Zittau

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    • @Karasek

      Danke für die Info, auch wegen der Zahnklinik! Die alten Hausaufschriften in der Böhmischen werden dann halt leider verschwinden, aber die Sanierung ist eine notwendige Belebung dieser leider vernachlässigten Ecke.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Eine interessante ältere Meldung:


      Oberlausitzer Industriemuseum geplant

      Die Zahl der Menschen, die sich noch erinnern können, sinkt stetig: Die führenden Köpfe der Industriegeschichte um Lautex, Ziphona oder Robur haben oft das Rentenalter erreicht oder sind bereits tot. „Langsam sterben uns die Protagonisten weg“, sagt Susanne Wolf, Geschäftsführerin der ABS Robur GmbH, in Zittau. Sie hat unter anderem der Tod von Rudolf Heinze, seit Anfang der 90er Jahre Leiter des Archivs zur Geschichte von Robur, aufgerüttelt: Es muss schnellstens etwas passieren, um das Wissen zu konservieren und die Erinnerung wachzuhalten.

      Nun hat sie beschlossen, die bereits maßgeblich von Zittaus ehemaligen Wirtschaftsförderer Holger Knüpfer entworfene Idee eines themen- und firmenübergreifenden Museums wieder aufzugreifen und zu beschleunigen. Demnach würden Exponate aller großen Oberlausitzer Industriefirmen unter einem Dach vereinigt. Die Technik und die Produkte der Betriebe spielen dabei natürlich die Hauptrolle. Allerdings will Susanne Wolf auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter von damals zeigen. „Wir haben zum Beispiel das Dienstzimmer des Direktors gerettet“, sagt sie.

      Erste Schritte hat Susanne Wolf bereits gemacht. Mit Stadt und Landkreis hat sie über Unterstützung gesprochen. „Die Signale waren positiv“, sagt sie. Der erste Vorvertrag über eine Leihgabe wird demnächst unterschrieben. Mit Zittaus Wirtschaftsförderin Gloria Heymann ist sie auf der Suche nach einem Ausstellungsort.

      Allein können sie und die ABS das Projekt nicht stemmen. Deshalb suchen sie Unterstützung. Noch dieses Jahr soll ein Förderverein gegründet werden. Gründungsmitglieder werden unter anderem voraussichtlich die Lautex-Gruppe Geschichte, die eng mit dem Leutersdorfer Traditionsverein Lindeberg zusammenarbeitet, und der Verein Ziphona matic.Sie hatten bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet. „Wir halten an dem Plan fest“, sagt Dietrich Thümmler von den Lautexianern. „Wir sind auf alle Fälle dabei“, sagt Ralph Grundmann für die ehemaligen HiFi-Hersteller. Und noch eine Gruppe will unbedingt dabei sein: Die Veteranen des Liaz-Werkes in Liberec (Reichenberg).

      Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2294178\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2294178



      Wäre schön wenn daraus was würde, damit man seinen Kindern auf Heimaturlaub irgendwann mal zeigen kann dass diese Gegend wirklich mal industrialisiert war. :augenrollen:
      Vielleicht ließe sich dafür sogar das ehemalige Robur-Hauptwerk nutzen. Das Ding scheint zum wegreissen ja zu stabil zu sein.
    • ist doch geschenkt!
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Auch für Zittau eine nette Untergangsmeldung:


      Innenstadt: Über 60 Häuser sind gefallen

      Mindestens 63 Häuser sind seit der Wende in der historischen Zittauer Innenstadt abgerissen worden. Das geht aus einer Auswertung der Stadtverwaltung auf Bitten der SZ und den privaten Aufzeichnungen von Christine Laufer, Mitglied im Verein „Tradition und Zukunft Zittau“ und bis vor Kurzem im Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hervor (s. Grafik oben). Oftmals wurden nach und nach ganze Häuserzeilen wie in der Milch-, Böhmische-, Bader- und Breite Straße zurückgebaut. Dazu zählten auch bekannte Gebäude wie die ehemaligen Parksäle.

      In der gesamten Stadt sind noch mehr Gebäude abgerissen worden. Bekannte Beispiele sind Hütters Hotel am Bahnhof, Lautex Werk V am Ottokarplatz, die mechanische Weberei in der Weststraße, das ehemalige Haus des Nationalen Jugendblocks an der Südstraße oder in Hirschfelde die Flachs-Fabrik.

      Für den Abriss der Industriebrachen zeichnet in der Regel die Stadt verantwortlich. Auch bei vielen Wohngebäuden versucht sie dem Einsturz zuvorzukommen. Allerdings haben auch Privatbesitzer das eine oder andere Haus zurückgebaut. Der Abbruch von Wohnblocks ist in Zittau im Vergleich zu anderen ostsächsischen Städten erst spät gestartet. „Rein, um Wohnraum vom Markt zu nehmen“, sagt Gerd Witke, Chef der Zittauer Bauaufsicht.

      Ein Ende des Abrisses ist in der gesamten Stadt nicht in Sicht (s. Kasten). In der Innenstadt wird in den nächsten Tagen die Brunnenstraße 4 abgerissen. In Zittau-Ost ist laut Entwicklungskonzept der Stadt, aber entgegen der Vorstellungen der Großvermieter sogar der Kahlschlag bei den Wohnblöcken geplant. Dort soll die einstige Flussaue wieder entstehen.
      http://www.sz-online.de/Nachrichten/Zittau/Innenstadt_Ueber_60_Haeuser_sind_gefallen/articleid-2366735\r
      www.sz-online.de/Nachrichten/Zit ... id-2366735



      Dazu ein passender Kommentar:


      Ende der Innenstadt ist eingeläutet

      Auch wenn vielen Zittauern das Herz schwer wird: Das Ende der historischen Innenstadt ist längst eingeläutet. Sie kann nicht komplett erhalten werden. Wer mit wachen Augen durch die Gassen geht, sieht selbst die Realität der siechenden Bürgerhäuser. Geld für die Sanierung ist prinzipiell kein Problem. Viele Fördertöpfe werden gefüllt, um dieErhaltungzu unterstützen. Doch weder Besitzer noch der Staat geben einenEuro,wenn die Nutzung unklar ist. Wer sollte denn auch einziehen? Viele Vereine haben mehr Platz als sie brauchen. Banken, Anwälte und Ärzte sind längst sesshaft, neue Geschäfte lohnen sich nicht und Studenten wohnen so viele in der Innenstadt, dass bereits Wohnheime abgerissen werden sollen. Außer topsanierten Wohnungen lässt sich kaum etwas an Mieter bringen. Das ist seit zwei Jahrzehnten so. Davor vergingen vier Jahrzehnte purer Verfall. Also gibt es keine Alternative zum Abrissbagger. Was passiert, wenn er nicht anrollt, hat Zittau 2009 in der Böhmischen und Brunnenstraße erlebt – zum Glück ohne Verletzte.
      http://www.sz-online.de/Nachrichten/Zittau/Ende_der_Innenstadt_ist_eingelaeutet/articleid-2366644\r
      www.sz-online.de/Nachrichten/Zit ... id-2366644



      Sterbende Städte fühlen sich nicht gut an... aber solange es politisch gewollt ist...
    • Ach Leute, das kann doch alles nicht sein....
      Politisch gewollt ist es allemal! Und wir müssen uns hinterher auch noch sagen lassen, wir hätten diese Idioten gewählt. Obwohl ich politisch unkorrekt gewählt habe.

      Was ist denn 2009 in der Böhmischen und Brunnenstraße passiert? Gebäude eingestürzt, nehme ich an? Muss man zwingend daraus ableiten, dass jetzt verstärkt abgerissen werden muss? Es wären auch andere Interpretationen möglich.
    • Interessante Meldungen:


      An der Zittauer Brunnenstraße gehen die Abbrucharbeiten täglich voran: Im Auftrag der Wohnbaugesellschaft werden das Haus Nr. 4 und restliche Teile der Nr. 1 und 3 abgerissen.
      [..]
      Wenn die Gebäude weggerissen sind, will die Woba auf der Brunnenstraße 1 und 3 ein Haus mit 45 altersgerechten Wohnungen bauen. Auf dem Grundstück Brunnenstraße 4 entsteht der dazugehörige Parkplatz. Das Projekt kostet insgesamt 2,7 Millionen Euro.
      Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2408891\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2408891


      Zweite Meldung:


      Noch bevor der Bau des Hauses in der Lücke an der Brunnenstraße begonnen hat, ist das Interesse groß: Genau 20 Mietanfragen sind bereits bei der Wohnbaugesellschaft eingegangen, sagte Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke gestern auf SZ-Anfrage.
      Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/abo/main.asp?sid=36D77064-C87D-41CE-8E9E-18055F50461F&kid=56185\r
      www.sz-online.de/nachrichten/abo ... &kid=56185


      Interessant. Erst lässt man die Brunnenstraße 20 Jahre verfallen, reißt dann mehrere, teils barocke, Häuser weg so das die ehemals beinahe komplett erhaltene Straße mittlerweile aussieht wie ein verfaultes Gebiss, und nun verbaut die Woba mal eben knapp 3 Mio €uro am selben Standort. Als hätten sie nur drauf gewartet das die Häuser in sich zusammenfallen. Die Rettung war scheinbar nie angedacht, und auch eine Sicherung der Fassaden ist nicht geplant.
      Die Woba gehört zu 6% der Stadt und zu 94% der Städtischen Beteiligungs-GmbH, die ihrerseits der Stadt gehört. IMHO ein Skandal!


      Straßenbauamt prüft Abriss von Mandaubrücke

      Die von SZ-Lesern um Ostern beobachteten Arbeiten an der Mandaubrücke Äußere Oybiner Straße dienen der Untersuchung des Bauwerks. „Wir befinden uns in der Phase der Vorplanung und das, was dort draußen passiert, sind Baugrunduntersuchungen, Brückenzustandserfassungen, und Ergänzungsvermessungen“, teilte Roland Schultze, Leiter des Straßenbauamtes Bautzen (SBA), auf SZ-Anfrage mit. „Wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind und eine Anhörung bei der Denkmalschutzbehörde vorliegt, wird es eine Entscheidung bei uns geben, ob das Bauwerk saniert, teilinstandgesetzt oder generell ein Brückenersatzneubau durchgeführt werden soll.“ Eine Terminkette gibt es noch nicht, weil weitere Planungen und die Finanzierung noch offen sind.
      Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Zittau/Strassenbauamt_prueft_Abriss_von_Mandaubruecke/articleid-2438774\r
      www.sz-online.de/Nachrichten/Zit ... id-2438774


      Dabei handelt es sich um eine Brücke der Gründerzeit.


      Wenigstens eine gute Nachricht:


      Neues „Stadtforum“ will gegen Abrisse kämpfen

      Vor allem mit der Stadtentwicklung will sich der neue Verein „Stadtforum Zittau“ beschäftigen, der am 23. April gegründet wird. „Er wird sich dem Denkmalschutz verschreiben“, sagte Thomas Göttsberger aus Ostritz, Initiator und Vorstandsmitglied des Stadtforums Görlitz, gestern der SZ. Der Verein will ein Bewusstsein für die schönen alten Gebäude schaffen, weitere Abrisse verhindern und bewirken, dass die „letzten geschlossenen Ecken erhalten werden.“ Zuerst will das Stadtforum mit den Entscheidern aus dem Rathaus, von der Stadtentwicklung, den Großvermietern und des Stadtrates sprechen. Danach soll eine Arbeitsstrategie festgelegt werden. In anderen Städte sorgen Stadtforen mit öffentlichen Aktionen für Aufmerksamkeit.
      Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Zittau/Neues_Stadtforum_will_gegen_Abrisse_kaempfen/articleid-2435908\r
      www.sz-online.de/Nachrichten/Zit ... id-2435908
    • @Karasek

      Schade wegen der Häuser in der Brunnenstraße, welche bis dato eigentlich nur im bereich des Stadtbades eine erwähnenswerte Aufwertung erfuhr – von den parr Einezölobjekten neben den Zahnlücken einmal abgesehen. Hoffentlich wird anstatt der drei historischen Häusern auch adäquat gebaut – sprich kein architektonisches Abenteuer.

      An die Gründerzeitbrücke kann ich mich noch gut erinnern, da sie eine Ausbuchtung in der Mitte hat und dort alle Kinder stehen bleiben (ich auch hihi) und hinab zur Mandau blicken können… Wenn tatsächlich ein Totalabriss kommen sollte, dann bitte wieder mit dem alten Geländer schmücke. Sicher nur ein frommer Wunsch, aber es kommt eben heutzutage baulich nichts Besseres mehr nach!

