Minden

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    • In Minden wird bis 2011 ein Einkaufzentrum im traditionellen Stil entstehen. Und dies direkt am Mindener Dom. Dadurch entsteht der Domhof wieder in seinen alten Proportionen, dafür wird das aus den 70er Jahren stammende Stadthaus abgerissen.

      Für diesen Entwurf hat man sich nun entschieden:

      mt-online.de/mt/lokales/minden/?cnt=900168&



      Das"Forum Minden" der Düsseldorfer Projektentwickler Multi Development. Um das alte Rathaus und das Stadthaus herum will MD Einkaufen und Wohnen entwickeln. Der Lichthof in der Mitte des Einkaufscenters soll ein bewegliches Glasdach erhalten.Die Übrige Dachfläche des Centers wird begrünt.


      Um den lichtdurchfluteten Innenhof des Forums ziehen sich zweigeschossig die Ladenstraßen. Über die Treppe geht es zu einem etwaigen Lebensmittelgeschäft und zu den Parkdecks.


      So stellt sich MD die kleinteilige Fassadengestaltung- orientiert an der Altstadt- am Kleinen Domhof vor.


      Der Düsseldorfer Investor MD setzt bei seinem Entwurf für das Einkaufscenter "Forum Minden" auf eine filigrane Struktur und Wohnraum. Man erkennt sehr gut die kleinteilige Bebauung am Domhof.


      Blick aus dem Inneren des Forums Minden durch das Glasdach. Das Westwerk des Doms soll aus dem Lichthof herauszusehen sein, betonen die "Multi" -Projektentwickler.
    • Ich zeige euch nun das jeweilige Projekt der beiden Mitbewerber.

      Hier zunächst der zum Glück chancenlose Entwurf des Essener "Projektentwickler Management für Immobilien GmbH (MFI)"

      Blick von der Bäckerstraße aus auf die "Minden Arcaden". So stellt sich die mfi die Einbettung des Einkaufscenters mit seinen rund 17 000 Quadratmetern Verkaufsfläche in das Ratsquartier vor. Ein riesiger Klotz, der die gut erhaltene Altstadt Mindens zerreißen würde. Es müßte sogar alte Bausubstanz in der vollständig erhaltenen Bäckerstraße abgerissen werden, um Platz für das Haupteingangsgebäude zu schaffen.(siehe im Bild unten)

      Von der Vinckstraße aus gesehen gliedert sich ein Eingangsbereich(im Bild rechts), in die Minden Arcaden an das alte Stadthaus- Gebäude an. Für diesen Glasklotz müßte die dort heute noch gut erhaltene Altbausubstanz abgerissen werden. Das alte Stadthaus-Gebäude wurde nach dem Krieg nur vereinfacht wieder aufgebaut und war ursprünglich Sitz des Bischofs. Am alten Stadthaus-Gebäude (im Bild links) schliesst sich das Center, mit seiner monströsen Glasfassade, an. Noch steht dort das Stadthaus aus den 70er Jahren.

      Am Scharn nehmen die mfi-Planer die ursprüngliche Häuserflucht auf und setzen die Fassade neben dem Rahthaus etwas zurück. Dort stehen aktuell zwei sich gut einfügende Bauten aus den 50er Jahren, mit recht edlen Fassaden. Diese müßten dem Einkaufscenter weichen.

      Und hier der Entwurf der "ECE Projektmanagement GmbH" aus Hamburg:

      Die Sandsteingestaltung des Rathauses wird für das Einkaufscenter aufgenommen. Allerdings betrachtet man die Entwicklung der Fassadengestaltung noch als sekundär. Erst ein später geplanter Architekturwettbewerb soll Klarheit schaffen.

      Das Eingangsgebäude in der Bäckerstraße ist nicht mehr ganz so wuchtig, wie bei der mfi, aber dennoch würde man Altbausubstanz opfern.
    • zu den letzten bilder des essener investors:

      immer wieder anschaulich und durchschaubar
      wie traditionelle architektur in den vordergrund gerückt
      und die glaskästen kaum sichtbar bei seite geschoben
      werden. augenwischerei nennt man das wohl...


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • "Stefan" schrieb:

      zu den letzten bilder des essener investors:

      immer wieder anschaulich und durchschaubar
      wie traditionelle architektur in den vordergrund gerückt
      und die glaskästen kaum sichtbar bei seite geschoben
      werden. augenwischerei nennt man das wohl...


