Schinkelplatz & nördlicher Friedrichswerder

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    • Schinkelplatz & nördlicher Friedrichswerder

      Verweis zum letzten Beitrag im alten Forum: naanoo.com/freeboard/board/sho…3224&forumid=16288&page=4
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Wie sieht es eigentlich mit der Bebauung westlich der Friedrichswerderschen Kirche aus? Das Projekt auf der Berliner Senatsseite für Stadtentwicklung sieht doch ganz vielversprechend aus. Sind die dort dargestellten Zeichnungen nur Entwürfe, oder muss ein potentieller Investor diese auch mehr oder weniger umsetzen?

      Und was ist mit diesem Karree südlich der Kirche bzw. westlich des Auswärtigen Amtes? Gibt es dafür schon konkrete Pläne bzw. Entwürfe? Ist das dieses Grundstück?
    • "Harmonica" schrieb:

      Und was ist mit diesem Karree südlich der Kirche bzw. westlich des Auswärtigen Amtes? Gibt es dafür
      schon konkrete Pläne bzw. Entwürfe? Ist das dieses Grundstück?


      Das ist das betreffende Grundstück. Die auf der Stadtentwicklungsseite dargestellten Entwürfe fallen wohle in die Kategorien "geht so" ( Angebot 2 ), "noch annehmbar, wenn ohne Brille betrachtet" ( Angebot 3 ) & "Supergau" ( Angebot 3 - " Auf ablesbare Parzellen wurde bewusst verzichtet" ).

      Nebulös erinnere ich mich an Finanzierungsprobleme in diesem Bereich.
      Ich halte es für die beste Lösung,w enn sich dort die nächsten 10 Jahre überhaupt nix tut, bis man den Wert dieser Grundstücke zu realisieren beginnt. Es handelt sich dabei um jenes, das eingegrenzt wird von der Schinkels Friedrichswerderschen Kirche, der kommenden Bauakademie, der Kommandantur und ohne Bebauung sogar mit direktsicht auf Stadtschloss. Zudem noch spreeseitig und die Denkmäler Schinkels, Beuths, Thaers mit Option auf Schinkelplatz in alter Form.
      Ich kann mir eigentlich nichts vorstellen, das eher der Umschreibung 1a-Lage entspricht.

      Hierzu die Vision der Herren Stuhlemmer zur Randbebauung des Schinkelplatzes: Vision Schinkelplatz & Werderscher Markt ( JavaScript benötigt )
    • bei der BAUWERT scheinen fähige leute zu arbeiten! im grossen und ganzen alles sehr schöne projekte! hut ab... :D

      die entwürfe von stuhlemmer für den schinkelplatz sind genial!!! hoffentlich beiteiligen sie sie an dem architektenwettbewerb (und hoffentlich gewinnen sie dann auch)

      DAS WICHTIGSTE AN GEBÄUDEN IST, DASS SIE SCHÖN AUSSEHEN - UND NICHT OB SIE DEM ZEITGESCHMACK ENTSPRECHEN (wobei die meisten architekten und stadtplaner sowieso keinen geschmack haben...)
    • Haushoher Streit

      An der Friedrichswerderschen Kirche wird gebaut
      Doch Bund und Land sind sich über Höhen uneins

      Die Stadtentwicklungsverwaltung will jetzt das Baurecht rund um die Friedrichswerdersche Kirche in Mitte festlegen. Ab heute liegt der Bebauungsplan in der Behrenstraße 42 aus. Er sieht vor, die Kirche mit fünfgeschossigen Häusern zu umgeben. Vorgesehen ist, die Planungen im Sommer 2006 abzuschließen. Dann dürfte gebaut werden. Die Grundstücke gehören etwa zur Hälfte Bund und Land. Während das Land seine Parzellen en bloc verkaufen will, sollen die Grundstücke des Bundes einzeln veräußert werden.

