Verein Historisches Dresden

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    • Verein Historisches Dresden

      Ich will mit diesem Thread mal ausloten, ob und wieviel Interesse unter den Dresdnern hier im Forum an einer Vereinsgründung bestünde.

      Gemäß den Altstadtfreunden in Nürnberg könnte man so noch gezielter für ein historisches Dresden kämpfen und
      Aktionen wie die Rekonstruktion des Stübelbrunnens, die Verhinderung des Gewandhauses,
      oder (in fernerer Zukunft) sogar große Projekte wie Albertheater, Wilsdruffer Straße oder Kaiserpalast angehen.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Ich wäre dabei. Bin aber noch relativ jung (31) und der Meinung das auf jeden Fall gestandene Altdresdner mit dabei sein müßen, um effektiv etwas zu erreichen. Die haben das notwendige Netzwerk in Dresden.
      Gut ist auf jeden Fall die Gründung eines Vereins für z.B. die Rekonstruktion des Stübelbrunnens,welche man ja als erstes in Angriff nehmen könnte.
    • "Canaletto" schrieb:

      wenn neben der GHND ein zweiter Verein in die selbe Richtung zieht. Natürlich darf sich der neue Verein nicht gegen die GHND ausspielen lassen!


      Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, als eigenständiger Verein unabhängig von der GHND aufzutreten.
      Alleine schon, damit die Stadt ihre Monopolabneigung nicht immer und immer wieder auf die GHND polarisieren muß :zwinkern:
      (und damit den Rest der Dresdner Bürger ja bisher automatisch auf ihrer Seite wähnt)

      Die GHND sollte von einer eventuellen Vereinsgründung selbstverständlich informiert
      (und in spätere Entscheidungen einbezogen) werden.
      Aber unser "Arbeitsfeld" sollten wir dann klar von der GHND abgrenzen -
      die hat ja schon des öfteren betont, sich nicht außerhalb des Neumarkts engagieren zu wollen bzw. zu können.

      Die GHND bei ihren Projekten unterstützen (-->Gewandhaus), aber gleichzeitig eigene Projekte in Angriff nehmen,
      die möglichst nichts mit dem Neumarkt zu tun haben.

      Eine Rekonstruktion des Stübelbrunnens wäre auch meines Erachtens ein vor allem machbarer Start,
      um Medien und Bürger zu überzeugen und sich den nötigen Respekt auch von Seiten der Stadt zu verschaffen:
      Die dringende Grundlage für spätere Großprojekte.

      Ich freue mich über die bisherige Resonanz -
      wichtig wären auch Leute, die sich in rechtlichen Fragen auskennen und vor Ort praktisch mitwirken können.

      Ich bringe leider keinerlei finanzielle Mittel mit - dafür viel Zeit und Motivation.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Ich ziehe den Hut vor Dir! Eine hervorragende Idee, wie man an den vielen positiven Stimmen herauslesen kann.

      Auch wenn ich momentan weit weg bin, werde ich Dich dabei voll unterstützen! Momentan halt nur in punkto finanzieller Hinsicht... (mehr dazu via PN).

      Je mehr sich anschließen, desto besser!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Exilwiener, gut dass man sich auf Dich verlassen kann.

      Wo sind die Dresdner ? Wird langsam konkret...
      Wir brauchen Leute mit EDV/Grafikdesign/Web - Fähigkeiten zwecks seriöser und werbewirksamer Homepage / Werbung uvm...


      Projektvorschläge kurz- / mittelfristig:

      Stübelbrunnen

      Orangerie (Herzogin Garten)

      Südliches Torhaus beim Japanischen Palais (Pro: Der nördliche Zwilling steht noch als Anschauungsstück)

      Blockhaus (momentan vereinfacht)

      Denkmal Schloßplatz

      Belvedere

      TLG-Kubus Postplatz (?)


      Projektvorschläge langfristig:

      Kaiserpalast (Pirnaischer Platz)

      Alberttheater (Albertplatz)

      Oberpostdirektion (Ruine)

      Kaufhaus Renner (Altmarktsüdseite)

      Venezianisches Haus (Terassenufer/Carolabrücke)

      Villa Rosa (Innere Neustadt)

      Markthalle (ehem. Antonsplatz zw. Marien-/Wallstraße)

      Narrenhäusl


      Alle Projekte lassen sich momentan noch auf Flächen ohne vorhandenem Baubestand realisieren. (Villa Rosa weiß ich jetzt nicht genau)

      Um die Lukaskirche kümmert sich bereits eine Bürgerinitiative.
      Viktoriahaus, Centraltheater und Villa Struve sind wohl auf Grund ihrer Lage auch langfristig eher unrealistisch.
      Unsere Energie sollte sich auf die Alt- und Neustadt außerhalb des Neumarktes konzentrieren.

