Rottweil

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    • Neben Karl Weißer hat bereits Oskar Hölder in den 70er Jahren des 19.Jahrhundert die Schönheiten des alten Rottweil festgehalten. Hier einige Auswahlbilder, die vor allem Interessierte mittelalterlicher - barocküberformter Architektur ansprechen dürfte.
      Ich habe den Zeichnungen nach Möglichkeit älteres und jüngeres Fotomaterial ( Dank rwbilder.de ) gegenübergestellt, um aufzuzeigen, wie wenig sich z.T. innerhalb von über 100Jahren an der Gesamterscheinung verändert hat, wie Neues hinzugefügt wurde ohne modernistische Kontraste oder sogar bereits Verlorenes wiedergewonnen wurde.Rottweil ist auf diesem Gebiet wirklich vorbildlich. Ein Gang durch die Stadt dürfte für jeden Freund traditioneller Architektur eine echte Wohltat sein.



      Die Neutorstrasse, benannt nach dem gleichnamigen Tor, das sich ursprl. am Ende der Strasse zusammen mit dem sog. Roten Turm befand.
      Abgesehen von der Bebauung des ehemaligen Kapuzinerklosters, später Weinstube zur Sonne, die nur auf dem Foto ersichtlich ist, hat sich an der Häuserzeile nicht viel verändert, wenn man vom bedauerlichen Verlust des zweigeschossigen Erkers absieht, der durch eine Reko wiederherzustellen wäre.









      Diese Serie zeigt den Verlust eines mittelalterlichen Hauses mit Walm und seinen kleinen Öffnungen zur ehemaligen, weit höheren Stadtmauer auf, das sog. Haus der "Grafen von Sulz"(am rechten Stadteingang). Der Brunnen zwischen dem Brückengeländer und dem Gebäude ist der sog. Georgs- oder Grafenbrunnen. Er wurde dank des Geschichts- und Altertumsvereins an gleicher Stelle erst vor wenigen Jahren wieder errichtet.
      Das Brückengeländer stammt von der sog. Hochbrücke, die damals, bedingt durch das Geländeniveau noch weit in die gleichnamige Strasse reichte. Sie bildet nach wie vor die Zufahrt von Süden zur mittelalterlichen Stadt. Auf ihren Pfeilern ruhte einst das innere und äußere Hochbrücktor.
      Das Haus der Grafen von Sulz wurde bereits zu Beginn des 20.Jahrhundert abgebrochen und erhielt einen Nachfolger mit Eckerker. Der Verlust des Gebäudes ist natürlich bedauerlich.



      Partie nördlich vom Schwarzen Tor, mit Blick nach Süden aus der Waldtorstrasse (so wie das Schwarze Tor ursprünglich hieß)





      Mit zu den bekanntesten Motiven Rottweils zählt dieser Abschnitt zum steilabfallenden Neckartal, der die rückwärtige Bebauung entlang der Altstadtperipherie zwischen "Löwen" (rechts) und Spital (links) zeigt. Die heutige Situation zeigt, dass vor allem von der fast schon burg- oder zwingerhaften Situation bis heute viel erhalten werden konnte, wenngleich der linke Abschnitt durch Umbaumaßnahmen in der 2.Hälfte des 20.Jahrhundert auch vieles eingebüßt hat.






      Auch diese Bilder zeigen einmal mehr den Vergleich damals - heute.
      Das malerische Motiv von früher wird nur durch die Figuren noch lebhafter, wirkt aber vor allem durch die Fensteranordnungen und -gestaltungen, Erker, Aufzugsgauben,Höhenversprünge, Kleinteiligkeit, Giebelstellung und natürlich durch den prächtigen Brunnen im Vordergrund (sog. Rößlebrunnen). Es ist eines meiner Lieblingsmotive des alten Rottweil.

      Die heutige Situation hat natürlich manches davon eingebußt, doch bei genauerer Betrachtung ekennt man auch, dass sich am mittigen Gebäude sehr vieles erhalten hat, so wie es Oskar Hölder überliefert hat.

      Mit einigen gestalterischen Handgriffe könnte man viel von der ursprünglichen Situation zurückgewinnen. Die Wiederherstellung des alten Brunnen ist dabei Voraussetzung.




