Augsburg

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    • Danke für die Bilder. Freue mich was von Augsburg zu sehen, wo ich doch jetzt Hunderte Kilometer entfernt wohne.

      Kommen noch mehr Bilder? Leider habe ich selbst keine auf dem Rechner, aber wäre sicher nötig noch viel mehr von der Stadt hier zu zeigen. Maximilianstraße, die Stadttore, Theater, etc..... ein sehr sehr schöne Stadt. Ich glaube es gibt in Deutschland kaum eine andere Stadt in der Größe (260.000 Einw.), die noch so viel Historisches (wenn auch sehr viel nach dem 2. WK rekonstruiert) in der Innenstadt aufweisen kann. Regensburg oder Heidelberg sind ja nur halb so groß und in den Städten mit mehr Einwohnern als Augsburg ist zumeist wohl viel weniger erhalten.
    • Danke für die Fotos. Augsburg scheint echt noch eine schöne Innenstadt zu besitzen. Hast du auch Fotos von der einzigen Jugendstilsynagoge, die noch in D existiert?

      "faber" schrieb:

      Ich glaube es gibt in Deutschland kaum eine andere Stadt in der Größe (260.000 Einw.), die noch so viel Historisches (wenn auch sehr viel nach dem 2. WK rekonstruiert) in der Innenstadt aufweisen kann.

      Ich bin mir nicht sicher, aber sind Wiesbaden, Erfurt und Halle nicht auch etwa in dieser Größenordnung, vllt etwas größer?
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Auch von mir vielen Dank für die Photos. Der abgebildete Goldene Saal des Rathauses ist übrigens eine nahezu vollständige Rekonstruktion aus den 80er Jahren. Nach dem Krieg standen nur noch die Aussenwände des Saales ( Goldener Saal – Wikipedia ). Alleine schon wegen dieses Saals kann man allen, die noch nicht da waren, eine Reise nach Augsburg empfehlen. Allerdings darf man natürlich kein so geschlossenes Stadtbild wie in einer nicht kriegszerstörten Stadt (wie Dinkelsbühl etwa) erwarten. Augsburg ist vor allem wegen vieler außerordentlicher Einzelbauten und einiger sehenswerter Ecken und Strassenzüge (u.a. die abgebildeten) so empfehlenswert.
    • Allerdings darf man natürlich kein so geschlossenes Stadtbild wie in einer nicht kriegszerstörten Stadt (wie Dinkelsbühl etwa) erwarten.


      Man schaue sich nur das Foto mit der Häuserzeile, die dem Rathaus gegenüber steht, an.

      Aber ich will nicht unken: Augsburg hat bemerkenwert viele intakte und harmonische Bereiche. Ich lehne mich jetzt vielleicht etwas weit aus dem Fenster, aber es hat fast den Charakter einer nicht im Krieg zerstörten Stadt, die dann lediglich in der Nachkriegszeit an einigen Stellen verschandelt wurde (wie z. B. einige Schweizer Städte).

      Auch sehr schön ist dieses prachtvoll bemalte Haus; ich weiß leider die Straße im Moment nicht, vielleicht kann mir da jemand helfen (müsste aber von der Maximilianstraße aus ne kleine Seitrenstraße sein):

      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • "Restitutor Orbis" schrieb:

      ...Auch sehr schön ist dieses prachtvoll bemalte Haus; ich weiß leider die Straße im Moment nicht, vielleicht kann mir da jemand helfen...


      Das ist das sog. Kathanhaus in der Kapuzinergasse. Genauere Infos gibts hier:

      hypo-kunsthalle.de/kulturstift…5_begr_greiffenberger.doc

      ...Ausgezeichnet durch eine prachtvolle Fassadenmalerei aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zählt das Kathanhaus zu den
      besonders wertvollen historischen Gebäuden der alten Fugger-Stadt Augsburg und seine fachgerechte Instandsetzung zu den
      vorbildgebenden denkmalpflegerischen Maßnahmen im Regierungsbezirk Schwaben...
    • Ah, Augsburg, schon im frühen Mittelalter einer der beliebtesten Orte des Königtums, die Stadt der Fugger und Holbeins und des Elias Holl, die Stadt der Reformation... schön zu sehen, dass uns von einer der bedeutendsten deutschen Städte überhaupt noch so viel geblieben ist bzw. zurückgebracht wurde. Ein Dom, dessen älteste Teile noch mindestens ins 11. Jahrhundert zurückreichen, die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt, auch heute noch viel Renaissance und viel Barock - hier wird unsere Geschichte erlebbar. Das alte Augsburg war ja überhaupt als die bedeutendste Stadt Mitteleuropas anzusprechen, was die Architektur der Renaissance angeht. Auch heute noch erkennt man, dass dies einst die mit Abstand größte und reichste Stadt Schwabens war (bis dann eben dieser württembergische Emporkömmling Augsburg überflügelte).


