Regensburg (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

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    • 6. Entlang der Keplerstraße

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      Runtinger-Haus: Frühgotisches Treppengiebelhaus mit zinnenbekröntem Anbau und Gewölben im Erdgeschoss; im Kern romanischer Turmbau um 1200, um 1400 erweitert und neu ausgestattet; benannt nach der Kaufmannnsfamilie Runtinger, die es 1367 kauften















      Links das Keplerhaus: In ihm wohnte Johannes Kepler mit seiner Familie in den Jahren 1626 bis 1628. Beim Bau handelt es sich um ein frühgotisches Eckhaus mit Holzüberschuss. Es ist ein zweigeteilter Komplex, vorne der Holzanbau, hinten der Hauptbau mit Turm. Ein einheitlicher Keller deutet auf die gleichzeitige Entstehung der beiden Hausteile hin. Der Holzanbau und dessen Pultdach wurden dendrochronologisch auf um 1250 datiert ist. Damit zählt das Gebäude zu den ältesten erhaltenen in Holzkonstruktion errichteten Häusern in Deutschland. Die Fassadenbemalung rekonstruiert die Fassung des 13. Jahrhunderts. Im Inneren haben sich Bohlenbalkendecken erhalten.



























      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • 8. Bischofshof, Domplatz und Umgebung

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      Man beachte das gotische Gewölbe, das durch das offene Fenster sichtbar wird. Das ist in Regensburg keine Seltenheit. In Regensburg drinkt man auch seinen Kaffee unter gotischen Gewölben. Zahlreiche Häuser besitzen auch noch gotische Kapellen.

      Die Busfahrt in der engen Altstadt ist für Passanten sicherlich lästig. Überhaupt ist besonders der Altstadtbereich an der Donau (Keplerstraße etc.) sehr befahren.

      Blick zur Porta Praetoria (um 179 n. Chr., in der Regierungszeit Kaiser Marc Aurels errichtet), einer Toranlage des römischen Heerlagers Castra Regina ("Lager am Regen"), der neben der Porta Nigra in Trier einzigen erhaltenen nördlich der Alpen...

      ... und zum Bischofshof, der Residenz des Bischofs (im Wesentlichen aus dem 15. und 16. Jh.)













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      Arthur Schopenhauer
    • Sehr beeindruckend. Es muss ein schönes, behaglisches Gefühl sein, durch die schönen und engen Gassen zu spazieren.

      Was mir aber auffällt, die Fassaden der Stadt sind zum großen Teil so schlicht und glatt. Einige der Häuser könnte man auf den ersten Blick fast für Neubauten halten. In Regensburg stand man wohl nie auf viel Zierrat an den Häusern, oder?
    • Ich könnte mir vorstellen, dass zahlreiche Häuser in früheren Jahrhunderten eine Bemalung aufwiesen, die heute längst verschwunden ist, viel Zierrat wird es Regensburg allerdings nie gegeben haben, da Bayern nie eine Handwerkstradition wie Franken oder Schwaben entwickelt hat und es dort auch keine wirkliche bürgerliche Renaissance gab. Störend wirken oftmals die heute allzu deckenden Farben an den Fassaden. Anhand von alten Zeichnungen, die ich gesehen habe, kann ich auch sagen, dass Fensterläden in Regensburg wohl schon früher recht selten waren.
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      Arthur Schopenhauer
    • Wunderschöne Bilder, wie aus einer fernen Welt - nur ist dies glücklicherweise Realität. Erinnert mich etwas an Dinkelsbühl, das ist natürlich viel kleiner und von Spätgotik / Renaissance geprägt, aber auch dort zeigt sich ein derartig geschlossenes Stadtbild von makelloser Schönheit ohne Bausünden.

