Nürnberg - Rekonstruktion des Pellerhauses

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    • Die Altstadtfreunde Nürnberg teilen auf ihrer Facebook-Seite mit, dass die Frage der Nutzung des Pellerhauses heute überraschend verschoben wurde. Der für heute vorgesehene Stadtratsbeschluss wurde von der Tagesordnung genommen, anscheinend gibt es für die Frage nach dem Standort des Kinder- und Jugendhauses weiteren Klärungsbedarf.

      Naja, vll ergibt sich ja doch noch etwas Positives. :)
    • br.de schrieb:

      Pellerhaus in Nürnberg

      Stadtrat will Alternativen prüfen

      Die Zukunft des Pellerhauses ist weiter ungewiss. Eigentlich sollte der Nürnberger Stadtrat heute entschieden, ob in dem Gebäude Archive und ein Jugendhaus unterkommen. Nun sollen aber noch einmal Alternativen erwogen werden.

      [...]
      br.de/nachrichten/mittelfranke…adtrat-nuernberg-100.html
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

    • Foto von 1869

      Das Pellerhaus wird von der Nürnberger Bevölkerung wenig geschätzt. In der parallel laufenden Diskussion um die Wiederherstellung und Wiedereröffnung des Jugendstil-Volksbades geht es um eine ähnliche Investitionssumme von ca. 50 Mio EUR, hier stimmen allerdings sowohl Stadträte als auch Teile der Bevölkerung sehnsüchtig mit ein. Das mag daran liegen, dass viele es noch aus der Zeit von vor 25 Jahren kennen, als es noch geöffnet war.
      Das Nachkriegspellerhaus dagegen war nie ein Haus der breiten Öffentlichkeit und ist erst seit der Rekonstruktion des Hofes wieder ins Blickfeld gerückt. Ich denke man scheut sich hier - zurecht - in dieses Archivegbäude, das niemand mehr braucht, ebenfalls bis zu 50 Mio zu investieren, wohl wissend, dass man den Wunsch nach Rekonstruktion damit nicht beenden wird. Es fehlt schließlich ein tragfähiges Konzept für eine langfristige Nutzung.

      Bay the Way: Die Veranstaltungen des BDA fanden im Lesesaal im Imhoffschen Bau am Egidienplatz statt, und man hat von den Qualitäten des Lesesaals und des Treppenhauses geschwärmt, beides befindet sich nicht im Pellerhaus sondern im Imhoffschen Bau und wäre von einer Reko nicht betroffen. Im Pellerhaus gibt es nur ein Treppenhaus, und das ist der original erhaltene Treppenturm im Innenhof, der an das Vorderhaus unsinnigerweise nicht einmal angeschlossen ist.
    • Hallo Verweser

      Erst mal Willkommen im Forum. In deinem ersten Beitrag vermischst du aber drei grundlegend unterschiedliche Projekte, die zahlenmässig in Euro nicht zu vergleichen sind.

      1. Die Fassade des Rathauses in Wesel wurde vor ein bestehendes, genutztes und in gutem Zustand befindliches Gebäude vorangesetzt.
      2. In Nürnberg wird für die Sanierung und Umnutzung des jetzigen Pellerhauses samt benachbartem Archivgebäude mit Kosten von 50 Mio. EUR ausgegangen. Eine Rekonstruktion der Fassade des alten Pellerhauses wurde meines Wissens noch nie berechnet. Ausserdem wird nicht davon ausgegangen, dass vor das Bestandesgebäude mit niedrigen Geschossen die rekonstruierte Fassade vorangesetzt werden soll wie in Wesel.
      3. In Berlin wird die Fassade vor einen gleichzeitig im Bau befindlichen Neubau vorangesetzt.

      Also drei Projekte, die absolut nicht miteinander vergleichbar sind. Könntest du noch deine Rechnung mit den 2000% erläutern?
    • Was ist das denn für ein niveauloser Einstand ins Forum? Erst vollkommen absurde Zahlen in den Raum werfen ohne jegliche Grundlage und dann vom Stadtbildforum! fordern, Zahlen offenzulegen oder zum Thema zu schweigen. Wirklich unterirdisches Gebaren.
      98% of everything that is built and designed today is pure shit. There's no sense of design, no respect for humanity or for anything else. Frank Gehry
    • Wahrscheinlich jemand vom BDA oder jemand, der Aktien im Nachkriegspellerhaus hat...

      Jedenfalls wäre eine Kostenschätzung für die Rekonstruktion der Pellerhausfassade mal sehr hilfreich. Können die Altstadtfreunde dazu etwas sagen?
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • Ich habe einen Tag vor der Abstimmung mich mit einem Stadtrat unterhalten und noch einmal darum gebeten, noch keine Entscheidung darüber zu treffen wie es mit dem Pellerhaus weitergehen soll. Da die CSU im Stadtrat eine gespaltene Haltung gegenüber dem Pellerhaus hat, werde ich die "Ochsentour" starten und versuchen -parteiübergreifend- für eine Rekonstruktion der Fassade des Pellerhauses zu werben.