      Eine Situation, wie sie so leider heute nicht mehr existiert. Die alte Stadtmauer ist längst beseitigt oder zumindest auf Reste abgetragen. Die Situation zeigt im Vordergrund das Färberhaus als stattlichen Fachwerkbau und einige mittelalterliche Gebäude, die z.T. abgerissen oder durch Jugenstilvillen ersetzt wurden. Glücklicherweise wurde der Stadtgraben an dieser Stelle nach seiner teilweisen Auffüllung ausreichend begrünt, so dass der Verlust nicht so sehr ins Auge fällt und die historische Situation ablesbar bleibt.






      Hier spalten sich womöglich die Geister - oben ist das gotische Haus (im Kern gotisch) an der oberen Hauptstrasse dargestellt, mit seinem herrlichen dreigeschossigen Erker. Leider ist dieses Gebäude Ende des 19.Jahrhundert durch Umbauarbeiten in der Tat zusammengebrochen. Der Wiederaufbau erfolgte im damaligen Jugenstil mit zweigeschossigem Eckerker und ursprünglichem Eckeingang. Das bauliche Prinzip der Traufstellung hat der Architekt aber umgangen und eine zurückversetzten Giebel aufgesetzt.
      Ob es ein würdiger Nachfolgebau zum alten Gebäude darstellt bleibt dahingestellt. Im Vergleich zu heutigen Neubauten wäre es aber fast ein Juwel.
    • 03.05.2005

      KAPUZINER ROTTWEIL
      Abriss nicht mehr aktuell











      ROTTWEIL, 3. Mai (pm) - Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Kapuziner, Henry Rauner, konnte der Mitgliederversammlung überzeugend berichten, dass die Initiative zeit ihres kurzen Bestehens (ein Jahr seit Gründung) schon sehr viel erreicht hat.


      Um die derzeitige Situation zu erzielen, in der die Bau- und Nutzungsplanung vorangeschritten ist, hat der Vorstand und Ausschuss in vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und dem Landesdenkmalamt sowie dem zuständigen Architekten Laubis ein sehr gutes vorläufiges Konzept erarbeitet.

      Großen Raum in der gut besuchten Mitgliederversammlung nahmen deshalb ein Rückblick über die zahlreichen Aktivitäten der Bürgerintiative einerseits als auch die fortgeschrittene Nutzungsplanung und der denkmalgerechte Erhalt der Klosteranlage andererseits ein. Vorstandsmitglied Herrman Klos fasste die Aktionen in nüchterne Zahlen: 2000 Arbeitsstunden und etwa 5000 Euro sowie viele Sachspenden waren nötig, um die Anlage provisorisch zunächst für eine Zwischennutzung herzurichten, und um den Rottweiler Bürgern sichtbar zu machen, was in den Räumen künftig möglich sein kann.

      Verteilt auf alle Schultern der Ausschussmitglieder konnte neben Fachführungen, Kunstaustellungen, dem ersten Kapuzinerfest, der Belebung an der Fasnet bis zu Theater- und Musikdarbietungen ein breites Spektrum angeboten werden, das schon jetzt auf große Ressonanz stieß.

      Ein Abriss ist nicht mehr aktuell, sondern der Erhalt und die denkmalgerechte Nutzung hat diesen Platz eingenommen. Von den über 250 Mitgliedern sind auch Organisationen beigetreten, wie der Stadtjugendring oder der Seniorenrat, was auf eine bürgerschaftliche Belebung von Jung und Alt hindeutet.

      Das diesjährige Veranstaltungsprogramm ist schon sehr gefüllt und wird demnächst in der Homepage der Initiative aktuell abrufbar sein. Um auch entsprechende Vergleiche anderer Kapuzineranlagen im süddeutschen Raum zu bekommen, organisierte die Bürgerinitative Fahrten nach Haslach, Stühlingen und zuletzt Riedlingen an der Donau.

      Andreas Vogt fasste für die Versammlung das Besondere der Riedlinger Anlage zusammen. Klosterkirche und eine Mönchszelle seien noch im Originalzustand erhalten, ein großer historischer Schatz, ebenso vermittele der Kreuzgang eine große Ruhe abgeschottet von außen. Das ließe sich auch in Rottweil verwirklichen, so Roland Haller in seinen Ausführungen zur Nutzungsplanung. Für das Denkmal stehe im Vordergrund, das Charakteristikum des Gebäudekomplexes herauszuarbeiten und hierbei die Klosterkirche optisch wieder sichtbar zu machen.

