Die Prager Straße und Seevorstadt

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    • Re: Dresden Innenstadt - Prager Straße

      Das schlägt doch dem Faß den Boden aus:

      "Hyade" schrieb:




      Und dieser Kerl läuft völlig unbehelligt mit der Mörder-Fahne herum?
      Zugegeben: die Architektur ist auch mörderisch. Irgendwie paßt es schon...
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • Re: Dresden Innenstadt - Prager Straße

      "Miwori" schrieb:

      Dieser Fahnenmann heißt Westphal und steht schon seit Jahren dort.
      Für die einen ist er ein Spinner, für die anderen ein Idealist.


      Definitiv en Verrückter! Wie kann man in diese politische Richtung überhaupt idealistisch denken?! :boese:
      ...kantige Kuben beginnen sich plötzlich zu drehen, Säulen bekommen durch Schrägstellen eine wohltuende Dynamik und mehr denn je werden spielerisch mit Materialität und Oberflächentexturen neue Ufer ausgelotet.
    • "Karasek" schrieb:


      Unser stadtbekanntes Original läuft in einer kaputten gelben Gummikutte und Gummistiefeln rum und grüßt jeden. Wollen wir tauschen? :lachen:


      Aus welcher Stadt kommst Du? Vielleicht ist mir dieses "Original" auch schon über den Weg gelaufen? Der aus Zittau, den finde ich übrigends sehr nett! Aber kennst Du die, die immer mit dem Regenschirm herum läuft? :lachen:
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Ganz recht, soll jeder denken, was er will. Moralisch ist so eine Fahne natürlich problematisch, aber es kann auch jeder die Moral haben, die er will. Er tut ja keinem was. Ein Spinner ist es allerdings zweifellos. Indes, das ist unabhängig von der Fahne, denn egal mit welcher Fahne man so dauerhaft rumsteht, an der Waffel muss man eins haben.
      Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Mann nicht immer dem Dresdenbild förderlich ist, gerade bei Touristen, die mit der Sowjetunion so ihre Probleme haben (z.B. Amerikaner).
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • "Antiquitus" schrieb:

      Ganz recht, soll jeder denken, was er will.
      Moralisch ist so eine Fahne natürlich problematisch, aber es kann auch jeder die Moral haben, die er will.
      Er tut ja keinem was.

      O.K. - ich stelle mich mal mit einer Hakenkreuzfahne vor das Bundesministerium für Arbeit. Das war früher das Ministerium für Propaganda und Volksaufklärung.
      Bin mal gespannt, ob ich auch so viel sanftmütiges Verständnis finde...
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • Nun gut, wir wissen beide, dass die Rechtslage in Deutschland so ist, dass man die einen Verbrecher öffentlich unterstützen darf und die anderen nicht. Das ist aber ein anderer Punkt. Von mir persönlich würdest du dasselbe lesen wie oben.

      Ich will im Übrigen nicht, dass dieses Nicht-Architektur-Thema hier weiter vertieft wird.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Noch ein paar Prager-Straße-Impressionen




      einsame Blumenkästen im 8.Stock


      Wink-Elemente zum Internationalen Frauentag?


      Flat Iron Building auf Sächsisch


      Das Wandbild "Shiny Happy People" bzw. "Dresden grüßt seine Gäste" liegt nun durch die Neubebauung etwas versteckt und hat auch schon einige Graffitis abbekommen


      Ein weiteres Wandmosaik am Hotel "Merkur", ehem. "Newa", ist dem Thema Leningrad gewidmet, wobei die düstere Silhouette des Panzerkreuzers Aurora durchaus zweideutig interpretiert werden kann.


    • Es bleibt dabei: Ende des Monats will der Nürnberger Wolfram Weber das Rundkino zum ersten 3D-Lichtspielhaus Sachsens machen (SZ berichtete am Freitag). „Zunächst starten wir mit dem großen Saal“, kündigte er gestern bei einem Vor-Ort-Termin an. „Den bekommen wir sicherlich rechtzeitig flott. Von den total zerstörten Räumen im Untergeschoss wollen wir langfristig wenigstens ein bis zwei wieder bespielbar machen.“

      Hans Rudolf Wöhrl, dessen Tetris Grundbesitz GmbH das Rundkino gehört und die gerade das Haus auf Vordermann bringt, teilt Webers Optimismus. „Wir entdecken zwar täglich Neues, was nicht funktioniert, aber es geht dennoch gut voran.“ Er lobt besonders die Stadtverwaltung, die bei der Lösung eines heiklen Problems helfen würde. „Was aus Sicherheitsgründen abgerissen werden muss, ist wieder aus Sicht der Denkmalschützer unbedingt erhaltenswert“, so Wöhrl. „Doch wir finden den nötigen Kompromiss.“ Er betont, dass mit der erneuten Nutzung als Kino nun zugleich die Zukunft des im gleichen Haus untergebrachten Puppentheaters gesichert sei. „Es kommen definitv keine Läden dazu“, versichert er. Bis zum Herbst soll das gesamte Gebäude saniert sein, drei Millionen Euro investiert seine Firma in dieses Projekt. [...]

      Bewusst wolle er den Betrieb mit den Osterferien und somit zu Beginn der Tourismus-Saison starten. „Für Gäste der Stadt ist ein 3D-Kino doch fraglos eine weitere Attraktion.“ Bei Ticketpreisen zwischen 3,90 und 6,90 Euro brauche er mindestens 250000Besucher pro Jahr. Weber: „Das kriegen wir schon hin, schließlich bieten wir nicht nur die übliche Imax-Kost, sondern gleich zu Anfang zeitgleich mit anderen Kinos den neuen Disney-Film ,Triff die Robinsons’ – nur läuft der bei uns halt in 3D-Qualität.“



      sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1436531


      Dazu auch ein Beitrag vom Dresdenfernsehen:

      dresden-fernsehen.de/default.aspx?ID=1988&showNews=73702

    • Das Centrum-Warenhaus ist inzwischen bis auf einen überschaubaren Rest abgetragen.
      Die mörderische Staubentwicklung belastet allerdings seit Woche die ganze Umgegend.