      Gleichzeitig schmerzen die Bilder, bedenkt man, wie viele solcher unwiederbringlichen, über mehr als ein Jahrtausend gewachsene deutsche Stadtbilder vor einem halben Jahrhundert durch weitestgehend sinnloses Bombardement sowie missratenenen Wiederaufbau für immer verlorengegangen sind. :(

      Wenn man da die heutige Architektur sieht, kann man eigentlich nur rückfolgern, dass dem Menschen in der Moderne sämtliche Hirnpartien für Ästhetik abgestorben sind bzw. unsere Vorfahren wesentlich mehr von Stadtplanung und natürlicher Schönheit verstanden als wir.
    • "Georg Friedrich" schrieb:

      @Exilwiener

      Regensburg nennt sich ja bisweilen auch die "nördlichste Stadt Italiens". Nun, wenn du mich fragst, warum die bayerischen Gasthäuser im Gegensatz zu den Pizzerias leer stehen, dann komme ich nicht umhin mich in deutscher Kulturkritik zu üben und festzuhalten, dass die Bevölkerung Regensburgs - insbesondere die unter 40-Jährigen - wie in jeder anderen Großstadt Bayerns keine vornehmlich bayerische mehr ist. Es ist sicherlich noch nicht so schlimm wie in München, wo ein echter Bayer aus dem Umland damit rechnen muss, von vielen Einwohnern nicht mehr verstanden zu werden, aber die Entwicklung in Regensburg weist in die gleiche Richtung, sicherlich auch noch verstärkt durch das erhebliche Bevölkerungswachstum nach dem 2. Weltkrieg und die Einrichtung der Universität. Im Verbund mit der generellen deutschen Eigentümlichkeit, das Fremde in hohen Tönen zu lobpreisen (ein Phänomen, das, wenn es um die italienische Kultur geht, nicht erst seit dem 2. Weltkrieg evident ist) und sein eigenes Licht dabei - nicht selten unter Verkennung der Realitäten - unter den Scheffel zu stellen, halte ich dies für hauptursächlich für die leerstehenden bayerischen Gasthäuser. Solche Locations sind einfach nicht in, nicht sexy und zu deutsch.


      Also wenn du die, nennen wir sie einmal "Zustände", in bayrischen Städten schon als negativ empfindest, will ich dich nicht in nördlicheren Städten erleben. Hier in Frankfurt am Main, das bekanntlich eine durchschnittliche Ausländerquote von über 33 %, in einigen Stadtteilen aber reel über 60 % hat, sehe ich das schon als Problem. Hanau oder Kassel sind durchaus vergleichbar, Offenbach wohl die katastrophale Spitze, und ich geniesse es auch deswegen immer, in Bayern unterwegs zu sein, wo man (noch) nicht wie hier in Frankfurt in manchen Straßen oder Stadtvierteln den Eindruck gewinnt, man wäre als Deutscher ein Auswärtiger. Das ist übrigens kein dümmliches rechtes Vorurteil, sondern traurige Realität. Ich persönlich störe mich nicht direkt am hohen Ausländernanteil, frage mich aber schon, wo das in ein paar Jahrzehnten hinführen wird, wenn ich heute schon hier in Höchst in der Königsteiner Straße stehe und um mich herum spricht keiner mehr Deutsch...

      Man sollte in dem Zusammenhang ohnehin weniger die Leute kritisieren als die Politiker, die 40 Jahre lang eine Zuwanderungspolitik gemacht haben, die die Realität mit der rosaroten Brille sah. Aber das ist jetzt schon arg offtopic... ;)

      EDIT Antiquitus: Ja, ist eindeutig off-topic und eindeutig _zu_ off-topic. Bitte die Diskussionen im Galeriebereich weitgehend auf solche die Galerie betreffende beschränken. Politik, insofern sie nicht _direkt_ mit Architektur, Reko etc. zu tun hat, bitte höchstens im Keller thematisieren - oder noch besser: in einem dafür gedachten (Politik-)Forum. Danke.
    • 9. Östliche Altstadt

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      Karmelitenkirche St. Joseph, 1652-1655


      Basilika Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle: romanisches Langhaus aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, gotischer Hochchor von 1441 bis 1452, ab 1747 barockisiert








      Minoritenkirche: Langhaus um 1250, Chor 1. Hl. 14. Jh.









      Ostentor: Teil der ehemaligen Stadtbefestigung (um 1300)













      Die spätromanische Fenstergruppe am Haus der Brauerei Brandl stammt aus der Zeit um 1230.







