Schinkelplatz & nördlicher Friedrichswerder

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    • Hier mal ein kleiner Vergleich und eine Warnung, was uns da drohen könnte - zeitgeistbeschränkte 08/15-Individualisten-Kisten in einem gestalterisch auf die Ewigkeit ausgerichteten historischen Ensemble.


      Quelle: http://www.welt.de">www.welt.de

      Schlimm - aber was der Senat will, das drückt er meistens auch durch.

      Stadthäuser sollte man dort ohnehin nicht bauen, auch wenn man verstehen kann, dass ein "Blick auf's Schloss" die Leute lockt. Und wenn schon Stadthäuser, dann an dieser sensiblem Stelle bitte nur mit engen gestalterischen Vorgaben, z.B. auschließlich klassizistisch, was an dieser Stelle optimal wäre, zwsichen Bauakademie und Kommandantur.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • mein gott, das ist ja furchtbar, was man an dem schinkelplatzt geplant hat: weshalb baut man es nicht orginalgetraeu auf? (Siehe Neumarkt usw)?????manchmal habe ich den eindrcuk dass es viele masochisten in der Senat gibt : man moechte Berlin und sich selbst ""nur weh tun"" :gg:
      wenn der senat so etwas plant glaube ich dass es zeit wird fuer ein besuch an irgend einen psychiater :manchmal bin ich ziemlich neugierig was fuer ein geschmack man bei der Senat hat: ich glaube ""ja kar keener!!!!weshalb moechte man die stadt einfach nicht etwas schoener bieten. ist das zuviel gefragt????? :?:ist das auch der grund wehalb man am liebsten auch kein schloss hat oder andere rekonstruktionen????beispiel pariserplatz!!
    • Berlin wünscht sich doch mehr Touristen...
      Warum verstehen die Verantwortlichen dann nicht, das man da wo es jetzt möglich ist Berlin verschönern sollte und es nicht mit mittelmäßiger bis miserabler Architektur verschandeln sollte.
      Würden die schönen historisierenden Gebäude gebaut werden, so würde Berlin um ein richtig schönes städtisches Ensemble reicher werden. Man stelle sich mal das neue Stadtschloss, die wiederaufgebaute Bauakademie plus Schinkelplatz und Kommandantur vor. Das wäre doch richtig, richtig schön! Schönheit lockt an...oder?

      Außerdem sollte man sich mal andere Weltstädte anschauen. Die setzen sich keine 0815 Klötze mitten in die Stadt, wie es Berlin so gerne tut.
    • "Antiquitus" schrieb:

      Hier mal ein kleiner Vergleich und eine Warnung, was uns da drohen könnte - zeitgeistbeschränkte 08/15-Individualisten-Kisten in einem gestalterisch auf die Ewigkeit ausgerichteten historischen Ensemble.


      Quelle: http://www.welt.de">www.welt.de

      Schlimm - aber was der Senat will, das drückt er meistens auch durch.


      Igitt, was’ das denn ???

      Davon wußte ich ja gar nichts -
      das sind ja bessere Plattenbauten! :schockiert:
      Allenfalls das dritte von links ist gerade noch vertretbar,
      die anderen mit ihren quer liegenden Fenstern sind Totalausfälle! :boese:

      Wie kann das sein? Der Senat, der Bertelsmann
      gezwungen hat, die Kommandantur zu rekonstruieren,
      will direkt daneben solche Bauarbeiter-Schlafbaracken bauen?
      Oder stammt die Kommandantur aus der Zeit vor rot-rot,
      und diese Schachteln zeigen jetzt die Entwicklung seit der Wahl...?
    • aus der Berliner Morgen post vom 20.12.2006:

      ""
      Reine Vorstadtarchitektur"
      Kritik an Plänen des Senats für Townhouses am Schinkelplatz in Mitte
      Von Stefan Schulz
      Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloß, hat die Senatspläne zur Bebauung des Schinkelplatzes als "nicht hinnehmbar" kritisiert. "Ich bin für eine Wohnbebauung im Zentrum, aber die Gesamtarchitektur muß sich diesem Ort anpassen. Das, was vorgeschlagen wird, ist eine reine Vorstadtarchitektur", sagte der Schloßaktivist.



      Wie berichtet, plant Senatsbaudirektor Hans Stimmann zwischen Kommandantur und Bauakademie sogenannte "Townhouses" für gehobenes Wohnen. Sie sind eine Fortführung der Wohnbauten neben dem Auswärtigen Amt und sollen auf der Rasenfläche neben der Friedrichswerderschen Kirche errichtet werden. Vorgesehen ist eine einheitliche Gebäudehöhe, die Fassaden müssen symmetrisch mit Betonung der Mitte angelegt sein und einen zweigeschossigen Sockel aufweisen. In den Augen der Kritiker böte sich aber gerade gegenüber dem Schloß auf der anderen Seite der Spree eine "historische Lösung" an. Außer Boddien und der Gesellschaft Historisches Berlin kritisierte dies auch der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Reppert. "Das ist ein katastrophaler Vorschlag. Wir würden lieber eine historische Bebauung bevorzugen", sagte Reppert. Auch Leser der Berliner Morgenpost meldeten sich zu Wort und bemängelten den Entwurf. Christoph und Renate Teichmann aus Pankow beispielsweise forderten eine historische Gestaltung. Senatsbaudirektor Stimmann wolle sich nur ein "bleibendes Denkmal setzen".

