Dortmund

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    • @ der_Sauerländer: Ich glaube nicht, dass wenn das Gerüst abgenommen wird, sofort nach Entstuckung gerufen wird. Außerdem sind das ja weniger Bestuckungen als Bedachungen etc. Und wenn man das als Bürgerinitiative macht, kann man hinterher sagen "seht mal, wie genial das aussieht... jetzt lasst uns das Nachbargebäude verschönern"
      Klar, in einer Stadt wie Dortmund ist so ein Verein schwieriger als in Dresden, Berlin oder Nürnberg aber wieso nicht?

      @ Kai: Klar, das hab ich auch schon gedacht. Präsentier uns doch mal das Projekt aus Herne... wenn du 'ne Digicam hast.
    • Ach ja.. der gut Alte Bahnhof...

      Hier nochmal ein Foto von den beiden schönsten Bahnhöfen Dortmunds:

      Quelle: http://www.dortmunder-stadtchronik.de">www.dortmunder-stadtchronik.de
      ... es wird nicht besser.


      Bevor ich jetzt ins Bett gehe wollte ich noch einen kleinen Schlenker in's Dortmunder Kreuzviertel machen, das mittlerweile Szeneviertel ist und relativ teuer. Kneipen und viel gründerzeitliche Bebauung bestimmen hier das Bild, jedoch wurden die Gebäude an der Hohen Straße von der B1 zum Stadtring im Krieg zum größten Teil zerstört und durch häßliche 50er-Jahre Zweckbauten ersetzt.... hier könnten die Patschkes viel machen.
      Auch die Kreuzstraße sieht nicht viel besser aus.

      Mein Konzept für das Kreuzviertel: Nachkriegsbauten ersetzen durch den Altbauten angepassten Neubauten (Patschke o.ä.?) oder zumindest ein ersetzen der Fassade. Vielleicht kann man ja auch Fassaden rekonstruieren. Außerdem muss mit den Straßen was gemacht werden... irgendwie wirken die nicht wirklich einladend. Genügend Stellplätze für PKW müssten in so einer Wohngegend aber dennoch erhalten sein. Vielleicht stören auch nur die Bäume den Blick auf die Fassaden... k.A....
      Auch wäre eine nächtliche Fassadenbeleuchtung sicherlich schön... die Frage ist nur wie die Bewohner dieses aufnehmen würden.

      Auch die Nordstadt und das Hafenviertel würde ich gerne zum Szeneviertel umfunktionieren, ist doch gerade hier besonders viel Altbausubstanz vorhanden. Der Borsigplatz ist wohl der schönste Platz Dortmunds. Und im Osten der City sowie im Klinikviertel und an der Rheinischen Straße soll es auch noch viele Altbauten geben.

      Naja, nun erstmal ein paar Fotos vom Kreuzviertel:

      Arneckestraße:



      Hohe Straße (starke Kriegszerstörungen):





      Kreuzstraße:




      Liebigstraße:



      Lindemannstraße:



      Neuer Graben:




      Redtenbacher Straße:



      Sonnenstraße:


      Sonnenplatz:


      Schillingstraße:


      Vinckeplatz:



      Bildquellen: http://www.vietze.de;">www.vietze.de; http://www.kreuzviertel-magazin.de">www.kreuzviertel-magazin.de


      Desweiteren gibt es noch zwei Kirchen im Kreuzviertel, zum einen die katholische Kreuzkirche, 1916 geweiht...

      Innenraum 1938:

      Mittlerweile ist der Innenraum viel schlichter und einfacher.


      ... und die evangelische Nikolaikirche, Deutschlands erste Sichtbetonkirche (1930 geweiht) und sicherlich nicht besonders schön, dafür aber ein damaliges Novum. ußerdem gehört sie zum Kreuzviertel. Leider ist diese Kirche im 2. WK schwer beschädigt worden und in der Zeit danach deutlich verunstaltet worden, so dass das ehemls eindrucksvolle Innere nun eher häßlich ist. Auch das blau leuchtende Turmkreuz, eines von Dortmunds Wahrzeichen, ist meines Wissens inzwischen von dem Turm verschwunden, ebenso wie die Turmuhren.
      früher:

