Augsburg (Galerie)

    • "youngwoerth" schrieb:

      Sehr interessant, der Augsburger Rathausplatz kam mir immer schon irgendwie "falsch" vor. Die Proportionen stimmen nicht und Rathaus und Turm stehen so seltsam in einer lange Reihe.


      Als einer, der Augsburg nur von Bildern kennt, muss ich youngi hier beipflichten. Als Platzfront wirken RH und Turm überdies mehr schlecht als recht, wohl ist die Distanz zwischen ihnen zu groß. Die Wirkung war zweifellos für eine Seitenansicht berechnet (siehe die 'Vorzeigebilder' aus der Vorkriegszeit!), der kleine Rathausplatz hatte da keine städtebauliche Bedeutung.
      Ich glaube nicht, dass eine gute bzw auch nur adäquate Bebauung der W-Seite (gemeint jedenfalls vis-à-vis-Seite) viel verbessert hätte - auf jedem Fall ist mE für eine Wiederherstellung der alten, verwinkelten Situation zu plädieren, schon allein aufgrund der Bedeutung der fehlenden Häuser. Um diese überdimensionierte und blutleere Platzanlage wäre wohl nicht schade.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Augsburg - Rathaus innen

      Augsburg - Rathaus innen

      Nun einige Innenaufnahmen vom Rathaus.

      zur Rekonstruktion des Goldenes Saales und zum seinerzeit gegründeten „Verein zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saales im Augsburger Rathaus e.V.“:

      goldener-saal.de/html/chronik.html

      de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Saal

      Farbphotographien vom Goldenen Saal vor der Zerstörung:
      zi.fotothek.org/obj/obj19002164/Galerie

      Der Goldene Saal des Augsburger Rathauses im Look der fünfziger Jahre - Skizzen eines Wettbewerb:
      hdbg.de/wiederaufbau/wiederaufbau_goldener-saal.php


      Sicherlich eines der erfreulichsten und auch bekanntesten Reko-Projekte Deutschlands in den letzten Jahrzehnten.




      Der Untere Fletz im Erdgeschoß, angrenzend befinden sich Diensträume der Polizei und ein Laden, in dem es auch ein paar lohnende und gleichzeitig extrem deprimierende Alt-Augsburg-Bücher zum Kaufen gibt.

      Über ein geräumiges Treppenhaus geht es in den 1958-62 gestalteten Oberen Fletz:



      Weitere 40 Stufen und ein Geschoß darüber befindet sich dann der Goldene Saal (alles andere als deprimierend, abgesehen vom Ausblick durch die westlichen Fenster auf die westliche Rathausplatzbebauung):


      Die Maße: 32,65 x 17,35m bei 14,22m Höhe


      von den Wandfresken blieben Reste erhalten, die Ende der 50er Jahre restauriert und bei der Rekonstruktion ergänzt wurden, zu sehen sind u.a. verschiedene Kaiser

















      die Holzdecke, einst aus Nussbaum, die heutigen Bilder stammen vom Würzburger Maler Martin-Amorbach auf der Grundlage alter Farbfotos, das längsovale in der Mitte versinnbildlicht die Weisheit




      Vom Goldenen Saal gelangt man durch 4 prächtige Portale in die an den vier Ecken gelegenen Fürstenzimmer, jeweils quadratisch bei etwa 12x12m und 5 1/2m Höhe


      das in den letzten Jahren rekonstruierte südwestliche Fürstenzimmer




      der jüngst wiederhergestellte Kachelofen





      das bis 1995 wiederhergestellte nordwestliche Fürstenzimmer:



      auf diesem Gemälde ist die Belehnung Herzog Moritz von Sachsen mit der sächsischen Kurwürde durch Kaiser Karl V. dem Reichstag zu Augsburg im Jahre 1548 zu sehen. Bezeichnenderweise erfolgte diese vor dem Fuggerhaus, im Hintergrund zu erkennen – obwohl erst nach dem Reichstag errichtet – der Herkulesbrunnen (1602), das Holl´sche Siegelhaus (1606) inmitten der heutigen Maximilianstraße und der Turm von St. Ulrich (1594).