      Gibt es eigentlich Neuigkeiten zur Mandaukaserne? Es gibt zumindest einen Verein, der sich um die Erhaltung (Rettung) kümmert, aber offiziell habe ich schon lang nichts mehr darüber gelesen. Oder gibt es ansonsten eine erwähnenswerte Sanierung derzeit in Zittau und Umgebung?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Zur Mandaukaserne gibts paar Neuigkeiten. Der Verein ist von 10 auf 45 Mitglieder gewachsen. Er will dieses Jahr ein Militärlager veranstalten um die Kaserne ins Bewußtsein zu rücken und Geld zu sammeln (warum Napoleon bei diesem Militärlager auftauchen soll erschließt sich mir nicht auf Anhieb, aber wahrscheinlich gibts mehr Vereine die sich mit den Napoleonischen Kriegen als mit der sächsischen Militärgeschichte der Kaiserzeit beschäftigen). Dann soll die Kaserne für 30.000€ notgesichert werden. Die Kaserne selbst hat jetzt ein Verein für Gehörlose gekauft, der dort ein Pilotprojekt durchführen will. Mehr ist aber nicht bekannt. Die Sanierung würde 20 Mio kosten.
      Sanierungen gibt es ein paar, aber nichts prominentes. Eine Villa in der Weinau ist dabei, und ein prägnantes Gründerzeithaus auf der Dresdner Straße wird auch gerade gemacht.
    • Vielen Dank für die Info!

      Sehr interessant! Ich hatte schon Angst, dass sich der Verein wieder aufgelöst hat, aber 45 Mitglieder sind für Zittau schon recht gut! Wenn das mit dem Militärlager gut läuft, dann wird so ein Spektakel sicher öfter stattfinden. Außerdem stehen die benachbarten Tschechen voll auf solche Veranstaltungen!

      Erfreulich, dass die Kaserne außerdem einen Abnehmer gefunden hat, womit die Gefahr des Abrissen nunmehr einmal gebannt sein dürfte.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
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    • @Karasek
      Traurige Nachrichten. Kannst du Näheres zu den abgerissenen Häusern in der Brunnenstraße sagen bzw. hast du sogar Bilder von ihnen? Waren die betroffenen Barockhäuser wenigstens eher schlicht oder ursprünglich durchaus Bürgerbauten mit höherem Anspruch?
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Re: Zittau


      Ist die Mandaukaserne gerettet?

      Die neue Eigentümerin der Zittauer Mandaukaserne, die Pajona-Stiftung mit Sitz in Frankfurt/Oder, will sie zu einer „Europäischen Akademie für Gehörlose und Hörgeschädigte“ mit bis zu 600 Schülern aus verschiedenen Ländern ausbauen.
      [...]
      In der Akademie soll es Raum für alle Einrichtungen geben, die Gehörlose und Hörgeschädigte für ihr Leben benötigen. Dazu gehören Reha-Einrichtungen, Räume für Treffen, eine Mensa und eine Massage-Praxis sowie Arbeitplätze für Ärzte.
      [...]
      Als eine weitere Einrichtung der Stiftung in Zittau wird durch die „Nardini“ gGmbH ab Oktober 2010 eine Kindertagesstätte für GehörloseundHörgeschädigte aus Deutschland, Polen und Tschechien betrieben. Die Kinder könnten im Lippenlesen und der Gebärdensprache unterrichtet werden sowie via Internet und Übersetzung am normalen Grundschulunterricht teilnehmen.
      [...]
      Das Gesamtprojekt kostet rund 25 Millionen Euro. Die Summe soll unter anderem aus Erträgen des mehrere Millionen Euro umfassenden Stiftungskapitals, Fördermitteln und durch Geld von Unterstützern bestritten werden. Das grenzüberschreitende Projekt wird von der EU, der EIB unterstützt. Weitere Helfer sind gern gesehen.
      Die Stiftung ist im August 2009 gegründet worden. In der Bekanntmachung schreibt das Brandenburger Innenministerium, dass sie Behinderten und Gehörlosen unabhängig von ihrer finanziellen Situation helfen will. Die Stiftung ist privat von einer Frau gegründet worden. Alle Mittel stammen aus ihrem Vermögen und von Zustiftern aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und der Schweiz. Sie sind selbst oder durch Angehörige betroffen und Christen.

      Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2452125\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2452125


      Na hoffentlich wird das was.
    • Re: Zittau

      @Karasek

      Vielen Dank für diese Meldung! Solche Privatinitiativen finde ich großartig und es ist auch immer wieder toll zu sehen, dass gerade Privatleute (als Initial) dort einspringen, wo der Staat weniger hinsieht.

      Dieses Projekt ist doppelt gut: 1. Weil damit gesundheitlich benachteiliget Menschen wunderbar unterstützt werden und 2. weil damit diese herrliche Kaserne gerettet wäre. Wenn dadurch auch noch die Einwohnerzahl Zittaus steigt, umso besser!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Zittau

      @exilwiener:
      Wenn dadurch auch noch die Einwohnerzahl Zittaus steigt, umso besser!