      Brixener Hof: Mehrere auswärtige Bischöfe besaßen in Regensburg eine kleine Residenz. Die einzige erhaltene ist diejenige des Bischofs von Brixen. Erstmals wurde sie am 16. November 1002 erwähnt, als Kaiser Heinrich II. Bischof Albuin von Brixen einen Hof in Regensburg als Absteigequartier schenkte. Die ältesten Gebäudeteile des heutigen Baus stammen aus dem 12. Jahrhundert.














      Weitgehend erhaltene Nordostecke der ehemaligen römischen Kastellmauer: Einige der mit dunkler Patina überzogenen Quader tragen noch mehr oder weniger tief eingeschlagene Löcher für die Greifzange des Hebewerks, mit dem sie vor 1800 Jahren versetzt wurden. Die Römermauer wird in der Antike wohl etwa 8 Meter hoch gewesen sein (das ganze Gelände lag vor 1800 Jahren 3 bis 4 Meter tiefer).

      Einstige Kapelle St. Georg und Afra aus dem 12. Jh.: Nach der Säkularistion 1803 wurde der Bau profaniert (Wirtshaus) und stark umgebaut.








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      Arthur Schopenhauer
    • Vielen Dank für die außergewöhnlich umfangreichen Bilder!!! :D

      Allgemein: Traumhaft gut erhaltene Stadt, mit großem Mittelalter-Anteil, engen Gassen, abwechlungsreichen, wenn zum Teil auch recht schlichten Fassaden. Aber auch gerade die tragen zum vollkommenen, "historischen" Stadtbild bei.

      Mir ist aufgefallen, dass die engen Gassen vorwiegend im Mittel- und Westteil der Altstadt vorherrschen, während der Ostteil vorwiegend durch breite Straßen und relativ junge Bauten geprägt ist, obwohl auch er ja mittelalterlicher Gründung ist.

      Was ein wenig stört, und meiner Meinung nach einen großen Anteil am Fassadenbild eines Hauses hat, ist die manchmal, wenn auch selten, nicht vorhandene Sprossung der Fenster.
      In anderen Flächendenkmälern (und Weltkulturerben), z. B. Quedlinburg, sind Hausbesitzer in der Pflicht, gesprosste Fenster an ihren Häusern anzubringen (soweit vorher keine vorhanden waren). Mich würde freuen, wenn Regensburg in der Hinsicht nachziehen würde.

      Aber alles in allem: Perfekter Erhaltungsgrad in einer (so scheint es)perfekten Stadt - zurecht Weltkulturerbe!
    • Nocheinmal, einfach traumhaft schön und von kunsthistorisch zahlenmässig wohl kaum benennbarem Wert. Allein der Anteil an romanischer Bausubstanz dürfte zusammengefasst das sprengen, was teilweise ganze Bundesländer davon noch vorzuweisen haben. Tausend Dank für die Bilder, mein erster Besuch dort wird leider noch etwas dauern.
    • @Alexander

      Ja, der Ostteil wirkt in der Tat lockerer in der Bebauung, obwohl er spätestens bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts völlig in die Stadtbefestigung einbezogen war (vgl. Ostentor) und man trifft dort häufiger auch mal auf gründerzeitliche Bebauung. Alte mittelalterliche Bausubstanz gibt dort wie gesehen schon (z. B. Fenstergruppe an der Bauerei Brandl, romanisch-gotische Figuren an einigen Häusern). Im Osten finden sich sogar noch romanische Keller aus dem 12. Jahrhundert. Woher die geräumigere Bebauung rührt, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
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      Arthur Schopenhauer
    • @RMA

      Regensburgs Bausubstanz ist schon irre. Besonders eine derart alte Bausubstanz im profanen Wohnbau dürfte zumindest außerhalb Italiens einmalig sein. Wo sieht man heute in den Städten schon noch Wohnhäuser aus der Zeit um 1200 rumstehen - und das in dieser Zahl!? Aber auch die Einzeldenkmäler sind bemerkenswert: Regensburg besitzt mit der Dominikanerkirche und der Minoritenkirche die größten Bettelordenskirchen zumindest Süddeutschlands (in letzterer ist übrigens der bekannteste Prediger des deutschen Mittelalters, Berthold von Regensburg, begraben), das Portal der Schottenkirche St. Jakob gilt als das großartigste der deutschen Romanik, der gotische Dom, der östlichste nach französischem Kathedralschema, ist zwar verglichen mit Köln, Straßburg, Ulm und Freiburg scheinbar wenig bekannt, aber sicherlich der bedeutendste Bayerns, die Steinerne Brücke aus der ersten Hälfte des 12. Jahrunderts ist die älteste erhaltene und voll funktionsfähige Steinbrücke Mitteleuropas und zusammen mit der Karlsbrücke in Prag, der sie als Vorbild diente, eine der bedeutendsten mittelalterlichen Brückenkonstruktionen überhaupt, in Regensburg befindet sich der größte Kreuzgang der deutschen Kunst (in St. Emmeram), das Rathaus, kunsthistorisch eines der wichtigsten Süddeutschlands, ist als Tagungsort des Immerwährenden Reichstags zwischen 1663 und 1806 ein Kristallationspunkt deutscher Geschichte... Zudem verfügt Regensburg in seinen Kirchen über sehr umfangreiche Wandmalereien aus der Romanik. Die Museen zur Geschichte der Stadt sind voll von beweglichen sakralen Kunstschätzen (Domschatz etc.). Hinzukommt die große historische Bedeutung der Stadt als erster bayerischer Hauptstadt, quasi Hauptstadt des Ostfränkischen Reiches, größter deutscher Stadt nach Köln bis ins 15. Jahrhundert, als Ort, an dem sich die Kreuzfahrerheere versammmelt haben bevor sie donauabwärts ins Heilige Land aufbrachen, wo Österreich 1156 vom Herzogtum Bayern gelöst wurde, wo zahllose Reichstage und Fürstenversammlungen ausgetragen wurden etc. etc. Wir müssen uns glücklich schätzen, dass uns wenigstens diese mittelalterliche Metropole geblieben ist.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • 10. Südliche Altstadt

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      Glockenturm von St. Emmeram


      Emmeramsplatz...




      Die Anfänge der Benediktinerabtei St. Emmeram liegen um 700. Ausgangspunkt war eine frühchristliche Grabeskirche St. Georg, in der Herzog Theodo den Märtyrerbischof Emmeram († um 685) bestatten ließ. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Anlage freilich sehr stark. So wurde das Mittelschiff um 1730 von den Gebrüdern Asam barockisiert - die Krypten mit zahlreichen Grabdenkmälern sind jedoch sehr alt. Die ältesten erhaltenen Bauteile stammen aus Amtszeit Bischof Sintperts (768-791). Der Ort ist so etwas wie ein bayerisches Nationalheiligtum (Regensburg ist unter den Agilolfingern ab dem 6. Jahrhundert als erste bayerische Hauptstadt bezeugt). In St. Emmeram liegen zahlreiche Äbte und einige der alten bayerischen Herzöge begraben, außerdem der heilige Wolfgang († 994), Kaiser Arnulf († 899) und sein Sohn Ludwig das Kind († 911), der letzte Karolinger auf dem ostfränkischen Thron (Regensburg war neben Frankfurt die wichtigste Stadt im Ostteil des zerfallenen fränkischen Großreichs) und der bekannte bayerische Humanist Aventinus († 1534). Der Kreuzgang des Klosters aus dem 13. Jahrhundert ist der größte der deutschen Kunstgeschichte. Leider war ich am Tag meines Besuchs zu spät gekommen, um noch das Innere des Komplexes zu besichtigen.



      Der Klosterkomplex St. Emmeram wurde 1810 vom Haus Thurn und Taxis erworben und ab 1812 zu deren Residenz ausgebaut. Nach Raumzahl handelt es sich beim Schloss Thurn und Taxis um die größte noch heute bewohnte Fürstenresidenz Europas, die natürlich nur zu bestimmten Zeiten und gegen Entgelt der Öffentlichkeit zugänglich ist.






      Die Torhalle des Klosters St. Emmeram stammt wohl noch aus dem 12. Jahrhundert.