      In den kommenden Jahren vorgesehen ist auch noch die Rekonstruktion des südöstlichen Fürstenzimmers,
      siehe: goldener-saal.de/html/chronik.html\r
      goldener-saal.de/html/chronik.html


      Durchblick vom Fürstenzimmer in den Goldenen Saal:
























      soweit einige Aufnahmen zum Goldenen Saal und den beiden Fürstenzimmern,
      abschließend nochmals der Untere Fletz: Fletz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Markus ()

    • Re: Augsburg

      Grandiose Bilder, vielen Dank. Diese Wiederaufbauleistung kann man gar nicht hoch genug einschätzen, immerhin handelt es sich beim Augsburger Rathaus um den ersten reinen Barockbau auf deutschem Boden. Nicht, dass er mir besonders gefallen würde, aber der kunsthistorische Wert ist unumstritten. Ich habe eine Frage zum goldenen Saal: konnten einige Originalteile in das Rekoprojekt integriert werden? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Decke komplett abgebrannt ist.
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940
    • Re: Augsburg Lechviertel und Dominikanerkirche

      Rathaus abends:





      Die restlichen Aufnahmen aus dem Lechviertel:


      Sterngasse 3 hinterm Rathaus


      Vorderer Lech 21-27


      Hinterer Lech 3-9


      Märzenbad 13 und 15, Bauerntanzgäßchen 1 (Gaststätte zum Bauerntanz)

      Mittlerer Lech 52 und 50 in einer etwas älteren Aufnahme


      Schlossermauer


      Beim Rabenbad, Heilig-Geist-Spital


      Heilig-Geist-Spital


      Spitalgasse 4-16

      Spitalgasse, Beim Rabenbad



      Als nächstes ein paar Bilder von der Dominikanerkirche St. Magdalena

      1513-15 als zweischiffige Hallenkirche mit geraden Abschlüssen im Osten und Westen erbaut, 1716-24 barockisiert, 1803 profaniert und als Lagerhalle verwendet, die Innenausstattung verkauft, seit 1966 Römisches Museum.
      Die Kirche zählt zu den frühesten und bedeutendsten Sakralbauten der Renaissance in Deutschland.



      das unscheinbare, hochaufragende und turmlose Äußere

      Inneres nach Westen:







      die Rosenkranzkapelle mit hübscher Ausmalung aus dem 16. Jh.:












      Der 1769 aus der Wertach geborgene Pferdekopf von einem römischen Reiterdenkmal

      An den Hochwänden im Inneren wurden 1519/20 die „Fier Gulden Stain“ eingefügt, errichtet im Auftrag Maximilians I.:







      Weinverkauf an der Taberna




      Rest von einem römischen Grabstein

      Inneres nach Osten:


    • Re: Augsburg

      Ja, das Lechviertel hat die Kriegszerstörungen und Modernisierungen danach insgesamt recht gut überstanden, im südlichen Teil im Bereich Am Schwall/Bäckergasse stand aber 1945 auch so gut wie nichts mehr. Auch im Bereich Vorderer, Mittlerer und Hinterer Lech im N-Teil wechselt der Erhaltungsgrad sehr stark. Gut erhaltene Straßenzüge sind v.a. die Pfladergasse, Weiße Gasse, Beim Märzenbad und Hunoldsgraben.

      Am wenigsten Kriegszerstörungen im riesigen Altstadtareal gab es ganz im Süden beim Roten Tor und Heilig-Geist-Spital, im südlichen Teil der Maximilianstraße und westlich davon sowie im Nordteil entlang der nördlichen Frauentorstraße. Auch die südliche Annastraße beim Königsplatz war wenig betroffen. Vom Rathausplatz Richtung Nordost zum Städt. Krankenhaus hin zieht sich ein schmales Band geringer Zerstörungen.

