Wiederaufbau der Garnisonkirche

    • Beim Anschauen des oben verlinkten Videos dachte ich mir, da doch mit dem Turm auch die seitlichen Anbauten bereits rekonstruiert werden, die ja schon einen Teil des Schiffes darstellen, zumindest in der Außenansicht, in der Kubatur des Außenbaus des Schiffes. So kann ich mir nicht vorstellen, wie man auf den Gedanken kommen könnte den Außenbau des Schiffes nicht im Sinne des barocken Originalbaus zu rekonstruieren. Alles andere wäre ein unsäglicher Zwitter. Nix Ganzes und nix Halbes, wie man so schön sagt!

      Hier zu erkennen:


      Quelle: Garnisonkirchenstiftung



      Quelle: scrennshot bearbeitet aus:

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    • Zur Verdeutlichung des von mir im letzten Beitrag Geschriebenen:
      Das Schiff setzt sich doch deutlicher von den Turmanbauten ab, als ich in Erinnerung hatte. Da kann, wer will freilich eine Zeitzäsur einbauen!?
      Aber die Einheit des schönen Baues wäre dahin. Also bitte keine Experimente an einem authentischen barocken Bauplan!!!


      garnisonkirche-potsdam.de/


      Von Carl Hasenpflug - Zeno.org, ID-Nummer 20004072111, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47455230




      Von Bundesarchiv, Bild 183-J31422 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5434514

      Der barocke Aufriß.
      Hier in der Seitenansicht fällt es durch die kontrastreiche Licht- und Schattendarstellung besonders auf, wie sich Turm und Annexbauten vom Schiff absetzen.


      Von Alexander Gläßer - Buch "Die Potsdamer Garnisonkirche" (Autor:Andreas Kitschke), PD-alt-100, de.wikipedia.org/w/index.php?curid=2751402

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    • Auf der Webcam sieht man, dass das Baufeld schon abgesteckt wurde. Ich habe die Fläche mal grob markiert:



      Edit: Irgendwie funktioniert bei mir das reinstellen von Bildern nicht mehr...
      Edit Nr2: Jetzt funkt es.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

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    • Dann versuche ich mal mein Glück, da ich schon vor ein paar Tagen dieselbe Idee hatte. :koenig:

      Habe auf dem Webcam-Bild mal das sich inzwischen abzeichnende Baufeld eingezeichnet. Die gelben Punkte markieren die zu sehenden Holzpflöcke, die sicherlich die zukünftigen Positionen der das Gebäude gründenden Bohrpfähle kennzeichnen. Es sind bestimmt noch nicht alle Stellen abgesteckt, da in der Mitte ja noch der Sandhügel liegt und auch noch mit dem Bagger auf dem Baufeld herumgefahren wird. Und eine Pfahlreihe liegt sicherlich auch noch hinter der Plane des Bauzauns. Schon mal sehr interessant wie ich finde. :)


      Quelle: Siehe oben rechts auf dem Bild
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Was ich nicht so recht verstehe sind die Kalkulationen für das Schiff . Die liegen doch bei ca. 60 Mio oder nicht? Finde die Zahlen grade nicht mehr. Ich Frage mich warum das so teuer sein soll. Das Schiff hat doch kaum Bauschmuck. Vielleicht kann man ja erst einmal nur die Bodenplatte die Außenmauern und das Dach bauen. Ich kann mir nicht vorstellen dass das so teuer sein kann.
      APH - am Puls der Zeit
    • Liegen denn nicht noch die alten Fundamente im Boden!? Sollte da nicht erst archäologisch gegraben werden? Wäre allerdings auch etwas spät und verzögernd. Bin da jetzt nicht auf den neuesten Infostand!?

      Auf Euren Bildern sieht man nun gar zu deutlich wie idiotisch es ist, den im Wege stehenden Teil des Rechenzentrums nicht schon längst abgerissen zu haben. Eine echte Schildbürgerposse!!! Schilda läßt grüßen!
      :gehtsnoch: :koenig: ablachen:)

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    • Ich weiß nicht, ob das hier schon mal gepostet wurde...

      Im Mai haben sich Studenten der FH Potsdam unter dem Titel "RechenzenTurm" mit der Verbindung von Garnisonkirche/Garnisonkirchenturm mit dem Rechenzentrum beschäftigt.
      Die Aufgabenstellung des Workshops sah „die Entwicklung von Szenarien für ein Miteinander des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum und dem umliegenden Raum mit geplanter Garnisonkirche, die eine Überlagerung von Raum- und Zeitschichten implementieren, einen kulturellen Austausch fördern und so die städtebauliche sowie architektonische Ausformulierung begründen“ vor. Die fünf Konzepte reichen vom Kunstkloster bis zum futuristischen Turm an alter Stelle.
      rz-potsdam.de/cms/event/rechenzenturm-praesentation/

      pnn.de/potsdam/1187751/
    • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) haben sich am 11.11.2017 mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche beschäftigt. Die Jusos (Jugendorganisation der SPD) kritisiert die Garnisonkirchenstiftung.

      Das gesamte Rechenzentrum mit seinen 200 dort arbeitenden Kreativen für die Taten einiger unbekannter Einzelner in Haftung zu nehmen, zeuge „von einer Kleinlichkeit und Überheblichkeit, die sich wohl kaum mit protestantischem Glaubens- und Kirchenverständnis in Einklang bringen lässt“. Potsdam sei aber kein miefig-gutbürgerliches Wohnzimmer, in dem „selbsternannte Patriarchen autoritär entscheiden dürfen, wer in unserer Innenstadt wirken darf“.

      pnn.de/potsdam/1233004/
    • Ja, erst kommen die archäologischen Grabungen. Anschliessend die Pfahlgründung mit Geothermie (ca. 60 Meter tief) und die Bodenplatte. Aus dem Boden raus kommt das Projekt nicht vor Ostern 2018.

