Dortmund

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    • Das alte Rathaus

      Das alte Dortmunder Rathaus:

      Das alte Dortmunder Rathaus ist in mehreren Hinsichten brisant:

      1) Es war bis zum Krieg das älteste, bestehende steinerne Rathaus.

      2) Es wurde in der Kaiserzeit historisiert (obwohl es doch eigentlich historischer nicht geht).

      3) Nach dem Krieg wurden trotz Protesten die Reste abgetragen (bis zum Krieg ältester und bedeutendster Profanbau Dortmunds) und ein Wiederaufbau verhindert!


      Nun zur Geschichte:


      - 19. Februar 1241:

      erstmalige Erwähnung der Ratsmitglieder (consules)

      - 4. September 1241:

      erstmalige Erwähnung des Dortmunder Rathauses (Domus burgensum)

      - 1740:

      Aufsetzung des Barockgiebels













      - 1898:

      Erneuerung / gotische Veränderungen am alten Rathaus durch den Stadtbaurat Friedrich Kullrich

      - 11. August 1899:

      Einweihung des Hafens und des Dortmund-Ems-Kanals durch Kaiser Wilhelm II. Die Stadt gibt einen großen Empfang zu Ehren des Kaisers im wiederhergestellten Rathaus.









      - 5. Mai 1943:

      Erster großer Luftangriff auf Dortmund: Rund 100.000 abgeworfene Bomben, 693 Tote, 40.000 Obdachlose, 1218 Häuser, 88 Industrieanlagen werden total zerstört. Auch viele Kulturdenkmäler (das alte Rathaus, die Stadt- und Landesbibliothek, die Propsteikirche u.a.) werden schwer beschädigt.

      - 25. Mai 1955:

      Beginn der Abbrucharbeiten am alten Rathaus, das bei dem Luftangriff am 5. Mai 1943 zerstört worden ist.



      Quellen:

      dortmunder-stadtchronik.de

      www2.dortmund.de/hv/start2.htm

      bildindex.de
    • Danke!

      Was steht denn von diesen Gebäuden noch? Vmtl. gar nichts mehr, oder?


      Inwiefern wurde ein Wiederaufbau verhindert? Was steht heute an dieser Stelle? Wäre eine Reko evtl. möglich wenn es eine Bürgerinitiative geben würde, die die Bevölkerung mal ein bisschen mobil machen würde?

      Ich ziehe nächstes Jahr nach Dortmund und bin gewillt, wenn sich die Stadt ein wenig ändert diese auch nach dem Studium noch als Wohnsitz zu nutzen.

      Die Reko des Vorkriegshauptbahnhofes wird ja mit 3do verunmöglicht. Gegenüber steht die durchaus interessante Botta-Bibliothek, die diesen Platz also nicht unbedingt attraktiv macht.

      Doch immerhin hat Dortmund einige schöne Gebäude, die in dem Nachkriegseinheitsbrei untergehen, z.B. die Krügerpassage, die Reinoldikirche, das alte Stadthaus, die Adlerapotheke, die Marienkirche, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das Opernhaus (okay, Nchkriegsbau, aber einer, der erhaltenswert ist) und evtl auch noch die Petrikirche.

      Diese Gebäude sollte man restaurieren, etvl komplettieren (Vorkriegszustand) -> z.B. altes Stadthaus und dann stadtzerstörende Gebäude der Nachkriegszeit abreißen und die Innenstadt im Patschke-Stil bzw. einer neuen Architektur in Anlehnung an gründerzeitliche Bebauung neu bebauen. Evtl sollte man außer dem Rathaus noch andere bedeutende Gebäude rekonstruieren und was ich vor allem favorisieren würde, wäre eine Gestaltung wichtiger Plätze nach Hildesheimer Vorbild, d.h. Fassadenreko an bestehenden oder neuen Gebäuden. Die Innenstadt muss wieder attraktiv werden um gegen 3do zu bestehen. Ein Rothenburg, Erfurt oder München wird man nie hinkriegen, aber wenn man sich in den nächsten 20-30 Jahren Mühe gibt kann man die Stadt so schön machen, dass man wieder gerne dort lebt.


      Btw: Das neue Rathaus sieht für einen Nachkriegsbau eigentlich noch ganz annehmbar wenn auch zu langweilig aus:

      Quelle: http://www.europaschuledortmund.de">www.europaschuledortmund.de


      Und wenn man den Block am unteren linken Bildrand abreißen würde und den Platz etwas urbaner gestalten würde, hätte der Friedensplatz durchaus Aufenthaltsqualität:

      Quelle: http://www.neubauerphotos.com">www.neubauerphotos.com
    • Wie ich sehe, bist du gut informiert!
      (Wahrscheinlich mehr als ich, wohne aber auch noch nicht so lange hier!)