      Am Wiener Platz wächst das ICE-Hotel


      Hier findet sich auch dieses Nonplusultra modernen Sitzmöbeldesigns:
      Der zementgraue Betonquader!

      Dem Menschenfeind und Folterknecht der Moderne, der sich dieses Teil ausgedacht hat,
      sollte man es - mit Schwung! - um die Ohren hauen!
      (ist jedenfalls meine Meinung!)

      Man kann über die DDR-Prager Straße denken, was man will.
      Aber dort waren die Sitzbänke aus Holz und luden dazu ein, sich darauf niederzulassen!
    • Was für ein abweisendes Plätzchen. Kein bisschen Grün
      und die Wasserspiele sind auch einfallslos. Auf den
      Bänken kann man auch kaum längere Zeit sitzen, da die
      Rückenlehne fehlt. Ein Platz ohne Verweilqualität.
      Sind die Gebäude schon vermietet? Könnte mir vorstellen
      dass es darin kaum auszuhalten ist ohne Klimaanlage im
      Sommer. Ich kannte mal einen Weinhändler der sein Geschäft
      in einem Glassarg hatte. Nach ein paar Wochen ist er
      wieder ausgezogen weil sich der Laden durch die riesigen
      Glasflächen wie ein Gewächshaus aufgeheizt hat.
      Klimaanlage wäre eine Möglcihkeit ist aber auch
      umweltbelastend und frisst Strom wie verrückt.
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • "einsame Blumenkästen im 8.Stock"

      Das ist eine Mischung zwischen Peinlichkeit und Elend, oder?

      "Hier findet sich auch dieses Nonplusultra modernen Sitzmöbeldesigns:
      Der zementgraue Betonquader!"

      Was für ein Elend!
      Und gib' dem Teil mal ein Jahr, dann sieht es aus als wäre es zehn...
      Schlimmer geht's nimmer.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Der Wiener Platz mag Dresden nicht angemessen sein, aber ich empfinde ihn nicht als sonderlich störend. Es ist eben zeitgenössische Standardarchitektur, und es hätte weitaus schlimmer kommen können.

      Abgesehen davon, daß zum Beispiel Leute auch oft auf Treppenstufen sitzen, die ebenfalls ohne Lehne und aus Stein sind, erfüllen die Bänke wahrscheinlich durchaus ihren Zweck. In der Nähe von Hauptbahnhöfen treibt sich oft nicht die feinste Gesellschaft herum, der man vermutlich nicht noch allzu viel "Gemütlichkeit" vermitteln will. Diese Klientel wird sich ohnehin der Bänke bemächtigen (Die Oma mit dem Enkelkindchen wird dort kaum der Wasserspiele wegen weilen). Für dieses Publikum aus Junkies, Alkoholikern, Pennern usw. sind die Bänke entsprechend intensiver Nutzung robust konstruiert und nicht so einladend, daß dort auch genächtigt werden mag. Insofern denke ich, daß sie nicht nur eine Design-, sondern auch ganz pragmatische Lösung waren.
    • Sehe ich ähnlich, im Bezug auf die direkte Umgebung (die ich auch gar nicht mal so schlimm finde, wasser reisst es praktisch immer raus.) sind die Dinger nur konsequent.
      Ob sie allerdings auch zweckmässig sind hängt davon ab wie gross das Graffittiproblem in der Gegend ist, wenn sich das in Grenzen hält gibt es eigenlich kaum was praktischeres, zumal das lehnenlose Design omnidirektionales sitzen erlaubt. :gg:
    • "Heimdall" schrieb:


      In der Nähe von Hauptbahnhöfen treibt sich oft nicht die feinste Gesellschaft herum, der man vermutlich nicht noch allzu viel "Gemütlichkeit" vermitteln will. Diese Klientel wird sich ohnehin der Bänke bemächtigen (Die Oma mit dem Enkelkindchen wird dort kaum der Wasserspiele wegen weilen). Für dieses Publikum aus Junkies, Alkoholikern, Pennern usw. sind die Bänke entsprechend intensiver Nutzung robust konstruiert und nicht so einladend, daß dort auch genächtigt werden mag. Insofern denke ich, daß sie nicht nur eine Design-, sondern auch ganz pragmatische Lösung waren.

      Bis jetzt treiben sich im Umfeld des Dresdner Hauptbahnhofs weder Obdachlose noch Junkies herum.
      (Alkoholiker nur, wenn Dynamo mal wieder gespielt hat.)
      Insofern wurde die "Pragmatik garantiert vandalismussicherer Stadtmöbel" wahrscheinlich von einem auswärtigen Gehirn ersonnen, das von seiner Stadt auf Dresden schloß, ohne die Verhältnisse hier zu kennen.
      Mit solcherart "pragmatischer" Architektur, die wahrscheinlich aus den Arrestzellen amerikanischer Hochsicherheitsgefängnisse abgeschaut wurde, vertreibt man die anständigen Leute und überläßt die Straße am Ende wirklich den Assis und Kriminellen.

      Wahrscheinlich wirken auch kommerzielle Interessen daran, den öffentlichen Raum entsprechend uneinladend zu gestalten, damit die Leute lieber in die Läden, Passagen und Kneipen gehen sollen, wo sie etwas kaufen und Geld ausgeben. Das hat man ja auch am Neumarkt.