      Da gebe ich dir vollkommen recht. Zum Glück war man in Minden anscheinend weitsichtig genug sich gegen diese monströsen Entwürfe zu entscheiden. Aber leider ist das letzt Wort noch nicht gesprochen. Erst Ende des Jahres wird man sich endgültig entscheiden, ob und mit wem das Einkaufscenter gebaut wird.

      Ich werde in den nächsten Tagen, wenn sich das Wetter wieder besser ist und ich Zeit habe, die aktuelle Situation fotografieren.
    • Auch wenn man im Detail einiges bemängeln kann, im Großen und Ganzen ist das ein ordentlicher Entwurf. Insbesondere die kleinteilige Bebauung zum Dom hin schafft einen schönen Stadtplatz; auch der Park auf dem Dach ist eine gute Idee. Die Glasüberdachung ist mir zu technizistisch, filigraner wäre besser, und ich hoffe, dass im Inneren noch das eine oder Detail kommt.

      Was ist denn der rote Würfel bei der Glaskuppel?
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • "Antiquitus" schrieb:

      Auch wenn man im Detail einiges bemängeln kann, im Großen und Ganzen ist das ein ordentlicher Entwurf. Insbesondere die kleinteilige Bebauung zum Dom hin schafft einen schönen Stadtplatz; auch der Park auf dem Dach ist eine gute Idee. Die Glasüberdachung ist mir zu technizistisch, filigraner wäre besser, und ich hoffe, dass im Inneren noch das eine oder Detail kommt.

      Was ist denn der rote Würfel bei der Glaskuppel?


      Die Fassaden werden sich bestimmt noch ändern. Das soll nur eine erste Ideenskizze sein. Ich bin mir nicht sicher, aber im roten Kubus könnten sich die Fahrstühle befinden, die auf das begrünte Dach führen. und vielleicht öffentliche Toiletten, die auch vom Dach aus zugänglich wären. Vielleicht auch ein Dachcafe. :?:
    • "Antiquitus" schrieb:

      Auch wenn man im Detail einiges bemängeln kann, im Großen und Ganzen ist das ein ordentlicher Entwurf. Insbesondere die kleinteilige Bebauung zum Dom hin schafft einen schönen Stadtplatz; auch der Park auf dem Dach ist eine gute Idee. Die Glasüberdachung ist mir zu technizistisch, filigraner wäre besser, und ich hoffe, dass im Inneren noch das eine oder Detail kommt.


      Natürlich ist der Entwurf nicht perfekt, aber er geht in die richtige Richtung. Und ich finde es bemerkenswert, dass man sich nicht für einen der beiden anderen katastrophalen Entwürfe entschieden hat.
    • Danke für die Information, saibo. Eine weise Entscheidung, sich für das gezeigte Projekt zu entscheiden. Die Reihe der giebelständigen Häuser zum Dom hin - gut, da muß man den Entwurf abwarten; grundsätzlich ein guter Gedanke, hoffentlich wird mit Lust am Schönen gestaltet. Sonst könnte es schnell nach eintöniger Alibi-Anpassung aussehen. Doch allemal die beste der möglichen Lösungen. Gerade im Vergleich zum Istzustand eine wunderbare Aussicht.

      Ach ja, die Zeitung:

      Mit "Multi" habe man sich für das städtebaulicher orientierte Vorhaben entschieden...


      Ich wußte gar nicht, daß es "städtebaulich" auch im Komparativ gibt - anscheinend ist es denkbar, unstädtebaulich Städte zu bauen. :gehtsnoch: Gemeint war wohl "das unter städtebaulichen Aspekten verträglichere Vorhaben".

      Hier in Fürth gibt's übrigens das sehr ähnliche City-Center, die unauffällige Blockrandbebauung wurde formal der umgebenden zweistöckigen Barockarchitektur angepaßt- ohne große Schaufenster oder Glasfronten. Dennoch ist das EZ erfolgreich und stört keinen. Auch dort befinden sich im begrünten Innenhof Glaskuppeln, unter denen sich die Gänge verzweigen. Ich denke, da hätte Schlimmeres kommen können. Auf Google Earth kann man's ganz gut erkennen.
      http://www.baukunst-nuernberg.de/ - Architektur in Nürnberg vom Mittelalter bis zur Gegenwart
      Nürnberger Bauernhausfreunde e. V.
    • Das wäre ja sehr erfreulich, würde es doch auf jeden Fall eine Verbesserung um den Dom darstellen. Generell ist so ein Einkaufszentrum dieser Größenordnung trotzdem ein großes Risiko für Minden, da die Gefahr besteht, dass nicht C&A, Kaufhof und Co kaputtgehen, sondern eher die Kleinen Läden in der sonst wunderbar erhaltenen Altstadt. Um die Obermarktpassage wäre es allerdings gar nicht schade!

