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  • zum Beitrag 9032, dem Film von peter_langner: Außerordentlich bemerkenswert, die Innenräume im Film mit ein zu beziehen. Eine Besonderheit der Treppenhäuser im Berliner Stadtschloß aus der Schlüterzeit (außer der hier zu sehenen Gigantentreppe die Rittersaaltreppe im Portal V und die Elisabethsaaltreppe im Portal I) ist deren räumliche Enge, das "sich um einen Pfeiler wickeln" ganz im Sinne des römischen Barock des späten 17. Jahrhunderts. Die so entstandene außerordentlich interessante Raumstru…

  • Ich finde, das oben schon angeführte Beispiel aus Leipzig fs5.directupload.net/images/170219/8gcm5koc.jpg zeigt, was auch für dieses Haus angemessen wäre: die Gesimse und Rustika im EG sowie den heute vereinfachten Giebel einheitlich in einem hellbeige zu streichen. Ein normales weiß würde zu hell und im Vergleich zum warmen Klinker zu kalt wirken. Dies gilt auch für alle grau-Töne. Also bitte nicht. Und Experimente mit Blautönen kann ich mir erst recht nicht vorstellen. Den genau richtigen Beig…

  • ^ Mir ging es ganz genau so. Im Westen mussten wir vor der Wende nicht, dass die DDR so großflächig schlimm verfallen war. Und erst recht haben wir nicht gedacht, dass das so viel unter Denkmalschutzvorgaben saniert werden würde. Niemals, niemals, haben wir geglaubt, dass die Frauenkirche Dresden wiedererstehen würde, niemals die Rampische Straße, niemals das Stadtschloß Berlin. Man kannte vor der Wende die schwarz-weiß-Fotos dieser Gebäude aus der Literatur, das war für uns alles zerstört, nich…

  • Ich habe die Neubebauung der "Townhouses" aus der Entferung ein wenig verfolgt und war in den letzten Jahren hin und wieder dort und finde, dass dieser Ort einer der schönsten, völlig neu bebauten Bereiche von Berlin ist. Wo sonst ist eine solche eher interessante Abwechslung gelungen, die sogar "klassische Neubauten" zugelassen hat? Sicher sind solche schmalen Gebäude eher typisch für Amsterdam oder (in Deutschland) Köln oder Aachen. Außerdem tut es Berlin gut, dass es in der ansonsten durch di…

  • zum Beitrag Nr. 3544 Selbstverständlich kommt das Holz aus Abbrüchen. Speziell in Westfalen und Niedersachen gibt es genug ländliche Fachwerkgebäude (Bauernhäuser) vorwiegend aus dem 19. Jh., die zum Abbruch stehen. Denkmalgeschützt sind die wenigsten. Reichlich Eichenholz gibt es besonders in den Balken über der Diele. Auf der Webseite von Kr amp und K r am p kann man sehen, wie dieses Fachwerkrecycling funktioniert. Man muss dabei immer bedenken, dass das Holz alternativ komplett im Bauschuttc…

  • Für meine Augen sehen die Fassaden zunächst fachgerecht instand gesetzt aus. Das, was hier krisiert wird, ist lediglich die Farbe der Vierungen (=neu eingesetzte Naturstein-Stücke). Es ist immer schwierig, einen gleichwertigen Stein für Ausbesserungen im Sichtbereich zu bekommen. Naturstein ist ein Naturprodukt, d.h. am Besten bedient man sich aus dem gleichen Steinbruch wie die Altvorderen dies getan haben. Diese Steinbrüche sind schwer zu ermitteln, und stehen heute oft nicht mehr zu Verfügung…

  • #43 und die Antwort #51 Das ist schon echter Stuck, allerdings stark restauriert. Solche Eingangssituationen gab es in Nord-/Mitteldeutschland bei kleinen Häusern recht häufig: in der Mitte der Hauseingang mit Treppenhauszugang, rechts und links Türen zu zwei sehr kleinen Länden. Heute ist das natürlich alles zu einer großen Ladenfläche umgebaut. Häufig haben bei solchen Nischen-Situationen die oberen Bereiche die 1930er bis 1980er Jahre unter Verkleidungen und Abhangdecken überlebt. Der untere …

  • Hameln

    Kapitell - - Niedersachsen

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    Die Hämelschenburg kennst du schon? de.wikipedia.org/wiki/Hämelschenburg Meiner Meinung nach noch beeindruckender!

  • Potsdamer Stadtschloss

    Kapitell - - Potsdam

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    Ich kann es auf den Fotos nicht erkennen, aber das ist bestimmt ein Blindenleistreifen. (Beim öffentlichen Bauen gelten sehr weitgehende Richtlinien für Behinderte, die in unserer sehr demokratischen Welt für sehr wichtig gehalten werden.)

  • Potsdamer Stadtschloss

    Kapitell - - Potsdam

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    Ja, genau. Rein konservatorisch ist es für den Stein besser, diesen nicht anzustreichen. Auch unter dem Aspekt der Wartung. Gerade in 'Norddeutschland' (ob man Potsdam noch dazu rechnet, sei dahingestellt) gibt es eine ausgeprägte Tradition von materialsichtigen Oberflächen (Holzfachwerk, Ziegelstein, oder eben Sandstein). Dem gegenüber wird vereinfacht gesagt in 'Süddeutschland' der Naturstein eher überstrichen. Dies hat sicherlich auch mit dem Wetter zu tun. Im Barock und Klassizismus wurden a…

  • Es geht überhaupt nicht langsam voran. Bauen braucht halt seine Zeit.