      Dagegen fand der Stadtplaner Dieter Hoffmann-Axthelm wohlwollende Worte für die Vorschläge. "Der Schinkelplatz muß eine städtebauliche Umrahmung erhalten", sagte er. "Das kann man mühelos mit dieser parzellierten Bebauung lösen, wenn man dafür Käufer findet." Die Stadthäuser sollen vier- bis fünfgeschossig sein; damit würden sie niedriger sein als das riesige Bankgebäude, das vor dem Krieg das Kommandantenhaus deutlich überragte, sagte Hoffmann-Axthelm.

      ""
      Forum Mitglieder was koennen wir tun damit Hans Stimmann umdenken geht? was kann man ueberhaupt tun dies zu verhindern????????????????
    • ""Senatsbaudirektor Stimmann wolle sich nur ein "bleibendes Denkmal setzen".
      ""

      der man hat eine gewisse aehnlichkeit mit Pompidou, Mitterand und natuerlich Jacques Chirac!!!!!!!!!!!!!!
      dann ist der schinkeklplatz natuerlich verhaeltnismaessig klein, ich meine als denkmal fuer die ewigkeit!!!

      was kann man bloss unternehmen? klaus wowereit bitten diesen man zu entlassen??????????? :?:
      ist es vielleicht Rache? ich meine der Hansl ist bestimmt auch gegen das Schloss also wenn da nicht etwas progressieves gebaut werden kann dann eben dem schloss gegenueber...............
    • Nun hackt mal nicht so auf dem Stimmann rum. Immerhin hat er durch seine Planungen die Straßenplanungen wieder dem Vorkriegszustand angenähert. Sein planwerk Innenstadt ist im Großen und Ganzen sinnvoll und gelungen. Und ich glaube auch nicht, dass er diese äußere Gestaltung will, sondern nur die Kleinteiligkeit und die ist ja auch nicht verkehrt. Auch bei den anderen "Townhouses" war Stimmann wohl mit der überwiegend modernen Gestaltung nicht zufrieden. Vielleicht hat ja mal jemand Lust im Namen des Forums einen Brief an ihn zu schreiben. Dieser sollte aber nicht zurechtweisen klingen. Mehr so im Sinne von " Wir haben von der Planung erfahren und wollten wissen, wie Sie dazu stehen. Wäre eine tradtionelle Bebauung in diesem Umfeld nicht sinnvoller (Bsp.: Stullemmer)?".

      Senatsbaudirektor
      Dr. Hans Stimmann (SPD)
      Dr. Hans Stimmann Dienstsitz / Adresse:
      Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
      Behrenstraße 42-45
      D-10117 Berlin
      Tel. 030 / 9020 5504


      Und hier noch die Planungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:

      stadtentwicklung.berlin.de/pla…erder/schinkelplatz.shtml

      Aber ob das noch aktuell ist?
    • "der_Sauerländer" schrieb:


      Aber ob das noch aktuell ist?

      Zumindest scheint mit der Parzellengröße der Fehler der viel zu schmalen Townhouses an der Niederwallstraße nicht wiederholt worden zu sein:
      Die Häuser zur Westseite haben Reiheneigenheim-Maß und die zum Schinkelplatz sind doppelt so breit.
      Da ist dann gestalterisch schon etwas "drin". :)
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • sauerlaender schreibt:
      ""

      Nun hackt mal nicht so auf dem Stimmann rum. Immerhin hat er durch seine Planungen die Straßenplanungen wieder dem Vorkriegszustand angenähert. Sein planwerk Innenstadt ist im Großen und Ganzen sinnvoll und gelungen. Und ich glaube auch nicht, dass er diese äußere Gestaltung will, sondern nur die Kleinteiligkeit und die ist ja auch nicht verkehrt. Auch bei den anderen "Townhouses" war Stimmann wohl mit der überwiegend modernen Gestaltung nicht zufrieden. Vielleicht hat ja mal jemand Lust im Namen des Forums einen Brief an ihn zu schreiben. Dieser sollte aber nicht zurechtweisen klingen. Mehr so im Sinne von " Wir haben von der Planung erfahren und wollten wissen, wie Sie dazu stehen. Wäre eine tradtionelle Bebauung in diesem Umfeld nicht sinnvoller (Bsp.: Stullemmer)?".