      Leider hat es eben gerade die Gebiete z.t. am stärksten getroffen, wo die Dichte an herausragenden Bürgerhäusern am größten war, die diesbezüglichen Verluste sind - wie ja teilweise schon ein bischen dargestellt - immens.
    • "Georg Friedrich" schrieb:

      ...das Kutscher- und Gehrhaus und das Weidenbachhaus kenne ich dagegen leider gar nicht einmal...


      zu Kutscher + Gehr finden sich im Gegensatz zum nachwievor unklaren Weidenbachhaus ein paar Zeilen im Augsburger Stadtlexikon. Das demnach mit Kutscher- und Gehrhaus gemeinte Gebäude wäre dann Moritzplatz 4 (westlich gegenüber dem Weberhaus).

      http://augsburger-stadtlexikon.de/index.php\r
      augsburger-stadtlexikon.de/index.php
      und Kutscher + Gehr bei Suchen eingeben
    • "Markus" schrieb:

      Leider hat es eben gerade die Gebiete z.t. am stärksten getroffen, wo die Dichte an herausragenden Bürgerhäusern am größten war.
      Wie üblich.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Re: Augsburg - Ulrichsplatz und Maximiliansstraße

      Maximiliansstraße und Ulrichsplatz

      Als nächstes möchte ich die Maximiliansstraße und den Ulrichsplatz ausführlich vorstellen.
      Zuerst geht es von St. Ulrich und Afra im Süden die Ostseite vom Ulrichsplatz und der südlichen Maximiliansstraße nordwärts.

      Ulrichsplatz


      Ostseite vom Ulrichsplatz, ganz rechts die Nr. 15 mit zinnengekrönten Ecktürmen


      Ulrichsplatz 5-15, traufseitige Bürgerhäuser, zumeist im Kern 16./17. Jh. und die Fassaden im 19. Jh. erneuert. Rückseitig Gärten, die bis zum Afragässchen reichen


      Ulrichsplatz 13, Treppenhaus um 1830


      Ulrichsplatz 11, zweigeschossiger Laubengang im Innenhof


      Maximiliansstraße 85,87,89 Ulrichsplatz 1,3
      Der Eckbau Ulrichsplatz 1 mit neugotischer Fassadendekoration




      Ulrichsplatz nach Süden mit kath. Stadtpfarrkirche St. Ulrich und Afra und der deutlich kleinere evang. Pfarrkirche St. Ulrich








      Blick vom Ulrichsplatz die Maximiliansstraße nordwärts:








      eine mögliche Neugestaltung der Maximilianstraße:
      http://www.architekturforum-augsburg.de/archives/1019\r
      www.architekturforum-augsburg.de/archives/1019

      wenn diese Vision von ein paar Stararchitekten Wirklichkeit würde, wäre diese großartige Sicht die Straße abwärts bis zu Rathaus, Perlach und Dom und umgekehrt auf St. Ulrich und Afra nicht mehr möglich. Diese Blickbeziehungen zu zerstören wäre meiner Meinung nach die allergrößte Dummheit, ganz abgesehen davon das man sich vorstellen kann, wie diese in der Mitte vorgesehenen Gebäude aussehen werden...

      der gegensätzliche Blick vom Moritzplatz südlich die Straße aufwärts:



      Weiter geht es demnächst mit der Bebauung auf der Ostseite der Maximilianstraße (von Süd nach Nord)
    • Das war nun wirklich beeindruckend. Wenn genau dies das für Fußgänger ausgebaute Zentrum Augsburgs, Hauptgeschäfts- und Aufenthaltsbereich sowie Treffpunkt für Augsburger und Touristen wäre, ich wäre von Augsburg restlos begeistert. So aber bleibt der innere Konflikt.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Maximilianstrasse Ostseite von S Max 89-81



      Maximilianstraße 85, 87, 89




      Nr. 89, Fassadendetail




      Maximilianstraße 85, Eingangstür




      Die Rückseiten der Häuser zum Afrawald:


      die Nr. 85 rückseitig ein Halbgiebelhaus mit zweistöckigem Erker



      auf der anderen Straßenseite offensichtlich relativ neue Bebauung, die sich bestens einfügt:


      die schluchtartige Gasse Afrawald Richtung St. Ulrich:



      Stiermannhaus (Maximilianstraße 83)


      die Nr. 83 ist das Stiermannhaus (ehem. Palais Montgelas), ein traufseitiges Handels- und Bürgerhaus mit im 19. Jh. veränderter Fassade und einer gewölbten Halle im Erdgeschoß.






      Haustafel im Durchgang

      Das Gebäude stand 1970 zum Verkauf und war infolge des ruinösen Zustandes vom Abbruch bedroht. Walter Stiermann kaufte das Haus jedoch und stellte es mit großem finanziellen Aufwand wieder her. Dabei wurde u.a. die Erdgeschosshalle von Einbauten befreit oder die Stuckarbeiten im Treppenhaus restauriert.

