Wiederaufbau Chinesischer Pavillon (realisiert)

    • Wiederaufbau Chinesischer Pavillon (realisiert)

      Verein baut Chinesischen Pavillon auf
      Von Bettina Klemm

      Das 1911 gebaute Haus im Kurpark Weißer Hirsch soll bis zum Sommer 2008 in altem Glanz erstrahlen.

      Die Spuren eines Brandes und des langen Leerstandes sind am Chinesischen Pavillon, Bautzner Landstraße 17a, nicht zu übersehen. Doch Malte von Bargen kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn er von dem Haus spricht.

      Für den 77-Jährigen Rechtsanwalt im Ruhestand ist das architektonische Kleinod eine wahre Herausforderung. „Wir wollen im Mai, Juni mit der Sanierung anfangen. Fertig müssen wir spätestens im Sommer 2008 sein, denn der Pavillon soll in die Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen ,China und Europa’ einbezogen werden“, sagt von Bargen. Die Baugenehmigung liege vor, nur über den Freiflächenplan und die Zahl der zu fällenden Bäume müsse noch einmal gesprochen werden. Erste Spenden sind für den Wiederaufbau bereits eingeworben. „Aber wir haben das erforderliche Geld noch nicht zusammen“, sagt er.

      Geldgeber gesucht

      Von Bargen geht davon aus, dass eine knappe Million Euro reichen werden. Den Kauf des Grundstücks, alle bautechnischen Untersuchungen und die gesamte Planung für den Wiederaufbau haben die Vereinsmitglieder bisher mit eigenem Geld bezahlt – [...]
      Der Pavillon wurde zu Zeiten des letzten chinesischen Kaisers 1911 anlässlich der Internationalen Hygieneausstellung in Dresden errichtet. „Damals wurde ein hochrangiger Beamter, ein Herr C. C. Chang, zum Kommissar für die Ausstellung ernannt. Er hatte den Auftrag, während der dreimonatigen Schau die sächsischen Verwaltungsstrukturen zu studieren“, sagt Mankel. China habe sich nach dem Boxerkrieg wieder für die Demokratie geöffnet. „Doch kurz danach brach die Revolution los, später hat die Mao-Periode alles blockiert“, sagt von Bargen. Er verfolge jedoch die gewaltige Entwicklung des Landes seit Ende der 1980er Jahre und plädiere ausdrücklich für eine Partnerschaft Dresdens mit der ostchinesischen Millionenstadt Hangzhou. Die Chinesen haben die Hand zur Partnerschaft ausgestreckt.

      [...]


      Quelle: sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1423713



      Hier die Seite des Vereins:
      Home
    • Aufgrund der Bewaldung ist leider nicht viel zu sehen, aber eine von den dunklen Flecken (ich schätze rechts von der Markierung) müsste der verfallene Pavillon sein:


      Bing Maps - Wegbeschreibungen, Routen, Verkehr

      Ansonsten kann man dort ruhig etwas "herumfliegen" - war und ist die Gegend mit ihren prunkvollen Villen doch mit die reichste Dresdens.
    • Re: Wiederaufbau Chinesischer Pavillon

      Zur Abwechslung aber auch einmal wieder Grund zur Freude in Dresden:

      Die zukünftige chinesische Partnerstadt hilftgroßzügig bei der Rekonstruktion! Ach des chinesischen Gartens (sic!).

      chinesischer-pavillon.de/aktuell/artikel-sz-20090914.pdf
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Die DNN berichteten gestern, am 28.10.2014, über den aktuellen Stand der Bauarbeiten am historischen Chinesischen Pavillon. Dieser war 1911 im Rahmen der 1. Internationalen Hygieneausstellung nach Dresden gelangt und stellt heute das einzige erhaltene original chinesische Bauwerk dieser Zeit in Deutschland dar.
      Mittlerweile ist die Sanierung derart vorangeschritten, dass die Bauaufsicht wahrscheinlich zum Ende des Jahres 2014 eine vorläufige Betriebserlaubnis wird erteilen können. Im Frühjahr 2015 soll der Pavillon dann eröffnet werden und als Domizil für Vorträge, Workshops usw. dienen. Später folgt dann noch eine gastronomische Einrichtung.
      Die Arbeiten, die vom Verein "Chinesischer Pavillon zu Dresden e.V." durchgeführt und durch Spenden, Gelder der Denkmalpflege des Freistaates sowie eine Anschubfinanzierung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden finanziert wurden, haben bisher Mittel in Höhe von 800.000,00 Euro erfordert. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde das Sockelgeschoss trockengelegt und saniert, die historischen Holzarbeiten der Südchinesischen Halle restauriert sowie das nordchinesische Dach neu eingedeckt. Für die Eröffnung im Frühjahr sind noch einmal 50.000,00 Euro von Nöten, die in die Sicherung des provisorischen Treppenaufgangs und neue Platten für den Umgang investiert werden.
      Die endgültige Fertigstellung, zu der auch die Erneuerung der Grünanlagen gehört, wird noch einmal 200.000,00 Euro erfordern. Termine stehen jedoch noch nicht fest.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
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    • Der chinesische Pavillon wird nach fast zehnjähriger Restaurierung am 1. Oktober wiedereröffnet.

      Die DNN berichten:

      dnn.de/Dresden/Lokales/Chinesi…erzeit-oeffnet-in-Dresden

      Für die endgültige Fertigstellung des Innenausbaus und der Freianlagen fehlen noch etwa 250.000,00 Euro. Wer also noch keinen Ideen für ein Weihnachtsgeschenk hat...
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • "Mit 5.000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank zweckgebundener Spenden, einer zweckgebundenen Geldzuwendung und der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, die Ergänzung des historischen Plattenbelags am Chinesischen Pavillon in Dresden. Den symbolischen Fördervertrag überbringt Christian Schreiber, Ortskurator Dresden der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 25. September 2017 um 10.00 Uhr im Beisein von Bezirksdirektor René Röder von Sachsenlotto an Dr. Dieter Reinfried, den Vorsitzenden des Vereins Chinesischer Pavillon zu Dresden e.V. Anwesend ist auch die Witwe von Dr. Klaus Otto, dem früheren Ortskurator Dresden der DSD, dessem beispielhaftem Engagement nicht nur der Chinesische Pavillon, den die Denkmalstiftung seit 2009 fördert, sondern zahlreiche Dresdner Baudenkmale viel zu verdanken haben. Der Pavillon war der offizielle Beitrag der kaiserlich-chinesischen Regierung zur Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden 1911. Er wurde für den Berichtsband über die Bauten der Ausstellung fotografisch abgebildet und wegen seiner kunstvollen Handwerksarbeit gelobt. Architektonisch war er den Villen und Wohnhäusern der großen Städte, insbesondere in Peking und im Norden Chinas, nachgebildet." [...]

      DSD ehrt früheren Ortskurator beim Chinesischen Pavillon in Dresden: Das Reich der Mitte in Dresden


      Pressebild der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Fotografin: Marie-Luise Preiss
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)