Görlitz

    • Zeno schrieb:

      Ich vermute, der Fachwerkliebhaber wollte mit diesen Worten:

      Fachwerkliebhaber schrieb:

      Die abgebrochene Wand kann man nur durch Fremdeinwirkung zerstören...
      sagen:
      "Die Beschädigung der Wand kann nur durch Fremdeinwirkung erfolgt sein."
      Ich hatte es jetzt als "So instabil konnte das Gebäude gar nicht gewesen sein, es muss schon ein Bagger kommen um es niederzureißen" verstanden.

      Schade um das Gebäude und den Straßenzug. Ich hoffe ja, dass der irgendwann einmal kommende Neubau sich am Vorgänger orientiert - so teuer kann es ja dann nicht werden :)
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Fachwerkliebhaber, wir rätseln hier, was Du gemeint haben könntest. Sag es uns doch! Was meinst du mit "die abgebrochene Wand"? Nachdem ein Haus aus mehreren Wänden besteht und da nach dem Abbruch jetzt alle Wände weg sind, ist das nicht verständlich. Deine ganze Aussgae besitzt, so wie sie dasteht, keinen Sinn, denn eine (bereits) abgebrochene Wand (Partizip Perfekt, also bereits erledigt!) kann man nicht (mehr) zerstören. Darum habe ich ja geschrieben, was ich gedacht habe, dass Du gemeint haben könntest.
    • Zeno ich habe es so geschrieben, wie ich es gemeint habe. Von außen betrachtet, mag es nur ein Stück der Wand sein, aber auf den Bildern sieht man, dass da ein ganzes Zimmer jetzt ohne Außenwand dasteht! Und das kann meiner Meinung nach nur durch Fremdeinwirkung, dh durch gezielte, absichtliche Zerstörung entstanden sein.
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
    • Von außen hätte die Presse oder zumindest die Bevölkerung eine absichtliche Beschädigung mitbekommen müssen.

      Als das Stück Mauer am 25. Februar abstürzte, lagen viele Ziegel- und Mauerteile auf der Straße verteilt. Einige Autos wurden beschädigt. Die Zeitung berichtete an diesem Tag:
      "Als Ursache sind Feuchtigkeitsschäden in dem leerstehenden Haus zu vermuten. Die Schadstelle im dritten Stock des Hauses liegt direkt unter dem ausgebauten Dachgeschoss."

      goerlitzer-anzeiger.de/goerlit…tuerzt-teilweise-ein.html
    • Fachwerkliebhaber schrieb:

      Zeno ich habe es so geschrieben, wie ich es gemeint habe. Von außen betrachtet, mag es nur ein Stück der Wand sein, aber auf den Bildern sieht man, dass da ein ganzes Zimmer jetzt ohne Außenwand dasteht! Und das kann meiner Meinung nach nur durch Fremdeinwirkung, dh durch gezielte, absichtliche Zerstörung entstanden sein.
      Ich hab schon einige zusammengefallene Häuser gesehen. Menschliche Nachhilfe braucht es dafür definitiv nicht. Dass das Gebäude in dem Zustand eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellte, dürfte klar sein.
    • Wer sollte auch ein Motiv haben, ein Stück der Außenfassade eines Hauses auf die Straße stürzen zu lassen?

      Ansonsten kann man denke ich ganz gut erkennen, dass der Abbruch der Fassade mit dem Deckendurchbruch in Verbindung steht. Wahrscheinlich hat die eingesackte Decke die Fassade einfach nach außen gedrückt und dadurch den Teileinsturz verursacht.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Es ist wirklich bitter, dass es in GR wirtschaftlich derzeit noch immer anscheindend so trist aussieht wie eh und je (abgesehen vielleicht vom Tourismus). Wenn man wenigstens die Plattenbauten sukzessive abreissen könnte, um so die herrliche Innenstadt wieder zu beleben, dann wäre das nicht das schlechteste.

      Ist der (wiederaufgebaute) Platz auf der polnischen Seite hinter der Altstadtbrücke endlich fertig?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Exilwiener schrieb:

      [...] Ist der (wiederaufgebaute) Platz auf der polnischen Seite hinter der Altstadtbrücke endlich fertig?
      Also baulich ist der Postplatz in Zgorzelec schon lange fertig. Aber ob nun, abgesehen vom Zigarettenladen, schon Leben drin ist, glaube ich nicht.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Landeskronstraße 34

      Die Sächsische Zeitung vom 25.03.2017 schreibt unter der Überschrift:

      "Wie sich die Landeskronstraße binnen zehn Tagen verändert hat"
      "Das Unglückshaus in Görlitz ist fast vollständig weg. Wenn auch der Bauschutt beräumt ist, gehen die Arbeiten an den Giebeln der Nachbarhäuser weiter."

      Interessante Fotos, auch vom Originalbau, sind dort zu finden.

      Der wichtigste Satz für mich: "Neue Erkenntnisse zu den Einsturzursachen liegen derweil laut Stibenz noch immer nicht vor." :kopfschuetteln:
      ____________________
      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Was gibt es Schöneres als über Sanierungsprojekte aus Görlitz zu berichten? Die Berliner Firma Thamm & Partner, die sich bereits durch mehrere mustergültige Altbau-Renovierungen in der Stadt verdient gemacht haben, sanieren nun die verfallenen Immobilien in der Breite Straße Nr. 20 (errichtet um 1717) sowie Nr. 21 (errichtet um 1862). Doch dies ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange für die Berliner Investoren:

      Seine Firma baut in vielen Städten, vor allem in Berlin, Potsdam und Leipzig. Auch in Görlitz hat sie sich längst einen guten Ruf erarbeitet. Zwischen 2009 und 2014 hatte sie in Görlitz einige Häuser in einem sehr guten Standard saniert, beispielsweise in der Hugo-Keller-, Löbauer- und Jauernicker Straße sowie am Otto-Buchwitz-Platz. Auch die wieder hergestellte orientalische Fassade in der Konsulstraße 6 ist Thamm & Partner zu verdanken. „All diese Häuser sind noch immer in unserem Bestand und bis heute zu nahezu 100 Prozent vermietet“, bestätigt Althammer.

      Da die interne Umstrukturierung bei Thamm & Partner inzwischen abgeschlossen ist, will die Firma jetzt nach und nach – ohne Zeitdruck – weitere Sanierungen in Görlitz angehen. Das nächste Projekt ist die Dresdener Straße 18 und 18a. Danach geht es sukzessive weiter. Insgesamt gehören Thamm & Partner in Görlitz 31 Häuser, darunter zum Großteil unsanierte Objekte. Viele Pläne sind aber noch Zukunftsmusik.

      Berliner Investoren legen wieder los



      Ansicht Breite Straße 20

      Bildquelle: Wikimedia Commons, Urheber "ubahnverleih", CC BY-SA 3.0




      Ansicht Breite Straße 21

      Bildquelle: Wikimedia Commons, Urheber "ubahnverleih", CC BY-SA 3.0
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Bereits dem Ende neigt sich hingegen die Sanierung des Hauses Neißstraße 28 zu (erbaut um 1549).

      Und so begann er im vorigen Sommer mit der Sanierung des alten Hauses. „Mein Keller stammt aus dem 14., das Haus eventuell aus dem 15. Jahrhundert“, sagt Michel. Die bemalten Holzbalkendecken könnten Spätrenaissance oder Frühbarock sein, also um das Jahr 1600 entstanden. Um zwei Etagen aufgestockt wurde das Haus vor etwa 170 Jahren. Jetzt läuft die erste Sanierung seit Langem. Mittlerweile ist die Frontfassade abgerüstet, bei der Hoffassade dauert es auch nicht mehr lange – und der Innenausbau läuft. Im Parterre, da wo einst Zigaretten hergestellt und verkauft wurden, entsteht ein Restaurant.

      So oder so – mit der Sanierung blüht eines der letzten unsanierten Häuser der Neißstraße nach langem Leerstand wieder auf. So richtig unsaniert ist dann eigentlich nur noch der Braune Hirsch, direkt gegenüber. Aber der hat seine offizielle Postanschrift ja am Untermarkt 26.

      Neues Schmuckstück für die Görlitzer Altstadt



      Bildquelle: Wikimedia Commons, Urheber "Ubahnverleih", CC BY-SA 3.0
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.