      Das prachtvolle, zweiläufige Treppenhaus:








      Fresko mit Apoll, Minerva, Merkur und die 9 Musen:



      Tafel im Innenhof, mitte rechts der für Festveranstaltungen genutzte, freskengeschmückte Dreikaisersaal, der erst bei den Restaurierungen um 1970 wiederentdeckt und -hergestellt wurde. In den Kellergewölben die berühmte Welser Kuch.

      Der Innenhof:





      Maximilianstraße 81 und 83, die Nr. 81 das sogenannte Eser-Haus


      Deckenstuck im Erdgeschoß aus dem 18. Jh., im Innenhof eine barocke Wandbrunnenanlage:







    • "youngwoerth" schrieb:

      Wenn genau dies das für Fußgänger ausgebaute Zentrum Augsburgs, Hauptgeschäfts- und Aufenthaltsbereich sowie Treffpunkt für Augsburger und Touristen wäre, ich wäre von Augsburg restlos begeistert. So aber bleibt der innere Konflikt.


      ich weiss nicht so recht, wenn der südliche Teil der Maximilianstraße Hauptgeschäftszone würde, dann würden die Häuser außen und innen nicht mehr so aussehen wie das Stiermannhaus und doch noch etliche weitere. In der Annastraße ist das auch gut zu sehen. Störend sind natürlich die Parkplätze seitlich, aber zumindest der Durchgangsverkehr, einst über den Rathausplatz weiter am Dom vorbei wurde auf Höhe Moritzplatz gesperrt. Ich fände es toll, wenn eine Trambahnlinie über die Maxstraße geführt werden würde, die Gleise sind ja da.

      Insgesamt gibt es derzeit offenbar viel Trara um die Prachtstraße. siehe auch u.a.:

      Initiative innenstadt
      http://www.architekturforum-augsburg.de/archives/645\r
      www.architekturforum-augsburg.de/archives/645

      oder auch
      Aktionsgemeinschaft Maximilianstraße e.V.
      http://www.maxstrasse-augsburg.de/index.php\r
      www.maxstrasse-augsburg.de/index.php
    • Vielen Dank für die tollen Bilder!

      Zu Augsburg im allgemeinen: Nachdem ich im Januar mal für einen halben Tag in Augsburg war, kann ich youngwoerths zwiespältige haltung eigentlich sehr gut nachvollziehen.
      Das Erhaltene ist schon sehr prachtvoll und großartig. Allerdings hat mich auch geschockt, wieviel gerade im Kernbereich der Altstadt doch vernichtet wurde. Ich hatte bis dahin gedacht, Augsburg sei noch halbwegs gut davongekommen, habe dann aber beim Rundgang gesehen, daß die Verluste wirklich enorm gewesen sein müssen.
      Will sagen: daß Augsburg überhaupt noch so etwas wie eine ansehnliche Altstadt hat, liegt meinem Eindruck nach schlicht daran, daß deren Ausdehnung - rein flächenmäßig - so groß war und die Bebauung teilweise doch eher locker. Bei einer kleineren, engeren Altstadt wäre Ausgburg wohl als Totalverlust zu verzeichnen gewesen.

      Einfach vom Durchlaufen und im Abgleich mit den Schadenskarten hatte ich den Eindruck, daß die Verluste sich ungefähr in diesen Größen bewegen dürften:

      - Westliche Kernaltstadt zwischen Rathaus und Dom: ca. 85% (eventuell auch durch Straßendurchbrüche beim Wiederaufbau)

      - Jakobervorstadt: 95%, also Totalverlust - allerdings orginalgetreuer Wiederaufbau der darin gelegenen Fuggerei, die ca. 20% der Fläche einnimmt

      - Westliche Altstadt auf Höhe der nördlichen Hälfte der Maximilianstr.: durchmischt; ich würde die Verluste auf ca. 60% schätzen

      - Lechviertel und östliche Kernaltstadt: sehr durchmischt; ein Bereich von ca. 25-30% des Gebiets totalzerstört; der Rest dafür größtenteils unbeschädigt erhalten (Schäden dort um die 10%)

