilig-Geist, der Bürgersaal, St. Lukas und St. Benno sind auch sehr sehenswerte Kirchen.
    • Ja, allerdings, die Münchner Wiederaufbauleistung ist schon enorm.
      Ich habe, nachdem ich letzte Woche kurz zu einem Kongreß dort war, mal ein bißchen rumgelesen und überhaupt erst realisiert, wieviel von den Gebäuden in der Innenstadt Rekonstruktionen aus den 50'iger Jahren sind. Es ist wirklich beeindruckend - München ist - bei allen Bausünden - tatsächlich so was wie die heimliche Reko-Hauptstadt Deutschlands :zwinkern:

      Als wir vor dem Neuen Rathaus auf dem Marienplatz standen meinte ein Bekannter so schön zu mir: "Tja, wenn wir jetzt in Berlin wären, wäre hier eine riesige Wiese, die von Plattenbauten abgeriegelt wird und da hinten würde 'n Fernsehturm stehen."

      Wirklich am unangenehmsten aufgefallen ist mir - neben den üblichen Kaufhaus-Bausünden - vor allem die Neue Maxburg, die man in den späten 50'igern anstelle eines Renaissance-Palastes der Wittelsbacher errichtet hat.
      Häßlicher geht kaum noch. Diese Scheußlichkeit gehört eigentlich sofort abgerissen und die Alte Maxburg rekonstruiert ... aber steht natürlich leider schon unter Denkmalschutz.

      Der Architekt ist wohl irgend so ein zweitklassiger Bauhaus-Typ namens Sepp Ruf, der danach dann noch in Nürnberg das Germanische Nationalmuseum verschandelt hat und im Zuge seines Wiederaufbaus sogar das ins Museum translozierte Augustinerkloster hat abreißen lassen (das muß man sich wirklich mal vorstellen: dieser Dreckskerl hat noch in den 60'iger Jahren ein gotisches Kloster niederreißen lassen, um seinen Bauhaus-Schund zu realisieren - Ulbricht läßt grüßen!)