      Der Bund ist mit den Plänen im Großen und Ganzen einverstanden. Die für den Verkauf zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) knüpft die Zustimmung zu den Bauplänen des Senats aber an eine Bedingung. „Wir erwarten, dass der Senat sich an einen von ihm verabschiedeten Bebauungsplan an anderer Stelle hält“, erklärt BIMA-Sprecher [...] John. Dabei geht es um die Fläche am Werderschen Markt, die der Bund an den Projektentwickler Züblin verkauft hat. Hier soll Züblin nicht mehr so hoch bauen dürfen, wie bislang vom Senat zugesichert. Deshalb droht das Geschäft zu platzen. Der Bund ist sauer und pokert. John: „Mit den Grundstücken an der Kirche haben wir es nicht so eilig.“ Anders gesagt: Das schönste Baurecht nutzt dem Senat nichts, wenn der Bund nicht will.

      Und so soll es werden: Ähnlich wie auf dem Friedrichswerder, wo derzeit rund 40 handtuchschmale Townhouses in Bau sind, sind auch rund um die Kirche kleinere Blöcke geplant. Vorgesehen sind auf dem Areal östlich der Kirche sieben Parzellen mit etwa 16 Metern Breite. Diese gehören jetzt noch dem Bund. Fünf dieser Grundstücke könnten noch mal geteilt werden. Für die Häuser ist je zur Hälfte eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe vorgesehen. Die Neubauten dürfen fünf Geschosse haben und sollen mit knapp 20 Metern unter der Berliner Traufhöhe bleiben.

      Ähnlich sieht es in der Falkoniergasse aus. Auch hier schafft die Verwaltung nun Baurecht, das Gelände befindet sich fast vollständig im Landesbesitz. Der Liegenschaftsfonds will das Bieterverfahren für den Verkauf jetzt abschließen. Die bisherigen Pläne zweier Investoren sind inzwischen vom Tisch, sagt Annalie Schoen vom Hauptstadtreferat. „Es bleibt aber bei der kleinteiligen Bebauung.“ Die Neubauten werden bis auf fünf Meter an die Kirche heranrücken.

      Dass sich für die Grundstücke schnell Abnehmer finden werden, ist für die Stadtentwicklungsverwaltung so gut wie ausgemacht. „Der Erfolg der Townhouses auf dem Friedrichswerder zeigt, dass es dafür eine große Nachfrage gibt“, so Annalie Schoen.


      Quelle: archiv.tagesspiegel.de/archiv/11.10.2005/2108118.asp#art
    • Naja, so wirklich endgültig/konkret waren die bisherigen Entwürfe ja nie. Aber es wär wirklich schade und die beiden Entwürfe für den Schinkelplatz, an die ich erinnere. Auch um die Falkoniergasse...Die Townhouses sind ja eine schöne Idee, aber man muss es jetzt auch nicht übertreiben.
    • Scheint so, als ob nun auch um die Kirche herum merkwürdige Häuser enstehen und der elegante Entwurf passe ist. Sehr schade.
      Ich finde ja gut, dass Wohnbebauung ensteht, aber wenn ich an die wahrscheinliche Umsetzung denke, brrrr.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Der Bebauungsplan für das Areal um die Kirche:

      stadtentwicklung.berlin.de/pla…oeffauslegung/i-208.shtml

      Also wenn ich das richtig deute, ist das Projekt Falkoniergasse noch aktuell, lediglich an der SW-Ecke wird wohl was anders, aber mal abwarten.

      Interessant ist auch die jetzt sicher kommende Bebauung östlich der Kirche. Einzige Vorgabe sind 5 Stockwerke, das geht noch. Nutzung gemischt. Aber nichts zur konkreten Architektur. Wird gefährlich an dieser sensiblen Ecke.

      Man kann dort online Stellung nehmen, also keine Hemmungen!
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Es wurde, zumindest von einigen architekten, unteranderem kollhoff, erkannt dass die bunten stadthäuser an dieser stelle ein wenig ungeeignet wären und eine diskussion über gestalterische richtlinien der häuser am friedrichswerder nord ins leben gerufen:

      stadtentwicklung.berlin.de/akt…h_0510/nachricht2084.html

      soll der unten stehende termin öffentlich sein? Vllt könnte dann ja jemand von hier da ma vorbeischaun...
    • Streit um den Schinkelplatz

      Gesellschaft Historisches Berlin kritisiert "modernistischen Siedlungsbau" gegenüber dem künftigen Stadtschloß

      morgenpost.berlin1.de/content/2005/12/18/berlin/799323.html

      dazu hier noch was zur Geschichte des Platzes:

      morgenpost.berlin1.de/content/2005/12/18/berlin/799325.html


      Und noch der Verweis zur GHB:

      ghb-online.de/de/content/proje…p4?article_id=28&cat_id=0


    • http://www.agu-berlin.de/schinkelplatz6.htm\r
      www.agu-berlin.de/schinkelplatz6.htm