      Kreuzabnahme:


      Und zum Schluß noch eine Riesenbausünde im Kreuzviertel:
      Das Hotel Drees, Neubau um 1977, heute im ähnlichen Zustand:


      Bildquellen: http://www.schweinrich.de">www.schweinrich.de


      BTW: 'ne schicke Altbauwohnnung im Kreuzviertel... das wäre genau mein Ding ;)
    • hm, muss gestehen, dass mir das kreuzvierzel auf vielen der obigen bildern nicht sonderlich gefällt. vieles wirkt so abweisend und teilweise heruntergekommen.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Ja - deswegen müsste man hier auch noch mal groß sanieren... z.B. die Straßenführung auns Beläge ändern, Gebäude neu streichen o.ä., evtl auch nachts anstrahlen, störende Bauten umgestalten oder abreißen.

      Die Nordstadt sieht noch schlimmer aus, obwohl es dort riesige Gründerzeitbestände gibt. Das größte Problem der Nordstadt ist aber wohl das Publikum (dabei spiele ich nicht auf die Ausländer sondern auf die hohe Kriminalität an.

      In Dortmund gibt's jedoch jede Menge interessanter Ecken:

      - Kreuzviertel, Klinikviertel mit viel gründerzeitlicher Bebauung (u.a. den Althoffblock) und vielen Kneipen
      - Nordstadt und Hafen mit ebenfalls viel gründerzeitlicher Bebauung, leider jedoch Wohngegend der sozial Schwachen und vieler Kriminellen. Ein besonders schöner Platz ist der Borsigplatz.
      - Siedlung Oberdorstfeld als eine Siedlung im Stil einer Gartenstadt
      - Die östliche Innenstadt mit vielen alten Unternehmervillen.

      Herausrgend sind u.a. das Verwaltungsgebäude der Hoesch-Union an der Rheinischen Straße, das Landesoberbergamt in der Goebenstraße, das Alte Hafenamt im Hafengebiet und das Dortmunder U an der Rheinischen Straße.
    • Ich hab mal wieder ein paar Motive aus Alt-Dortmund gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will:

      Bismarckturm:


      Betenstraße:


      Steinplatz und Steinstraße:


      Kaiserliche Oberpostdirektion:


      Hohe Straße:


      Brückstraße (erinnert mich ans alte Berlin):


      Gaststätte am Fredenbaum:



      Kaiser-Wilhelm-Hain (heute Westfalenpark):


      Restaurant Buschmühle im Kaiser-Wilhelm-Hain:



      So wie ich mittlerweile vermute, fehlen von den damaligen bedeutendsten Gebäuden Dortmund's heute diese:

      - Altes Rathaus
      - Hauptbahnhof
      - Kaiserliche Oberpostdirektion am Hiltropwall
      - Gaststätte am Fredenbaum
      - Gaststätte Buschmühle (neues Gebäude aus den 50ern, potthäßlich)
      - altes Oberbergamt am Ostwall
      - altes Stadttheater

      Als Rekonstruktion würde ich diese hier als überhaupt machbar ansehen:

      - Altes Rathaus
      - Gaststätte am Fredenbaum
      - Gaststätte Buschmühle
      - altes Oberbergamt am Ostwall

      Desweiteren hoffe ich ja, dass man Hellweg, Brückstraße, Hansaplatz und Alter Markt optisch aufwertet durch Fassadenrekos und -umgestaltungen... naja, das hab ich ja alles schon mal erzählt.
    • Warst Du schon selber im Kreuzviertel? Die Fotos geben jedenfalls nicht unbedingt den besten Einblick. Vielleicht könne wir am Samstag ja noch dahin (Kneipen :prosit:) und zum Borsigplatz.


      Übrigens: Für das alte Rathaus setzte sich in den Fünfzigern der Historische Verein ein, die Stadt riss die Ruine dann aber mit dem Argument ab, das Gebäude würde sonst den Markt zu sehr dominieren.... lächerlich!

      Ich habe heute mit einem Mitglied des Vorstandes des Historischen Vereins gesprochen:

      der Verein setzt sich nicht für Rekos ein, sondern nur für den Erhalt von Bauten (Denkmalschutz); aber sicher kann man einige Mitglieder werben.


