Wiederaufbau der Garnisonkirche

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    • Verzögerung beim Wiederaufbau der Garnisonkirche

      Der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche verzögert sich. Der erste symbolische Gewölbebogen, der eigentlich am 23. Juni, dem 37. Jahrestag der Sprengung der Kirche, vollendet sein sollte, werde nun erst am 3. September fertig sein, sagte gestern Andreas Kitschke von der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau. Aus formalen Gründen gebe es noch keine Genehmigung für den Weiterbau des Gewölbebogens, dessen Fundament zur Grundsteinlegung am 14. April dieses Jahres aufgemauert worden war. Kitschke versicherte jedoch, Potsdamer Baufirmen hätten sich bereit erklärt, zum Bau des Bogens der einstigen Heilig-Kreuz-Kapelle beizutragen.

      Die Fördergesellschaft habe die Baugenehmigung zu spät beantragt. Dies sei nun geschehen, Mitte Juli könne mit den Arbeiten begonnen werden. Wie hoch die Kosten für den symbolischen Wiederaufbau-Start sind, wollte Kitschke nicht sagen. Er betonte zudem, es gebe keine Eile mit dem Weiterbau, solange „die Verlegung der Breiten Straße nicht weiter gedacht ist“.

      In Kürze will die Fördergesellschaft mit der Feinplanung für den Wiederaufbau der Garnisonkirche beginnen. Dazu stelle das Landesdenkmalamt „hunderte Fotos“ zur Verfügung, so Kitschke. Der rund 65 Millionen Euro teure Nachbau der 1968 als Kriegsruine gesprengten Barockkirche soll bis 2017 fertiggestellt werden. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht geklärt.[...]


      Quelle: archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.06.2005/1862501.asp#art
    • TPG schmeißt Mitglieder raus

      Die Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel (TPG) will sich am 3. September auf einer Mitgliederversammlung in Potsdam auflösen – am gleichen Tag, an dem der Schlussstein für den ersten wieder aufgebauten Gewölbebogen der Garnisonkirche gesetzt werden soll.

      Die für den Weiterbau der Kirche dringend benötigten Spendengelder der TPG – die seit 1983 mehr als 6,6 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Garnisonkirchturms sammelte – sollen jedoch nicht in den Bau, sondern zum Großteil in die Stiftung Preußisches Kulturerbe umgeleitet werden.

      Doch zumindest die 1,5 Millionen Euro, die der Großspender Werner Otto in Aussicht stellte, könnten dem Wiederaufbau zufließen. Damit rechnet selbst TPG-Vereinsvorsitzender Max Klaar. In einem Schreiben an die Mitglieder betont er, es müsse davon ausgegangen werden, dass der „Großspender“ sein Geld für den Bau „nun auch verfügbar macht“, da er sich im Jahr 2002 gegenüber dem damaligen Oberbürgermeister [...] Platzeck „so geäußert“ habe.

      Allerdings kann sich Klaar laut einer Umfrage offenbar dennoch der übergroßen Rückendeckung seiner Vereinsmitglieder für seinen Auflösungsantrag sicher sein. Wie Klaar mitteilte, hätten 90 Prozent der Spender – sie haben insgesamt mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt – dafür ausgesprochen, ihre Gelder so lange bei der Stiftung Preußisches Kulturerbe verwahren zu lassen, „bis der neue Bau ausgeführt sein wird und man weiß, was er denn endgültig darstellt und was darin geschieht“.

      Klaar hegt offenbar die Hoffnung, dass die Fördergemeinschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche (FWG) Schwierigkeiten mit der Finanzierung bekommt und einknickt. Klaar setzt neben inhaltlichen auch auf personelle Veränderungen. So könne davon ausgegangen werden, dass Berlin-Brandenburg bis zum Jahr 2017 – dem Jahr der geplanten Fertigstellung des Kirchenneubaus – längst den nächsten oder übernächsten Bischof habe, „der anders als Bischof Huber (SPD) vielleicht parteipolitisch neutral und damit politisch weniger ambitioniert sein könnte“. Zugleich warnt Klaar in einem Schreiben an die Mitglieder vom Juni vor Spenden an die FWG. Jedem Spender sollte klar sein, dass er sein Geld „in ein rückwärts gewandtes Vorhaben investiert, dass auch als politisch-historische Seminarstätte herhalten wird, in der wir den Umgang mit gesellschaftlicher Schuld lernen sollen, wozu das alte, ehrwürdige Gotteshaus in vielfältiger Weise architektonisch umgestaltet und programmatisch uminterpretiert wird“.

      Bereits im Frühjahr hatte die Traditionsgemeinschaft ihre Spendentätigkeit eingestellt, nachdem die Frühjahrssynode der evangelischen Kirche beschlossen hatte, die Garnisonkirche als „Stadtkirche für Suchende und Glaubende und als internationales Zentrum für Frieden und Versöhnung“ wiederaufzubauen. Außerdem hatte die Synode zahlreiche bauliche Veränderungen gegenüber dem Originalbau, für den 1734 der erste Grundstein gelegt wurde, festgelegt. Klaar und die TPG bestehen jedoch auf einem originalgetreuen Wiederaufbau und eine ausschließliche Kirchennutzung – was die evangelische Kirche Potsdam kategorisch ablehnt.

      Unterdessen wurde bekannt, dass TPG-Mitgliedern, die gegen die Auflösung des Vereins sind, die Mitgliedschaft gekündigt wurde. Zur Begründung hieß es, dass die Doppelmitgliedschaft in Traditionsgemeinschaft und FWG mit der TPG-Satzung nicht vereinbar sei. Der frühere Potsdamer Büroleiter der TPG, Burkhart Frank, gehört zu den Betroffenen. Er hat wie andere auch Beschwerde gegen den Rausschmiss eingelegt. Diese Beschwerde wird am 3. September als Tagesordnungspunkt 2 der Mitgliederversammlung behandelt. Der Auflösungsbeschluss rangiert unter Punkt 9.



      Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten am 17. August 2005: garnisonkirche-potsdam.de/de/presse/050817pnn.shtml
    • Wenn die Kirche meint, ein Nutzungskonzept gegen den Willen vieler Spender durchsetzen zu müssen, dann sollte sie den Rahmen für dieses Nutzungskonzept auch selbst bezahlen.
      Wobei ich es besser fände, man würde die TPG-Millionen in ein konkretes anderes Projekt umlenken und nicht pauschal in die Schlösserstiftung.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Klaar und die TPG bestehen jedoch auf [...] einer ausschließliche Kirchennutzung – was die evangelische Kirche Potsdam kategorisch ablehnt.


      Ah ja, logisch: die evangelische Kirche lehnt die ausschließliche Nutzung einer Kirche als Kirche ab. Schätze mal, in Wittenberg rotiert gerade jemand im Grab.
      Manchmal bin ich echt froh, dem anderen Verein anzugehören, der von alten konservativen Männern in bunten Kostümen regiert wird, die keine solchen Flausen im Kopf haben.
    • Also ich finde das Verhalten der TPG durchaus bedenklich. Nur wegen der Nutzung den Bau verhindern zu wollen...
      Im säkularisierten Osten wird sich eine reine Funktion als Gotteshaus wohl auch finanziell kaum noch durchsetzen lassen. Im Übrigen sind ja schon zuvor einige Mitglieder ausgetreten, die jetzt aber ihre Spendengelder kaum wiedersehen werden.
    • Nun, die TPG hat immer auf ihre Satzung bzgl. der Spenden hingewiesen: dass nämlich das Geld nur fließt, wenn alle Kriterien erfüllt sind, ansonsten geht das Geld an die Schlösserstiftung. Viele, v.a. gläubige und patriotische Menschen, haben nur deshalb gespendet, weil garantiert wurde, dass in die Kirche weder Homoberatung noch "Verbrecherschau" (etc.) kommt. Es wäre hochgradig unanständig ggü. den Spendern, das Geld dennoch auszuzahlen. Man hätte ja alles Mögliche in die Kirche machen können, z.B. ein Museum, aber die Kirche bringt nun gerade die Nutzungen unter, gegen die die TPG ist. Dafür muss die Kirche eben nun bezahlen, das ist nur folgerichtig.
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    • Garnisionkirche u.a.

      Hallo,
      dies ist mein erster Eintrag und wird sicher noch etwas wirr sein. Als ich das Forum, durch Zufall, fand, war ich sehr froh Gleichgesinnte zu finden. Bisher war ich immer der Meinung, ich wäre allein in meiner Befürwortung der Rekonstruktion.
      Ich wohne in Potsdam, der Reko-Hauptstadt überhaupt und will hier gern öfter über Neues berichten.
      Zum Einstieg habe ich gestern (18.09.05) ein paar Fotos vom neuen Portal der Garnisionkirche gemacht. Dazu muß ich sagen, daß ich TPG-Förderer bin, mich natürlich über jeden Schritt freue, jedoch nicht glaube, daß die evangl. Kirche und die SPDregierte Stadt genügend Geld aufbringen, um die Kirch fertig zu bauen. Neben Fortunalportal hat die Stadt nun wieder ein begonnenes Reko-Objekt.
      Der Alte Markt, dort wo das Fortunalportal steht, ist abgesenkt und neu gepflastert worden (Pflaster ist neu und aus China). Jetzt muss nur noch die FH weg und das Stadtschloß her.
      Auf dem Alten Markt findet die Wiedervereinigungsfeier am 3. Oktober statt, deshalb der plötzliche Druck! Unter http://www.maerkische-allgemeine.de\r
      www.maerkische-allgemeine.de wird dazu eine webcam an der Nikoleikirche montiert, von der man die Feierlichkeit (und später den Schloßbau) verfolgen kann.
      http://people.freenet.de/ostland2/Garnisionkirche.jpg\r
      people.freenet.de/ostland2/Garnisionkirche.jpg
      http://people.freenet.de/ostland2/Fortuna1.jpg\r
      people.freenet.de/ostland2/Fortuna1.jpg
      http://people.freenet.de/ostland2/Fortuna2.jpg\r
      people.freenet.de/ostland2/Fortuna2.jpg
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • Hallo und herzlich Wilkommen bei uns!

      Danke auch für die Fotos, hab mich sehr darüber gefreut, auch mal aktuelle Fotos aus Potsdam zu sehen.

      Sind denn bei euch in Potsdam noch so viele Rekogegner? Ich kann mich nur einmal an die Aktion "Rock gegen das Stadtschloss" oder wie es hieß erinnern...? Wäre schade, denn so kann man sich schwer durchsetzen. Aber wer weiß, vielleicht kommt die Rekobewegung ja mit den jüngeren Generationen, wir hier sind auch zum Großteil noch relativ junge Leute.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Dresden vs. Potsdam

      02.11.2005
      Engagierte Stiftungsarbeit

      Paul Oestreicher informiert sich über Garnisonkirchenprojekt

      An eine Neuauflage des von ihm gegründeten "Dresden Trust" für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche glaubt Paul Oestreicher nicht. Der emeritierte Domkapitular der Versöhnungskathedrale von Coventry erklärte gestern bei einem Besuch von Oberbürgermeister Jann Jakobs: "Dresden und Coventry haben eine solche Symbolwirkung in der Öffentlichkeit, eine Wiederholung ist undenkbar." Der Trust hatte britische Spenden für die Frauenkirche akquiriert. Aus der Elbestadt kommend, wo er an deren Weihe teilgenommen hatte, wollte sich der Geistliche über den aktuellen Stand des Potsdamer Projektes informieren.

      Laut Jakobs geht das Grundstück an der Breiten Straße "Anfang 2006 in das Eigentum der Stadt" über. Als nächstes soll das Nutzungskonzept für die Kirche konkretisiert werden und im ehemaligen Fahrradladen das Versöhnungszentrum die Arbeit aufnehmen. Im Sommer 2004 war der Stiftung Garnisonkirche Potsdam das Nagelkreuz der Kathedrale Coventry verliehen worden. Superintendent Bertram Althausen hofft, dass noch in diesem Jahr klar sein wird, "inwieweit und mit welchem Kapital" sich das Land in die Stiftung einbringt.

      Ohne "wirksame und engagierte Stiftungsarbeit mit viel Fantasie" werde das Vorhaben nicht gelingen, ist sich Oestreicher sicher. Das sei für ihn die entscheidende Erfahrung der Dresdener Aufbaujahre. Dabei müsse auch die politische Belastung der Garnisonkirche bewusst angesprochen werden. Ziel müsse ein internationales Versöhnungszentrum wie in Dresden mit der Friedensbotschaft aus der Bergpredigt von Jesus Christus sein, alles andere halte er für "total sinnlos". he



      maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10586721/60709/
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • Stiftung Garnisonkirche ab 2006

      Die „Stiftung Garnisonkirche Potsdam“, die als Bauherr und Eigentümer der wieder aufgebauten Barockkirche in der Breiten Straße fungieren wird, soll im kommenden Jahr gegründet werden. Das kündigte der Generalsuperintendent der evangelischen Kirche Potsdam, Bertram Althausen, gestern an. Wie Althausen im Beisein von Oberbürgermeister [...] Jakobs und dem früheren Domkapitular der Versöhnungs-Kathedrale von Coventry, Paul Oestreicher, sagte, erwarte er in Kürze die Information, in welcher Form sich das Land an der Stiftung beteiligen werde. Oestreicher, der am Wochenende an den Feierlichkeiten zur Weihe der Frauenkirche in Dresden teilgenommen hatte, bezeichnete die Gründung der Stiftung als wichtigen Schritt zur Umsetzung der Pläne zum Wiederaufbau der im April 1945 durch alliierte Bomber zerstörten Kirche. In Dresden sei die Stiftung „zum Motor des Wiederaufbaus“ geworden.

      Gleichzeitig mahnte Oestreicher, sich beim Aufbauprojekt in Potsdam nicht am Vorbild Dresden zu orientieren. Der Wiederaufbau der Frauenkirche sei „von so großer symbolischer Wirkung, dass eine Wiederholung undenkbar ist“. Der Ort der Garnisonkirche hingegen sei „politisch belastet“. Doch gerade wegen dieser Belastung „müssen wir in Potsdam ein Zeichen des Widerspruchs setzen“, sagte Oestreicher. Das Nutzungskonzept mit dem Internationalen Versöhnungszentrum dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Die Friedensbotschaft des Evangeliums müsse im Mittelpunkt stehen. Gelinge dies nicht und werde der Nachbau – wie von Kritikerin befürchtet – zum Wallfahrtsort für „restaurative Kräfte und preußische Traditionspflege“, dann wäre der Wiederaufbau „schlimmer als sinnlos“ gewesen. „Dann hat der Teufel seine Hand im Spiel“, so Oestreicher. Auch bei der weltweiten Sammlung von Spenden für den Wiederaufbau von Turm und Kirche sollte offensiv auf das Nutzungskonzept hingewiesen werden.

      Wie Oberbürgermeister Jakobs betonte, würden die Räume eines Fahrradladens auf dem früheren Gelände der Kirche ab Anfang 2006 in den Besitz der Stadt übergehen und für Öffentlichkeits- und Versöhnungsarbeit zur Verfügung stehen. Der Wiederaufbau der 1735 fertig gestellten Garnisonkirche soll bis zu 50 Millionen Euro kosten und bis zum Jahr 2017 vollendet sein. [...]


      Quelle: garnisonkirche-potsdam.de/de/presse/051102pnn.shtml / Potsdamer Neueste Nachrichten, 02. 11. 2005
    • Potsdam - Wiederaufbau der Garnisonkirche

      09.11.2005
      Mauern für Garnisonkirche

      Fördergesellschaft will Kapellenbogen erweitern / Gala bringt 3000 Euro

      PEER STRAUBE
      INNENSTADT Im Frühjahr soll an der Garnisonkirche wieder gemauert werden. Man wolle den Ziegelbogen vor dem Fahrradladen links und rechts erweitern, sagte Hans-P. Rheinheimer, Chef der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Kirche, bei einem Galadinner zugunsten des Projekts. 1,8 Millionen Euro habe man bisher an Spenden gesammelt, sagte er. Versandhausgründer Werner Otto habe davon allein 1,5 Millionen Euro zugesagt.

      Rheinheimer setzt Hoffnungen auf den neuen Spenderkatalog, der "rechtzeitig zu Weihnachten" im Dezember erscheinen soll. Darin könne sich jeder potenzielle Mäzen "in zwei oder drei Sprachen" über mögliche Sachspenden informieren. Diese reichen von Skulpturenschmuck über Ziegel bis zu Teilen der Wetterfahne. Ausländische Freundeskreise und eine "große Bank" wollten das Projekt logistisch und finanziell unterstützen. Im Januar werde der Verein in das Gebäude des Fahrradladens ziehen, sagte Rheinheimer und dort eine "Top-Ausstellung" über Geschichte und Nutzungskonzept des Gotteshauses einrichten.