      Weitere Vorschläge, Kritik und vor allem Interessierte sind erwünscht!
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    • Auch wenn momentan noch viele Vorschläge Träumereien von uns sind (Stübelbrunnen, Orangerie und andere klingen aber schon mittelfristig realisierbar), dann habe ich noch mit zwei Träumen aufzuwarten:

      Neustädter Rathaus

      Narrenhäusl:





      Vielleicht findet sich ein reicher Russe, der uns bei der Realisierung ein wenig unter die Arme greift...wenn uns schon das Dresdenfieber gepackt hat, dann sollten wir schleunigst auch andere damit anstecken :lachen:
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Ich will Euch in Eurem Enthusiasmus ja nicht ausbremsen, aber ich sehe einen Verein mit der Ziehlsetzung so vieler Wünsche eher als einen zahnlosen Hund, welcher belächelt werden wird. Besser sollte man sich auf wenige wirklich realistische Ziele konzentrieren, die da wären: sich dafür einsetzen, dass jene Objekte, die in nächster Zeit (v.A. außerhalb des Neumarktes) realisiert werden sollen, in ihrem Erscheinungsbild die Vergangenheit nicht verleugnen. Also Klartext: Kubus am Postplatz (wahrscheinlich leider schon zu spät), Belvedere, ehem. Rennerquartier, Orangerie und meinetwegen auch Stadtmöbel wie z.B. den Stübelbrunnen. Ausserdem würde ich als Verein dieser Art auch den Finger in die Wunde legen, wenn es um Nichtsanierung bzw Abrisse von alter Bausubstanz im Stadtgebiet geht.

      PS: Die Fläche des ehem. Victoriahauses ist übrigens noch frei (man müsste nur die Straßenbahnschienen und die Haltestelle etwaas verlegen) :zwinkern:
    • Richtig, es sollten, wenn noch möglich, Unterschriften gegen den Kubus gesammelt werden. Das Quorum beträgt inzwischen auch nur noch 5%.

      Einleitungssatz:

      Gegenüber dem Zwinger soll folgendes Bauwerk entstehen. Sollen Fassade und Kubatur des Bauwerks wie auf dem Bild verwirklicht werden?
      Ja oder Nein?


      Das wäre schnelle praktische Arbeit. Dazu braucht es noch nicht mal einen Verein, sondern ein Dutzend engagierte Leute!
    • "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      aber ich sehe einen Verein mit der Ziehlsetzung so vieler Wünsche eher als einen zahnlosen Hund, welcher belächelt werden wird.


      Die Mehrzahl waren ja langfristige Wünsche - vorrausgesetzt, so ein Verein bliebe über mehrere Jahrzehnte bestehen.
      Und: Es sind lediglich Ideen und Vorschläge - natürlich würde man Schritt für Schritt jeweils nur ein Projekt vorrantreiben, für das man sich in Vereinssitzungen einigen würde/müsste.

      Um aktuelle Projekte könnte man sich auch kümmern, ich habe obige Liste den neuen Vorschlägen gemäß verändert.
      Mir persönlich geht es allerdings sehr um eine Rekonstruktion, die durch den Verein selbst ins Laufen kommt.
      Daher die vielen Beispiele, die von Seiten der Stadt oder Investoren bisher nie im Gespräch gewesen sind.

      @Exilwiener:

      Die Fläche des Neustädter Rathaus ist ja leider bereits "geplättelt".

      @Philipp:

      Es ist schwer, an mehreren Baustellen gleichzeitig zu arbeiten (auch wenn das in DD dringend nötig wäre.)
      Ich denke, in diesem Fall hat das Gewandhaus bzw. die Unterstützung der GHND durch ein selbst initiiertes Bürgerbegehren Vorrang.

      Wenn wir hier allerdings nicht genügend Leute zusammen bekommen, die auch in Dresden vor Ort aktiv werden können
      (wonach es momentan noch aussieht), wird das hier sowieso alles ein wenig fragwürdig...
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Für Dresden wäre u.a. die Rekonstruktion des Venezianischen Hauses auf der Neustädter Seite unabdingbar. Der Gedanke, daß Dresden einmal ein solches Gebäude hatte, ist faszinierend. Es wäre dem Gebäude sehr zu wünschen, daß es auch irgendwann wieder mal kmommen kann.
      Das gleiche müßte eigentlich auch für den Sarrasani gelten.
    • "Weingeist" schrieb:

      Für Dresden wäre u.a. die Rekonstruktion des Venezianischen Hauses auf der Neustädter Seite unabdingbar. Der Gedanke, daß Dresden einmal ein solches Gebäude hatte, ist faszinierend.


      Du wirst lachen, aber es gab sogar zwei Venezianische Häuser in Dresden!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • "Exilwiener" schrieb:

      "Weingeist" schrieb:

      Für Dresden wäre u.a. die Rekonstruktion des Venezianischen Hauses auf der Neustädter Seite unabdingbar. Der Gedanke, daß Dresden einmal ein solches Gebäude hatte, ist faszinierend.


      Du wirst lachen, aber es gab sogar zwei Venezianische Häuser in Dresden!