      Besonders natürlich die Maximilianstraße ist traumhaft. Die Kaisermeile ist wohl auch heute noch eine der schönsten Prachtsraßen überhaupt...

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      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Zum Rathausplatz:

      Platz vor dem Rathaus in seiner heutigen Situation, die freien Blick auf das Rathaus zulässt, entstand erst nach dem 2.WK. Gegenüber vom Rathaus stand die Augsburger Börse, die nicht wieder aufgebaut wurde. Wahrscheinlich mit der Argumentation, dass man ohne Börse mehr vom Rathaus sieht. Die Häuser, die vor dem Krieg hinter der Börse standen, waren auch nicht so prachtvoll, wie etwa die Häuser, die direkt an der Straße um das Rathaus standen (Maximillianstraße).

      Dennoch wäre eine Rekonstruktion oder auch nur angepasste Neubauten ohne Flachdächer eine sehr große Verbesserung. Geplant ist das allerdings bisher nicht.
    • Bin zur Zeit öfters in Augsburg. Da sich im Forum recht wenig zu dieser Stadt findet, wollte ich mal Abhilfe schaffen und euch einige Bilder präsentieren. Vorneweg der Hinweis, dass ich leider selten fotografiere, daher bitte ich um Nachsicht, wenn die Bilder auch mal schlechter sind.

      Einen guten Überblick über die Augsburger Altstadt gibt verlinkter Wikipedia-Artikel.

      de.wikipedia.org/wiki/Augsburger_Altstadt

      Zum Wiederaufbau und der heutigen Anmutung Augsburgs ist mir aufgefallen, dass die großteils erhaltene, kaum veränderte "Kaisermeile" - die Straßen zwischen Dom und St. Ulrich - die Stadt sehr intakt und harmonisch erscheinen lassen, während man in weniger repräsentativen Bereichen auch ein anderes Bild bekommen kann. Vorausgesetzt man hat recherchiert und weiß, wie Teile der Jakobervorstadt und manche Straßenzüge mal aussahen... Es wurde beiweitem nicht alles wieder aufgebaut und es gibt auch etliche Bausünden. Durch den Umstand, dass es noch eine Menge anderer sehr qualitätsvoller Stadträume gibt, ist der Verlust allerdings kaum mehr in der öffentlichen Wahrnehmung verankert und die "Augschburger" sind meist sehr überzeugt von der Schönheit ihrer Stadt.

      Beginnen möchte ich mit dem westlichen Bereichs der Altstadt, der heute vorallem als Fußgängerzone mit Läden und Büros dient. In den anderen Bereichen dominiert noch viel eher das Wohnen. Zuerst geht's in die Philipine-Welser-Straße, den Rathausplatz und die Annastraße, dann über den Königsplatz, Zeugshaus und Seitenstraßen zurück Richtung Rathausplatz.

      informagiovani-italia.com/mapa_augsburg.htm

      Dieses Haus war eines der ersten im Besitz der Fugger. Wie die meisten Häuser zwischen Annastraße und Rathaus wurde es komplett zerstört, die Fassade hat man allerdings wie bei sehr vielen anderen Häusern vereinfacht wieder aufgebaut. Die Innenhöfe sind leider fast alle überbaut worden.

      Augsburg benötigte in den 70er auch einen Karstadt. Dafür wurde ein erhaltenes Patrizierhaus abgerissen.



      Maximilianmuseum. Erhaltenes Patrizierhaus samt Innenhof, der heute eine Glasüberdachung hat.

      Ehemaliger "Heumarkt", heute Philippine-Welser-Straße.
      Andere Fassadenseite des Fuggerhauses von Bild 1
      Verhunzte Westseite des Rathausplatzes.

