Quartier III/2 - CG-Gruppe (in Planung)

    • Chris1988 schrieb:

      Trotzdem bleibt die CG-Gruppe bis zur Fertigstellung Bauherr.
      Das ist eine wichtige Information. Ich bin verwundert, dass jetzt hier so getan wird als habe man den wunderhübschen Nöfer-Riesch Entwurf zu verteidigen. Den habe ich, wie so viele, als sehr bedauerliche Provokation des Hausherrn empfunden und genau so wurde er ja auch kommuniziert, dass es dem Bauherrn bewusst war, auf wie wenig Gegenliebe dieser Entwurf treffen dürfte. So hat das auch die Politik durch die Blume gesagt. Nun gibt es die Möglichkeit, dass er "besser" oder "schlechter" wird. Das wird auch dadurch bestimmt, was der neue Auftraggeber möchte. Wenn also nun eine andere Traufhöhe ermöglicht wird, dann kann das ein "Ausverkauf" sein oder ein Deal, damit der Entwurf besser wird. Und da meine ich mich zu erinnern, dass ein Grund für das Nichtbefolgen der historischen Vorlage die Geschosshöhe war. Mit zwei Metern mehr werden die Karten in jedem Fall neu gemischt.

      Am Ende können auch wirtschaftliche Aspekte hereinspielen. Während Architekten einen Film auf historisierende Fassaden schieben, wissen wirtschaftliche Akteure um die wertsteigernden Potenziale an diesem Standort und die Rückendeckung der politischen Führung.
    • Ich finde, man kann auch mal auf die ein oder andere Rekonstruktion verzichten, wenn dafür ästhetisch ansprechende und dem Ort angemessene Neuschöpfungen kommen. Wie man das z.B. in der Altstadt von Danzig gemacht hat, oder hier beim Palais Riesch. Wenn die neu entworfenen Füllbauten alle von der Qualität gewesen wären, gäbs am ganzen Neumarkt-Areal wenig zu mosern!
    • mmhh...wenn ich es mir so recht überlege, dann kann ich eigentlich auf keine einzige Reko verzichten, aber auf fast jeden bemühten oder den Neumarkt entstellenden Füllbau und wenn diese Müll...ähm...Füllbauten sukzessive mit Fassaden a la Nöfer ersetzt werden könnten im Laufe der Zeit, dann gäbe es überhaupt nichts mehr zu mosern :-)))
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Vor allem nervt, dass es mit diesem Lückenschluss immer länger dauert. Hieß es im Dezember noch, "bis 2021 soll das Quartier fertiggestellt werden", so heißt es im Februar: "Vor 2022 wird das Quartier nach Aussage von Christoph Gröner nicht fertig sein." Soll das ein Ableger des Berliner Flughafens werden? Oder Stuttgart 21 - 2.0? Die Geschosshöhen und "Gefahren" für das Polizeipräsidium hätten sie auch vorher durchdiskutieren können. Das ganze wirkt auf mich entweder dilettantisch oder als undurchsichtiges Pokerspiel. Irgendwann aber sollte das Neumarkt-Areal endlich fertig werden.
    • Es gehört zwar nicht hierher - aber mir fällt bei solchen Perspektiven wieder auf, wie vorbildlich doch beim Quartier II.1, links im Bild die Dachgestaltung ist - es wirkt von oben wie eine gewachsene Dachlandschaft, und trotzdem gibt es Dachterrassen und einen Mini-Lichthof. Das Quartier ist vor gut 10 Jahren entstanden, und besser ist es am Neumarkt seitdem hinsichtlich der Dachgestaltung nicht geworden, sondern schlechter. Der Quartier-II.1-Architekt hat einfach nur die Tatsache berücksichtigt, dass man von der nahen Frauenkirche aus alles von oben sehen kann - eine Selbstverständlichkeit, könnte man meinen. Schade, dass das nicht zum Maßstab für später realisierte Objekte wurde.
    • Ja, die Dachlandschaft von Q2 ist wirklich sehr erfreulich. Auch sonst ist das einfach ein nahezu rundum gelungenes Quartier.

      Solange wie das Baufeld von Quartier 3 brach lag, hätte man auch eine temporäre Rasenfläche daraus machen können, ähnlich wie beim Baufeld des Berliner Schlosses. Das wäre durchaus angenehm gewesen und ein echter Anziehungspunkt bei schönem Wetter. Und es hätte nicht jahrelang so schrecklich ungepflegt und unfertig dort gewirkt.
    • Neu

      Heimdall schrieb:

      Soll das ein Ableger des Berliner Flughafens werden? Oder Stuttgart 21 - 2.0? Die Geschosshöhen und "Gefahren" für das Polizeipräsidium hätten sie auch vorher durchdiskutieren können. Das ganze wirkt auf mich entweder dilettantisch oder als undurchsichtiges Pokerspiel.

      Sicherlich waren die Probleme mit dem Polizeipräsidium am Anfang nicht im vollkommenen Umfang klar und haben sich erst im Laufe der Genehmigungsplanung herausgestellt. Nunmehr scheinen diese Probleme aber gelöst zu sein und eine Baugenehmigung unmittelbar bevor zu stehen. Aufgrund der Tatsache, dass das Invest bereits veräußert wurde, kann man auch mit einer schnellen Realisierung rechnen. Vergleiche mit Flughäfen oder Bahnhöfen sind hier also kaum angebracht.

      Schloßgespenst schrieb:

      Das Quartier ist vor gut 10 Jahren entstanden, und besser ist es am Neumarkt seitdem hinsichtlich der Dachgestaltung nicht geworden, sondern schlechter.

      Das ist mir viel zu pauschal. Bitte vergleiche die Ansicht mit dem Quartier VIII der Baywobau oder dem jüngst erst realisierten Quartier VII/2 der Kimmerles. Dort wurde keinesfalls schlechter gearbeitet.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe