Wien - Stadtentwicklung und Baugeschehen

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    • Hier ein mMn lesenswertes Interview mit Bernd Lötsch, seines Zeichens Direktor des Naturhistorischen Museums und pronouncierter Kritiker der gegenwärtigen Wiener Stadtplanung.

      APH-Mitglieder in Düsseldorf sollten bitte über ein bestimmtes Vokabel hinwegsehen...

      diepresse.at/home/panorama/oesterreich/344018/index.do
      ... und wenn jetzt nicht ganz allgemeine und durchgreifende Maßnahmen angewandt werden, so werden wir in kurzer Zeit unheimlich nackt und kahl wie eine Kolonie in einem früher nicht bewohnten Lande dastehen... (Schinkel 1815)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Damit mein Beitrag vom 14.06. nicht als aktuellste Notiz zu Österreich und die Schweiz überwintert:

      In der Kärntner Straße, Ecke Himmelpfortgasse, wird durch Chipperfield Architekten ein neues Gebäude für "Peek und Cloppenburg" errichtet.
      Hier die entsprechende Meldung mit Visualisierung von 2007.

      Nun schreibt der ORF doch tatsächlich dazu:
      Wer um Wiens Stadtbild fürchtet, sei beruhigt: Mit dem Architekten Davis Chipperfield wurde ein international renommierter Architekt gefunden, der unter anderem das neue Eingangsgebäude der Berliner Museumsinsel und den dortigen Wiederaufbau des Neuen Museums geplant hat.

      wien.orf.at/stories/382337/

      Das ist ja recht lustig, aber sollte diese Aussage vielleicht gar ernst gemeint sein? Was meinen unsere Weaner oder die anderen ORF-Kunden?
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Oje, der ORF...naja, seine Aussendungen sind ungefähr so professionell wie seine Nachrichten: Ich habe, wenn ich mich zurückerinnere, gefühlsmäßig noch nie eine "Zeit in Bild" gesehen, welche ohne Schnitzer auskam :lachen: . Entweder sieht der Moderator in die falsche Kamera, dann wird der falsche Beitrag gebracht, dann vergißt einer der Doppelmoderatoren seinen Einsatz, verspricht oder verzettelt sich oder gibt ungefragt einen persönlichen politischen Kommentar ab et cetera. Aber gerade das macht unseren kleinen ORF so niedlich.

      ad Chippie: Der geplante Peek & Cloppenburg wird die ohnedies bereits stark modernistisch überformte Kärtner Straße weiter malträtieren - leider. Allerdings ist Chippie für Wien tatsächlich das geringere Übel als die ansonsten politisch genehmen, ausgelutschten Auftragsarchitekten a la Hollein (mit seinen ständigen Sprungschanzen) oder aktuell bei den Sozis beliebten und hofierten Wimmers. Dass Chippie überhaupt in Wien baut liegt sicherlich am Bauherrn P & C, der hier nicht ins Rathaus um einen "unabhängigen" Architekten betteln gehen muss. Wien ist, was die "zeitgemäße" Architektur angeht in den 70 ern verhaftet und architektonisch ebenso Provinz wie Dresden, Zagreb oder Mimon. Was die neueste Architektur angeht, schaue ich als Wiener tatsächlich neidisch nach Berlin oder Leipzig.

      Unser alkoholkranke Bürgermeister Häupl hat nicht verstanden, dass Wiens Zukunft in der Vergangenheit liegt. Stattdessen werden alle möglichen Brachen in der Stadt zu "neuen Bezirken" bebaut :augenrollen: und das in Ausführungsqualität und Optik der 60 bis 70er Jahre.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Äh .. Mimon ... meinst du in der Tat Niemes? Das ist ein doch etwas gewagter Vergleich, denn, ich weiß nicht, ob du schon dort warst und weißt, wie es dort aussieht...
      Abgesehen davon hast du Recht. Der KS kann man ohnehin nichts mehr antun, und wahrscheinlich bedeutet dieser Bau sogar tatsächlich eine Verbesserung. Und begabter als Hollein ist Chippie allemal.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Sehr gut ursus. Hut ab. Dass Du so schnell auf den richtigen Namen Niemes kommst gefällt und ich habe auch insgeheim auf Deinen diesbezüglichen Input gehofft. Ja, Niemes kenne ich sogar sehr gut. Ich war mindestens dreimal dort und habe nach bestimmten Spuren gesucht (war ja nicht allzu weit von Zittau entfernt und lag quasi an der Strecke von Wien über Prag nach Zittau). Kennst Du denn Niemes?

      Ein Grund, weshalb ich WIKIPEDIA so unseriös finde und für wissenschaftliche Recherchen gänzlich ungeeignet halte, das sind die vielfach falschen Angaben von Fakten: Wenn man sich die Seite von "mimon" auf Wikipedia ansieht, dann strotzt diese von Fehlern:

      Das Schloss wurde nicht 1945 gesprengt, sondern erst 1985! Die Bibliothek wurde nicht einfach so an eine andere Bibliothek in Prag „übertragen“, sondern es wurden zuerst ganz unschöne Dinge damit angestellt! Und weitere kleiner Falschmeldungen am laufgenden Band. Dieses Wikipedia ist wirklich ein großer Misthaufen und trägt zur Volksverdummung mit bei, sofern man nicht bessere Hintergrundinfos hat und die Falschmeldungen richtig umzudeuten weiß. Die armen Schüler aus Mimon, die in der Schule ihre Referate über das Thema verfasst haben, haben alle falsch abgeschrieben… Wenn man dann diese Fehler ausbessert, stehen sie keine fünf Minuten später wieder falsch da.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Ich kenn s nur von der Durchfahrt Wien- zittau und kann nur sagen, dass es mir einen äußerst ungünstigen Eindruck hinterließ. Der wikiartikel ist übrigens widersprüchlich: Das Schloss wurde einmal 1945 und aaO nach 1945 gesprengt. Vielleicht erfolgte die Sprengung zum Jahreswechsel und dauerte so bis ins Jahr 1946 hinein?
      Immerhin scheint ein Deutscher Bürgermeister zu sein?
      Nicht nett, dass du unsere BHS mit dieser archtitektonischen Wüsenei in Bezug gebracht hast... :zwinkern:
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Definitiv 1985 abgerissen (in die Luft gejagt)! Das hier gefundene Bild stammt noch von 1984, also kurz vor der Sprengung… . Echt schade darum. Vor allem, wenn man weiß, wie es drinnen einmal ausgesehen hat.




      Ja, es sieht heute leider heute sehr verkommen aus. Abseits der Hauptstraße gibt es noch die eine oder andere Überraschung. Gleich in der Nähe befindet sich Wartenberg (Straz pod Ralskem), aber das ist eine andere Geschichte.

      Tut mir wirklich leid für unsere BHS, aber Wikipedia ist genau genommen ein populärer Mist ohne Aussicht auf wissenschaftliche Zitierfähigkeit. Zum Schmöckern wirklich gut, aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      "Exilwiener" schrieb:

      Definitiv 1985 abgerissen (in die Luft gejagt)! Das hier gefundene Bild stammt noch von 1984, also kurz vor der Sprengung… . Echt schade darum. Vor allem, wenn man weiß, wie es drinnen einmal ausgesehen hat.

      Ja, es sieht heute leider heute sehr verkommen aus. Abseits der Hauptstraße gibt es noch die eine oder andere Überraschung. Gleich in der Nähe befindet sich Wartenberg (Straz pod Ralskem), aber das ist eine andere Geschichte.

      Tut mir wirklich leid für unsere BHS, aber Wikipedia ist genau genommen ein populärer Mist ohne Aussicht auf wissenschaftliche Zitierfähigkeit. Zum Schmöckern wirklich gut, aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen.