      Im Inneren werde das zweite historische Baudenkmal aus dem 19. Jahrhundert, der Sonnensaal, erhalten, Klosterteile wie Refektorium und Mönchszellen sollen mit noch vorhandener originaler Bausubstanz einer modernen, zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden.

      Der Saal für etwa 350 bis 400 Personen stehe dabei in keiner Konkurrenz zur Stadionhalle für 800 bis 1000 Personen, ergänzte Vorstand Henry Rauner. Er sehe hierin eine Versammlungsstätte am historischen Stadtkern, die als Begegnungsstätte für Jung und Alt sofort ausgebucht sein werde, das sei auch eine Chance für unsere Gesellschaft, ein solches Projekt zu erhalten und nach der Sanierung in gemeinnütziger Hand zu betreiben.

      Die derzeit geschätzte Finanzierungssumme von 5,3 Millionen Euro sei mit Denkmalförderung und dem von Oberbürgermeister Thomas J. Engeser in Aussicht gestellten städtischen Beitrag von 1,5 Millionen Euro, einer Eigenleistung der Bürgerinitiative von 300 000 Euro und Mitteln aus dem Landessanierungstopf zu schultern.

      Nach Absprache mit dem Denkmalamt sind die inzwischen von Architekt Laubis entwickelten Nutzungspläne und Reduzierung auf die historische Optik mit dem besonders förderungswürdigen Denkmalparagraf 12 vereinbar. Die Stadt Rottweil lebe von der historischen Bausubstanz und bekomme bei einem überschaubaren finanziellen Einsatz ein Gebäude, das ihre Stadtgeschichte abrunde und der Nutzung ihrer Bürger diene.

      Der Vorstand wurde von der Versammlung einstimmig entlastet. Die notwendige finanzamtstechnische Satzungsänderung wurde ebenfalls angenommen. Mit dem Slogan "Sonne - Leben - Kapuziner" bittet die Bürgerinitiative um weitere Unterstützung durch viele Mitglieder und Freunde.


      quellen: http://www.nrwz.de/nrwz/rottweil/00005860/\r
      www.nrwz.de/nrwz/rottweil/00005860/, http://www.rwbilder.de">www.rwbilder.de


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    • Wieder einmal ein vorbildliches Vorhaben aus Rottweil:

      Baukultur fängt im Kleinen an: In Rottweil nimmt man die Thematik ernst und visiert mit diesem Konzept eine Lösung, die auf großer Ebene gescheitert scheint und in anderen Städten nicht einmal angedacht ist.

      Mit zahlreichen Projekten wie dem jüngsten, dem Kapuziner, den Leistungen des Stadtjugendrings und das hohe Niveau in der Denkmalpflege sowie dem Bewußtsein in der Bevölkerung hinsichtlich des Werts und der Erhaltung des historischen Bestandes, sticht Rottweil einmal mehr in der weiten Ödnis positiv heraus. Ich kann jedem einen Besuch der ehemaligen Reichsstadt am oberen Neckar nur empfehlen. Bausünden, wie sie vergleichbare, kriegszerstörungsverschonte Städte begonnen haben, muss man in Rottweil glücklicherweise nicht verzeichnen.

      Deshalb: Auf, auf, nach Rottweil...


      Gebündelte Kompetenz für Baukultur


      Vertragsunterzeichnung: Bauunternehmer und OB Engeser (links) auf dem Moker-Areal.
      Foto:al

      ROTTWEIL, 1. Juni (al) –Unter dem Zeichen der noblen Jugendstilvilla Moker haben sich neun Unternehmen aus der Baubranche zu einer Handwerker-Kooperation zusammen geschlossen. Sie wollen Kompetenzen für Renovierung und Sanierung bestehender Immobilien bündeln.


      Am Mittwoch unterzeichneten die Beteiligten bei einer Feierstunde auf dem Moker-Areal die Verträge. Oberbürgermeister Thomas J. Engeser zeigte sich erfreut über das innovative Projekt, das auch mit EU-Mitteln gefördert wird, und versprach, seitens der Stadt mögliche Hindernisse unbürokratisch aus dem Weg zu räumen.