      Das Schloss ihrer Durchlaucht ist von außen nur schwer einsehbar.
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      Arthur Schopenhauer
    • Traumhafter Abschluss, das letzte Bild finde ich besonders schön, auch wenn man an dem Betonklotz im Vordergrung was machen könnte..., aber über sowas will ich mich in Regensburg nicht aufregen.

      Auf dem letzten Bild sieht man besonders einprägsam, wie die vielen Geschlechtertürme, Kirchtürme und allen voran der Dom, die Stadt der mittelalterlichen Bürgerhäuser "bewacht". => Gelungene Dachlandschaft!
      Nur der Bunker...

      Ich frage mich nur, warum man diese einzigartige Überlieferung einer längst vergangenen Welt nicht schon eher unter den Schutz der UNESCO gestellt hat.
    • @ Johan

      Ja, das stimmt. Ich komme leider kurzfristig nicht mehr nach Regensburg. Das Schlossgelände mit dem Klosterkomplex St. Emmeram kann nur zu bestimmten Zeiten kostenpflichtig besucht werden. Im letzten Sommer war ich einfach zu spät. Stadtamhof ist auch sehenswert. Bilder habe ich keine, da ich keinen Speicherplatz mehr hatte und es außerdem zum Fotografieren bereits zu dunkel war.

      Es fehlen auch noch einige Kirchenbauten gänzlich (besonders schmerzlich wohl die Klosterkirche St. Georg in Prüfening mit den möglicherweise bedeutendsten hochromanischen Monumentalfresken Deutschlands und Karthaus-Prüll), Innenaufaufnahmen von Kirchen (allen voran Minoritenkirche, Dominikanerkirche und die Dompfarrkirche St. Ulrich mit einem Teil des Domschatzes) und der Reichstagssaal samt Nebenzimmer der Kurfürsten etc. im Alten Rathaus.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Demonstrationen gegen Umbau von Schloss Emmeram
      morgenpost.de/content/2008/02/28/berlinboulevard/949309.html

      In Regensburg spielen sich possenhafte Szenen ab. Die Einwohner laufen Amok - ausgerechnet gegen ihre Fürstin, auf die sie doch eigentlich mächtig stolz sind, weil von ihrem Glanz auch etwas auf die Stadt fällt - selbst wenn die Regensburger das nicht gern zugeben. Nun also gehen sie mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hart ins Gericht, weil sie das Schloss St. Emmeram, das die Familie im Tausch gegen die Post vom bayerischen Staat bekam, in Teilen zum Fünfsternehotel umbauen lassen will. Verständlich, schließlich sind die Kinder längst aus dem Haus, und das riesige Gebäude schluckt jährlich Unsummen an Instandsetzungs- und Sanierungskosten. Die besonders katholischen Bürger befürchten Saunengelage im ehemaligen Kloster, die Naturschützer haben Sorge, dass alter Baumbestand einer Tiefgarage weichen muss. Darum demonstrieren sie nun sonntags fleißig im Park.
    • Steinigt mich ruhig, aber irgendwie ist Regensburg schon sehr seltsam... Da sieht man mal, dass auch viele unzerstörte historische Bauten eine Stadt nicht unbedingt "schön" machen. Ich könnte Regensburg wirklich nicht als schön bezeichnen. Ganz nett vielleicht...
      Regensburgs Fassaden sind alle ziemlich schlicht und steril. Bei den meisten Häusern könnte man durchaus denken, man hätte es mit angepassten Nachkriegsbauten zu tun? Wie kommts? Regensburg war doch sicher über die Jahrhunderte hinweg eine eher reiche Stadt. Warum hat man dann so ärmlich gebaut?
      Oder gab es einmal eine Zeit, wo man einen besonderen Zuschlag bekam, wenn man die Fassade seines Hauses mit Putz versiegelte?Vielleicht steckt ja darunter noch das ein oder andere Ornament?
      Weiß einer was darüber?

      Ansonsten denke ich mir nämlich immer, dass es ziemlich schade ist, dass ausgerechnet Regensburg die einzige unzerstörte Großstadt Deutschlands ist. Denn da gab's eine Reihe viel viel prächtigerer Städte.