      Danke für dies Bild, ich kannte es noch nicht. Dieser Winkel Nordböhmens mit seiner wohl besonders blutrünstigen Geschichte ist nicht so ganz meine Stärke, meine Zuwendung gilt mehr östlicheren Gefilden - Ostböhmen, Nordmähren...
      Auch den alten Roll kenn ich nur im wahrsten Sinne en passant.
      Was Wiki betrifft, so finde ich s nicht so schlecht. Zum Schmökern ist s in der Tat gut. "Aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen"... tja, wofür gilt das nicht? Gerade du schaust mir nicht so aus, als glaubtest du alles, was in standard, kurier und profil steht...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Es ist zu traurig, aber unsere primitive Wiener SED-Regierung will in der Nähe von Schönbrunn lauter bestehende Altbauten samt altem Baumbestand abreissen und gegen ein hässliches Hochhaus ersetzen. Ich kann nur hoffen, dass die Wiener SED bei den Wahlen in Wien abgewählt wird (ist leider nicht sehr wahrscheinlich, ob des hohen Prolo Faktors). Mit etwas Willen, hätte man hier die Gegend aufwerten können. Leider fehlt nicht nur der Willen, sondern vor allem das Können.

      Alte Ansicht:




      aktuelle Ansicht:



      Baumbestand:




      Gruselkabinett:



      Dieser Dreck wird leider voll die Sichtachsen von Schloß Schönbrunn verschandeln...

      Quelle und Link zur Bürgerinitiative: http://www.bi-kometprojekt.at/\r
      www.bi-kometprojekt.at/
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Mein lieber Exilant, deine Stellungnahme ließe beinahe darauf schließen, dass du ob deines Exils die neuesten soziopolitischen Entwicklungen der urbs verpasst hättest.
      Gott sei dank gibt es in Wien noch viele Prolos, auch dinarischer Provenienz, und gerade diese werden dafür sorgen, dass der blade Michael eine wohlverdiente Schlappe erleiden wird!
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Du hast Recht: Der Feind meines Feindes ist mein Freund :zwinkern: . Dann hoffe ich auf die Nützlichkeit dieser. Wenn auch ich mir nicht sicher bin, ob eine andere Partei an der miesen Wiener Stadtentwicklung etwas ändern würde. Faymann war wenigstens grundsätzlich gegen Phallussymbole innerhalb des Kernbereichs der Stadt. Stadtrat Schicker ist aber in dieser Hinsicht vollkommen daneben - leider. Wien wird leider von Jahr zu Jahr hässlicher - einmal abgesehen von der Innenstadt, wo jedoch auch immer wieder grausliche Bausünden genehmigt werden.
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Jetzt kann man nur noch auf die UNESCO hoffen, damit eine der vielen weiteren Hässlichkeiten in Wien in ihrem leider bereits von der Wiener Stadtverwaltung abgesegneten Bauprojekt stark reduziert wird:

      Ursprünglich war auf den Kometgründen ein Objekt
      in Höhe von 120 m geplant. Eine Visualisierung
      zeigte aber, dass ein so hoher Bau die West-Ost-
      Sichtachse von Schloß Schönbrunn beeinträchtigen
      würde. Stadtrat Rudolf Schicker dazu: „Basierend
      auf den Gesprächen im Zuge der joint Unesco-
      Icomos mission im März 2006 erfolgte auf Initiative
      der Stadt Wien eine höhenmäßige Reduzierung des
      Projekts um zirka 50 %. Das Projekt wurde dahingehend
      adaptiert, dass anstatt der ursprünglich
      geplanten 120 m Höhe nun ein Hauptbaukörper mit
      60 m vorgesehen ist.“