      Was heute da ist:

      www1.dortmund.de/themen/touris…/altermarkt.jsp?cid=25260

      Genau weiß ich es auch nicht, man erfährt ja nichts davon, die umliegenden Gebäude sind weg, das Thema ist aus der Öffentlichkeit verschwunden!

      Aber ich glaube, dass dort inzwischen in der Pflasterung eine Markierung angebracht wurde (ich werde demnächst mal suchen und den Text aufschreiben)!

      (Sag Bescheid, wenn Du in Dortmund gelandet bist, dann können wir uns vielleicht mehr engagieren!)
    • Ich finde es so wahnsinnig traurig, daß das Ruhrgebiet nach
      dem Krieg dermaßen kaputt gemacht wurde.
      Es ist ja fast nichts rekonstruiert worden.
      In meiner Geburtsstadt Dorsten wurde nicht ein Haus rekonstruiert.
      Dabei hatte es eine richtig nette Altstadt.
      Mein Opa erzählte mir mal, daß man nach dem Krieg
      sogar manches Haus wieder rekonstruiert hatte. Doch schon
      Ende der Vierziger Jahre müssen wohl Architekten
      brutal alle Rekonstruktionen abgelehnt haben bzw. diese
      sofort gestoppt haben.
      Anschließend haben sie ihren trostlosen Nachkriegsphantasien
      freien Lauf gelassen.
      :aufdenkopf:
    • der friedensplatz ist schrecklich. war am samsatg in dortmund einkaufen und bin zufällig auf dem friedensplatz gelandet - die sonne schien, die innenstadt war voll, menschen unterwegs, in den cafés saßen menschen und dann der schock: der friedensplatz war tot, nahezu ausgestorben. es waren auf diesem riesigen platz nicht einmal 10 leute.
    • Na gut.... life konnte ich den Platz noch nicht beurteilen.


      Ich finde es auch echt schlimm, was dem Ruhrgebiet angetan wurde. Alle Innenstädte sind potthäßlich (wobei "potthäßlich" hier wirklich mal passt), viele damals bedeutende Gebäude sind verschwunden und wirklich schön ist es nur in den Gebieten außerhalb der Innenstädte, wo noch viele Jugendstilhäuser stehen.

      Ich glaube, die schönste Stadt im Pott ist Herne, da war ich bisher noch nicht aber ich selber finde Mülheim am schönsten, erhalten sind dort noch Rathaus, Alte Post und Fragmente des Bahnhofs, ferner die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern auch wenn die früher sicher deutlich größer war. Und in der Stadt verteilt gibt es immer wieder nette, schöne Häuser.

      In Essen würde sich eine Reko des Hbf's anbieten, da am Bahnhofsplatz sonst noch alle Vorkriegsgebäude stehen (Handelshof, Post, Haus der Technik, ferner ein ehemaliges Kaufhaus o.ä. dem leider das Pagodendach von damals fehlt - unbedingt rekonstruieren!!), außerdem war der alte Hbf total schön und der aktuelle ist wohl einer der häßlichsten Deutschlands.

      Über Duisburg, Oberhausen, Bochum und Gelsenkirchen kann ich nicht viel sagen, dafür bin ich da viel zu selten.

      @ der_sauerländer: Bin mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ab WS 2005 in Dortmund... sonst morgen Abend aber da hab ich schon was vor :prosit:

      Bin aber immer mal wieder in DO, können uns gerne mal treffen und 'nen Stadtspaziergang machen und Reko- und Reparaturideen sammeln.
    • Verwechselst Du da Herne mit Werne ?
      Werne soll ja noch sehr viele Fachwerkhäuser besitzen.
      Eigentlich kann man sagen, daß nur noch an der Ruhr
      und südl. davon ein paar schöne Stadtteile bzw. Städte
      zu sehen sind. Das liegt wahrscheinlich aber auch an
      der schönen Landschaft...
      Nördlich davon siehts leider nicht mehr so nett aus.
      Erst im Münsterland wird es wieder stellenweise schöner.