      Jetzt bin ich aber baff. Ich kannte nur das auf der Altstätter Seite. Eine etwaige Rekonstruktion wäre da theoretisch nur möglich, wenn man eine Fahrspur der Brücke abreißen würde.
    • "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      "Exilwiener" schrieb:

      "Weingeist" schrieb:

      Für Dresden wäre u.a. die Rekonstruktion des Venezianischen Hauses auf der Neustädter Seite unabdingbar. Der Gedanke, daß Dresden einmal ein solches Gebäude hatte, ist faszinierend.


      Du wirst lachen, aber es gab sogar zwei Venezianische Häuser in Dresden!

      Jetzt bin ich aber baff. Ich kannte nur das auf der Altstätter Seite. Eine etwaige Rekonstruktion wäre da theoretisch nur möglich, wenn man eine Fahrspur der Brücke abreißen würde.


      Ich denke, das mit der Neustädter Seite ist ein Irrtum, da beide Venezianischen Häuser auf der Altstädter Seite standen. Soviel ich weiß, war bisher - auch hier im Forum - immer nur von einem Venezianischem Haus die Rede (gemeint war das neben der Carolabrücke. Ungefähr dort, wo heute die neue Carolabrücke - die längste Brücke der Welt... :zwinkern: - und das potthäßliche Plattenbauhotel steht.) Anscheinend wissen nur ganz wenige, dass fast unmittelbar neben dem allseits bekannten Venezianischen Haus ein zweites, etwas schmäleres Venezianisches Wohnhaus stand. Ursprünglich war es angedacht, dass alle Häuser der Straße im Venezianischem Stile gebaut werden sollten. Tatsächlich wurden es jedoch nur zwei.

      In Volker Helas Buch "Architektur in Dresden von 1800 - 1900" findet man die Fotos beider Venezianischer Häuser"!

      Exkurs: Es gibt für mich mindestens drei Bücher, die für Freunde des historischen Dresdens unabdingbar sind:

      1. Fritz Löffler: Das alte Dresden

      2. Volker Helas: Architektur in Dresden von 1800 - 1900

      3. Stefan Hertzig: Der historische Neumarkt zu Dresden

      Kein Buch kann meiner Meinung durch ein anderes ersetzt werden, da jedes für sich ein Unikum und der momentanen Weisheit letzten Schluß darstellen. Exkurs Ende.

      Fritz Löffler sprach schon davon, dass die SED zwar ständig die anglo-amerikanischen Terrorangriffe als Instrument verwendete. Aber das, was zerstört wurde, das haben sie mit allen Mitteln versucht zu vertuschen, damit niemand danach fragt und wohl darum, damit die proletarische Masse irgendwann einmal nicht mehr merkt, in welcher architektonische Wüste die Dresdener nun wohnen. Aber ohne Kultur kann ein Volk halt auch nicht lange (über)leben...
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Die Dresdner zwingen mich mal wieder dazu, einen roten Kopf zu bekommen :peinlich:
      Ich dachte immer, das Venezianische Haus sei auf der Neustädter Seite gelegen.
      Zu meiner Entschuldigung muß ich allerdings auch sagen, daß es bei Löffler nicht exakt herausgeht, wo genau der Standort war:
      457: Das Venezianische oder Gutschmidsche Haus am Elbberg. Nachbiodung des Palazzo dei Turchi in Venedig, Sandsteinbau, um 1845 von H. Bothen, Beginn der historisierenden Bauten in Dresden. 1945 zerstört. (Litho von W. Bässler, um 1850).
      usw. usw.
      Ob es auf der Neustädter oder auf der Altstädter stand, ist mir im übrigen schnurz. Dresden kann nicht ohne es auskommen.
      Das gleiche gilt übrigens für das Wackerbarthpalais, für den Sarrasani, für die Große Meißner, das Narrenhäusel, das Neustädter Rathaus und nach Möglichkeit auch für das Körnerhaus.
    • Nur so zum Vergleich, um zu erahnen, was da in Dresden verloren ging, habe ich heute dazu passend, ein Haus in der Praterstraße in Wien fotografiert, welches mit den ehemaligen beiden venezianischen Häusern in Dresden vergleichbar ist. Teilweise befand es sich in einem jämmerlichen Zustand, teilweise wurde schon etwas an der Fassade saniert. Aber immerhin, dieses steht wenigstens...

      Venezianisches Haus in der Praterstraße, genannt "Dogenhof"



      Dieser Inschrift ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen! Quo vadis architectura!!!



      Foyer das Treppenhauses: Man beachte bitte die fortlaufenden Bogenformen des Stuckes sowie die Eingangstüre zum Portier. Wie war das nochmal mit italienischer Grandezza im Quartier an der Frauenkirche...? Selbst dieses hundertjährige und mitunter leider etwas unsaubere Treppenhaus weist mehr Eleganz auf als die Passage des gerade fertig gestellten QI.

      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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