      Möchte versuchen die Jugend für eine Rekonstruktion des Pellerhauses zu gewinnen.
    • Eine undankbare Aufgabe, zumal in Nürnberg nur noch eine Minderheit der Wahlberechtigten einen Bezug zur historisch-kulturellen Identität des Landes oder gar der Stadt besitzen dürften.

      Man sollte sich bei dem Vorhaben auch vielleicht nicht unbedingt auf das Pellerhaus einschießen, sondern die Rekonstruktion der städtebaulichen Situation insgesamt im Kontext eines Revitalisierungsvorhabens denken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Verweser ()

    • Doch, man muß jetzt entschieden am Pellerhaus dranbleiben. Die Chance für eine Rekonstruktion ist jetzt gegeben, nicht in einer Zukunft, in der der Mayer-Bau saniert ist und einer Nutzung zugeführt wurde.
      Die Ausstrahlung, die eine gelungene Rekonstruktion des Pellerhauses hat, kann - und wird - dann auch in anderen Bereichen ihre Revitalisierungskraft entfalten.
    • Stadtbild Deutschland hat vor einigen Wochen in einem offenen Brief Kontakt zu Stadträten, dem OB und der Presse aufgenommen und wir stehen in engem Kontakt mit den Altstadtfreunden. Der Brief ist auf der Vereinsseite unter "Pressemitteilungen" downloadbar. An ihm könntet ihr euch orientieren, wenn ihr euch privat engagieren und Briefe an Stadträte schicken wollt, wozu ich euch alle hiermit aufs Stärkste ermuntern möchte!!!
    • Wie heißt es so schön in "Ben Hur": "Das Rennen ist noch nicht vorbei". Der 15.2.2017 ist im Kalender ganz dick anzukreuzen. Es war ein ganz wichtiger Tag für das weitere "Schicksal" des Pellerhauses. Es bleibt alles möglich.

      Ich persönlich kann so langsam diese ganzen Ruinen- und Schwarz-Weiß-Ansichten des Pellerhauses und des Innenhofes nicht mehr sehen. Die Zukunft ist wichtig. Wie würde die Fassade JETZT nach einer möglichen Rekonstruktion aussehen. Auch die fehlende Südseite des Innehofes gehört dazu.

      Deshalb von mir noch einmal zwei Farbbeiträge in überarbeiteter Form:
      1. Die dreiteilige Pellerhaus-Fassade musste ich vom Weiß-Ton entschärfen (vor allem die Bereiche unter den Fenstern).
      Jetzt könnte es ziemlich dem Zustand von 1605 nahe kommen. Farbton "Nürnberger Rot" plus weiße Kalklinien darauf.
      Wenn die Fassade 1605 nicht so aussah, wie dann?
      2. Die Hofansicht nach Süden - jetzt ohne Gerüste an der Westseite.
      Im Hintergrund scheint die jetzige Fassade mit den blauen Fenstern leicht durch.

      Eine Ergänzung: Mit dem Imhoff-Bau (rechts neben dem Pellerhaus) könnte ich meinetwegen leben. Es bliebe ein Beispiel für frühe Nürnberger Nachkriegsarchitektur. Und die BDA´ler sowie weitere Architekturexperten wären glücklich damit - und hätten auch einen Sieg davongetragen...



      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von gropeltop () aus folgendem Grund: Nachträglich die Bilder eingefügt. Einen Tippfehler bereinigt.

    • Ein wichtiger Schritt voran wäre doch eigentlich endlich ein Kostenvoranschlag für eine Rekonstruktion, erstellt von Fachleuten und aufgeteilt nach Rohbau und – möglicherweise spendenfinanziertem – Fassadenschmuck.

      Irgendwann werden ja die definitiven Kosten für die Sanierung des Mayer-Baus auf dem Tisch liegen und es geistern jetzt schon Summen in der Öffentlichkeit herum, deren Höhe die Sanierung als wirtschaftlich unrentabel erscheinen läßt.
      Da wäre es gut, nicht nur mit dem Mehrwert für das Stadtbild oder der besseren Nutzungsmöglichkeit des zu rekonstruierenden alten Pellerhauses, sondern auch mit einer entsprechenden Gegenkostenrechnung für dessen Auferstehung werben zu können.

      Solange man keine konkrete Vorstellung davon hat, was die Rekonstruktion kosten würde, wird es schwierig bleiben, allzu viele Leute davon zu überzeugen.

      Gäbe es denn vor Ort, z.B. im Kreis der Altstadtfreunde, Personen, die eine solche Kostenrechnung zuverlässig erstellen könnten?