      Ein Geheimtip für Rhein-Ruhr ist Zons in der Nähe von
      Neuss am Rhein. Die gewaltige Stadtmauer und Altstadt
      ist noch komplett erhalten. Zons war mal eine Zollstation
      des Kölner Kurfürsten. :D
    • ja, das kann ich besteätigen. wohne in herne und mag herne eigentlich ziemlich gerne: die innenstadt bietet viele gründerzeitliche häuser, jugendstil-träume, ein klassizistisches backstein-"forum" (links gefängnis, mitte rathaus, rechts polizei und einwohnermeldeamt), ferner gibt es das postgebäud eim stile der neorenaissance, neu-gotische kirchen, etc. herne ist mitunter eine der schönsten städte im "pott". recklinghausen ist übrigens auch ganz nett, zwar viele bausünden, aber die gibt's überall. besonders toll an recklinghausen: das wunderschöne jugendstilrathaus und die erhaltene altstadtstruktur!
    • So, ich werde mich in ein paar Minuten auf den Weg in die ehemalige Ackerbürgerstadt machen, zwar nicht für 'ne Fototour sondern eine Geburtstagsfeier aber vielleicht komm ich noch in die City und kann von da etwas erzählen...

      BTW: Wurde das Rathaus eigentlich bis zu seiner Zerstörung als Rathaus genutzt?
    • So, war jetzt da. Haben allerdings nicht in der Innenstadt gefeiert, haben aber zum Pizza essen 'nen kurzen Abstecher dadurch gemacht.

      Bin über den Westhellweg bis zur Reinoldikirche gelaufen und dann Richtung Norden.

      Fazit: Dort relativ wenige Bausünden gefunden, teilweise stehen dort noch sehr schöne Gründerzeit und Jugenstilbauten. Die Krügerpassage ist leider kürzer als ich dachte aber dennoch wunderschön.

      Was ich am Westenhellweg ändern würde:
      - Fassadenrekos im Bereich der Krügerpassage da auch sonst noch viel alte Bebauung vorhanden ist
      - in anderen Bereichen Verkleidung der Fassade durch Naturstein, Aufgliederung und Anbringung von Simsen etc.

      Der Kirchplatz vor der Reinoldikirche ist nach Norden offen, im Osten steht die Reinoldikirche, im Süden die Marienkirche und 2 weitere historische Gebäude und im Westen dieser häßliche Bau von Peek & Cloppenburg. Dort würde ich die Originalbebauung als Fassade "vorkleben", allerdings ist das P&C Gebäude höher, da müsste man sich was einfallen lassen

      Der Marktplatz sollte ebenfalls komplett rekonstruiert werden, wegen meiner auch nach Hildesheimer Vorbild (Fassadenrekos). Das Rathaus sollte jedoch eine 1:1 Reko werden, man könnte es als repräsentativen Empfangssaal nutzen. Die "Krone am Markt" sollte ebenfalls durch das Vorkriegsgebäude ersetzt werden. Die Adlerapotheke ist momentan das einzige Gebäude am Alten Markt. Ein Marktplatz der an die alte Reichs- und Hansestadt Dortmund erinnert würde der Stadt wirklich guttun.

      Naja.... der_Sauerländer, ich und sicher noch einige andere müssten da mal ein Sanierungskonzept entwickeln und öffentlich machen. Dortmund ist jedenfalls leichter zu retten als z.B. Essen.

      Fest steht für mich aber auf jeden Fall, dass die Stadt ihre Qualitäten und ihren Flair hat.

      Mal nebenbei... wir wollte 'ne Abkürzung durch die Konzerthausgalerie nehmen und an einer Seite war die Tür auch auf... wir kamen in die Galerie und auch in das Foyer des Konzerthauses.... dort war jedoch niemand, es wäre ein leichtes gewesen, dort etwas zu klauen oder zu beschädigen (was wir selbstverständlich nicht gemacht haben!)... hat man dort vergessen abzuschließen oder ist das immer auf?

      Am Ende noch einige mehr oder weniger interessante Hochhäuser und moderne Bauten in Dortmunds Innenstadt:

      Edit: Hab die Bilder mal rausgenommen da das mit den Urheberrechten noch nicht geklärt war...