      Hier nochmal meine Bilder vom letzten Jahr:

      "Kindvon2dresdnern" schrieb:


      31



      35



      113



      121

    • Ich frag mich nur, ob Minden noch ein Einkaufszentrum braucht. Da wurde doch schon in den Achtzigern dieses Obermarktzentrum errichtet, für das man ganze Straßenzüge geopfert hat - und maßstabssprengende Kaufhäuser gibt es auch schon genug. Und selbst wenn man dieses neue Einkaufszentrum mit kleinteiligen Fassaden kaschiert, ist es dahinter noch immer ein großer, zusammenhängender Klotz.
    • Das sehe ich genauso. Letztendlich ist doch nur der Domplatz verbesserungswürdig, und dazu ist nicht unbedingt ein Einkaufszentrum von Nöten. Schöner wäre es, die alte Stadtstruktur an diesem Platze zu errichten schon mit solch Straßenfront, aber bitteschön mit kleinen Läden!
      Oder ist geplant die Obermarktpassage im Gegenzug dazu wieder zu schließen?
    • "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      Das sehe ich genauso. Letztendlich ist doch nur der Domplatz verbesserungswürdig, und dazu ist nicht unbedingt ein Einkaufszentrum von Nöten. Schöner wäre es, die alte Stadtstruktur an diesem Platze zu errichten schon mit solch Straßenfront, aber bitteschön mit kleinen Läden!

      Am kleinen Domhof standen früher Barockpalais, die durch den Bombenangriff im 2. Weltkrieg leider zerstört wurden. Dahinter befanden sich allerdings nur einfache Fachwerkschuppen, die ebenfalls beim Bombenangriff verbrannten. Mir ist die geplante Häuserzeile eher zu kleinteilig.

      "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      Oder ist geplant die Obermarktpassage im Gegenzug dazu wieder zu schließen?

      Die Obermarktpassage wird nicht geschlossen. Da sie nicht sonderlich groß ist und durchaus parallel zum neuen Einkaufzentrum existieren kann.

      "Maxileen" schrieb:

      Ich frag mich nur, ob Minden noch ein Einkaufszentrum braucht. Da wurde doch schon in den Achtzigern dieses Obermarktzentrum errichtet, für das man ganze Straßenzüge geopfert hat - und maßstabssprengende Kaufhäuser gibt es auch schon genug. Und selbst wenn man dieses neue Einkaufszentrum mit kleinteiligen Fassaden kaschiert, ist es dahinter noch immer ein großer, zusammenhängender Klotz.

      Für die Obermarktpassage wurde kein Straßenzug geopfert. Auf dem Gelände befanden sich früher alte Fabrikgebäude und einfache Fachwerkbaracken.
    • Das sehen die Inventarbände aus der Reihe "Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen" aber anders. Laut denen wurden von 1975-82 die gesamte Bebauung der Kisaustraße, ein großer Teil der Lindenstraße, Priggenhagen 1-23 und einige Bauten in der Petersilienstraße und der Obermarktstraße abgerissen, wobei 50 Bauten aus fünf Jahrhunderten verschwanden, vor allem das Haus Obermarktstraße 35 mit spätgotischem Stufengiebel. Später wurde als Eingang der Obermarktpassage eine sehr grobe Kopie der Fassade dieses Hauses errichtet. Dies geschah erst Anfang der 80er ohne vorherige Dokumentation der abgebrochenen Bauten oder archäologische Untersuchungen des tief ausgeschachteten Geländes.

      Das Obermarktzentrum wurde dann 1983-85 gebaut, wobei die Kisaustraße ganz verschwand sowie Teile der Straße Priggenhagen, und die Obermarktstraße, Priggenhagen und Lindenstraße teils neue Baufluchten erhielten.

