Landshut

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    • Zeno schrieb:

      Auch in dieser Hinsicht eine Verbesserung. Die Aufregung über diesen Neubau verstehe ich schon seit Jahren nicht. Sie geht m. E. auf das Missverständnis zurück, dass da vorher was absolut Wertvolles gestanden hat. Der Altbau war bemerkenswert, hat aber die Dimensionen der Altstadt gesprengt.


      Ich denke mal, und bewerte das nur aus der Ferne, dass der Neubau wohl in den Proportionen besser passt, die Giebel des Altbaus aber spezifischer waren, wohl deutlicher nach Landshut passten als die eher schlichten Giebel des Neubaus. Zudem gefällt mir die rundbogige Erdgeschossgestaltung des Altbaus sehr gut. Aber sicherlich ist der Neubau kein großer Aufreger, sondern gut eingepasstes Bauen.
    • Damit man mich nicht falsch versteht: Natürlich hätte ich den Altbau lieber an dieser Stelle gesehen, alleine des historischen Wertes wegen. Ins Stadtbild passen die Neubauten aber um Längen besser. Erstens eben die Erker, die ja überhaupt keinen Bezug zur Stadt haben und deswegen überhaupt nicht zu den glatten Häuserfronten des Dreifaltigkeitsplatzes passen, zweitens ist das Gebäude absolut überdimensioniert: Man betrachte die Geschosshöhen und die Giebelhöhe, auch die ungewöhnliche Breite - Doppelgiebelhäuser gibt es in Landshut nur ganz selten; mir fiele kein historisches mit ähnlicher Breite ein. Auch der Neubau ist, muss man sagen, für die Häuserzeile relativ groß dimensioniert. Bei dem stört mich selbstverständlich die Giebelform, wobei aber angemerkt sein muss, dass es durchaus Altbauten in Landshut mit derartiger Giebelform gibt.

      Hier noch ein Foto, wo gut ersichtlich ist, dass der Altbau nur eingeschränkt in das Straßenbild passt: mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/46329807.jpg
    • Dreifaltigkeitsplatz 11

      Hallo ich bin neu hier im Forum. Ich komme auf Landshut und interessiere mich sehr für Denkmalschutz.


      --- Abbildung Dreifaltigkeitsplatz 11 (1984) ---
      Zum Gebäude Dreifaltigkeitsplatz 11 habe ich noch zwei alte Abbildungen. Daran angebracht war auch eine Inschrift mit der Beschreibung des noch älteren Vorgängerbaus - der Schmidt Bräu. Leider ist hier die Auflösung recht schlecht. Abbildungen stammen aus dem Buch "Denkmäler in Bayern - Landshut" von Volker Liedke - 1984.
      --- Inschrift an Dreifaltigkeitsplatz 11 zum Vorgängerbau (1984) ---

      Auf dem Plan zum Denkmalbestand von damals sieht man auch, dass das Gebäude als Einziges auf der Site des Dreifaltigkeitsplatzes nicht im Denkmalschutz aufgenommen wurde.
      --- Übersichtskarte denkmalsgeschützter Gebäude (1984) ---

      *edit: Bilder aufgrund von Moderatorenwunsch nachträglich entfernt

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    • Zeno schrieb:

      Auch so etwas gibt es: Ein Neubau anstelle einer unbefriedigenden städtebaulichen Situation. Der Vorgängerbau hat ein Flachdach oder eine traufseitiges Satteldach gehabt und war wie ein Fremdkörper (hat jemand Bilder?), evtl. ein Fabrikgebäude. So etwas würde ich unter Stadtreparatur subsumieren.
      Ich habe einen Ausschnitt des alten Gebäudes als Bild. Leider aber keine Quelle dazu. Die Gebäude schienen auf dieser Straßenseite alle Traufseitig zu stehen.
    • Die Abbildung des Altbaus von Dreifaltigkeitsplatz 11 vor dem "Umbau" 1906, das an der Vorderseite des Altbaus angebracht war, befindet sich jetzt an der Rückseite des Neubaus. Leider kann es mangels Panoramafreiheit wohl nicht fotografiert werden. Möglicherweise ist das Werk aber bereits gemeinfrei, so dass man es auf die Panoramafreiheit nicht ankommt.