      Leider ist Dortmund voll mit Hochhäusern, modernen, stadtgrundrisssprengenden Bauten, gerade die Gegen um den Hauptbahnhof wird von Brachflächen und Riesenbauten geradezu besprengt. Man sollte sich dort auf die Gebiete konzentrieren, die noch einigermaßen reparabel sind oder zur Vorkriegszeit wichtige, bedeutende Gebäude vorwiesen. Ferner sollten schöne Gebäude hervorgehoben, schlechte zurückgestellt werden.
      Die o.a. Gebäude sind sicherlich nicht immer gut für's Stadtbild aber dennoch interessant. Was ich in Dresden abreißen würde darf in Dortmund meines Erachtens bleiben
    • @ Booni: Ich stimme dir in weiten Teilen zu, aber das Stadttheater empfinde ich als eine Katastrophe!







      Früher stand dort nämlich das richtige Theater (Baujahr 1904):





      Das Gebäude wurde zwar im Krieg beschädigt, war aber noch größtenteils erhalten und wurde auch noch bis Mitte der 50er genutzt, bevor es abgerissen wurde und durch den Neubau ersetzt wurde!

      Die größte Frechheit ist, dass das Dortmunder Theater dieses Jahr 100 - Jähriges feiert, obwohl es mt dem Original - Bau nichts mehr zu tun hat!
    • Der Dortmunder Bismarckturm

      Der Dortmunder Bismarckturm


      Auch wenn es nicht mehr unbedingt bekannt ist, auch in Dortmund bestand ein Bismarckturm!







      Geschichte des Dortmunder Bismarckturmes:

      (ich zitiere aus einem Thesenpapier eines Uni - Geschichts - Referates, deswegen so verkürzt)

      -1891: Anbringung einer Bismarck-Gedenkplatte an der Stadtmauer - Nachbildung im entstehenden Kaiser-Wilhelm-Hain (Bauzeit 1890-1894), der heute ein Teil des Westfalen-Parks ist

      (die Dortmunder bauten damals eine Stadtmauer - Nachbildung aus alten Stadtmauersteinen, aber nicht am Originalstandort auf)

      - angeregt durch Landgerichtsrat Baeumer wurde ein Verein gegründet, der den Bismarckturm bauen wollte

      - 2 Grundsteinlegungen: 30. März 1901 und 30. Juni 1904; Standort: direkt angelehnt an die Stadtmauer - Nachbildung


      - 1.April 1905: feierliche Einweihung


      - Fakten: Höhe: 28 Meter (nach versch. Quellen auch 24/26 Meter); quadratischer Grundriss (6,5 m x 6,5 m);
      romanische Formen;
      mit Feuerschale (aus Kupfer, Durchmesser 2,20 m);
      Material: Herdecker Sandstein und Tuffstein;
      Kosten: 24.00 Mark
      Entwurf: Buddenberg aus Dortmund;
      Bauleitung: die Architekten Gebrüder D. und K. Schulz


      Das Ende des Turms

      - ab 7.10.1939: Bau eines Luftschutzbunkers unter und neben dem Turm

      - starke Zerstörung des Kaiser – Wilhelm – Hains; auch der Bismarckturm und die Stadtmauer (Nachbildung) wurde dabei beschädigt




      - nach 1948: „der beschädigte, aber nicht baufällige Bismarckturm wurde enttrümmert und notdürftig gesichert, die zerstörte Nachbildung der Stadtmauer bis zu Hälfte ihrer ursprünglichen Höhe wieder aufgerichtet.“

      - 1955: Beschluss über die Ausrichtung der Bundesgartenschau 1959 auf dem jetzigen Gelände des Westfalenparks

      - der Bismarckturm sollte abgerissen werden, die Umgestaltung ging aber nicht ohne Kontroversen vonstatten:

      - "Herr Oberbürgermeister Keuning sagt, daß er mit Mitgliedern des historischen Vereins über die Beseitigung des Bismarckturmes gesprochen habe. Man hätte gegen den Abbruch des Turmes bedenken geäußert."

      – „Herr Oberstadtdirektor Dr. Kliemt hält dieses Bauwerk für nicht so wertvoll, daß es unbedingt erhalten werden muß." (Zitate aus: Protokoll der Sitzung der BuGa - Geamtleitung vom 13.3.1957, S.9 Stadtarchiv Dortmund)

      -> nach einer 1957 vorgelegten Berechnung sollte die Renovierung des kriegsbeschädigten Bismarckturms 75.000 Mark, der Abbruch hingegen nur 7.000 Mark kosten (14.11.1957 WAZ: „Ungeklärt ist noch das Schicksal des baufälligen Bismarckturms. Seine Renovierung würde 75000 Mark verschlingen, der Abriß kostet hingegen nur 7000 Mark.“)

      - 1958 / 1959: Abbruch




      Auch an diesem Beispiel erkennt man die typische Willkür der Politiker im Umgang mit Baudenkmälern! Der Abbriss wäre nicht nötig gewesen, schließlich wurde der Turm schon um 1948 gesichert.

