Zittau

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    • Ich drücke ganz fest die Daumen, dass die Mandaukaserne gerettet wird! Sie erinnert an die noch besseren Tage Zittaus und es wär ein brutales Armutszeugnis udn trauriges Signal an die in Zittau verbliebene Bevölkerung, wenn man den eigenen Untergang auch baulich manifestiert. Schon aus psychologisch motivierenden Gründen wird man eine Lösung finden müssen. Wenn ich Bürgermeister wäre, dann würde ich alles daran setzen, dass eine Bundeswehr-Einheit dort wieder Einzug hält. Das würde auch das subjektive Sicherheitsempfinden der ohnedies gebeutelten Region massiv erhöhen und auch die Kaufkraft in Zittau stärken.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Es ist so schön, aber lest selbst...

      Zittauer spenden für Mandaukaserne

      Der Abriss ist fürs erste vom Tisch und das ist gut so. Die Erhaltung des Kulturerbes muss an einer der ersten Stellen stehen, sonst ziehen alle einmal weg, wenn die Identifikation und Verwurzelung nicht mehr gegeben ist.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Und dazu dieser neuere Kurzbericht:
      Marode Decken der Mandaukaserne freigelegt - Sächsische Zeitung

      Toller Flug über die Mandaukaserne:



      Nicht so gut scheint es weiterhin um die abrissbedrohte Schauburg bestellt zu sein:
      Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'Jürgen Lindert, Lindi44', CC BY-SA 3.0

      Zittauer Amt schließt Schauburg - Sächsische Zeitung
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Schauburg müsste unbedingt auch gerettet werden! Es gibt das ein gutes Werk des niederländischen Prof. Tomlow von der Hochschule Zittau, in denen die Bauwerke der Zittauer Ringstrasse wunderbar beschrieben und bebildert sind! Der Name den Buches nennt sich "Der Zittauer Ring"! Wirklich empfehlenswert! Der Schauburg sind auch einige Seiten gewidmet.

      In Zittau gibt es doch eine Bauschule mit Tradition...man könnte ganze Jahrgänge doch auf diese Bauwerke loslassen?! Eine Win-Win Situation. In Quedlinburg sind doch einige Straßenzüge dadurch vor dem Abriss gerettet worden!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • RMA II. schrieb:

      Ich sehe jetzt erst bei Durchsicht und Zusammenstellung meiner Bilder, dass 2013 das Haus Innere Weberstraße 37 abgerissen wurde, das als Eckhaus den Auftakt der Inneren Weberstraße bildete [...]


      Das ist wirklich verdammt bitter, gerade, weil man sich seitens der Stadt der städtebaulichen Bedeutung wohl bewusst war und die Fassade erhalten wollte, die dann aber beim Abbruch in sich zusammengebrochen ist. Damit klafft jetzt in einer der vier wichtigsten Ausfallstraßen der Stadt eine riesige Lücke und man blickt auf eine Brandwand. Und das anschließende Haus ist ebenfalls in nicht gerade bestem Zustand. Das einzig positive, was man hier noch abgewinnen kann, ist, dass man zumindest eine Fassadenrekonstruktion mit industriellen Mitteln aufgrund der in Sachsen vorhandenen Handwerksbetriebe relativ leicht bewerkstelligen könnte.

      Weingeist schrieb:

      Einige weitere Fotos aus dem gleichen Umfeld des angesprochenen Hauses: [...]

      Weitere Ansicht von damals bei Panoramio

      Das Haus wird nunmehr durch einen angepassten Neubau (sogar mit Erker) ersetzt.

      Eckhaus wird neues Tor zur Innenstadt - Sächsische Zeitung

      Beschlussvorlage des Rates der Stadt Zittau mit allen weiteren Informationen
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Tschechen zieht es nach Zittau

      Ein netter Beitrag aus dem MDR Sachsenspiegel.


      MDR Sachsenspiegel schrieb:

      Seit Jahren hat Zittau mit Abwanderung zu kämpfen. Jetzt wendet sich das Blatt - Die Nachbarn aus Tschechien haben die Stadt nämlich für sich entdeckt.

      mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video326922.html
    • Wirklich schöne Nachrichten in Bezug auf die Mandaukaserne, die wirklich nur haarscharf am Abriss vorbeischrammte...