      Ich werde mal versuchen ein Konzept zu schreiben.aber ob das hilft?? :?:
    • Wie wär's, wenn sich Stadtbild Deutschland e.V. dieser Sache annimmt? Die Townhouses (besonders diese) sind dort wirklich Fehl am Platze, bes. wo es doch so einen tollen hist. Entwurf gibt. Die sehen echt aus, wie vorgründerzeitl. Kaufmannshäuser.
    • Wie wär's, wenn sich Stadtbild Deutschland e.V. dieser Sache annimmt? Die Townhouses (besonders diese) sind dort wirklich Fehl am Platze, bes. wo es doch so einen tollen hist. Entwurf gibt. Die sehen echt aus, wie vorgründerzeitl. Kaufmannshäuser.


      Meiner Meinung nach eine gute Idee. Konkretisier deine Ideen doch mal im "Forum aktiver Mitglieder".
    • Warum nicht Stuhlemmers Entwurf realisieren???

      Hallo Berlin Fans,

      Der oberste Entwurf von Stuhlemmer finde ich sehr schön und reich an Details!!! Fast wie das früher war und fügt meiner Meinung nach auch viel Wert zu der verbliebene historische Umgebung. Gerade DAS braucht das viel zu modernistische Berlin gerade um wieder seine Anziehungskraft zurück zu bekommen. Die Entwürfe der Senat finde ich langweilig. Die Fenster sind von Wohnblocks der Nachkriegszeit: zu gross und zu waagerecht. Die Häusser wirken auch zu "Blockig" (wie Kuben ..... und das ist doch was alle modernistische Bauten so hässlich macht????).

      Stuhlemmer, Andreas Hummel, Patschke das sind die Architekten die Berlin braucht!!!!!

      Rob
    • Bebauungsplan Friedrichswerder Nord

      stadtentwicklung.berlin.de/pla…slegung/i-208/index.shtml

      Ich empfehle jedem die Lektüre des Begründungstextes, natürlich nicht jedes Detail.
      An und für sich bin ich bei diesem Projekt froh, dass der historische Grundriss eingehalten wird, relativ strenge Gestaltungsvorschriften vorliegen und die Hochwertigkeit der geplanten Bebauung explizit gefordert wird (und damit im positiven Kontrast zu den sehr individualistischen "Townhouses" steht).
      Negativ hingegen ist die zumindest teilweise Zulassung von Staffeldächern und die wohl nicht umzusetzende Option, Rekonstruktionen zumindest zu erlauben.

      Insgesamt geht aber auch hier der Trend in eine gute Richtung:
      Kleinteilige, hochwertige und historisch orientierte Bebauung mit hohem Wohnanteil in einer städtebaulich sensiblen Lage.

      Eine Wohnung zu besitzen muss dort traumhaft sein, mit Blick auf das Schloss, den Dom, die Bauakademie und das Alte Museum.

      Grüße
    • Der Ordnung halber hier nochmal der Beitrag Novaerions:

      Bebauungsplan Friedrichswerder Nord

      stadtentwicklung.berlin.de/pla…slegung/i-208/index.shtml

      Ich empfehle jedem die Lektüre des Begründungstextes, natürlich nicht jedes Detail.
      An und für sich bin ich bei diesem Projekt froh, dass der historische Grundriss eingehalten wird, relativ strenge Gestaltungsvorschriften vorliegen und die Hochwertigkeit der geplanten Bebauung explizit gefordert wird (und damit im positiven Kontrast zu den sehr individualistischen "Townhouses" steht).
      Negativ hingegen ist die zumindest teilweise Zulassung von Staffeldächern und die wohl nicht umzusetzende Option, Rekonstruktionen zumindest zu erlauben.

      Insgesamt geht aber auch hier der Trend in eine gute Richtung:
      Kleinteilige, hochwertige und historisch orientierte Bebauung mit hohem Wohnanteil in einer städtebaulich sensiblen Lage.

      Eine Wohnung zu besitzen muss dort traumhaft sein, mit Blick auf das Schloss, den Dom, die Bauakademie und das Alte Museum.



      Ich denke, wir sollten hier unbedingt eine Aktion durchführen, angeblich fließen ja die Äußerungen ein ("Während der Auslegungsfrist können Sie Anregungen zu den geänderten Teilen des Bebauungsplanentwurfs vorbringen. Diese werden in die Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen einbezogen.").

      Wenn wir einige Briefe losschicken mit dem unbedingten Wunsch nach traditioneller Bebauung, da das Schloss ein würdiges Gegenüber braucht, könnte man Erfolg haben.
    • Hallo Sauerländer,

      das meinte ich auch mit meinem Beitrag - Wenn man sich den Begründungstext durchliest, stößt man irgendwann auf diverse Einwände, teilweise bloße subjektive Meinungen, die aber in irgendeiner Form (z.B. Walmdächer und abwechslungsreichere Fassaden) Einfluss fanden. Auch der übliche Vorwurf, dass man das Mittelalter nicht wiederauferstehen lassen soll, wurde abgedruckt, fand zum Glück aber keine Beachtung.

      Ich würde vorschlagen, dass ein "Experte" dort einen sachlich fundierten Beitrag hinschreibt, die Forderungen nach Rekos können auch z.B. durch mich erfolgen, bin baulich jedoch nicht allwissend. ;)

      Grüße