      In den 80ern gab es den letzten Versuch einer Rathaus - Reko, die Stadt lehnte ab und der Initiator wandte sich dem Adlerturm zu, bei dem ursprünglich nur die Fundamente gesichert werden sollten. Diese Reko kostete 4,5 Mio. und das Geld war rasch zusammen.

      Leider ist sowohl diese wichtige Person, als auch der Vorsitzende des Vereins, welcher nicht mehr existent ist, inzwischen verstorben. (Namen sind mir bekannt, das Vermächtnis befindet sich im Stadtarchiv).
      Der 2. Vorsitzende lebt noch, allerdings nicht mehr in Dortmund und ist wohl inzwischen sehr alt. Nichtdestotrotz bietet dieser die Möglichkeit an Adressen der ehemaligen Vereinsmitglieder zu gelangen. Ich werde bei Gelegenheit versuchen, diesen zu kontaktieren!

      Eine weitere Gruppe, die wohl Rekos zugeneigt ist, ist die Dortmunder Reinoldigilde.

      Samstag dazu mehr!
    • Wow... ich bin beeindruckt.

      Scheinbar ist den Dortmundern ihre Stadt doch nicht gleichgültig. Und wenn man in den 80ern das Rathaus schon rekonstruieren wollte wo das jetzige Gebäude auch schon stand ist das alles vielleicht doch nicht ganz so utopisch.

      Mich würde ein Besuch bei dem 2ten Vorsitzenden dieses Vereins reizen... vielleicht kann man ja mal ein Treffen arrangieren.
    • Und wenn man in den 80ern das Rathaus schon rekonstruieren wollte wo das jetzige Gebäude auch schon stand ist das alles vielleicht doch nicht ganz so utopisch.


      Das Problem ist aber eigentlich größer geworden, die jetzige Bebauung ist erst wenige Jahre alt / erst vor kurzem umgebaut worden!


      Mich würde ein Besuch bei dem 2ten Vorsitzenden dieses Vereins reizen... vielleicht kann man ja mal ein Treffen arrangieren.


      Der Mann lebt in Marburg in Hessen.

      Ich werde es erstmal telefonisch probieren (können wir am Samstag ja noch besprechen.).
    • Naja... das Kronen-Gebäude ist ja nur optisch ein wenig aufgewertet worden (webnn man da von Aufwertung überhaupt sprechen kann).

      Das eigentliche Problem ist das Karstadt-Sporthaus von dem ich vermute, dass es in Teilen auf Rathausgrund steht oder zumindest einige der Geschäfte, die ihren Eingang im Lichthof des Sporthauses haben.
    • Was steht eigentlich heute auf dem Grundstück des ehemaligen Rathauses ? Habt Ihr Bilder ?

      Es ist schon ziemlich krass, was dort in Dortmund nach dem Krieg gemacht wurde. Man hat richtig breite Schneisen durch die Stadt gelegt. Ich habe hier ein paar Karten vorliegen,wo man diese Umgestaltungen zur "Autostadt" richtig schön sehen kann. Werde ich vielleicht mal hier hineinstellen. Das sind riesige Fehlplanungen in den 50ern gewesen. Heute fährt kein Mensch mehr mit seinem Auto quer durch die Altstadt.
      Diese Fehlplanungen hat man ja in vielen Städten Deutschlands gemacht. Man dachte, man muss mit dem Auto wirklich überall hin - Fußgänger wurden aus dieser Welt völlig ausgeblendet.
      Einfach nur krank ! :?
    • Zu Dortmunds Rettung muss man sagen, dass bis zum 2.ten Weltkrieg großte Teile der Innenstadt noch von kleinstädtischen Gebäuden aus der vorindustriellen bis frühindustriellen Zeit bebaut war. Diese wären eh nach und nach abgerissen worden. Moderne Gebäude gab es auch schon vorher (Reinoldushaus(durch Karstadt Kampstraße ersetzt worden), Westfahlenhaus (Turm leider verglast), C&A-Haus am Ostenhellweg (später Karstadt-Sport, heute weiß ich nicht, Fassade vereinfacht) wenn auch nicht in dem Mße wie z.B. in Essen.