      Alien element. 2010 sehen die Pläne aber plötzlich eine
      Bauhöhe von bis zu 73 m vor
      . Die UNESCO fand zu
      dieser Diskrepanz von 13 m harte Worte und sprach
      im Protokoll ihrer Sitzung in Brasilia von einem „alien
      element in its urban context“
      . Laut Schicker beruht
      der Unmut der UNESCO auf einem Missverständnis,
      weil sich die Stadt Wien mit den 60 m auf den Hauptbaukörper
      bezog, während die UNESCO diese Höhe
      als absolutes Limit ansieht. Nur ein Teilbereich, so
      Schicker, werde um vier Geschoße überhöht.
      Weltkulturerbe in Gefahr? Franz Sattlecker, Geschäftsführer
      der Schloß Schönbrunn Kultur- und
      Betriebsgesellschaft, sieht die UNESCO brüskiert. Er
      ist in Sorge, dass Schönbrunn auf die Rote Liste für
      gefährdetes Welterbe gesetzt werden könnte. „Das
      wäre sehr peinlich für Wien“, ist Sattlecker überzeugt,
      „schließlich ist man die Verpflichtungen im Zusammenhang
      mit dem Weltkulturerbestatus freiwillig
      eingegangen.“ Eine Aberkennung würde, so befürchtet
      Sattlecker, problematischen Bauprojekten in der
      Umgebung Tür und Tor öffnen. Stadtrat Schicker
      sieht das Weltkulturerbe nicht in Gefahr und verweist
      auf die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit
      der UNESCO. Zudem sichert er eine bestmögliche
      Abstimmung der Detailplanungen auf die Nähe zum
      Weltkulturerbe zu. Ob das der UNESCO genügt,
      bleibt allerdings abzuwarten.


      Quelle: http://www.schoenbrunn.at\r
      www.schoenbrunn.at

      Komischerweise kommt hier von den Grünen keine Gegenstimme, obwohl diese vorab ganz massiv gegen diesen Schandfleck vor den Wahlen protestierten - Anfragen in ihre Richtung bezüglich deren plötzlichen Nichtstuns bleiben - eh klar - unbeantwortet?! => Grund: Da die Wiener SED nun seit der letzten Wahl nur noch mit einem Partner regieren kann und der Posten für Stadtentwicklung an die Grünen ging überrascht deren Schweigen schon etwas viel...oder auch nicht. Die Grünen sind in dieser Hinsicht anscheindend leider auch gekauft worden. Sie sagen nichts, aber uns sagt es sehr viel. Vielleicht ist Demokratie auch nicht die Ultima Ratio? Zumindest nicht in Wien?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Freilich stehen die noch. Obzwar: "schöne" Altbauten... nun ja.
      Tja, für Wien hat dieses ansonsten nur als läppisch anzusehende Weltkulturerbebrimborium zweifellos nur gute Seiten und sich bei dem viel schändlicheren weil schädlicheren Projekt beim Bahnhof Wien Mitte (bestens bekannt aus der dritten Kottanfolge) sehr bewährt. Die Wiener Ignoranten haben offenbar schwächere Nerven als ihre Dresdner Pendants.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Neubau Neutorgasse

      Die Österreicher scheinen ziemlich hart zur Sache zu gehen. Nach dem Kaufhaus Tirol in Innsbruck diesmal ein Monster aus der Wiener Innenstadt:



      Quelle: http://www.rataplan.at/projekte.php?NAME=neutorg\r
      www.rataplan.at/projekte.php?NAME=neutorg

      Städtebauliche Einordnung:
      Die städtebauliche Leitidee besteht aus dem Verschwenken des Neubaus hinter ein zu erhaltendes Bestandsgebäude, welches funktional mit dem Neubau verbunden wird. Durch das Zurückschwingen des Baukörpers entsteht eine platzartige Straßenerweiterung. Gleichzeitig wird der Außenbezug für die Wohnungen und Büros optimal hergestellt. Der städtebauliche Maßstab der benachbarten Gründerzeitbauten wird aufgenommen, die Struktur der ehemals drei Grundstücke bleibt trotz einer gemeinsamen Bebauung im Straßenzug erhalten


      Nicht mein Ding :augenrollen:
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Wobei man hier fairerweise sagen muss, dass an dieser Stelle in Wien bereits vorher eine Scheußlichkeit stand, somit verändert sich die Situation nicht (leider auch nicht zum Guten). Viel schwerwiegender ist da der Fall in IBK, der ja bereits hinreichend besprochen wurde.

