Amberg

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    • Durchfahrt Nabburger Tor von der Stadt-Innenseite




      Stadtmauerpartie östlich des Nabburger Tores


      Der Dockenhansl
      Strafturm, benannt nach einem Insassen, der Puppen (=Docken) herstellte

      Danach verließen meinen Fotoapparat die Kräfte und so musste ich den Spaziergang abbrechen.
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • Gern geschehen! ;)

      Wegen der Begehbarkeit der Stadtmauer bin ich mir nicht ganz sicher. Als Kind bin ich an manchen Stellen unerlaubterweise rumgeklettert. Aber ich glaube es gibt nach wie vor vereinzelte Abschnitte die offziell begehbar sind!
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • Auch von mir einen schönen Dank. Die Stadt würde mir stilistisch ausnehmend gut gefallen, da fränkisch mit böhmischem Einschlag- gibt was Edleres auf der Welt? - aber der Zustand ist mir viel zu geleckt und leider auch völlig unmotiviert postmodern. Es ist halt leider eine sehr unerwiderte Liebe, die ich zu fränkischen Städten habe.
      Bei dem Flussmotiv musste ich unweigerlich an böhm. Szenerien denken -Jaromiersch oder Krumau, alte Häuser unter hohen Türmen am Fluss - was hätte man draus machen können oder besser gesagt, was wäre geblieben, wenn man nichts gemacht hätte? Diese postmodernistischen Häuseln sind für sich nicht so schlecht, aber sie passen hier wie die Faust aufs Auge.
      In Tschechien wäre so eine Stadt als städtische Denkmalreservation ein altertümliches 'Schmuckkässtchen', hier ist alles so lieblos sauber. 'Gemütvoll' war füre diese Stadtplaner wohl das größte Schimpfwort.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Innerhalb der Oberpfälzer Städte gibt es in punkto Patina m. E. schon Unterschiede. Und da schneidet Amberg doch eher ursusfreundlich ab. Neumarkt i.d. OPf. ist insofern unempfehlenswert (= niedriger Ursianitätskoeffizient). Schwandorf und Weiden i.d. OPf. dito. Die kleineren und weiter östlich liegenden Städte dürften patinamäßig mehr zu bieten haben. Für bayerische Begriffe etwas vergammelt wirkend, aber Dir möglicherweise entgegenkommend ist Pressath. Ähnlich Vilseck und Neustadt am Kulm. Geleckt dagegen Sulzbach-Rosenberg, Hemau und Grafenwöhr. :D
    • Zunächst einmal vielen Dank, werter Ursus, für Deine Reaktion!

      Dass Amberg zu sehr geleckt wäre, diese Auffassung teile ich nicht. Zwar sind sehr wohl mehrere allzu glatt sanierte Gebäude zu verzeichnen, aber es gibt behutsamere Beispiele und vor allen Dingen gibt es auch viele Häuser, die seit einigen Jahrzehnten keine kosmetischen Korrekturen erfahren haben und mitunter einen etwas vernachlässigten Eindruck versprühen können.

      Dass die 60er, 70er und 80er Jahre ihre Spuren hinterlassen haben ist nicht zu leugnen, hält sich aber meines Erachtens in Grenzen. Zumal wenn man in Betracht zieht, dass Amberg im Gegensatz zu tschechischen Klein- und Mittelstädten nach dem Krieg einen sprunghaften Anstieg der Bevölkerung von 26000 vor dem Krieg auf 40000 nach Krieg zu verzeichnen hatte. Verbunden mit dem, wenn auch bescheidenen aber immerhin statt gefundenen, wirtschaftlichen Aufschwung in den Jahren von 1950 bis 1980, war hier ein ungleich größerer Druck auf die Altbausubstanz zu verzeichnen. Im Gegensatz hierzu waren viele böhmische Städte gewissermaßen im Dornröschenschlaf und somit vor bestimmten Auswüchsen verschont.

      Gleichwohl stimme ich Dir zu, dass in Amberg in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts neben den doch grundsätzlich zu lobenden Sanierungsmassnahmen der historischen Innenstadt, kein einziger qualitativ ansprechender und überzeugender Neubau gelungen ist.

      P.S.:

      "ursus carpaticus" schrieb:

      Die Stadt würde mir stilistisch ausnehmend gut gefallen, da fränkisch mit böhmischem Einschlag- gibt was Edleres auf der Welt?
      Nun, vielleicht eine der Grundsubstanz nach „bairische“ Stadt sowohl mit fränkischem als auch mit böhmischem Einschlag ;)
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • "Zeno" schrieb:

      Wie man sieht, sieht man da keine großen Bausünden. Außer Bahnhofstraße 20, dem Wöhrl (früher Kaufhof) und dem Zeitungsgebäude im Norden der Altstadt (Mühlgasse 2).

      Du scheinst dich ja erstaunlich gut auszukennen in Amberg und in der Oberpfalz. Respekt!

      Zu deiner Auflistung oberpfälzischer Städte möchte ich hinzufügen, dass man Sulzbach seine durchaus leuchtende, natürlich lange zurück liegende Vergangenheit noch ansehen kann. Allerdings kann die Stadt auch nicht verbergen, dass sie in den 70ern kommunalpolitisch zurechtgestutzt wurde und ihren Status als Kreisstadt und damit an Bedeutung verlor. Zudem war die Stadt jahrzehntelang wirtschaftlich monostrukturell mit der Maxhütte verbunden und hat nach wie vor am Umstrukturierungsprozess zu knabbern. So gibt es neben möglicherweise allzu glatt sanierten Gebäuden, wie dem dennoch eindrucksvollen Rathaus, auch relativ vernachlässigte Ecken.
      Da du Grafenwöhr (das ich kenne) und Pressath (welches ich wiederum nicht kenne) erwähnt hast, möchte ich Eschenbach ins Spiel bringen, denn es scheint mir in dieser Ecke der Oberpfalz die malerischste Kleinst-Stadt zu sein, auch im Verbund mit dem nahe gelegenen Kloster Speinshart.
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)