      Die neun Unternehmer, die nun gemeinsam unter „Manufaktur. Villa Moker“ firmieren, sind in den klassischen Gewerke vom Roh- und Holzbau bis zu Heizsystemen und der Möbelschreinerei tätig. Sie bilden den Kern der Kooperation. In der „zweiten Reihe“ binde das Team weitere zehn Firmen ein, vom Innen- und Gartenarchitekten bis zum Lichtplaner, erklärte Christian Jerger, einer der Initiatoren des Projekts. Die Kooperation wolle in einer optimierten Teamleistung Bauherren für jede denkbare Teil- oder Komplettsanierung eine Gesamtlösung anbieten,von der Planung bis zum Abschluss berichtete Jerger.

      Der Villa in der Heerstraße, die bis zum Spätsommer renoviert wird, kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Sie soll als Repräsentanz der Manufaktur dienen und für Schulungen und Veranstaltungen genutzt werden. Darüber hinaus soll es regelmäßig Präsentationen und Ausstellungen geben – alles unter der Leitidee „Baukultur“, der sich das Villa Moker-Team erklärtermaßen verschrieben hat.


      quelle:neue-rottweiler-zeitung.de/nrwz/rottweil/00006217/


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    • klingt gut, ob es aber auch einen praktischen mehrwert mit sich bringt, wird sich noch erweisen müssen.

      allgemein: wo siehst du die gründe, dass dort anscheinend funktioniert, was anderso meist gar nicht funktioniert?
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • @antiquitus

      da bin ich ausnahmsweise recht zuversichtlich, weil in dieser stadt solch eine einrichtung als logische entwicklung und nicht aus einem versäumnis heraus entsteht.

      die gründe sind vielschichtig:

      ein tiefes kulturelles, künstlerisches und geschichtliches interesse, verständnis und verantwortung gegenüber der stadt(bau)geschichte sowie das bewußtsein dafür bei stadtverwaltung, gemeinderat, einheimischer und zugezogener bevölkerung.eine lobby, die in anderen fehlt oder zu schwach ausgebildet ist.

      keine reduktion der vergangenheit in form von wortphrasen und geschichtsbücher sowie bildbände, sondern leben, werterhaltung aus und mit der stadt(bau)geschichte.

      ....................................................................................................

      rottweil ist hinsichtlich der erhaltung und pflege sakraler und profaner baudenkmale, aber auch bei maßnahmen der ergänzung und reko in form von brunnen, strassengestaltung, laternen, stechschildern, fassaden,
      dachgestaltung>>> stadtbildgestaltung vorbildlich und meisterhaft und in der weiten umgebung wohl unübertroffen.

      wäre sicherlich auch ein zukünftiger,lohnenswerter ort für ein aph-treffen.


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    • denkmalschutzpreise für rottweiler gebäude



      Handwerkerhaus Rottweil-Altstadt, Graben 15 (1453)

      -->schwaebischer-heimatbund.de/de…s/archiv/1994.html#graben


      Barockes Bürgerhaus in Rottweil, Hochturmgasse 4

      -->schwaebischer-heimatbund.de/de…t_1978/2001.html#hochturm


      Ehemaliges Bad- und Gemeinschaftshaus, Neckartal 187, Rottweil (1915/16)

      -->schwaebischer-heimatbund.de/de…it_1978/1999.html#badhaus

      weitere informationen auch unter:
      schwaebischer-heimatbund.de/denkmale_erhalten


      Hofgut Hochmauren in Rottweil

      -->uligraef.de/5_archiv/dsp2004-Rottweil.htm


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    • BÜRGERINITIATIVE KAPUZINER

      [list]
      Neue Homepage: kapuziner-rottweil.de

      ROTTWEIL, 14. Juli (hf) - Auch vor alten Denkmalen macht neue Technik nicht Halt - im Gegenteil: Das ehemalige Kapuzinerkloster in Rottweil präsentiert sich jetzt mit einer eigenen Homepage.


      Unter http://www.kapuziner-rottweil.de">www.kapuziner-rottweil.de finden sich historische Grundlagen über die Klosteranlage der Kapuziner mit dem neueren Sonnensaal genauso wie Untersuchungs- und Sanierungsfortschritte zur Erhaltung des wichtigen Kulturdenkmals der Stadt Rottweil bis zur Arbeit der Bürgerinitiative Kapuziner Rottweil e. V.