      Rechts oben, links von der Kirche, das ist der Schinkelplatz. Gut zu erkennen ist die Aufgebaute Ecke der Bauakademie. Die zwei Rasenflächen sind ehemals bebautes Gelände. Auf der Rasenfläche rechts des Grasdreiecks stand bis zum Bau des Außenministeriums der DDR noch ein Altbau. Irgendwo bei Bildindex gibt es davon ein Bild, das ich aber nicht finde. Komisch ist auch, dass bei Bildindex der Schinkelplatz nicht aufgeführt wird. Oder bin ich blind???
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Aus einem der von Sauerländer verlinkten Artikel:

      Stimmann betont, daß es sich bei den Fassaden von Klaus Theo Brenner bisher nur um Studien handelt. "Das ist noch keine konkrete Architektur."


      Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Als Kritik am Engel-Entwurf für die Bebauung des TR-Areals in Frankfurt laut wurde, hieß es auch ganz schnell, das sei ja nur ein "Ideenwettbewerb" gewesen, das würde so ja nicht gebaut werden. Ähnlich war es auch bei der Stadtloggia in Aschaffenburg.

      Das Schema ist also: Eine Visualisierung wird veröffentlicht, die einfach grauenhaft aussieht; die Öffentlichkeit protestiert; von offizieller Seite heißt es dann, das wird ja gar nicht so realisiert, alles nur vorläufig, Ideen, erste Entwürfe, grobe Vereinfachung etc.

      An die Verantwortlichen: Leute, wenn ihr wirklich so tolle Ideen habt, was man da bauen kann, warum zeigt ihr uns dann nicht diese Superentwürfe, sondern liefert stattdessen immer nur Zweitklassiges, das ein sofortiges Zurückrudern notwendig macht? :gg:
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Weiß jemand was links unten am Bildrand gebaut wird, weiß außerdem jemand was neben der Kommandantur entsteht?

      Die Ausführungen (zum Schinkelplatz) auf der Seite auf die Remy verwiesen hat sind lesenswert. Man kann nur hoffen, dass der Platz nicht verschandelt wird ich bleibe erst mal seeeehhhhr skeptisch...
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • "Stephan" schrieb:

      Weiß jemand was links unten am Bildrand gebaut wird, weiß außerdem jemand was neben der Kommandantur entsteht?

      Das Luftbild ist schon etwas älter (ca. drei 1/2 Jahre).
      Was Du vermutlich für die Kommandantur hältst ist das Kronprinzenpalais.
      Die etwas mekrwürdig aussehende Baugrube zwischen Spree und Kronprinzenpalais ist die Stadtkommandantur.
      Die Baustelle unten links auf dem Bild ist das Domaquarée mit dem Hotel Radisson, das mittlerweile fertiggestellt ist.
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • "Stephan" schrieb:

      Auf der Rasenfläche rechts des Grasdreiecks stand bis zum Bau des Außenministeriums der DDR noch ein Altbau.


      Du meinst wahrscheinlich das hier:



      Dieses Haus stand, wie man sieht, nicht nur bis zum Bau des Außenministeriums, sondern auch noch danach...



      Bildquellen: http://www.stadtentwicklung-berlin.de">www.stadtentwicklung-berlin.de

      "Remy" schrieb:

      Stuhlhemmer hatte doch schon mal eine schoene Idee " Vision" fuer die Bebauung gehabt. http://www.stuhlemmer.net/\r
      www.stuhlemmer.net/


      Wer Visionen hat, sollte besser zum Arzt gehen (Helmut Schmidt) :zwinkern:

      Wahnsinn, das ist ja genau das richtige, was Stuhlemmer da vorschlägt! Er rekonstruiert zwar nicht das Bankgebäude (was man allerdings ruhig machen könnte), aber er schlägt eine sehr brauchbare Bebauung vor. WEnn doch daraus bloß etwas würde...

      @ Reinhard

      Wenn Du über das Bankgebäude näheres weißt, dann erzähl' doch mal was!