      Rewe-Markt-Inhaber Siegfried Grube hatte am Montagabend 60 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft zum Neun-Gänge-Menü ins Markt-Center geladen. Das im Wortsinn kaiserliche Mahl wurde erstmals am 11. Juni 1882 im Stadtschloss zur Taufe des Prinzen Wilhelm in der Garnisonkirche gereicht. Der Preis, je 50 Euro, kommt der Fördergesellschaft zugute - insgesamt 3000 Euro. Oberbürgermeister Jann Jakobs ermunterte die Anwesenden, Grubes Engagement zu folgen. Als Dankeschön bekam der Gelobte eine der ersten Armbanduhren mit dem Kirchenlogo und einem originalen Steinsplitter, die demnächst in den Handel kommen sollen. Noch-Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe wurde am Abend Mitglied der Fördergesellschaft. Die evangelische Gemeinde Babelsberg habe als erste in Potsdam die Mitgliedschaft beantragt, sagte Historiker Andreas Kitschke.

      Laut Jakobs will die Stadt Anfang 2006 das Baugrundstück vom Arag-Versicherungskonzern kaufen. Der Antrag kommt im Dezember ins Stadtparlament. (Potsdam)


      http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10591182/60709/\r
      www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... 182/60709/
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • WELT: Spendenuhr und Pralinen für Aufbau der Garnisonkirche


      welt.de/data/2005/12/13/817156.html


      Besonders interessant die Infos über die Aktivitäten der ehemaligen Traditionsgemeinschaft (beim Förderverein Berliner Schloss freut man sich allerdings wohl auch schon auf die Millionen...):

      Unterdessen kündigte die in Bonn ansässige Stiftung Preußisches Kulturerbe an, verschiedene Projekte der evangelischen St. Nikolaikirche und der katholischen Kirche St. Peter und Paul mit 40 000 Euro zu unterstützen. Die Spenden, so Max Klaar, Vorsitzender des Stiftungsrates, sollen für die Sanierung eines weiteren Engels auf der Nikolai- und für ein dreistimmiges Bronzegeläut für St. Peter und Paul genutzt werden. Die Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel, die zuvor für den Wiederaufbau warb und Gelder sammelte, hatte im September ihre Auflösung beschlossen. Ihr Vermögen verwaltet jetzt de Stiftung Preußisches Kulturerbe.


      Und hier die HP der Stiftung: preussisches-kulturerbe.de/

      Leider alles sehr nichtssagend. Ich wüsste ja zu gerne, was die mit ihren gesammelten Millionen vorhaben. Am Besten wäre es zumindest meiner Meinung nach, das Geld dem neuen Verein zu überlassen, aber ihr kennt ja die Einwände...
    • Ja, die Seite ist bescheiden bzgl Infos und fast schon hässlich...

      Irgendwie könnte das aber eine noch viel bessere Variante sein: Diejenigen, die auf Teufel komm raus ihre Ideologie durchdrücken mussten, bezahlen jetzt die Kirche, und das TPG-Geld fließt an viele andere schöne Projekte. Da haben wir unterm Strich doch viel mehr. :)
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Garnisonkirche: Stiftungsgeld vom Land gefordert

      Evangelische Kirche hat bereits 400 000 Euro zugesagt - Potsdam stellt Baugrundstück zur Verfügung

      Nach Auffassung der Stadt Potsdam und der evangelischen Kirche soll sich auch das Land Brandenburg am Wiederaufbau der Garnisonkirche finanziell beteiligen. Land und Kirche sollten zu gleichen Teilen Kapital in die künftige Trägerstiftung einbringen, sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) beim Neujahrsempfang der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau. Der Oberbürgermeister verwies darauf, daß die evangelische Kirche bereits einen Betrag in Höhe von 400 000 Euro zugesagt habe.

      Der Potsdamer Superintendent Bertram Althausen erwartet gleichfalls einen Landeszuschuß in Höhe zwischen 150 000 und 600 000 Euro. Mit dem Stiftungskapital soll der finanzielle Grundstock für den noch zu gründenden Bauverein gelegt werden, der später als Bauherr der Kirche in Aktion treten soll. Jedoch fehlt noch der finanzielle Beitrag des Landes, das gemeinsam mit der Stadt, der Landeskirche und dem Kirchenkreis die Stiftung aus der Taufe heben will. Die Stadt Potsdam stellt das Baugrundstück bereit.