      Durchgang von der Annastraße zum Rathausplatz

      Diesen Anblick ist ein Werk der Nachkriegszeit. Bis 1944 bzw. 1949 waren auf der rechten Bildhälfte die Gebäude der Augsburger Börse (bzw. die Ruinen davon). Links gab es einen dreieckigen Platz, der sich zum Perlachturm orientierte. Es war geplant die Fläche der Börse neu zu bebauen, aber als dann durch das Abtragen der Ruinen der Blick frei wurde, gab es Bürgerproteste den Platz frei zu lassen. Der Blick ist schon toll, aber die Gebäude sind nicht richtig auf den Platz ausgerichtet und auch der Augustus steht nunmehr verloren ganz links in der alten Platzmitte anstatt in der neuen.
      Zurück in der Annastraße. Lediglich der Straßenverlauf ist historisch, die Gebäude meistens nicht.


      Etwas verstümmeltes Postgebäude, vor dem gerade eine neue Stadtbibliothek gebaut wird. Früher waren hier die Gärten der Patrizier. und die westliche Stadtbefestigung.


      Der Stadtmarkt.


      Der Annahof, rechts die Stufen markieren die Fundamente einer mittelalterlichen Bibliothek.


      Ehemaliges St. Anna Gymnasium von Elias Holl, dem Augsburger Star-Architekt der Renaissance. Er hat das Rathaus, den Perlachturm, viele Zunftbauten, sämtliche Stadttore und einiges anderes neu gebaut oder umgestaltet.


      Das Annakloster



    • Übergang von der Annastraße zum Königsplatz. Früher stand hier ein Stadttor, das im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jahrhundert geschleift wurde. Rechts geht es in die Bgm.-Fischer-Straße, die zur Gründerzeit durchgebrochen wurde um die Stadtmitte besser mit dem Bahnhof im Westen zu verbinden.








      Blick in die Bgm.-Fischer-Straße.


      Der Königsplatz ist heute der zentrale ÖPNV-Knoten von Augsburg. Die Bäume verdecken zum Glück die Beton-Verbrechen gegenüber.

      Vermutlich recht alte, aber sehr baufällige Häuser. Hoffentlich werden die renoviert. Kann jemand abschätzen wie alte die gelben Gebäude sind?









      Die weiße Fassade gehört zum Schaezler-Palais, einem ehemaligen Stadtschloss von 1765. Ich hoffe kann später noch mehr Fotos davon bringen. Ein einzigartiger Gebäudekomplex.

      Der Zeugplatz.


      Schild an der Rückseite der Fuggerhäuser am Zeugplatz. Die Fuggerhäuser wurden total zerbombt, aber gleich nach Kriegsende als erstes großes Bauwerk wieder aufgebaut. Leider sind die Innenräume, die teilweise immer noch von der Familie Fugger genutzt werden, nicht zugänglich.





      Rückseite der Fuggerhäuser.


      Innenhof des Zeughauses

      Das Zeughaus, 1602 von Elias Holl erbaut, die Fassade stammt allerdings aus dem Barock.

      Maximilianstraße mit dem Merkurbrunnen, neben Herkules- und Augustusbrunnen einer der drei Prachtbrunnen die Adrian de Vries in Augsburg um 1600 gestaltet hat. Die Originalstatuen sind heute im Maximilianmuseum.


      Rathaus und Perlachturm. Das 1624 fertiggestellte Rathaus war damals angeblich das einzige Gebäude mit mehr als 6 Geschossen. Die typischen Zwiebeltürme wurden als Dachform von Elias Holls Vater erfunden und finden sich wohl auf fast allen Kirchtürmen Augsburgs und Bayrisch-Schwabens.

    • Rathausplatz Augsburg

      Die Westseite des Rathausplatzes ist mir auch schon als die Bausünde Augsburgs aufgefallen. Er wäre relativ einfach rückgängig zu machen, glaube ich. Hinter einem der verhunzten Häuser scheint der Altbau noch zu stehen (dem mit dem Stufengiebel auf der Brandmauer)
      Die anderen wären relativ einfach zu verbessern. Ein Rückbau des Platzes durch Rekonstruktion der alten Börse wäre auch wünschenswert, aber wohl nie gegen die Bürgerschaft durchzusetzen.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
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      I bambini sanno che solo sbagliando s,impara.