      Pfff... sinkende Bevölkerungszahlen ... das zu problematisieren ist schlimmer als das Schwelgen in Luxusproblemen. Wir Wiener sollten doch darüber neidisch sein, oder?
      Die Zittauer sollten froh sein, dass gewisse Entwicklungen an ihnen vorüberlaufen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Zittau

      "ursus carpaticus" schrieb:

      Die Zittauer sollten froh sein, dass gewisse Entwicklungen an ihnen vorüberlaufen.


      Mag sein! Allerdings hängen an diesen Bevölkerungszahlen (welch abstrakter Wert für die Ermittlung von Lebensqualität!) die Mittelzuweisungen an die Gemeinde, die damit zumindest kurzfristig sehr wichtig sind und langfristig von enormer Bedeutung werden können. Somit nützt es nichts über Luxusprobleme zu lamentieren, wenn Schulen verrotten und Schwimmbäder geschlossen werden, also die eh schon geringe Infrastruktur (sehr klug die Situation mit Wien gleichsetzen zu wollen!) zusätzlich schrumpft, bzw. weiter entwertet wird.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Re: Zittau

      @BB
      Die Gleichsetzung war schon mit Bedacht gewählt.
      Was haben wir von unserem 'Bevölkerungswachstum', außer dass wir es in nicht allzu langer Zeit nicht mehr in unserer Stadt aushalten werden und in von 'Bevölkerungswachstum' verschonte Städte wie Zittau auswandern werden müssen?
      Verrottete Schulen und Schwimmbäder sind da das vglw geringere Problem!
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Zittau

      "ursus carpaticus" schrieb:


      Was haben wir von unserem 'Bevölkerungswachstum', außer dass wir es in nicht allzu langer Zeit nicht mehr in unserer Stadt aushalten werden und in von 'Bevölkerungswachstum' verschonte Städte wie Zittau auswandern werden müssen?


      Von Bevölkerungswachstum hast Du genau so wenig wie von Schrumpfung. Das Gefühl in einer übervölkerten Stadt zu leben ist aber besser als das in einer sterbenden Stadt zu leben. Glaub mir, ich kenne beides.



      Egal, gute Nachrichten vom Markt:


      Noack’sches Haus wird ab 2012 saniert

      Für die Zukunft des verfallenden Noack‘schen Hauses am Markt sieht es wieder besser aus: Der bereits durch andere Sanierungen bekannte Berliner Investor Peter Blaesche, der Zittauer Planer Volker Kretschmer und eine weitere Partnerin haben das Haus erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
      [..]
      Noch in diesem Jahr soll die Sicherung beginnen. Laut Kretschmer sollen unter anderem das Dach abgedichtet, der Innenhof entrümpelt, die Tauben und ihre Hinterlassenschaften beseitigt sowie der Fassadenanblick aufgewertet werden. 2012 könnte die Sanierung starten. Blaesche lässt sich die Zeit, weil er nicht noch eine Baustelle aufmachen will: Zurzeit lässt er die Häuser Markt 17 und 19 sanieren.
      [..]
      Das Noack‘sche Haus gilt als das bedeutendste frühbarocke Gebäude Sachsens mit Inneneinbauten. Blaesche hat in Zittau bereits die Häuser Töpferberg 12, Innere Weberstraße2, Markt 5 und Markt 21 saniert.

      Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2479086\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2479086
    • Re: Zittau

      @Karasek

      Das sind ja wirklich gute Neuigkeiten! Wenn dann einmal auch der Straßenbelag in Angriff genommen wird, dann wird auch der restliche Platz dadurch weiter aufgewertet werden – wie das in der Neustadt auch der Fall war und ein paar Häusersanierungen nach sich zog.

      Darf man fragen, wie es mit der Sanierung/Nutzung von Schloß Hainewalde aussieht und auch von Niederstrahwalde (steht wahrscheinlich noch immer leer)?

      Liebe Grüße in die schöne Olau!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Zittau

      "Karasek" schrieb:







      Übrigens - wenn ich mich jetzt nicht völlig irre - die Häuser auf diesem Bild stehen noch. Ich war ja vor kurzem in Zittau und habe ja in der Galerie Bilder von oben eingestellt. Das relativiert den Abriss doch zumindest ein wenig. Abgerissen wurden also scheinbar "nur" die drei schlichteren Häuser, die auf den beiden anderen Bildern zu sehen sind.