      Bis dahin hat auch der von der Stadt beschlossene Workshop getagt. Hier soll bis Ende 2018 ermittelt werden, wie auf einem kommunalen Grundstück in der Stadtmitte, z.B. dem Langen Stall oder der Feuerwehr, ein "Kunst- und Kreativhaus" "bis spätestens 2023 bezugsfertig" sein soll.

      In diesem Workshop konkurrieren dann die bis dato vorliegenden Ideen: Tomczak & Co. favorisieren einen Verbleib im Rechenzentrum (unwahrscheinlich, weil dann die Kirche kein Kirchenschiff mehr bauen könnte), eine Gruppe aus ca. 50 Künstlern will ein "Kunststall" im Langen Stall, der Baubeigeordnete will wohl ein kleineren Teil des Areals der Feuerwache nutzen und ein paar hängen immer noch an einem Standort an der Schiffbauergasse.

      Also zieht sich das noch ins nächste Jahr. Die Frage der Nutzungsverlängerung für das Rechenzentrum ist auf einen Zeitpunkt jenseits eines erfolgreichen Workshops vertagt, damit Druck auf dem Kessel bleibt.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Macht es doch so wie in St. Gallen vor 120 Jahren... Da hat man 1900 einfach einen Sechstel eines im Weg stehendes Hauses abgebrochen, und vier Jahre später dann das ganze Haus...

      Riegel schrieb:




      3 In der Ansichtskarten-Trilogie möchte ich noch auf ein Kuriosum hinweisen, und zwar auf das freistehende dreigeschossige Haus mit breitem Quergiebel.





      4 Dieselbe Ansicht zehn bis zwanzig Jahre später (zwischen 1901 und 1904) zeigt die in diesem Bereich bereits vollendete Bebauung. Auch an der Rosenbergstrasse entstanden weitere geschlossene Zeilen (von rechts nach links Nrn. 44-50: 1900/01, Nrn. 52-60: 1892). Für die Erstellung der Nr. 44 (mit Brandmauer) wurde ein Viertel des freistehenden klassizistischen Hauses abgebrochen.





      5 Um 1904 wurde die Zeile mit dem Kopfbau Nr. 42 anstelle des abgeschnittenen klassizistischen Hauses ergänzt.
    • Das wird ja auch endlich Zeit,das sich mal einige Künstler aus dem RZ trauen,gegen den,ich sage mal"Tomszakstrom"zu schwimmen,und sich jetzt für dauerhafte Alternativstandorte auch hoffentlich wirklich ernstzunehmende Gedanken machen.Das hätte ich schon lange,eigentlich von Allen dieser Nutzer erwartet. Bisher kam ja leider nichts von diesen "Künstlern".(Eher Trotzhaltung Für dauerhafte Nutzung RZ)Merken wohl endlich einige Leute aus dem RZ das eine Blockadehaltung nichts bringt.Eigentlich wissen ja diese Nutzer von Anfang an,das,das RZ nur eine temporäre Unterkunft für sie ist.
      Man kann nur hoffen das mal endlich innerhalb dieser Künstler überhaupt mal unterschiedliche Sichtweisen über den weiteren Werdegang entstehen.Und das ist gut und wichtig , für einen überhaupt konstruktiven Dialog mit diesen Leuten.-Was bisher unmöglich war..
    • Neu

      Mit plakativ-parteiisch und Stimmung machender Überschrift wird bereits hier ein Statement gesetzt. Dabei ist der Artikel fast neutral geschrieben. Doch liest, nach diesem Opener, noch jemand den Artikel oder ist die Meinung damit schon gefasst?

      Natürlich wird von der verfassungsfeindlichen Behinderung des Gottesdienstes und der Verleumdung von Bischof Huber und Pfarrerin Radecke-Engst kein Wort gesprochen.

      Für all die, die noch immer meinen, mit diesen Gegnern verhandeln zu können, hier noch mal schwarz auf weiß, Zitat "Benno Everding, einer der Organisatoren des Protests, sagte dazu der Jungle World: »Der Bau der Garnisonkirche an sich ist nur ein Ausdruck einer politischen und städtebaulichen Entwicklung, der wir uns entgegenstellen. Und deswegen werden wir hier auch weiter protestieren, selbst wenn die Kirche eines Tages stehen sollte. Was ja noch lange nicht ausgemacht ist.«"

      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

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    • Neu

      Wenn Turm und Fassade stehen, ist der Kas g'essen, wie bei uns gesagt wird. Das so entstehende groteske Nebeneinander wird nicht unter Berufung auf besondere bundesdeutsche (=neomarxistisch indoktrinierte) Befindlichkeiten aufrechtzuerhalten sein. Ab einem gewissen Grad macht man sich nur noch lächerlich. Wir ham jetzn da zwar so einen schönen Turm und auch gleich die ganze Vorderfassade, aber den Rest müssen wir hässlich und verkrüppelt bauen, weil wir das unserer bösen Geschichte schuldig sind und auf unsere linken Mitbürger im RZ schauen müssen. Da würde doch nur jeder den Kopf schütteln. Es ist so wie am Alten Markt - der Abriss der FHS ist nur noch Formsache, die Entscheidung ist längst gefallen, auch wenn man die Umsetzung noch hinauszögern kann.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)