      Heutzutage ist das Schicksal des Turmes den Dortmundern weitgehend unbekannt, nur eine kleine verdeckte Tafel im Westfalenpark (aber nicht am Original - Standort) erinnert an ihn!



      Der Originalstandort befindet sich etwa am "nostalgischen Puppentheater" im Nordosten des Parks.

      Quelle: bismarcktuerme.de u. a.
    • Sorry, aber die Geschichte des alten Theaters kannte ich nicht! Das alte war auch viel schöner.... aber ich finde dennoch, dass das neue Stadttheater ein einigermaßen kreativer Bau ist.
      Dachte immer, das alte Stadttheater wäre im Krieg zerstört worden. Aber naja... Altes Rathaus, Bismarckturm, Stadttheater... in Dortmund haben die wohl in den 50ern richtig aufgeräumt.

      Man sollte vielleicht wirklich mal Leute für eine Intitiative Dortmund Innenstadt suchen, ähnlich der Nürnberger Altstadtfreunde.

      Gerade dann, wenn 3do wirklich gebaut wird sollte man was für die Attraktivität der Innenstadt tun sonst wird die Dortmunder Innenstadt (im übrigen einfach genial zum shoppen.... bis auf mangelnde schöne Bauten) so enden wie die in Mülheim an der Ruhr (-> Konkurrenz: Forum, Rhein-Ruhr-Zentrum) oder Oberhausen (CentrO, Neue Mitte)
    • Naja, das neue Stadttheater sieht von Stil her aus wie die Oper von Sydney. Das Vorgängergebäude wirkt aber auch nicht sehr einladend. Wir haben hier ein Krematorium, das auf den ersten Blick genauso aussieht. Die restlichen Neubauten finde ich eigentlich ganz erträglich - dieses Signal-HH hat was vom TrepTower aus Berlin.

      Etwas Off Topic, aber ich frage trotzdem: ich fahre in zwei Wochen nach Bochum. Gibt es dort etwas, was man sich ansehen muss/sollte? Das Rathaus wurde hier schon erwähnt, aber bietet die Stadt sonst noch was fürs Auge/den guten Geschmack? :D
    • Naja.. es gabt vielleicht schönere THeater in Deutschland aber der Vorgängerbau hatte schon etwas.

      Ärgerlich ist v.a. auch, dass in der Innenstadt vieles nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde, z.B. Turmhelm der Reinoldikirche, Giebel der Adlerapotheke, Rückseite der Krügerpassage...

      In Bochum gibt es eigentlich nix außer dem Rathaus, dem Hauptbahnhof (wohl der gelungenste Nachkriegsbahnhof Deutschlands) und dem Deutschen Bergbaumuseum.... aber genau weiß ich das auch nicht.

      Hier noch ein interessanter Link mit weiteren Links:

      dortmund-community.de/0multimedia.html
    • Bei der Reinoldikirche wurde der Turm zwar nicht im Vorkriegszustand rekonstruiert, aber nach einer noch älteren Version!
      Im Übrigen haben dies nicht irgendwelche Architekten oder der Rat zu verantworten, sondern die Bevölkerung konnte über 3 Alternativen abstimmen!

      Zum Vergleich:

      Vorkriegszustand:




      heute:




      Also ehrlich gesagt finde ich den jetzigen Zustand besser.
    • Jo... schöner ist er. Und wenn er doch eine Reko ist... wenn auch einer älteren dann ist es gut so.

      Was würdest du eigentlich an Dortmund verändern? Oder hälst du die Stadt für hoffnungslos?

      Ich glaube ich würde eine Initiative zur Rathausreko starten, gleichzeitig Kleinigkeiten fordern wie eine Dachreko des Karstadt-Altbaus, Komplettierungen einiger Altbauten.

      Desweiteren hoffe ich auf einen Stopp des 3do-Projekts.

      BTW: Sind eigentlich Reinoldikirche, Marienkirche, Gasthaus zum Ritter, das KFC-Gebäude und das Vehoff-Haus soweit im Vorkriegszustand (bis auf den Reinoldi-Turmhelm)? Oder muss dort auch noch 'ne Menge gemacht werden? Besonders das Vehoff-Haus sieht irgendwie unecht aus...


      Ist eigentlich sonst keiner hier an Dortmund interessiert?