  • Ah ja, jetzt wo du es sagst, sehe ich die Überblattung an der Strebe links oben auch... stutzig hat mich der geschossübergreifend durchgehende Ständer sowieso schon gemacht. Aber der ganze Vordergiebel ist doch definitiv nicht aus dem 15. Jahrhundert, sondern irgendwann mal neu abgezimmert und davor gesetzt worden?

  • Definitiv ist der hintere Teil der Marktschänke von 3 (bzw. 6) Gefachen aus dem 15. Jahrhundert, die vorderen beiden Gefache würde ich zeitlich dem Giebel (17. Jahrhundert?) zuordnen, zum einen aufgrund des Höhenversprungs der Riegelketten, zum anderen aufgrund der Kopfstreben, die denen des Vordergiebels entsprechen. Somit hätte der Vordergiebel des 15. Jahrhunderts in etwa in der Flucht des linken Nachbarhauses gestanden und ist vielleicht im Hausinneren eingebaut noch erhalten. Wenn man das F…

  • @Friedrich-Engels-Allee: Der Neubau sieht ja ganz O.K. aus. Im meiner Zeit in Wuppertal habe ich mir immer vorgestellt, den Autoverkehr auf eine neue Trasse neben der Bahnlinie zu verlegen und die Friedrich-Engels-Allee dann als Fußgängerzone/Fahrradstraße/Zone 30 zu gestalten. Eigentlich ist diese ja die Prachtstraße der Stadt, in ihrem unzerstörten Teil jedenfalls.

  • Unser Exilwiener hat völlig recht mit seinem Beitrag. Ich wollte schon die Tage etwas ähnliches schreiben, dachte mir aber, dass es von vielen nicht verstanden würde. Die ökonomische Verknüpftung von Schloßgebäuden und einem privaten, oft landwirtschaftlichen Unternehmen, das diese Schloßanlage samt Ländereien betreibt, ist eine Notwendigkeit zu ihrem Erhalt. Als Beispiel führe ich meine Heimat Westfalen an. Dort ist nach 1945 alles beim alten geblieben und die vielen samt Inventar wohl erhalten…

  • Hagen

    Kapitell - - NRW / Ruhrgebiet

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    Unfassbar, wie schimm es vielerorts in Hagen aussieht, wie viel Geld in den nächsten Jahren investiert werden muss, nachdem man gefühlt 20-30 Jahre quasi nicht mehr investiert hat. Dem Industrieareal braucht man glaube ich nicht wirklich hinterhertrauern, viel erhalteneswertes und umbaufähiges sehe ich nicht (das Industriezeithalter ist halt vorbei), aber das schöne Schulgebäude mit den Original-Fenstern und die gezeigten Wohnhäuser sind unbedingt rettbar. Doch wird es mit kleinen Investitionen …

  • Ja, es war (unausgesprochene!) Wertschätzung und die Demut für das verlorene. Auf breiter Front sichtbar sind diese Bemühungen der 80er Jahre allerdings nur in Westdeutschland geworden, daher passt dieses Thema im Dresden-Strang nicht wirklich. (In der DDR gab es lediglich Einzelprojekte unter staatlicher Obhut wie Barockhäuser an der Str. der Befreiung, Hotel Bellevue in Dresden, Barockhäuser Katharinenstr. in Leipzig.... in Westdeutschland hätte man derart herausragende Objekte sicher schon ei…

  • Der Lustgarten

    Kapitell - - Potsdam

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    #183, genau, der Lustgarten ist/war das städtebauliche Zentrum der Stadt. Ich habe mir das ganze am Wochenende angesehen. Das Schloß leuchtet wie ein Diamant und ist aus allen Richtungen zu sehen, ob man nun über die Brücke kommt, oder durch die Breite Straße, oder hinten im Lustgarten an den Ringerkollonaden steht. Leider bin ich beim fotografieren beinahe mehrfach überfahren worden - die Straße ist selbst sonntags stark frequentiert und hat einen Verkehrsfluss wie eine Autobahn - die zahlreich…

  • Quartier VIII - Baywobau (realisiert)

    Kapitell - - Dresden

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    Danke für die ausführlichen Infos, die mir nicht bekannt waren. Die Idee, dem SIB die Holztür abzukaufen, finde ich übrigens gut und im Gegensatz zu manch anderem 'Traumschloß' realistisch!

  • Quartier VIII - Baywobau (realisiert)

    Kapitell - - Dresden

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    Natürlich befand sich dieses Portal seit dem großen Schloßumbau E. 19. Jh. bis nach 1945 in Zweitverwendung im kleinen Schlosshof. Mag sein, dass das jetzige Portal eine Nachbildung ist. Anbei ein Bild aus Bildindex von dieser Situation: MI09540f04b.jpg Das runde Fenster und die Kartusche gehören lt. Gurlit nicht zum Original dazu. Der Renaisance-Türblatt ist nicht erhalten (wahrscheinlich beim Brand des Schlosses zerstört) und wurde daher in der Rekonstruktion durch eine 'neutrale' Glastür erse…