      In dem fortlaufenden Veranstaltungskalender sind alle wichtigen Termine und Veranstaltungen dokumentiert, die von der Bürgerinitative initiiert und organisiert werden. So zählen wichtige Stadtereignisse wie das kommende Stadtfest, die Fasnet, das Klassikfestival "Sommersprossen" und Jazz-Perlen, das literarische Quartett bereits zum festen Repertoire, ergänzt durch Extra-Ereignisse unterschiedlicher Art.

      Ermöglicht wurde die Online-Einrichtung von Holger Fetzer aus der KreatiFabrik im Gewerbepark Neckartal und Mitglied im Kapuzinerverein. Holger Fetzer unterstützt die Bürgerinitiative, durch ein einfaches Redaktionsprogramm kann die Homepage ständig auch von der Bürgerinitiative selber aktualisiert werden.

      Schaunen Sie rein - virtuell und gerne auch real - in den Kapuziner und bleiben Sie auf dem neuesten Stand der Dinge, die sich in Rottweil entwickeln.


      bild: rwbilder.de

      text:nrwz.de/nrwz/rottweil/00006868[/list]


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    • 26.08.2005
      Holzmanufaktur im Neckartal, Rottweil

      Peter Fischer besichtigt Holzmanufaktur

      ROTTWEIL, 26. August (pm) - Peter Fischer, SPD-Bundestagskandidat informierte sich über die Holzmanufaktur Rottweil und den Gewerbepark Neckartal, teilte die SPD mit. "Die Ansiedelung gewerbetreibender Betriebe an diesem Ort muss weiter unterstützt werden! Ein historisches Erinnerungsstück Industriekultur wird erhalten und es werden Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen geschaffen", so Peter Fischer, der das Gelände der ehemaligen Pulverfabrik von Duttenhofer noch als trauriges Ruinenensemble im Gedächtnis hatte.Hermann Klos erläutert Peter Fischer das Tätigkeitsfeld der Holzmanufaktur Rottweil


      Foto: pm

      "Hier hat sich erstaunlich viel getan, auch seitens der Stadt Rottweil!". Unter der Führung von Herman Klos konnte der Bundestagskandidat dann einen gründlichen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Holzmanufaktur Rottweil nehmen. Dieses Unternehmen siedelte sich 1993 im Neckartal an, und hat sich zum Ziel gemacht, erhaltenswerte Holzarbeiten am Bau wieder zu restaurieren. Fenster, Türen, Böden und Decken in historischen Gebäuden werden zeichnerisch aufgenommen und fachgerecht restauriert.

      Mit Restaurierungsarbeiten beginnen konnte die Holzmanufaktur gleich bei den eigenen sechs Gebäuden, in denen sie arbeitet. Die Wiederherstellung dieser Gebäude auf Kosten der Firma erreicht eine Millionensumme . Für die Restaurierung historischer Bausubstanz gilt: "Vergleicht man preislich mit Material aus dem Baumarkt , dann kommt natürlich sehr leicht ein Mehrfaches an Kosten zusammen, das die Auftraggeber hinblättern müssen" so Manfred Klos.

      Immerhin hätten die Arbeitsergebnisse und die langjährige Erfahrung der Holzmanufaktur den ausgezeichneten Ruf des Unternehmens in der Bundesrepublik und im Ausland, zum Beispiel der Schweiz bei Besitzern historischer Gebäude begründet.


      quelle:nrwz.de

      weitere informationen zur homa:
      homa-rw.de/


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    • Bauen für Rottweil



      Am Donnerstag, den 1. Dezember 2005, findet in der Holzmanufaktur (Nackartal 161) im Gewerbepark Neckartal
      ab 18 Uhr die Veranstaltung "Bauen für Rottweil" statt. Die Veranstaltung will verstärkt darauf aufmerksam machen,
      dass die Nutzung alter Gebäude eine attraktive Alternative ist, die Ressourcen spart, Bausubstanz erhält und
      den Städten und Dörfern ihre eigenständige Identität gibt.


