Denkmalschutz in Bayern

    • Zur Situation des Denkmalschutzes in Bayern:

      "Einstürzende Altbauten"
      sueddeutsche.de/bayern/verfall…zende-altbauten-1.1339975

      Die Gründe für ihren Niedergang sind vielschichtig. Zwar brachte die Erschütterung über die Zerstörungen im und nach dem Krieg anno 1973 ein Denkmalschutzgesetz hervor, aber: "Von 1990 an ging es bergab, und zwar bis heute", resümiert Greipl.
      (Seite 4)

      Genau so sehe ich das auch. 1990 würde ich auch als das Jahr angeben, seit dem es bergab geht. Und zwar andauernd mit steigender Tendenz.
    • und (fast) täglich grüßt das Murmeltier:

      br.de schrieb:

      Denkmalschutz
      Der Mittertenn-Hof

      Das Uiderl-Anwesen ist ein seltenes Beispiel eines noch intakten Mittertenn-Hofes. Aber jetzt droht dem Hof der Verfall. Wie viel Denkmalschutz können wir uns leisten? Und wie viel Heimatschutz brauchen wir?
      br.de/mediathek/video/sendunge…ml#tab=bcastInfo&jump=tab
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • Kulturerbe Bayern

      Bayern erhält seinen eigenen National Trust! Der erste Schritt, die Gründung eines Vereins, der die eigentliche Stiftung aufbaut, ist getan.

      suedeutsche.de schrieb:

      Englisches Vorbild
      Bayerischer National Trust

      Ein neuer Verein will gefährdete Kulturgüter erwerben und so für die Zukunft erhalten
      [...]
      "Staat, Kommunen sowie Privateigentümer haben in der Vergangenheit beispielhafte Arbeit geleistet", sagte der Vorsitzende Johannes Haslauer am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts. Er nannte stellvertretend für viele Denkmalretter die Altstadtfreunde Nürnberg und den Förderkreis Schackypark. Und doch konnte beileibe nicht alles, was prägend war, erhalten werden. Allzu häufig reichen die Mittel oder das Wissen nicht aus, um Landschlösser, Vierseithöfe oder Kurbäder vor dem Verfall, Abbruch oder Umwidmung zu schützen. Zudem ist der einzelne Bürger mit dem Besitz eines Kulturdenkmals oft überfordert. Nicht zuletzt wirkt sich der Strukturwandel negativ auf die Bausubstanz aus. Leerstand in den Ortskernen, Zersiedelung der Landschaft, Verfall und Abbruch orts- und stadtbildprägender Gebäude haben epidemische Ausmaße angenommen. Das Kulturerbe leidet unter Verfall, Abbruchbirne und unsensibler Nutzung.

      Der Verein Kulturerbe Bayern will vor allem dort in die Bresche springen, wo weder staatliche Fördermaßnahmen greifen noch private Investoren aktiv werden. Zu diesem Zweck bereitet er die Gründung einer Stiftung vor, die sich an einem überragenden Vorbild orientiert, nämlich am National Trust in Großbritannien.
      [...]

      sueddeutsche.de/bayern/englisc…-national-trust-1.3584690

      Auf das er so erfolgreich wird wie sein britisches Original und nicht als Feigenblatt für die Politik dient, dem staatlichen Denkmalschutz die Mittel noch mehr zu kürzen!
      https://www.kulturerbebayern.de/startseite.html

      Das britische Vorbild (England, Wales, Nordirland):
      nationaltrust.org.uk/

      für Schottland:
      nts.org.uk/Home/

      Irland:
      In Irland gibts wohl mehrere Organisationen mit ähnlichem Ziel, die Gründung des Irish Heritage Trust zeigt ein paar Parallelen zur bayerischen Situation:
      irishheritagetrust.ie/about/our-story-so-far/
      Daneben gibts noch den Irish Landmark Trust, der sich auf touristisch verwertbare Objekte spezialisiert hat und sowohl in Nordirland als auch in der Republik Irland aktiv ist:
      irishlandmark.com/
      Und den "An Taisce - The National Trust for Ireland", der sowohl bauliches wie auch Naturerbe besitzt und betreut:
      antaisce.org/property
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • br.de schrieb:

      Eins zu Eins. Der Talk

      Gast: Egon Johannes Greipl, Generalkonservator

      Stephanie Heinzeller im Gespräch mit Egon Johannes Greipl, Generalkonservator

      1999 ist Egon Johannes Greipl sechs Monate lang als Oberstleutnant der Reserve beim SFOR-Einsatz in Bosnien, danach wird er Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Als oberster bayerischer Denkmalpfleger setzt er für einen Denkmalbegriff ein, der auch Industrieanlagen oder Hinterlassenschaften aus der Zeit des Nationalsozialismus einschliesst. Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September wiederholen wir ein Gespräch mit Egon Johannes Greipl aus dem Jahr 2012.

      Er war Bayerns oberster Denkmalschützer
      1948 wird Egon Johannes Greipl in Passau "im Schatten des Doms" geboren. Als seinem Vater 1951 eine Arbeitsstelle in München angeboten wird, zieht die Familie in die Landeshauptstadt. 1968 tritt Greipl in die neu gegründete Bundeswehr ein und wird zunächst nach Koblenz, dann wieder zurück nach Bayern versetzt. "Wir sind in dieser Zeit alle drei Jahre umgezogen", erinnert er sich. In Regensburg macht Egon Johannes Greipl Abitur und studiert Bayerische Geschichte, Kunstgeschichte und Alte Sprachen. So wird er dann auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Bayerischen Geschichte in München und geht anschließend für drei Jahre ans Deutsche Historische Institut nach Rom. Nach weiteren Zwischenstationen wird Greipl 1993 Kulturreferent der Stadt Regensburg und von 1999 bis 2013 Bayerns oberster Denkmalschützer.

      Denkmalschutz in Zeiten der Energiewende
      Im Gespräch mit Stephanie Heinzeller in "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Egon Johannes Greipl vom Denkmalschutz in Zeiten knapper öffentlicher Gelder und in Zeiten der Energiewende - "Solarmodule auf Kirchendächern oder ein Windrad neben dem Passauer Dom, das muss nicht sein!" Er verrät, was ihm am Militärdienst gefällt und berichtet von seinem SFOR-Einsatz in Bosnien.

      br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-1735864.html

      Die Sendung zum Nachhören:
      cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9z…pl-Generalkonservator.mp3

      Interessantes Gespräch!
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller