Rekonstruktion des "Langen Franz" und des Rathausdaches

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    • Rekonstruktion des "Langen Franz" und des Rathausdaches

      Verweis zum letzten Beitrag im alten Forum: naanoo.com/freeboard/board/sho…3224&forumid=16288&page=2
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Offenbar weiß das niemand genau, wie? Stand darüber nichts in der FAZ?

      Antiquitus schrieb im alten Forum:
      > das dach bleibt leider. der dritte rekonstruierte trum befindet sich
      > woanders.

      Na, das ist aber zumindest mal ein Fall, wo ich ausnahmsweise optimistisch bin: Wenn wirklich die drei Türme rekonstruiert werden und man dann feststellt, wie sehr diese Ecke der Stadt dadurch aufgewertet wird - irgendwann in den nächsten Jahren folgt dann auch das Dach des Nordbaus. Das bietet sich ja geradezu an. Außerdem ist die Rekonstruktion eines Daches nun ja nicht so ein Mammutprojekt wie der Wiederaufbau einer ganzen Häuserzeile, eines Schlosses oder einer Kirche. Daher bin ich eigentlich recht zuversichtlich.
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    • Nein, in der FAZ stand dazu lange nichts mehr - und wenn sowas irgendwo steht, dann dort.

      Das letzte, wa sich vor über einem halben Jahr mal gelesen hatte, war, daß ein Kommunalpolitiker (welcher weiß ich nicht mehr) versuchen will, Geld für eine Reko des Daches vom Langen Franz aufzutreiben. Eine Spendenaktion dafür hatte es schon vor Jahren gegeben, aber ohne Erfolg. In Dresden hätte man das Geld für die Turmspitze wahrscheinlich ruckzuck zusammen, aber in Ffm fehlen eben leider die richtigen Frankfurter, die auch noch das Geld haben.

      Was den Rathaus-Nordbau angeht: Es war schon beschlossene Sache, dem verhunzten Gebäude ein neues Dach aufzusetzen. Die Wettbewerbsentwürfe reichten von grauenhaften schiefen Glaskästen bis zu einer fast originalen Rekonstruktion. Aber wegen Geldmangels ist das Projekt auf unbestimmte Funktion verschoben worden.

      Leider - vor Jahrzehnten hat sich niemand um die Stadtgeschichte geschert, und jetzt, wo ein Umdenken eingesetzt hat, ist für nichts mehr Geld da. Siehe die Alte Stadtbibliothek, die ja ohne das Geld der Hertie-Stiftung auch nur ein schöner Traum geblieben wäre.
    • Der Thread wurde ja ursprünglich von Wolfgang eröffnet mit den Worten:

      "Vor kurzem gab es einen interessanten Bericht in der FAZ über die kommende Rekonstruktion des langen Franz und 2 weiterer kleinerer Türmchen am Rathaus."

      Das klang eigentlich so, als wäre die Rekonstruktion bereits beschlossene Sache. Ist dem nicht so?
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    • Der Lange Franz ist übrigens nicht nur irgendein x-beliebiger wilhelminischer Rathaus-Eckturm; nein, durch sein Äußeres wird auch ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte "transportiert":

      Denn der Lange Franz stellt eine (verlängerte) Kopie des alten Sachsenhäuser Brückenturms dar: Dieser Sachsenhäuser Turm wurde 1345-1380 gebaut und 1765 abgerissen. Auf dem Stadtplan von Matthäus Merian von 1628 ist dieser Turm deutlich erkennbar, und seine Ähnlichkeit mit dem heutigen Langen Franz (bzw. mehr noch, wenn der Franz sein altes Dach hätte) fällt sofort ins Auge. Natürlich hat der Lange Franz, anders als sein Vorbild, keine Tordurchfahrt...

      Man hat also damals beim Bau des Rathauses den Alten Franz ganz bewusst einem bestimmten, nicht mehr existierenden, mittelalterlichen Frankfurter Brückenturm nachempfunden. Für mich ist dies ein Grund mehr, warum dieser Turm *unbedingt* sein altes Dach zurückerhalten sollte.
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    • So, jetzt habe ich die "Freunde Frankfurts" mal wegen des Langen Franz angerufen...

      Habe die Information erhalten, dass sich zur Zeit in dieser Sache GAR NICHTS tut. :(

      Also war wohl alles Bisherige zu dem Thema lediglich Anstöße. Keine konkreten Fortschritte, keine Gelder in Sicht, kein unmittelbar bevorstehendes Rekonstruktionsprojekt.

      Hmm, dabei sind 2 oder meinetwegen auch 2,5 Millionen nicht viel. Versteht mich nicht falsch, für mich und euch ist es natürlich schon viel, aber für ein Rekonstruktionsprojekt eher weniger.

      Tja, offenbar bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen...
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    • Hallo Jürgen,

      im Prinzip hast du schon Recht. Und der "Lange Franz" wäre ein Projekt gewesen, wo ich durchaus bereit gewesen wäre, mal ein bisschen über meine Verhältnisse hinaus zu spenden. Aber es sieht so aus, als sei das Ganze momentan völlig auf Eis gelegt. Da erhebt sich schon die Frage, was ICH jetzt noch tun könnte. Wenn jetzt selbst der Verein, dessen "Kind" der Lange Franz war, nicht mehr davon ausgeht, dass es in absehbarer Zeit zu einer Rekonstruktion kommt...
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    • @ H. F.:

      Hoffen wir's. Wenn es im Hinblick auf den Langen Franz im Moment wirklich nichts gibt, was man tun kann, dann sollten wir bezüglich Frankfurt wieder unser Augenmerk auf die "Große Stadtreparatur" des Areals zwischen Römerberg und Dom wenden.

      Übrigens: Wenn jetzt auch noch der Wiederaufbau des Thurn und Taxis-Palais scheitert, dann wandelt sich Frankfurt allmählich von der großen Rekonstruktions-Hoffnung zur Stadt der platzenden Seifenblasen... :(
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    • Na ja, die Sache mit dem Langen Franz ist ja bisher zu keiner Zeit wirklich konkret geworden. Leider. Und dass die Stadtreparatur eine wird, am besten eine wirklich große, das sollte tatsächlich das nächste große Ziel sein. Das T&T-Palais kommt, unabhängig davon, ob die lustige sozialdemokratische Zeitung nun ihr Grundstück an den Bauherrn verkauft oder nicht.
    • Dein Wort in Gottes Ohr, Henk Frost! Es wäre doppelt schlimm, wenn es mit dem T&T nicht klappen würde, da die noch stehenden Teile abgebaut worden sind. Was würde dann aus denen? Im Hessenpark aufstellen???

      Zum Langen Franz:

      Das sind ja nun wirklich frustrierende Neuigkeiten! Wie ich schon immer sagte: Es fehlt einfach der reiche Frankfurter, dem das am Herzen liegt und der das Geld hat. 'Ne Bank wäre ja auch denkbar. Die Bethmann-Bank zum Beispiel, die sitzt ja nur ein paar Meter weiter! Die Dresdner sitzt zwar in Ffm, engagiert sich aber wohl nur in DD - was wegen ihres Namens und ihrer Herkunft ja im Prinzip auch okay ist. Haben die Freunde Frankfurts es schon mal bei den Banken versucht? Wenn man die Kosten auf 10 Frankfurter Banken verteilen würde, wäre es für jede wahrscheinlich gar nicht mehr so viel (keine Ahnung, ob's 2 Mio kostet, war von mir nur geraten, ich habe mal eine Zahl gelesen, bin abe rnicht sicher, ob es soviel war oder weniger oder gar noch mehr).
    • @ Schlossgespenst:

      Ja, in der Tat, frustrierende Neuigkeiten. Zumal die Beiträge in der Diskussion im alten Forum den Eindruck erweckten, als wäre das Projekt schon durchaus sehr konkret geworden ("die kommende Rekonstruktion [...]").

      Aber man darf sich von solchen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Wenn das T&T-Palais rekonstruiert wird, und wenn die große Stadtreparatur auch noch Rekonstruktionen beinhalten sollte, dann wäre das schon viel und würde darüber hinaus auch Impulse für weitere Vorhaben geben. Irgendwann wäre dann auch bestimmt der Lange Franz an der Reihe.

      Ich meine übrigens von Kosten von 2,5 Millionen Euro gelesen zu haben. Falls die Zahl stimmen sollte: Sie bezog sich auf alle DREI Rathaustürme. Eine Rekonstruktion des Daches des Langen Franz alleine würde dementsprechend erheblich weniger kosten.
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    • Ganz tot ist das Projekt aber offenbar sowieso noch nicht. Im DAF wird ein FAZ-Artikel zitiert, den ich nun hier zitiere ( :lachen: ) wobei ich mich dabei nur auf das Wesentliche beschränke:

      "Baudezernent Franz Zimmermann (FDP) will den Rathaustürmen wieder ihre historische Gestalt zurückgeben. Der "Lange Franz" an der Ecke von Bethmannstraße und Buchgasse soll wieder sein ursprüngliches Spitzdach bekommen, der "Kleine Cohn" an der Ecke von Buch- und Limpurgergasse sowie der namenlose Treppenturm am Paulsplatz sollen wieder ihre glockenähnlichen Hauben erhalten [...] Der Stadtrat rechnet "grob geschätzt" mit Kosten von 2,5 Millionen Euro für das Projekt [...] Der 60 Jahre alte Zimmermann will das Vorhaben in der zweiten Hälfte seiner 2007 endenden Amtszeit beginnen 'und später dann ehrenamtlich vollenden' [...] Wenn die Stadt jetzt die Braubachstraße umgestalte, um sie in der Verlängerung bis zur Münzgasse zur 'Kulturmeile' aufzuwerten, 'dann gehört das einfach dazu'. "

      Also bis 2007 warten!
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    • Ach der war das also, der noch mal einen Versuch starten wollte. Naja, vielleicht wird's ja noch was. Wie gesagt, hoffentlich geht er bei den Banken hausieren. Überhaupt - in Ffm sitzen auch noch genug andere große Unternehmen, da müßte sich doch für so ein vergleichsweise kleines Projekt Geld auftreiben lassen!

      Die (hoffentlich) Rekonstruktion des Mansardendachs des Rathaus-Nordbaus wäre meiner Meinung nach noch wichtiger, denn dieser Teil des Rathauses ist durch die Aufstockung aus den 50ern wirklich elend verhunzt. Aber das ist natürlich noch viel teurer, also sollte man ruhig erstmal Langen Franz & Co versorgen.
    • @ Schlossgespenst:

      Du hast völlig Recht. Die Stadt selbst hat zwar leere Kassen, aber das Projekt an sich ist relativ bescheiden, und viele in Frankfurt ansässige Unternehmen sind nicht gerade arm. Eigentlich eine Schande, dass unter solchen Umständen nichts geschieht.

      Also, setzen wir unsere Hoffnungen auf den Herrn Zimmermann! Ich werde die Sache auf alle Fälle in den nächsten paar Jahren (denn so lange wird es leider wohl mindestens noch dauern) weiterhin verfolgen.

      Im Hinblick auf das Dach des Nordbaus hast du natürlich auch völlig Recht! Sobald die Türme rekonstruiert sind, sollte man sich darum kümmern.
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    • Auch hier gibt's was Neues: Zimmermann nimmt erneut Anlauf, um die Dächer der Rathaustürme zu rekonstruieren:

      http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2559996\r
      www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2559996

      Den Aufwand schätzt Zimmermann vorsichtig auf 3,5 Mio. Euro


      Hm, damals wurde es noch auf 2 bis 2,5 Mille geschätzt...
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