      Das Viertel Hansastraße - Prinzenstraße - Betenstraße - Südwall wurde ersetzt durch den Friedensplatz mit Rathaus & Stadthaus, in meinen Augen keine schlechte Lösung, ist doch das neue Rathaus durchaus attraktiv, einziger Schandfleck ist die Nordbebauung und das neue Stadthaus aus den 50ern. Naja... und der Platz ist zu groß.

      Das größte Problem sind die beiden Achsen Kampstraße-Brüderweg und Kuckelke - Kleppingstraße.

      Die Ost-West-Achse wurde jedoch schon vor dem Krieg angelegt und dient auch heute noch als reine Verkehrsachse mit anspruchslosester Architektur. Da sie heute noch so genutzt wird und meines Wissens vor dem Krieg auch keine besonderen Häuser dort standen würde ich diese Straße belassen wie sie ist, evtl die Kreuzung mit der Brückstraße mit dem Gebäude (gründerzeitliches Hotel) ergänzen, was früher die Kampstraße in zwei Straßen teilte und den Verkehr daran vorbeiführen. Die Nord-Süd-Achse stört den Hellweg jedoch beachtlich und sollte am Hellweg zugebaut werden. Die Straße wird eh nicht mehr genutzt. Man könnte die zwei Gebäude östlich des Vehoff-Hauses rekonstruieren und noch andere. Richtung Stadtring werden beide Straßen jedoch noch genutzt und sollten so belassen werden, wie sie sind.

      Die Katharinenstraße vom Hellweg zum Hauptbahnhof ist ein anderes Kapitel... das ist so schrecklich, da fällt mir selber nichts mehr zu ein.

      Naja... aber das Brückstraßenviertel, der Hellweg sowie Alter Markt und Hansaplatz wurden im großen und ganzen so belassen und lediglich ihrer alten Architektur beraubt die man dringend widerherstellen muss.

      Im Großen und Ganzen hat sich die autogerechte Stadt in Dortmund aber bei weitem nicht so schlimm ausgewirkt wie z.B. in Frankfurt.

      In Dortmund vermisst man eher viele Einzelbauten sowie ein allgemein anspruchsvoller Baustil.
    • Danke für die Bilder.
      Das Haus scheint schon ein wenig heruntergekommen zu sein -
      ein Pluspunkt für eine Reko !
      Wem gehört das Gebäude ? Wäre schön, wenn der bald Pleite gehen
      würde... :totlachen:

      Hier noch die Veränderung der Altstadt in verschiedenen Jahrzehnten.
      Man erkennt deutlich die breiteren Straßen, die die Altstadt
      durchziehen. Um eine urbane Stadtlandschaft zu erzeugen, muss
      in Dortmund dann auch über eine Veränderung der Straßen
      diskutiert werden. Rückführung auf Normalniveau heisst das
      Stichwort !

    • Hatte das gleich Bild im Atlas :)
      Kennt ihr aus dem Dierkes Atlas das vergleichsbild von Berlin!
      ist auch super interessant! Das war damals so in der 5ten/6ten Klasse dass ich gesehn habe das Berlin ein Schloss hatte!!!!!
      Nur musste ich dann einige Sek. später auch festestellen dass es in der Form dann heute nicht mehr existierte :(
    • @ Jörn: Facelifting - genau das ist es was das Kreuzviertel braucht. Die Hohe Straße und Kreuzstraße vielleicht etwas mehr, aber im Großen und Ganzen reicht es, die Straßen umzubauen und die Gebäude vielleicht noch etwas aufzuwerten. Selbiges in der Nordstadt, die eigentlich auch schön ist und wie ich letztens erfahren durfte auch besser als ihr Ruf.


      Hat eigentlich auch wer Bilder von dem Hauptgebäude der FH Dortmund in der Sonnenstraße? Wenn die Uni schon neu und häßlich ist, kann Dortmund wenigstens mit einer mehr als 100 Jahre alten Fachhochschule punkten. Das Hauptgebäude ist meines Wissens noch verändert erhalten.

      Hier übrigens die Denkmalliste Dortmunds:
      www2.dortmund.de/bauordnungsam…malbehoerde/denk-allg.htm