      AL schrieb:

      10.000 Euro – diese Spendensumme sammelt der Verein "Freunde der Mandaukaserne" auf Rettungs-Initiative vom Stadtforum Zittau für die Notsicherung des Südturms des fast 150 Jahre alten neobyzantinischen Baus in Zittau. Die Leipziger Denkmalstiftung unterstützt dieses bürgerschaftliche Engagement für den Denkmalschutz in Mitteldeutschland mit 1.500 Euro aus ihrem Notrettungsfonds.

      Wolfram Günther, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, übergab den Check
      jetzt an Thomas Göttsberger vom Verein "Freunde der Mandaukaserne e.V."
      und erklärt: "Als Denkmalstiftung ist es uns ein zentrales Anliegen,
      akut gefährdete Gebäude in Mitteldeutschland nicht dem Abriss Preis zu
      geben, sondern sie zu bewahren und Konzepte für eine weitere Nutzung zu
      finden. Wie für die Mandaukaserne sammeln wir kontinuierlich Spenden, um
      im Notfall helfen zu können.


      ....


      Bereits kleine Beträge ermöglichen es, neues Leben in heute noch bedrohte Gebäude zu bringen." Die Leipziger Denkmalstiftung engagiert sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung in Vergessenheit geratener, oftmals gefährdeter Bauten. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist es, die einzigartige Städtelandschaft Mitteldeutschlands zu bewahren.

      ...

      alles-lausitz.de/startseite/zi…er_die_Mandaukaserne.html
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Am 15. Oktober 2015 hatte der Technische- und Vergabeausschuss der Großen Kreisstadt Zittau die öffentliche Förderung der Freilegung der Grundstücke Amalienstraße 1 und Böhmische Straße 14 in der Höhe der entstehenden Kosten beschlossen. Die Mittel dafür sollten aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost, Programmteil Aufwertung" kommen. Was für eine kreative Sprachfassung - "Freilegung der Grundstücke" heißt nämlich nichts anders als Abriss.
      Bevor ich kurz über die weitere Entwicklung berichte, möchte ich die beiden (benachbart liegenden) Häuser vorstellen.


      Böhmische Straße 14

      im Besitz der WOBA Zittau (städtische Gesellschaft)
      Beschreibung: Wohnhaus, Eckhaus mit Ladeneinbau, in geschlossener Bebauung; städtebaulich, baugeschichtlich und hausgeschichtlich von Bedeutung, im Kern ein Barockbau, Reste eines gotischen Bogens neben dem Eingang
      Datierung: 17. Jh., im Kern älter, später überformt


      Von Jwaller - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, wikimedia commons


      Amalienstraße 1

      in städtischem Besitz
      Beschreibung: Wohnhaus in geschlossener Bebauung; städtebaulich und hausgeschichtlich von Bedeutung, ein Gründerzeithaus mit älterem Kern;
      Datierung: im Kern 18. Jh.


      Von Jwaller - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, wikimedia commons


      Nicht zuletzt dank der Aktivitäten eines Grünen-Politikers kochte das Thema hoch und schaffte es in Form einer so genannten Kleinen Anfrage sogar in den Sächsischen Landtag. Gemäß diesem Dokument gab es sogar 2 Kaufangebote von sanierungswilligen Privatleuten, die aber abschlägig beschieden wurden. Hier der Text der betreffenden Kleinen Anfrage (4 Fragen und die Antworten des sächsischen Innenministers): Klick

      Aufgrund des starken Gegenwinds musste die Stadt erst einmal zurück rudern. Das ist aktuell der letzte Stand:

      Stadtforum-Zittau schrieb:

      Eckhaus Böhmische Straße wird nicht plattgemacht – Das Landesdenkmalamt verhindert den geplanten Abriss
      Der ganze Artikel von Stadtforum-Zittau: Klick

      Auch für die Böhmische Straße 14 ist dies natürlich noch nicht die endgültige Rettung, erst mal nur ein Aufschub. Und bezüglich der Amalienstraße 1 gibt es folgende Verlautbarung der Stadt (Pressemitteilung zum Thema):

      Zittau.de schrieb:

      Das Vorgehen wird nun erneut geprüft. Wenig wahrscheinlich sind allerdings der Erhalt des Hauses Amalienstraße 1 und des Anbaus des Eckhauses. Sie sind schon teilweise eingestürzt.
      Der vollständige Text der Pressemitteilung: Klick

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BautzenFan ()

    • Wie hier um jedes Haus, ob der demographischen Entwicklung gekämpft werden muss und was hier für wunderbare Substanz (teils aus der Gotik!!) vergammelt, ist unfassbar. Noch unfassbarer aber ist es, zu sehen wie leichtfertig in prosperierenden Regionen weniger verfallene Altbausubstanz für (mit Verlaub) Renditescheiß geopfert wird. Hoffentlich gibt es für die Häuser noch eine Rettung...
      "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

      "Why not reinventing something from the past, something combining, nature and art." Lebanon Hanover - Fall Industrial Wall
    • @BautzenFan

      Danke für diese Nachricht! Ich habe einmal kurz in der Böhmischen Strasse gewohnt...das werden wieder Heimatgefühle geweckt. Wie ich diese patinierten und mit alten Inschriften versehenen Straßenzüge vermisse! Dort konnte man Geschichte inhalieren, wie in keiner anderen Stadt. Ich drücke die Daumen, dass hier noch etwas zu retten ist!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Wenn im oftmals lebensfremden Tagesgeschäft der kommunalen und städtischen Politik der Abriß eines Hauses mit gotischer Restsubstanz als "Freilegung eines Grundstücks" bezeichnet wird, dann läuft da einfach etwas falsch. Man muß nicht zwangsläufig Zittauer sein, um die Bedeutung und vor allem auch die Individualität jedes dieser einzelnen Gebäude zu erkennen. Die vielfältigen Erfahrungen lehren uns leider immer wieder, wie voraussehbar empathisch und "alternativlos" deren Beseitigung in immer ähnlich verlaufenden Worthülsen beworben wird. Der Sprech- und Bewerbemodernismus der Beseitigung des alten und des marktschreierischen Anpreisens des "neuen" vollzieht sich in ganz engen Handlungssträngen, wieder und wieder; und leider fällt immer noch ein Teil der Bevölkerung immer wieder darauf herein.
      Wem Zittau ein wenig am Herzen liegt, kann und darf es sich nicht erlauben, hierüber zu schweigen, sondern soll seinem Protest freien Lauf lassen. Ich glaube auch, daß es in Zittau genug andere Freiflächen gibt, auf denen die Woba ihre Sozialbunker hink(l)otzen kann. Wäre es nicht auch ein Zeichen von Ehrlichkeit und einem bodenständigen Realitätssinn, wenn man sich von einem Haus zu trennen weiß und es in die Hände von Privatleuten gibt, denen solche Häuser am Herzen liegen und die es sehr gerne erhalten mögen? Kann man solchen Leuten dies alles so einfach durchgehen lassen, wo es doch für jeden einigermaßen vernunftbegabten Menschen erkennbar ist, daß damit der Stadt nur noch weiter geschadet wird und man damit ihre Probleme nicht löst? Kommunale Politik scheint mir oft etwas zu sein, was nur ungelernte können.
      Die Anstrengungen und Mühen der wenigen Menschen, die immer wieder für den Erhalt von wichtigen Gebäuden kämpfen, verdienen die höchstmögliche Bewunderung und Dankbarkeit.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
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      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Und noch eine heutige Meldung aus Zittau:

      Wird die Zittauer Mandaukaserne zur nationalen Aufgabe?