      Programm der Veranstaltung:

      18:00 Uhr: Eintreffen der Gäste mit Kaffee und kleinem Imbiss

      19:00 Uhr: Begrüßung durch Henry Rauner, Vorsitzender der Bürgerinitiative Kapuziner Rottweil

      19:10 Uhr: Einführung durch Prof. Dr. Michael Goer, Landeskonservator, Esslingen

      19:30 Uhr: Stadtplanung im Wandel, Peter Conradi, ehemaliger Präsident der Bundesarchitektenkammer

      20:00 Uhr: Bauen mit Bestand, Prof. Dipl. Ing. Ansgar Lamott, Architekt und Dozent, Stuttgart

      20:30 Uhr: Resümee und Diskussion, Moderation Prof. Hachenberg, Gast Dr. Winfried Hecht


      Webseite: http://www.bauen-fuer-rottweil.de/\r
      www.bauen-fuer-rottweil.de/

      Plakat der Veranstaltung: rwbilder.de/Werbung/BauenFuerRottweil/Plakat_101005.pdf


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    • Der "Schiefe Turm" von Rottweil

      Der "Schiefe Turm" von Rottweil

      ...bleibt schief! :D

      http://www.rwbilder.de/frame/Ansichten/Innenstadt/Gluekhergasse/Gluekhergasse_23.01.2000_06.JPG\r
      www.rwbilder.de/frame/Ansichten/ ... 000_06.JPG
      Neigt sich Millimeter für Millimeter nach Westen, das schiefe Turmdach vom Münster.
      quelle: rwbilder.de

      20.10.2006

      Besonderheit des Rottweiler Stadtbilds soll erhalten werden

      Der Münsterturm bleibt schief

      Von Berthold Hildebrand und Thomas Loisl Mink

      Schon auf den Zeichnungen von Oskar Hölder aus den 1870-er Jahren ist der Münsterturm krumm. Und das soll er auch bleiben. Mehrheitlich hat der Kirchengemeinderat von Heilig Kreuz beschlossen, das Zeltdach des Turms bei der Renovierung in seiner schiefen Gestalt zu stabilisieren und nicht in die Senkrechte zu rücken, was einem weitgehenden Neubau des Turmdaches gleichgekommen wäre.

      Der Kirchengemeinderat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Zu seiner Sitzung hat er mehrere Gäste eingeladen, die aufgefordert waren, ihre Stellungnahmen abzugeben. Dabei waren die Gäste fast einhellig der Meinung, den Turm in seiner schiefen Gestalt zu belassen.

      Architekt Klink hatte eingangs berichtet, der Turm sei statisch absolut sicher und könne in seiner jetzigen Neigung stabilisiert werden. Um ihn gerade zu rücken, würden Mehrkosten allein beim Gerüstbau in Höhe von 62.000 Euro anfallen. Dazu kämen die Kosten für den sehr viel umfassenderen Austausch des Dachgebälks.„Der Turm ist so gewachsen und gealtert, und so gehört er zum Stadtbild“, sagte der frühere Stadtarchivar Dr. Winfried Hecht. Allein weil man jetzt die technische Möglichkeit dazu habe, müsse man ihn nicht gerade rücken.

      „Wir leben in einem entindividualisierten Zeitalter, in dem alles gleicher und öder wird“, stellte Professor Werner Mezger fest. Die Erhaltung lokaler Besonderheiten werde deshalb immer wichtiger. „Es geht um Unverwechselbarkeit und Heimatgefühl“, sagte Mezger. Er plädierte deshalb dafür, den krummen Turm als eine Besonderheit des Stadtbilds zu erhalten. Jeder Werbefachmann würde dafür plädieren, den Turm in seiner besonderen, krummen Gestalt zu belassen, meinte er.Markus Schellhorn, Vorsitzender des Geschichts- und Altertumsvereins, sagte, im Verein sei man einhellig der Meinung, dass es aus historischer und denkmalpflegerischer Sicht keinen Grund gebe, den Turm wieder ins Lot zu rücken, so lange die Stabilität gewährleistet sei.

      Eva-Maria Krause von der evangelischen Kirchengemeinde sagte, sie habe versucht, Volkes Stimme einzufangen. „Die Reaktionen waren sehr emotional und eindeutig und lauteten: Lasst den Turm wie er ist!“ berichtete sie.Theo Kurtenbach, stellvertretender Leiter des bischöflichen Bauamts, sagte: „Man sollte nicht den Anspruch haben, den Turm senkrecht zu machen. Es ist sinnvoller, ihn so wie er jetzt ist, zu stabilisieren.“ Thomas Burzan, Baufachbereichsleiter der Stadt, teilte mit, die Stadtverwaltung wolle der Münstergemeinde nicht hineinreden und gebe deshalb keine Empfehlung ab.

