Wiederaufbau der Garnisonkirche

    • Neu

      (Ich will den Turm und die Kirche wieder haben. es ist ein sehr schönes Barockgebäude, eine Zierde für Potsdam. Daß es eine Fraktion von Potsdamern gibt, die den Ranz und Abbruch konservieren wollen - nun ja. Sie werden halt in Verbitterung aussterben eines Tages. Denn alles was von außen zufließt, will das schöne alte Potsdam wiederhaben, denn dieses inspiriert Leute auf der ganzen Welt.)

      88 m
      Ja, das ist für heutige Bauverhältnisse (Hochhaushöhen um 1000 m) natürlich mickrig.
      Soll man denn noch ein bißchen mit einem weiteren Sockelgeschoß aufstocken, damit es 102 m werden?
    • "Eifernde Predigt, frei von Fakten"

      Neu

      Unter o.g. berichtet heute, 23.03.2017, MAZ-online über die Antwort des Kirchenhistorikers Andreas Kitschke auf die Predigt des "Zeit"-Kolumnisten Dieckmann. Der Artikel ist derzeit noch gesperrt.

      Zitat MAZ-Untertitel:
      "Eine kontroverse Predigt sorgt in Potsdam weiter für Diskussionen. Am Sonntag hielt Zeit-Autor Christoph Dieckmann eine Predigt vor Gegner der Garnisonkirche. Die MAZ hat diese Rede dokumentiert. Nun antwortet ihm Andreas Kitschke, ein Experte für Denkmalpflege und kritisiert Dieckmann mit deutlichen Worten."

      In der Printausgabe der MAZ lautet der Titel heute:
      "Die Treue und die Redlichkeit" ( nach der Glockenspiel-Melodie: Üb immer Treu und Redlichkeit)

      Ich möchte hier nur kurz zitieren, denn besser als Herr Kitschke kann ich´s nicht sagen:

      "Über politische Predigten, die in der Garnisonkirche gehalten wurden, regen sich die Garnisonkirchen-Gegner gern auf. Christoph Dieckmann hielt nun eine hochpolitische, von Fakten dagegen nahezu unbelastete Predigt..."

      "Die Garnisonkirche als ´gotteslästerliche Bude´ zu stilisieren, mag die Zuhörer erheitern, lenkt aber wiederum von den Fakten ab. Dort wurde zu keinem Zeitpunkt eine andere Lehrmeinung verkündet, als in den anderen Kirchen auch, mit dem Unterschied, dass man sich in der Zeit des Dritten Reiches hier mit der Begeisterung für den ´Führer´ zurückhielt."

      "Der Generalangriff Dieckmanns auf die Befürworter des Wiederaufbaues gipfelt in dem Satz: ´Erstehen soll der Kriegstempel der Hohenzollern , zwecks neomilitaristischer Erneuerung Preußens´. "

      Ich spare mir wiederum die Kommentare, jeder sollte erst mal nur einen Eindruck bekommen und sich später seine eigene Meinung bilden. Ich selbst stimme Herrn Kitschke jedenfalls vollinhaltlich zu.

      In ein paar Tagen wird der Artikel sicher freigegeben werden, so dass dann jeder den vollständigen Text lesen kann.
      ____________________
      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Neu

      Die Dieckmannsche "Predigt" ist aber auch nicht frei von Widersprüchen. So führt er aus:

      "Der Bau (der Garnisonkirche, Anm. A.)verging ja nicht gänzlich im Bombenfeuer des 14. April 1945. Der Turmstumpf stand noch, zwei Etagen hoch. Er verschwand durch die gewaltige Tat des Großen Städtebauers Walter Ulbricht. Am 23. Juni 1968, einem Sonntag, ließ Ulbricht sprengen, zur Gottesdienstzeit. Das zerstörte kein totes Rudiment, sondern den Versammlungsort der Kreuzgemeinde."

      Allein das rechtfertigt für mich den Wiederaufbau der Kirche.

      Daneben sieht ja Dieckmann auch die stadtbildnerischen Gründe. Das Argument vom "Turmbau zu Babel" könnte man jedem repräsentativen Kirchenbau entgegenhalten, das tut ja nicht einmal Dieckmann. Bleibt noch die Kirche als Symbol der Verbindung von Thron und Altar in Preußen. Das wiederherstellen will und kann aber keiner mehr.

      Da spricht doch selbst dann, wenn man die von Dieckmann aufgezählten Argumente abwägt, weitaus mehr für den Wiederaufbau als dagegen.

      Stichhaltige Argumente gegen den Wiederaufbau sehe ich weit und beriet keine.