      Einen Grund zu Eile sieht die Stadt aber derzeit offenbar nicht. "Bei dem langen Zeitrahmen, den wir uns gesteckt haben, stehen wir zeitlich nicht unter Druck", sagte gestern Wolfgang Hadlich, Leiter des Büros von Oberbürgermeister Jakobs. Die Stiftung zu gründen sei allerdings "ein Zeichen, daß wir wieder ein Stück weitergekommen sind".

      Stadt, Land und evangelische Kirche hatten sich im Satzungsentwurf für die Stiftung auf ein Grundkapital von einer Million Euro verständigt. Die erwarteten öffentlichen Mittel seien kein Betrag, der "die Haushaltslage des Landes ins Ungleichgewicht" bringe, sagte Superintendent Althausen. Der Bau soll nach vorläufigen Schätzungen etwa 65 Millionen Euro kosten. Bis zum Jahr 2017, in dem Deutschland den 500. Jahrestag der Reformation feiert, soll der Kirchenbau fertiggestellt sein.

      Für die eigentliche Finanzierung der Kirche ist die Fördergesellschaft zuständig, die entsprechend Spenden für das Vorhaben einsammeln soll. Nach Angaben von Büroleiter Hadlich ist die Fördergesellschaft mit einer überregionalen Bank im Gespräch, die sich an dem Projekt beteiligen könnte.

      Der Wiederaufbau der Garnisonkirche steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Innenminister Jörg Schönbohm (CDU).
      [...]



      Quelle: welt.de/data/2006/01/17/832652.html



      Nagelkreuzgebet und Historie

      Neujahrsempfang in neuen Räumen der Ausstellung zur Garnisonkirche


      [...]


      Mit dem Neujahrsempfang, zu dem über 200 Gäste mit Oberbürgermeister Jann Jakobs, Ex-Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe sowie Generalsuperintendent Hans-Ulrich Schulz an der Spitze gekommen waren, feierte die Fördergesellschaft ihren Umzug vom studentischen Plattenbau in einen benachbarten Flachbau, einen ehemaligen Fahrradladen.

      Auf 400 Quadratmetern wird künftig in einem großen Vorderraum neben der Schau zur Garnisonkirche auch das Büro der Fördergesellschaft untergebracht sein. Außerdem sollen dort laut Stadtkirchenpfarrer Markus Schütte "Veranstaltungen zur Versöhnungsarbeit ausgerichtet und Andachten wie das freitägliche Nagelkreuzgebet abgehalten" werden. Als Termin für die Wiedereröffnung der Schau wird nach Auskunft von Vereinsmitglied Burkhard Franck der 14. April angestrebt. Eine große Spendenaktion für den Wiederaufbau soll "in etwa vier bis fünf Monaten anlaufen", sagte der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Hans P. Rheinheimer, der die Offenheit der bald 700 Mitglieder zählenden Fördergesellschaft unterstrich: "Wir wollen die Vielschichtigkeit der Gesellschaft verkörpern: Gläubige, Atheisten, auch das Interesse an den preußischen Werten im wohlverstandenen Sinne." Von kirchlicher Seite erwarte er, "den Versöhnungsgedanken zu konkretisieren".


      Quelle: maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10629856/60709/0?print=J
    • KIRCHE GEGEN PREUSSEN

      Nach dem Eklat von gestern:
      maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10629856/60709/0?print=J

      heute gleich der Nachschlag:

      Das kirchliche Nutzungskonzept der Garnisonkirche muss auch weiterhin die Leitlinie für das Einwerben von Spendengeldern bleiben. Das sagte Stadtkirchenpfarrer Markus Schütte gestern, nachdem der Vorsitzende der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche, Hans P. Rheinheimer, beim Neujahrsempfang des Vereins am Sonntag eine stärkere Betonung von "preußischen Werten" sowie der stadtästhetischen Komponenten bei der Spendeneinwerbung gefordert hatte.


      Hier der ganze Artikel

      maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10630743/60709/0?print=J

      Ob sich genügend antipreussische Christen finden, die mal einen Euro für die Garnisionkirche haben?
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große