      Den Umbau halte ich persönlich für einen Neubau.
    • Zeno schrieb:

      Landshuter87 schrieb:

      Ich habe einen Ausschnitt des alten Gebäudes als Bild.

      Nö, das ist woanders. Das ist nicht die Vorgängerbebauung von Dreifaltigkeitsplatz 175 b, sondern der Übergangsbereich von Dreifaltigkeitsplatz und Altstadt, und zwar die Westseite.

      Richtig. Da lag ich falsch. Ich habe wohl nur einen Ausschnitt des Gebäudes - hier ersichtlich auf der linken Seite:


      ich habe noch eine Abbildung einer Postkarte von 1918. Urheberrechtlich kann ich das Bild aber nicht hochladen. Darauf ist das Eckhaus Nr. 176 in einer Schrägaufnahme vom Gebäude gegenüber fotografiert. Das gesuchte Nebengebäude ist fast vollständig zu sehen. Als Aufschrift am Gebäude kann ich nur ...burger Lack- und Farben-Fabrik lesen. Das "k" auf dem bereitgestellten Bild ist das "k" von "Fabrik". Wirklich kein hässliches Gebäude meiner Meinung nach.

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    • Verarschen kann ich mich auch alleine....
      Meine Frage war durchaus ernst gemeint. Ich benutze immer den BayernAtlas wie gesagt, aber der ist oft schwer lesbar. V.a. wenn es um dichte Stadtbebauung geht mit dreistelligen Häusernummern...
      Nachdem du hier so locker flockig die richtige Antwort gibst, gehe ich davon aus, dass du einen besseren Weg kennst.
    • Gasthof Silbernagel

      Das Haus Altstadt 72 (Gasthof Silbernagel), einer der wenigen traufständigen Bauten in der Altstadt, dürfte ja noch existieren. In der Denkmaltopographie der Stadt steht aber:


      (...) Die Familie Aicher zu Herrngiersdorf ließ im 17. Jahrhundert (...) den traufständigen Bau errichten, der 1978 abgebrochen wurde. Das Haus zählte zu den stattlichsten Anlagen der Altstadt (...).

      Wie kommt es denn zu diesem Text? Alleine die Tatsache, dass das Haus denkmalgeschützt ist, spricht - neben zahlreichen Foto- und Videobeweisen - doch dafür, dass es noch steht. Wurde es etwa einmal abgebrochen und originalgetreu wiederaufgebaut? Oder handelt es sich dabei schlichtweg um einen Fehler...
    • Kann es sein, dass dabei vom Hinterhaus an der Ländgasse die Rede ist?

      bing.com/maps/?v=2&cp=s2pb63j0…r=88.83&sty=o&form=LMLTCC (das 8-achsige, hellbraune (oder dunkelgelbe) Gebäude mit den 7 Dachgauben und dem weißen Kamin). Auch die Rückseite (bing.com/maps/?v=2&cp=s2pbr1j0…=269.76&sty=o&form=LMLTCC) schaut schon sehr nach 1978 aus.

      Das um 2011 herum abgebrochene und in meinem Beitrag vom 06.08. angesprochene und von Markus während des Abbruchs fotografierte Hinterhaus meine ich dabei aber nicht, denn dieses war dazwischen, da wo jetzt der hintere, im Blockinneren liegende Teil der Hugendubel-Buchhandlung ist, der ja weit nach hinten geht, jedoch nicht bis zur Ländgasse.
    • Alleine die Tatsache, dass das Haus denkmalgeschützt ist, spricht - neben zahlreichen Foto- und Videobeweisen - doch dafür, dass es noch steht.


      Eine mE in Bezug auf Landshut völlig unzulässige Argumentation.
      Da müsste gar noch vieles stehen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)