      Es mag sein, dass die meisten Bauten (bis auf Obermarktstraße 35) wirklich eher unbedeutende Fachwerkbauten waren (wenn auch teils von hohem Alter), aber zumindest das Straßengefüge scheint empfindlich geändert worden zu sein, ganz zu schweigen von der Aufgabe alter Parzellen.
    • "Maxileen" schrieb:

      Das sehen die Inventarbände aus der Reihe "Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen" aber anders. Laut denen wurden von 1975-82 die gesamte Bebauung der Kisaustraße, ein großer Teil der Lindenstraße, Priggenhagen 1-23 und einige Bauten in der Petersilienstraße und der Obermarktstraße abgerissen, wobei 50 Bauten aus fünf Jahrhunderten verschwanden, vor allem das Haus Obermarktstraße 35 mit spätgotischem Stufengiebel. Später wurde als Eingang der Obermarktpassage eine sehr grobe Kopie der Fassade dieses Hauses errichtet. Dies geschah erst Anfang der 80er ohne vorherige Dokumentation der abgebrochenen Bauten oder archäologische Untersuchungen des tief ausgeschachteten Geländes.

      Das Obermarktzentrum wurde dann 1983-85 gebaut, wobei die Kisaustraße ganz verschwand sowie Teile der Straße Priggenhagen, und die Obermarktstraße, Priggenhagen und Lindenstraße teils neue Baufluchten erhielten.

      Es mag sein, dass die meisten Bauten (bis auf Obermarktstraße 35) wirklich eher unbedeutende Fachwerkbauten waren (wenn auch teils von hohem Alter), aber zumindest das Straßengefüge scheint empfindlich geändert worden zu sein, ganz zu schweigen von der Aufgabe alter Parzellen.


      Interessant. Das Buch werde ich mir vielleicht auch zulegen. Ich war damals noch zu klein und kann mich an den Abriß nicht erinnern. MEine Infomationen habe ich daher ausschliesslich aus dem familiären Kreis erhalten. Und da wurde mir versichert, dass für die Obermarktpassage nur unbedeutende Fabrikgebäude abgerissen wurden. Die einzige Ausnahme bildet das Haus Obermarktstraße 35. Wobei der Ersatzbau recht passabel ist.
    • Ich wollte mich eigentlich auf mein heimatliches Weltdorf beschränken, aber das hier ist ja wohl das letzte. Kehrt sich 'möglicherweise etwas weniger negativ als negativ' schon in positiv um? Relativ als positiv kann man höchstens bewerten, daß das Mallungetüm nicht auf der grünen Wiese sondern im Stadtzentrum steht und der Platzraum vor dem Dom zumindest auf irgendeine Weise wiederhergestellt wird. Was es mit dem Einzelhandel, der sich möglicherweise noch in kleinteiligen Strukturen der Umgebung befindet, anrichtet, ist voraussehbar. Davon abgesehen ist es ein Musterbeispiel für den zynischen Mißbrauch des berechtigten Wunschs nach 'traditioneller' Architektur, und die Rechnung geht auf, der Mist bekommt jetzt schon Beifall von der falschen Seite. Dabei sind diese Fassadenattrappen auf Betonklotz schon nicht mehr Disneyland sondern Geisterbahn.
    • Es hilft auch nichts, wenn man alles nur beklagt, und man muss sich auch mal freuen, dass es nicht noch schlimmer kommt. Wie war denn die Lage: die Stadt wollte die Mall, da kann man dagegen sein; die Stadt entschied sich für einen halbwegs akzeptablen Entwurf, darüber kann man froh sein. Außerdem bin ich nicht der Ansicht, dass jede Passage per se immer schlecht ist. Schlecht sind sie lediglich fast immer, wenn sie auf der grünen Wiese entstehen.
      Was hättest du denn dorthin gebaut? Wohnhäuser? werden die gebraucht? Büros? Stehen doch bestimmt auch so genug leer. Naja, ein paar kleine Häuser am Straßenrand und der Rest Grünanlage wäre vermutlich die bessere Lösung, war aber wohl nicht gewollt.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Bauausschuss und 50 Bürger hörten Rodenbergs Alternativ-Vorstellungen zur geplanten Domhof-Galerie

      ...Und dann hagelte es Kritik am Investoren-Entwurf: Wohnhäuser oben auf die Einkaufspassagen und Laden-Etagen zu setzen hält er für "völlig irrsinnig". Doch schlimmer noch verletzt die vorgesehene Fachwerkhaus-Fassade zum Kleinen Domhof hin die berufliche Empfindsamkeit des Kampa-Hallen-Architekten. "Die Fassade des neuen Rathauses darf nicht durch eine Puppenstuben-Architektur ersetzt werden. Tun Sie das der Stadt Minden nicht an," bat er den Ausschuss. Man dürfe nicht eine "fremde Architektur auf eine andere aufpfropfen," nannte er es wiederholt "Stilbruch oder Bruchstil".