      Vielmehr stört mich in Wien der Abbruch eines Biedermeierhauses bei der Gumpendorferstraße/Gürtel.......hast Du, Exilwiener, hier nähere Infos bez Eigentümer?

      lG
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      "erbsenzaehler" schrieb:

      Was ist mit dem Projekt Komethochhaus nahe Schönbrunn? Stehen die schönen Altbauten samt der Bäume noch? :?


      Ja, noch stehen sie. Es sind sogar noch Mieter in ein paar Wohnungen drinnen, die nicht heraus gehen wollen. Es gibt sogar einen Hausbesitzer, der sich nicht enteignen lassen will und gegen das Projekt ankämpft ebenso wie fast alle Anwohner in dieser Gegend! Da leider die Wiener SPÖ bei diesem Projekt federführend ist und ein ehemaliger Sozi-Innenminister Sprecher des Bauherren ist, wird die Politmafia hier tabula rasa machen wollen - es ist eigentlich nur noch fraglich in welchem Ausmaß... (ein privater Investor - der nicht politisch vernetzt ist - in Wien bekommt aber immer die volle Härte und alle bürokratischen Hürden der Stadtverwaltung zu spüren, von einer Umwidmung oder Änderung der Bebauungsbestimmungen seines Grundstücks ganz zu schweigen).
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      @Däne

      Das ist wirklich eine Grauslichkeit. In echt sieht das Haus noch viel schlimmer aus als auf Deiner Visualisierung!

      @Kleist


      Ich glaube der Spekulant Lenikus ist der Störenfried - kann mich aber auch irren.

      In den letzen 5 Jahren sind so viele Biedermeierhäuser in Wien abgerissen worden, dass der Bestand in Wien nachhaltig immer kleiner wird - ein Abrissbescheid ist in der Regel in Wien recht schnell zu erwirken und es stehen selbst in der Altstadt einige Häuser nicht unter Denkmalschutz, von denen man es erwarten würde! Auch vor Barockhäusern macht die Abrisbirne keinen halt (2. Bezirk)! Wien ist anders - leider! Wenn ungebildetes Proletentum regiert ist halt nichts anderes zu erwarten - aber schön mit Schönbrunn, Belvedere und "Wien, die schönste Stadt der Welt" herumlavieren...die Realität sieht leider anders aus. Während L, Potse etc tatsächlich schöner werden, wird Wien architektonisch leider immer unansehlicher.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Ja, das stimmt, gerade 2-geschossige Biedermeierhäuser sind stark gefährdet, weil oft auch in einem (mutwillig herbeigeführten) schlechten Zustand. Weißt Du eig etwas Näheres bez Liechtensteinstraße 28 (von 1781), wir hatten das schonmal denke ich.

      lG
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Du hast ja - wie ich glaube - hier einmal ein Foto von diesem süssen josephinischen Haus eingestellt. Im ersten Stock stehen immer frische (?) Blumen in den Kastenfenstern.

      http://www.bezirksmuseum.info/daten/htm2/60/128000020000.htm\r
      www.bezirksmuseum.info/daten/htm ... 020000.htm

      http://www.simforum.de/showthread.php?t=145853&page=7\r
      www.simforum.de/showthread.php?t=145853&page=7


      Ich habe ein bisserl im Netz recherchiert, aber leider auch nichts gefunden? ´Man müsste im Grundbuch nachsehn, wem die Liegenschaft gehört, dann könnte man weitere Schlüsse ziehen.

      => OK, habe gerade nachgesehen: Das Haus gehört drei Damen und einem Herren jeweils zu einem 1/4. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Eigentümer einig sind, nicht (an einen Spekulanten) zu verkaufen. Das Gute ist, dass aus dem grundbuch ersichtlich ist, dass das gebäude unter Denkmalschutz steht. In Wien allerdings leider kein Grund, einen potentiellen Abriss zu verhindern. Hoffen wir, das Beste!
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