      Peter Hugger, Mitglied des Münsterbauausschusses, sprach sich indessen dafür aus, den Turm zu begradigen. „Ein gerader Kirchturm ist ästhetisch schöner“, meinte er.Bei den Mitgliedern des Kirchengemeinderates gingen die Meinungen dann auseinander. Patrick Mink bekräftigte, die Schräge gehöre zum Charakter des Turms. „Wir würden ein Markenzeichen verlieren, und ästhetisch ist der schiefe Turm eher ein Vorteil“, sagte er.

      Eugen Weiß hielt dem entgegen, dass es nicht sinnvoll sei, einen Bauschaden zu konservieren. Gerlinde Kubitzki warnte davor, die historische Chance, den Turm in die ursprünglich gewollte Senkrechte zu bringen, nicht zu nutzen.Nachdem Pfarrer Martin Stöffelmaier geheime Abstimmung beantragt hatte, votierten neun Kirchengemeinderäte dafür, den Turm schief zu belassen, fünf wollten ihn gerade rücken. Die endgültige Entscheidung, so Kurtenbach, liege jedoch beim Ordinariat und beim Geldgeber Landesdenkmalamt.

      Eine weitere Frage, die diskutiert wurde, war, ob das Turmdach nach der Renovierung mit normalem Kupferblech gedeckt werden soll oder mit künstlich patiniertem Blech. Im einen Fall wäre das Dach einheitlich schwarz, im anderen einheitlich grün, während zurzeit beide Farben vorhanden sind. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, unbehandeltes Kupferblech zu verwenden, das durch natürliche Umwelteinflüsse mit der Zeit eine grünliche Verfärbung erhalte.


      quelle:nrwz.de


      Moderationshinweise (Zeno, 18.05.2010):
      Ursprünglichen Titel des Stranges als Überschrift des Beitrages übernommen
      Direkt eingebundenes Bild wegen Urheberrechts durch Link ersetzt (siehe http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=36186&f=1#p36186">viewtopic.php?p=36186&f=1#p36186)


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    • Einen "schiefen Turm" hatte bei uns in Hessen auch einmal die alte Reichsstadt und "Barbarossastadt" Gelnhausen, genauergesagt die dortige Marienkirche:


      Quelle: http://www.marienkirche-gelnhausen.de">www.marienkirche-gelnhausen.de

      Der "schiefe Turm von Gelnhausen" galt jahrhundertelang als das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Bei einer großen Kirchenrenovierung zwischen 1877 und 1879 entschloss man sich (leider) dazu, den Turm zu richten. Heute ist der Südturm der Kirche daher nur noch ein "normaler" romanischer Kirchturm, sicherlich zum Bedauern der heutigen Gelnhäuser Tourismuswerbung (die Stadt verfügt über eine äußerst sehenswerte und gut erhaltene Fachwerk-Altstadt).

      Unter diesem Aspekt haben die Rottweiler zweifellos die richtige Entscheidung getroffen und ihren "schiefen Turm" auch schief gelassen.
      Man stelle sich nur vor, jemand würde auf die Idee kommen, den schiefen Turm von Pisa zu begradigen... :gehtsnoch:
      www.chronik-bermuthshain.de
      www.chronik-crainfeld.de
      Ortsgeschichte von Bermuthshain und Crainfeld in Oberhessen
    • "Aviller" schrieb:

      Liegt Rottweil jetzt im Ausland? :schockiert:


      Nein, im Süden von Baden-Württemberg und damit noch in Deutschland.
      Allerdings war Rottweil in der frühen Neuzeit für ca. 200 Jahre auch ein "zugewandter Ort" der Schweizer Eidgenossenschaft. :zwinkern:
      www.chronik-bermuthshain.de
      www.chronik-crainfeld.de
      Ortsgeschichte von Bermuthshain und Crainfeld in Oberhessen
    • Aviller hat Folgendes geschrieben:
      Liegt Rottweil jetzt im Ausland? schockiert


      Nein, im Süden von Baden-Württemberg und damit noch in Deutschland.
      Allerdings war Rottweil in der frühen Neuzeit für ca. 200 Jahre auch ein "zugewandter Ort" der Schweizer Eidgenossenschaft. zwinkern


      @ Carsten:

      Der Beitrag von Aviller bezog sich darauf, dass der Beitrag ursprünglich im Auslands-Forum zu finden war. Ich hab das dann hierher verschoben.