      Dagegen verteidigte er die jetzige Ansicht des zwischen Stadthaus am Großen Domhof und Rathaus am Markt 1978 gebauten neuen Rathauses, die vom Architekten Deilmann entworfen und umgesetzt wurde. Rodenberg bewunderte eine "hervorragende Kleingliedrigkeit" und lobte die "Unaufdringlichkeit der Fassade". ...
      Quelle:mt-online.de/mt/lokales/minden/?cnt=1290763&


      Damit ist dieses Gebäude gemeint, dass für das Einkaufszentrum abgerissen werden soll:
      mt-online.de/_img/_cnt/_mt/131342658_0.jpg

      Ist das nicht typisch? Wieder mal ein absoluter Selbsdarsteller, der keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bürger nimmt. :(


      Zum Glück gab es auch solche Stimmen:
      Das wird in Minden nicht überall so gesehen. Vielen gefällt die "Schießscharten-Optik" nicht. Bei Rodenbergs Planung jedenfalls bleibt das neue Rathaus stehen. Das wiederum dürfte der Stadtverwaltung, die in die kommerzielle Neugestaltung des Herzstücks der City gern das nach ihrer Ansicht sehr sanierungsbedürftige Rathaus mit einbezogen hätte, nicht in den Kram passen.


      Und das ist der Gegenentwurf:
      mt-online.de/_img/_cnt/_mt/130835466_0.jpg

      Das hässliche neue rathaus soll stehen bleiben und dahinter ein Stahl-Glas-Monster entstehen.
      Quellemt-online.de/mt/lokales/minden/?cnt=1272323&
    • Diskussion um Denmalschutz und Rathausnutzung

      Die Diskussion und das Moderationsverfahren zum Denkmalschutz hat bisher folgendes ergeben:

      Das "historische" Rathaus (eigentlich ist das Gebäude ein Bau aus dem 50ern von Werner March, nur die Laube ist noch historisch) bleibt natürlich bestehen und zusätzlich das von Werner March gestaltete Treppenhaus.

      Eigentlich ist auch der an das historische Rathaus am Scharn anschließende Bau ein Denkmal, dieses kann aber abgerissen werden.

      Es wurde auch darüber diskutiert, ob der Bau von Deilmann bereits als denkmal zu betrachten ist, man hat sich dann aber dagegen entschieden.

      Das ehemalige Regeirungsgebäude/ Teil des Bischofspalast bleibt bestehen,
      hier ist vor allem die Geschichte des Gebäudes wichtig und das Kreuzgewölbe, sowie die gusseiserne Treppe.
      Das Gebäude hat 1945 einen Bombentreffer erhalten und ist in den Obergeschossen und in der Außenansicht von Werner March gestaltet worden.
      Hier soll wahrscheinlich das Bürgerbüro (Einwohnermeldeamt) der Stadt einziehen, dass Rathaus soll ja On-Top des Centers errichtet werden.

      Das anschließende ehemalige Kassengebäude aus dem 19. Jahrhundert hat eine klassizistische Fassade und ist nach Meinung des Denkmalschutzes unbedingt erhaltenswert.
      MD wollte dieses Gebäude ursprünglich komplett abreißen.
      Jetzt schlägt das Moderationsverfahren vor, nur die Fassade zu erhalten und während des Baus abzustützen.
      In die Fassade sollen drei Eingänge eingefügt werden, deren Höhen über das Erdgeschoss und das erste Geschoss reichen.
      Der Erhalt dieser Fassade würde aber die Baukosten nach Meinung von MD deutlich steigern und zu Bauverzögerungen führen.
      mitten in der Baugrube der tiefgarage müsste eine Wand abgestützt werden, bis sie an das fertige Gebäude angeschlossen werden kann, außerdem kann so die Dichtheit der Wanne der Tiefgarage nicht mehr gewährleistet werden.

      Investor MD möchte die Wand entweder abtragen, einlagern und anschließend wieder aufbauen oder komplett orginalgetreu neu errichten.

      Das anschließende Eckgebäude kann komplett abgerissen werden, wenn die Raumkanten wieder hergestellt werden.

      Mehr Infos gibts auf der Homepage der Stadt Minden unter Domhof-Galerie
      http://www.minden.de/sites/presse/domhofgalerie.php\r
      www.minden.de/sites/presse/domhofgalerie.php

      dann unter Bürgerbeteiligung auf das Protokoll und besonders die Folien vom 19. Juni klicken. Dort findet man auch neue Ansichten.