      - Südliche Altstadt: ebenfalls sehr durchmischt; ein Bereich von ca. 20 % des Gebiets totalzerstört (um die Bäckergasse); der Rest - incl. südliche Maximilianstr. - ebenfalls größtenteils unzerstört

      - Viertel direkt um den Dom: größtenteils unzerstört (Verluste vielleicht um die 15%)

      - Altstadt nördlich des Doms: sehr durchmischt; einiges erhalten, aber auch sehr viele Nachkriegsbauten (Verhältnis Nachkriegsbauten zu Vorkriegsbauten ca. 60:40) Allerdings ist schwer zu sagen, ob die Nachkriegsbebauung auf Kriegszerstörungen zurückzuführen ist oder ob die Vorkriegsbebauung einfach bereits eher locker war und dann nach dem Krieg mit Neubauten nachverdichtet wurde; teilweise hatte ich jedenfalls den Eindruck.
    • Das lässt sich auch auf Google Earth schön nachvollziehen. Die scharfe Abgrenzung der zerstörten Fläche im zentralsten Bereich der Stadt erinnert an Lübeck.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • "Philon" schrieb:


      - Altstadt nördlich des Doms:
      [...] ob die Vorkriegsbebauung einfach bereits eher locker war und dann nach dem Krieg mit Neubauten nachverdichtet wurde; teilweise hatte ich jedenfalls den Eindruck.

      Zwei Bereiche der Altstadt waren von alters her locker bebaut:
      - der Bereich nördlich des Doms und
      - der nördöstliche Teil der Jakobervorstadt, etwa nördlich der Henisiusstraße und östlich des Lauterlechs (hier sieht es heute dank der Hochhäuser wenig altstadtmäßig aus, vgl. http://www.bing.com/maps/default.aspx?v=2&cp=s1vs7jhx80gy&scene=10777502&lvl=1&sty=b&where1=Augsburg%2C%20Bayern%2C%20Deutschland\r
      www.bing.com/maps/default.aspx?v ... eutschland :schreckgrau:)
    • Augsburg Altstadt hat wie viele andere Stadten auf die Welt die modernitetat hart getroffen. Die gleiche kann man ja auch uber Stadten wie Brussel, Rouen, Boston, oder Beijing wo die Altstadte nur Bruchstucke sind. Dabei finde ich Augsburg in Internationale Vergleich gesegnet mit schone historische Inseln die sich nicht verstecken muss.

      @Youngwoerth
      Die Frage ist auf jedenfall was man subjektiv auf ein seite erwartet und zweite was man bewertet. Ich finde es gut dass die sudliche Maximillianstrasse nicht Geschaftzentrum ist. Salzburg ist fur mich ein seelenloses Geschaftzentrum geworden, wo fast jede Haus ein Geschaft oder Restaurant ist. Dabei wird ja auch viel zerstort oder vereinfacht. Schaut mal auch Wolfenbuttel an: draussen Fachwerk drinnen Pimkie oder Muller. Das ist oft die Charme von Stadten wie Gorlitz, Regensburg oder Bamberg. Es gibt Altstadtteilen ohne Geschaften.

      Ich stimme dich zu uber die Verbannung von Autos. Autos konnen wirklich schone Stadtbilder zerstoren.
    • Ich kann Deine Beweggründe nachvollziehen und sie haben sicherlich ihre Relevanz. Subjektiv ist es mir wichtig, daß gerade hochfrequente Ecken und Strecken einer Stadt keinen falschen Eindruck beim unbelesenen Besucher hinterlassen. Bei meinem Augsburg-Besuch als interessierter, aber unerfahrener Jugendlicher bin ich ausschließlich in dem Bereich unterwegs gewesen, den man augenscheinlich für das Zentrum der Stadt hält: Dort, wo sich die Menschenmassen, Geschäfte und Cafés befinden. Nach diesem Besuch hielt ich Augsburg für eine mittelmäßige Stadt. Und ich glaube fast, daß es der großen Masse in solchen Städten des Typus Ulm oder Lübeck ähnlich ergehen könnte. Ich finde das äußerst bedauernswert, wenn sich der eigentliche Wert einer Stadt kriegsbedingt in Randbereichen versteckt.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!