      Quelle: SZ

      Ich leieb die Mandaukaserne einfach! Wenn man aus dem Böhmischen nach Zittau kommt wird man jedes Mal von dieser schönen Kaserne begrüßt und bereitet einen schon auf die wunderschöne Altstadt vor...
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Die Zeichen stehen wieder auf Erhalt
      Stadt Zittau nimmt an bundesweitem Städtebauprojekt teil / Mandaukasernenabriss stoppt

      lr-online.de/regionen/weisswas…f-Erhalt;art13826,5450740



      Warum nicht wirklich wieder eine Kaserne daraus machen? Stärkt die Kaufkraft, zieht junge Leute mit Familie nach Zittau, erhöht das Sicherheitsgefühl usw.. Wenn ich der OB wäre, dann würde ich mit allen Mitteln versuchen die Bundeswehr dorthin zu bekommen. Der Standort hat Tradition und das wäre eine WIn-Win Situation.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • Gute Nachrichten aus Zittau! :applaus:


      SZ schrieb:

      Eckhaus in Zittau bleibt stehen
      Der Streit um die Abrisspläne in Zittau ist beendet. Die Woba will das Gebäude in der Böhmischen Straße 14 jetzt sichern.
      sz-online.de/nachrichten/eckha…leibt-stehen-3404416.html
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      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Das ist eine Nachricht, die man nicht alleine nur mit großer Freude, sondern auch mit einer tiefen Dankbarkeit wahrnimmt. Diese Dankbarkeit darf vor allem den Menschen gelten, die sich für den Erhalt dieses Gebäudes eingesetzt haben und seine Bedeutung schon von Anfang an erkannt haben. Die geographische Lage mag ein Grund sein, warum Zittau leider nicht im Einzugsbereich großer Touristenströme liegt. Dennoch hat das Herzstück der Stadt das Potential, mittelfristig als ein eigenständiges und kostbares Stadt-Individuum angesehen werden zu können. Wenn die Phase des "Erwachens" von Görlitz das Potential hat, der Stadt Aufmerksamkeit und vor allem auch Zukunft zu bescheren, kann dies für Zittau ja auch nur positive Aspekte vermitteln, wenn man mittelfristig verstehen wird, das Verständnis für die Stadt zu vertiefen und die Aufmerksamkeit auch ein wenig mehr auf Zittau zu lenken weiß.
      Insbesondere gehört auch hinzu, die Bedeutung von solch wertvollen Haus-Individuen zu erkennen, die die Entwicklung der Stadt nachvollziehbar machen können. In Erinnerung an die großflächige Zerstörung der Stadt im 18. Jahrhundert sollte daher auch ein gewisses Fingerspitzengefühl über die Bedeutung, die ein Haus mit Substanz aus der Gotik haben kann, erwartet werden. Bei diesem Haus ist das unabdingbar. Sein dauerhafter Erhalt ist für Zittau von enormer Wichtigkeit.
      Um der Stadt Zittau notwendige Zukunftsperspektiven geben zu können, wird es Anstrengungen bedürfen, die man in etwas privilegierteren Städten vielleicht nicht in dieser Form kennt. Die Anstrengungen, die bis jetzt von wenigen gemacht wurden, um dieses alte Haus zu erhalten, damit es hoffentlich bald ein selbstverständlicher Bestandteil im Gesamtbild der Stadt sein kann, verdienen die größte Anerkennung und Dankbarkeit.
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    • Für die Böhmische Str. 14 freut es mich sehr. Zittau kann keinerlei Aderlässe mehr vetragen. Zu groß sind schon die Lücken.

      Mittlerweile wird auch in Liberec beworben nach Zittau zu ziehen um dort die leeren Häuser zu füllen, wohin Liberec aus allen Nähten platzt.

      Sehr unterstützenswert!

      radiolausitz.de/nachrichten/lo…eht-nach-zittau-1218252/#
      "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

      "Why not reinventing something from the past, something combining, nature and art." Lebanon Hanover - Fall Industrial Wall
    • Also was noch so im Innern gezeigt wurde sieht ja recht solide aus. Jedenfalls nicht ruinös. Ein intaktes Dach ist sicherlich der nächstwichtige Schritt zur baulichen Sicherung. Wünsche viel Erfolg. Der Stadtvertreter war ja eher eine Enttäuschung. Es wär für den Verein schon sicherlich hilfreich, wenn sich die Stadt grundsätzlich zum Erhalt bekennt und nur bei wirklicher Einsturzgefahr einen Abriss in Erwägung zieht. Das verschreckt schließlich auch potentielle Spender, wenn trotz Sicherung weiter mit einem Abbruch spekuliert wird. Allerdings wär der für die Stadt auch nicht gratis insofern bin ich erstmal optimistisch.